Montag, 16. Juni 2014

[Rezension] Annalena und der tote Sparkassendirektor

Hallo Leute!

Nach zahlreichen Sachbüchern bin ich endlich mal wieder zu einem Regionalkrimiroman gekommen... Die Autorin kannte ich vorher noch nicht, aber es war durchaus ein ganz guter Griff...

Westfälische Affären
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Daten
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Autorin: Katharina Gerwens
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-30256-2
Preis: 9,99€ (D) 10,30€ (A)


Story
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Ausgerechnet die frisch verlassene Thekla Wissing findet ihren Arbeitgeber tot im Flur seines Hauses. Die Hausdame des Sparkassendirektors Felix Kalupka ist nämlich die Nochehefrau von Kriminalhauptmeister Markus Wissing. Schnell wird klar, dass Kalupka die Treppe herunter gestoßen wurde.

Annalena Brand übernimmt die Ermittlungen gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin Melanie Dierkens. Die beiden Damen verstehen sich nicht gerade auf Anhieb, was die Ermittlungen deutlich erschwert. Die Nachrichtensperre macht die Sache nicht leichter, da schnell im kleinen Ort in Westfalen schnell Gerüchte aufkommen. Kalupka sitzt im Gefängnis - wegen Geldwäsche und Sex.

Dann tauchen auch noch 5 verschiedene Prepaid Handys auf - jedes kann einer Frau zugeordnet werden, da Kalupka mehrere Affären führte - nach einem strengen Zeitplan. Doch keine der Damen wusste von der anderen - aber wer hat Kalupka nun umgebracht?


Fazit
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Für mich war dies das erste Buch von Katharina Gerwens - aus der Westfalen-Krimi-Reihe gibt es einen weiteren Band, der wohl auch demnächst getestet wird. Das Buch hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht... Warum?

Zum einen hat mir das Hauptermittlerduo sehr gut gefallen. Die pedantisch-bedachte Annalena und die völlig chaotisch-spontane Melanie sind anfangs komplett gegensätzlich, können sich nicht ausstehen. Doch schließlich und endlich kommen sie dann doch gemeinsam ans Ziel.

Auch der ganze Handlungsstrang gefällt mir. Zwar ist dem versierten Leser schon relativ schnell klar, wer den Sparkassendirektor zumindest nicht getötet haben kann (ich will ja nicht zu viel verraten), aber dieses ganze dörfliche mit Annalena, die in der Dachgeschosswohnung ihres Vaters lebt und abends immer mit ihm zu Abend ist, die Rechercheassistentin, die jede Fortbildung mitnimmt, die sie kriegen kann, Melanie, die Ermittlerin mit dem "gut gepolsterten Arschgeweih" irgendwie ist dieses Charaktergeflecht ziemlich cool gesponnen und fern ab von jedlichem Thriller alla Hollywood.

Die beinahe schon dörfliche Idylle, in der immer mehr dunkle Geheimnisse des Sparkassendirektors ans Licht kommen ist für mich einfach mal was spannendes, zwar nichts neues - Regionalkrimis gibts ja viele - aber man kann sich direkt in die Geschichte hineinversetzen, wird gefesselt.

Ein toller Krimi, der Lust auf mehr macht.

In diesem Sinne

Eure Anke


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