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Dienstag, 19. Juli 2016

{Reiseberichte - Indien} Globetrotter im Rolli

Hallo Leute!

Ich LIEBE spezielle Reisegeschichten - Menschen, die anders reisen als der "Pauschaltourist". Beim Stöbern bin ich dabei auf das Buch von Andreas Pröve gestoßen...

Erleuchtung gibt's im nächsten Leben
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Daten
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Autor: Andreas Pröve
Verlag: NG Taschenbuch
ISBN: 3492404480
Preis: 14,99€
Taschenbuch, 320 Seiten


Inhalt
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Andreas Pröve reist immer wieder durch Indien - schon seit mehr als 30 Jahren. Und das trotz aller Widrigkeiten. Denn seit einem Motorradunfall im Alter von 23 Jahren sitzt Andreas im Rollstuhl.

Und für Rollifahrer ist Indien natürlich ein eher spezielles Terrain - Rollstuhlfahrer gerechte Toiletten sind Mangelware - sogar in viele Sehenswürdigkeiten kommt er entweder gar nicht erst hinein wegen der vielen Stufen oder er wird nicht hineingelassen, weil das Metall als unrein gilt. Abgesenkte Bordsteine gibt es nicht - und so findet er sich oft mitten im Verkehr, muss um Kühe herumkurven.

Aber trotzdem lässt er sich nicht entmutigen - lässt sich in den Zug oder in den Überlandbus tragen und antwortet auch immer wieder geduldig auf die Fragen. Einmal bekommt er sogar ein Angebot für seinen Komfortsitz mit Rädern.

Und so reist er quer durch Indien - ganz alleine, mit dem Zug oder dem Überlandbus - vieles selbst und spontan organisiert. Und unglaublich sympathisch findet er auch immer sehr schnell Hilfe - gegen ein paar Rupien löst sich jedes Problem ganz schnell. Er scheut sich nicht, sich auf einem Stuhl tragen zu lassen.

Parallel zu seiner Indienreise erzählt er auch die Geschichte seines Unfalls im Westerwald, der ihn vor mehr als 30 Jahren sein Rückenmark so verletzt hat, dass er seit dem nicht mehr gehen kann.

Auch sein Freund Nagender kommt zu Wort - der hat schon einige Reisen mit ihm gemacht. So entsteht parallel zur europäischen Sicht auch eine indische, die manchmal eben so ganz anders ist - denn vieles sehen die Inder dann eben doch als Selbstverständlichkeit an.


Fazit
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Eine wirklich beeindruckende Geschichte. Ein junger Mann stürzt mit dem Motorrad - was vielen den Mut schwinden ließe, gibt Andreas neuen Mut. Immer wieder denkt er an seine Indienreise zurück, die er nach der Ausbildung gemacht hat - sein Ziel, er muss dorthin zurückkehren.

Und dabei geht er mit einem beeindruckenden Mut vor, den ich in Indien wohl nicht einmal als Gehender hätte. Natürlich geht dabei auch mal was schief und er wird ordentlich abgezogen - nicht ganz ungefährlich auch seine Reise im motorisierten Rolli quer durch die Steppe. So entsteht ein enorm ehrlicher und mutiger Reisebericht fernab der vielen Gruppenreisen, die wir Europäer so machen.

Individualtourist mit Rolli - eine mutige und spannende Erzählung, die einen einfach vollständig fesselt.

Eine klare Empfehlung - ich werde mir auch die anderen Reiseberichte von Andreas Pröve zulegen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 25. April 2016

{Kochbuch - Exotisch - Indien} Welcome to India

Hallo Leute!

Wir mögen die indische Küche sehr gerne. Daher haben wir uns jetzt DAS Kochbuch zugelegt, 1,5 kg indische Küche pur.

Indien - Das Kochbuch
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Daten
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Autor: Pushpesh Pant
Verlag: Phaidon
ISBN: 3841901603
Preis: 39,95€
Gebundenes Buch - 816 Seiten


Inhalt
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Das Buch beinhaltet sage und schreibe 1000 authentische indische Rezepte aus den folgenden Kategorien:

Gewürzmischungen und Pasten
Pickles, Chutneys und Raitas
Häppchen und Snacks
Hauptgerichte
Hülsenfrüchte
Brot
Reis
Desserts
Getränke
Gastköche

Am Ende gibt es dann ein Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden. Und besonders nett ist es natürlich, dass auch eine Liste mit Bezugsquellen (online) für Gewürze und ähnliches, was man eben nicht in jedem Supermarkt bekommt.

Auf einzelne Rezepte einzugehen, ist bei der schieren Menge eigentlich fast schon unmöglich. Es gibt eine große Variation - alle indischen Regionen werden mit einbezogen, es gibt zahlreiche vegetarische und nicht vegetarische Variationen, fast schon so viele, dass man sich nicht entscheiden kann, was man als nächstes probieren soll.


Aufmachung
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Im Vergleich zu anderen Hochglanz-Kochbüchern ist dieses eher einfach aufgemacht. Die Rezepte an sich sind OHNE Bilder, nur auf wenigen Seiten sind sehr geschmackvolle Fotos von verschiedenen Speisen gezeigt mit Verweis auf die Seite, auf der man das Rezept findet..

Ganz witzig finde ich auch das kleine Stoffsackerl, in dem das Buch ausgeliefert wird. Zum wirklichen Einkaufen ist es zwar ein bisschen klein, aber zum Gewürze shoppen beim Inder nebenan reicht es absolut.


Fazit
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Ich mag die indische Küche wirklich gerne und habe in diesem Buch schon wirklich viele, tolle Rezepte gefunden. Wenn man wirklich ALLE Rezepte probieren will, muss man über Jahre nur noch indisch kochen.

Schön ist allerdings auch, dass es nicht nur Hauptgerichte zu finden sind, sondern auch einfache Grundrezepte, wie etwa für Naan und für unterschiedliche Chutneys. Alles ist sehr lecker und glänzt mit authenischen Gewürzen. Sogar seine Gewürzmischungen kann man alle selbst machen.

Die Rezepte sind wunderbar übersichtlich gestaltet, ein bisschen Kocherfahrung sollte man vielleicht doch haben, besonders für die etwas komplexeren Hauptspeisen. Denn da man viele Rezepte auf wenig Raum zusammengefasst hat, Ich habe mich vor allem an den Chutneys und an diversen Currys ausprobiert, was bisher eigentlich immer ganz gut funktioniert hat. Ob es am Ende auch authentisch schmeckt, kann ich nicht sagen - der Besuch in Indien steht schließlich noch aus.

Man muss allerdings sagen, dass der Asiamarkt um die Ecke mir sehr zu Gute kommt, denn man bekommt meist tatsächlich nicht alles im klassischen Dorf-Supermarkt. Und wenn es das Gewürz dort nicht gibt, gibt es da in Wien eben zahllose andere Möglichkeiten.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 14. April 2016

{Roman - Schweden - Indien} Die indischen Abenteuer des Göran B.

Hallo Leute!

Wieder einmal hat mich der Titel zu einem Buch geleitet. Ich habe ja den "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg" GELIEBT - und irgendwie erinnerte mich der Titel an dieses tolle Leseerlebnis...

Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte
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Daten
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Autor: Mikael Bergstrand
Verlag: btb
ISBN: 9783442713578
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 416 Seiten


Inhalt
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Göran Borg ist wohl das, was man ein Gewohnheitstier nennt. Knapp über 50, schon seit 25 Jahren bei der gleichen Firma beschäftigt, verheiratet, 2 erwachsene Kinder.

Doch dann geht alles ganz schnell. Erst haut ihm seine Frau Mia ab und dann verliert er seinen Job, weil er einen großen Teil seiner Arbeitszeit in einem Fussballforum verbringt. Und dank seiner reichen Abfindung kommt er nun erst Recht nicht mehr vom Sofa herunter.

Doch dann kann sein Freund, der Reiseleiter Erik, ihn davon überzeugen, ihn auf seine nächste Reise für "Unglaubliches Indien!" zu begleiten. Widerwillig fliegt er mit doch schon bei der Landung geht alles schief. Der pure Gestank schlägt ihm entgegen und auch das Hotel ist wenig einladend.

Und schon im zweiten Hotel der Rundreise geht alles schief - er holt sich eine schlimme Magen-Darm-Infektion und kann erstmal nicht weiter. Doch Erik muss bei seiner Gruppe bleiben und muss Göran alleinelassen. Er beauftragt seinen Freund Yogi, Göran ein paar Tage später wieder zur Gruppe zu bringen.

Doch Göran beschließt, mit Yogi lieber wieder nach Delhi zu fahren um dort auf seinen Rückflug zu warten. Er lebt dort gemeinsam mit Yogi bei seiner Mutter, geht mit ihm einkaufen und ins Fitness-Studio im Luxushotel Hyatt. Dort verliebt er sich in Preeti, die verheiratete Inhaberin des Beauty-Salons.

Als die ihn zum Holifest einlädt, beschließt Göran, noch ein kleines bisschen in Delhi zu bleiben - denn ein kleines bisschen hat er sich schon verliebt in dieses offene Land und seine Menschen.


Fazit
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Nicht nur der Titel hat ein bisschen vom "Hundertjährigen". Auch die Story an sich ist skuril und einfach zum Verlieben. Da landet ein Mann in der Midlifecrisis in Delhi und hasst erstmal alles hasst. Eigentlich will er nur nach Hause doch durch eine Verkettung von Umständen bleibt er am Ende ein ganzes Jahr - weil er auf den ersten Blick skurile Menschen kennenlernt, mit denen er in Indien wohl kaum jemals ein Wort gesprochen hätte - allen voran Bollywood Superstar Sharuk Khan.

Dann verliebt er sich ausgerechnet in eine Frau, die mit einem wahren Magnaten verheiratet ist, einem Mann, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch aus allem, was er anfasst, Gold macht.

Auch in die Kultur taucht Göran tief hinein - er trinkt Haschischgetränke beim Holifestival (das ja bei uns auch inzwischen extrem beliebt ist) und lebt in direkter Nachbarschaft eines Slums. Er wird von "Hexen" heimgesucht, als er seine Wohnung einweiht und taucht auch im Ganges ein.

Man hat sofort eine gewisse Sympathie eigentlich mit allen Hauptcharaktären, allen voran natürlich mit Göran, dem Couchpotato, der mit einer gewissen Leichtigkeit Indien erkunden...

Von mir gibt es 4 Sterne, da das Buch auch mit kleineren Längen aufwarten kann - ich habe mich 100% unterhalten gefühlt.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 24. Februar 2016

{Kochen - Indisch} Einmal Indien und zurück

Hallo Leute!

Ich muss sagen, ich LIEBE Indische Küche. In kaum einer Küche spielen so viele exotische Gewürze zusammen. Mit diesem Thema beschäftigt sich auch das folgende Buch...

Spirit & Spice
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Daten
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Autor: Michael Langoth
Verlag: Edition Styria
ISBN: 3990110756
Preis: 45€
Bildband, 224 Seiten


Inhalt
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Der Autor Michael Langoth führten ihn bereits in die italienische Po Ebene und ins Mekong-Delta. So ist auch auf seiner neuesten Reise in den südlichen Teil Indiens eine interessante Mischung aus Kochbuch und Kulturguide entstanden.

Neben tollen Rezepten (z.B. Eier mit Marsala, schwarze Berglinsen oder Goldener Safranreis mit Huhn) bietet das Buch auch spannende Fakten zur indischen Küche (sowas wie "Curry" kennt man dort nämlich gar nicht).

Die einzelnen Rezepte sind sehr ausführlich mit sehr hochwertigen Bildstrecken erläutert und wirklich völlig problemlos nachzukochen. Ich habe inzwischen schon das eine oder andere ausprobiert.

Auch besondere Kochtechniken, die in Europa nicht so gängig sind, werden in Wort und Bild beschrieben.

Neben den zahlreichen Rezepten sind auch sehr interessante Fakten zur südindischen Küche enthalten - etwa die Herstellung der bekanntesten Marsalas (indische Gewürzmischung, die zum Teil sogar von Familie zu Familie unterscheiden).

Dazu werden auch spannende Themen aus der südindischen Kultur verewigt. Ein sehr eindrucksvoller Beitrag handelt etwa vom Spannungsfeld aus Tradition und Moderne - gerade in Südindien leben viele Menschen dort noch wie vor 1000 Jahren, mit Handkarren und Ochsenflug. Auf der anderen Seite ist gerade in den Zentren die Technik auf dem Vormarsch.


Fazit
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Das Buch einzugruppieren ist irgendwie schwierig. Denn es bietet eine interessante Mischung aus Kochbuch und einer Einführung in die Südindische Kochkultur. Und da ich inzwischen zahlreiche Inder aus allen Teilen des Landes kenne (und dort privat auch schon eingeladen war), gehört die Südindische Küche zu meinen liebsten.

Michael Langoth liefert ein tolles Kochbuch mit interessanten und vor allem im Gegensatz zu vielen anderen "indischen" Kochbüchern auch relativ authentisch - zumindest nach Aussage unserer indischen Freundinnen, die natürlich auch schon drin geblättert haben.

Das Buch ist wunderschön und bietet einfach mehr als nur die reinen Rezepte, sondern es schafft anhand von eindrucksvollen und hochwertigen Bildern und ausführlichen Texten auch einen Eindruck von den kulturellen Einflüssen auf die südindische Küche.

Von mir gibt es für dieses hochinteressante Kochbuch klare 5 Sterne. Das Buch ist absolut Top für alle, die gerne auch mal selbst zum Kochlöffel greifen.

In diesem Sinne

Eure Anke