Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 2. Oktober 2016

{Krimi - Schweiz} Wie das Wetter so spielt...



Hallo Leute!

Der Wetterschmöker ist mir im Buchhandel direkt durch sein leuchtendrotes Cover aufgefallen - ein spannender Thriller aus der Schweiz, das klingt doch sehr vielversprechend...

Wetterschmöcker

Daten

Autor: Michael Theurillat
Verlag: Ullstein
ISBN: 3550080484 
Preis: 26€
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten

Inhalt

In einem Waldstück wurde eine verkohlte, weibliche Leiche entdeckt - offensichtlich wurde sie nach einem indianischen Ritual verbrannt. Die Kriminaltechniker finden dazu Spuren von Edelweiss. Die Leiche wird als Clara Thüring identifiziert, eine Topmanagerin aus Zürich.

Und die Spuren führen Kommissar Eschbach und seine Kollegen ins Muotathal, einem entlegenen Tal in der Zentralschweiz zu den Wetterschmöckern. Dabei handelt es sich um einen traditionellen Club von Amateurmeteorologen und deren Familien, gradlinig, unbeugsam und schweigsam. Die Männer können in der Natur lesen wie kaum ein anderer, in einer Natur, die Thürings Firma für Rohstoffhandel von ihren Glaspalästen in Zürich aus zerstören wollte.

Fazit

Dieser Roman hat so viel zu bieten - die traumhafte Schweizer Natur und die manchmal etwas rauhen Menschen. Ein bisschen hat man gleich einen Almöhi vor Augen, der aus Kleinigkeiten eine genauere Wettervorhersage machen kann, als die studierten Profis, der aber Eschbach die Ermittlungen denkbar schwer macht. Damit gelingt es dem Autor auf sehr charmante Art und Weise die Schweizer Lebensart zu transportieren.

Dazu kommt ein veritabler Wirtschaftskrimi voll mit Intrigen und Konkurrenz. Dazu kommt ein kluger Kommissar, der keinen unkonventionellen Weg scheut, momentan mit seiner Tochter zusammenlebt und bei den Ermittlungen immer tiefer eindringt in die Dorfgemeinschaft und damit immer mehr in Gefahr gerät.

Der Roman ist ein wunderbarer, flüssiger Krimi, den ich beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe. Das Buch weckt Vorfreude auf weitere Geschichten rund um Kommissar Eschbach - die Vorgängerromane sind schon auf meinem SuB.

In diesem Sinne

Eure Anke


Dienstag, 31. Mai 2016

{Humor - Reisen - Schweiz} Ein normaler, ruhiger Urlaub

Hallo Leute!

Nach "Kim und Struppi" wollte Christian Eisert mal eine ganz ruhige Reise machen, völlig ungefährlich. Von Nordkorea geht es also diesmal in die Schweiz.


Viele Ziegen und kein Peter
^^^^^^^^^^^^

Daten
^^^^
Autor: Christian Eisert
Verlag: Ullstein
ISBN: 3864930367
Preis: 14,99€
Broschiert, 336 Seiten


Inhalt
^^^^
Zuletzt war Christian Eisert gemeinsam mit einer Freundin in Nordkorea unterwegs - Tag und Nacht begleitet und beobachtet von 2 Gästebetreuern. Eisert selbst schreibt die humorvollen Off-Texte für Serien wie "Shopping-Queen", schrieb aber auch schon etwa für Harald Schmidt und berät Comedians bei der Konzeption ihrer Comedyprogramme.

Diesmal sollte es anders sein - seine Reise sollte ganz frei sein, idyllisch und ohne Beobachter. Inspiriert von seiner Freundin Amara aus Zürich, mit der er während der Reise auch immer wieder skyped, entscheidet er sich für eine Reise durch die Schweiz.

Aber natürlich wird die Reise auch diesmal alles andere als gewöhnlich. Christian startet in Basel und reist mit dem Zug durch das ganze Land - mit dem großen Rucksack und kleinem Budget will er es schaffen, den Schriftzug "Schweiz" in das kleine Land zu setzen. Einzige Regel: kein Google Maps.

Und dabei erlebt er einige Abenteuer, etwa das Schwimmen in der Aare oder den Bau seiner ersten eigenen Uhr. Er besucht eine Ziegenausstellung und lernt eine Immobilienmaklerin in Gstaad kennen.


Fazit
^^^^
Mal wieder eine sehr gelungene Reise - einmal quer durch die Schweiz - mit dem Zug, mit Bergbahnen und Schiffen durch das Land, das aussieht wie ein Wildschwein. Ich mochte das Wildschwein auch kaum glauben, bis ich dann auf die Karte geschaut habe.

Humorvoll und ehrlich berichtet Eisert über seine Abenteuer und seine Begegnungen - und nebenher erfährt man unglaublich viel über die Geschichte und Gegenwart, Leben und Traditionen in der Schweiz.

Wieder ist es ihm gelungen, mit seinem lockeren und kurzweiligen Schreibstil viel Neues und Überraschendes aus der Schweiz zu berichten - so nah und doch irgendwie auch ein bisschen fremd-

Die Reise kommt mir diesmal etwas weniger humorvoll und außergewöhnlich vor wie die erste Reise von Eisert nach Nordkorea. Dennoch erfährt man sehr viel über unsere netten Nachbarn und über ein Land, das es sich zu bereisen lohnt. Auch fehlt ein bisschen die charmant ehrliche Begleiterin aus Nordkorea. Amara kann das nur bedingt übernehmen, weil sie Christian ja nicht begleitet, sondern nur hin und wieder mit ihm skyped.

Von mir gibt es 4 Sterne - "Kim und Struppi" fand ich eben noch etwas besser.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 28. Mai 2016

{Krimi - Schweiz} Kommissar und Wickler

Hallo Leute!

Meine Reise in Form von Krimis führte mich diesesmal in die Schweiz - zu Gabriela Kasperski.

Sicht unsichtbar
^^^^^^^^^^

Daten
^^^^
Autorin: Gabriela Kasperski
Verlag: Monsenstein und Vannerdat
ISBN: 3956457676
Preis: 20,90€
Broschiert, 408 Seiten


Inhalt
^^^^
Mord am idyllischen Greifensee, irgendwo im italienischen Teil der Schweiz. Der Besitzer der Pension Seeblick - Johan Havemann wurde erschlagen. Der Hintergrund scheint schnell gefunden, unterstützt Havemann doch das Projekt VillageGreen, das den Bau von Luxusimmobilen am See vorantreiben und seine Pension an das Konsortion verkaufen will.

Ein potentieller Verdächtiger ist zwar schnell gefunden, der Naturranger vom See, doch je tiefer die beiden Kommissare graben, umso tiefere Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Schnell wird klar, es geht eigentlich nur um eins - um Macht.


Fazit
^^^^
Sicht unsichtbar ist nun schon der dritte Fall für Schnyder und Kommissar Meier. Die Reihe war bisher an mir vorübergegangen, was allerdings auch nicht weiter schlimm ist, denn die Fälle scheinen in sich abgeschlossen.

So beginnt die Geschichte doch recht vielversprechend - aus der Perspektive der Fliege, die den Kadaver von Pensionsbesitzer Havemann für sich als Kinderstube für ihren Nachwuchs entdeckt. Doch dann lässt es relativ schnell relativ stark nach.

Schon nach den ersten paar Seiten wollte ich das Buch ehrlicherweise weglegen, weil es mir einfach zu viel wurde - Luxusöko hier, pinkelnde Babys dort, alles sehr dicht erzählt, viele Personen wurden vorgestellt, so dass mir erst relativ spät beispielsweise klar wurde, dass die Kommissare sich auch privat sehr nahe sind.

Ich finde es ja immer ganz nett, wenn die Figuren in einem Krimi/Thriller ein Privatleben haben - eine Sexszene ist ja heute (vor allem in den Amerikanischen Büchern) keine Seltenheit mehr. Aber in diesem Buch gerät der eigentliche Mord schon fast in den Hintergrund - und die Probleme sind banal - etwa dass Söhnchen Finn ausgerechnet am Tag der Taufe morgens sein Taufkleid vollpinkelt und dass Meier bei den Ermittlungen nicht nur einen Hexenschuss, sondern auch ein Baby im Gepäck hat. Aber so ist das eben in der Schweizer Provinz, aus der Zita Schnyder unbedingt so schnell wie möglich fliehen will.

Ein kleines bisschen erinnert mich das Ganze an die Fälle in Fjällbacka von Camilla Läckberg, wo auch sich die Lebensgefährtin/Krimiautorin immer in die Fälle des Polizistengatten einmischt - nur hat Frau Läckberg da die sicherlich etwas bessere Mischung aus Fall und Privatleben gefunden - zwar ist da auch Kommissar Patrick mal auf einem Kindergeburtstag, aber da bleibt es eben auch ein Krimi und driftet nicht in ein Familiendrama ab.

Die Idee an sich ist gut, Teile sind auch sehr spannend und sehr atmosphärisch geschrieben, für meine Begriffe ist da aber noch sehr viel Luft nach oben.

Von mir gibt es leider nur eine Durchschnittswertung mit 3 Sternen.

In diesem Sinne

Eure Anke