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Donnerstag, 20. Oktober 2016

{Kochbuch - Israel} Eine Kulinarische Reise

Hallo Leute!

Die Küche in Israel ist schon speziell. Schon wenn man in Jerusalem einen McDonalds sieht, der speziell darauf hinweist, dass er vollkommen kosher ist. Auch die Restaurants bieten eine tolle Küche. Und aus Faszination für diese Küche habe ich mir nach meiner Rückkehr von dort dieses Kochbuch zugelegt.

Jerusalem - Das Kochbuch



Daten


Autor: Yotam Ottolenghi, Sami Tamini
Verlag: Dorling Kindersley
ISBN: 978-3-8310-2333-2
Preis: 24,95€
Gebundene Ausgabe, 320 Seiten


Inhalt


Treffen sich ein Israeli und ein Palästinenser, um gemeinsam ein Kochbuch zu schreiben. So etwas kann wohl nur in einer Stadt passieren, die nicht nur kulturell ein echter Schmelztiegel dreier Weltreligionen ist, sondern eben auch kulinarisch.

Egal ob Gemüse, Fisch oder Fleisch, dieses Buch entführt uns in die Welt der Restaurants der Jerusalemer Altstadt. Ergänzt werden die einzelnen Rezepte nicht nur durch die ausführliche Beschreibung. Es wird auch ausführlich über die Geschichte der Rezepte, wann wo und wie das Gericht traditionell gegessen wird, woher es stammt usw. Es wird etwa über die meditative Tätigkeit des Klöschenmachens für das Kubbch Chamusta berichtet.


Fazit


Was für ein tolles Kochbuch. Es ist irgendwie, als ob es einen direkt wieder in die Jerusalemer Altstadt entführt, in das kleine Restaurant in der Nähe der Grabeskirche, in dem es so leckere Köfta gab. Zu jedem Rezept gibt es großformatige Fotos und eine ausführliche Beschreibung. Das eine oder andere findet man vielleicht eher auf einem Markt oder in einem Spezialitätensupermarkt. Die Rezepte sind durch die Bank weg für meine Augen etwas komplexer als ich sie im Alltag nutzen würde. Aber am Wochenende, wenn mich die Experimentierfreude packt, dann hole ich das Kochbuch vor und die Rezepte gelingen ganz prima. Für die Gerichte sollte man sich in der Tat Zeit nehmen, denn vieles ist mehr "Slow Food", bei dem schon das Kochen ein Ereignis ist.

Perfekt ergänzt wird das Ganze durch ganz viele großartige Bilder aus dem jerusalemer Alltag - ein orthodoxer Jude, der kleine Jungs im Kindergartenalter durch die Stadt führt oder von einem Mann, der auf einem Markt die köstlichen Melonen testet. Gleich zu Beginn sieht man zwei Verkäufer auf dem bunten Markt, die mit dem beinahe schon leuchtenden Gemüse handeln.

Es sind durch die Bank tolle Gerichte, die man nur in Jerusalem finden kann. Ich habe direkt Lust, wieder in den Flieger zu steigen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 16. März 2016

{Sachbuch - Israel - Frauen} Women of Israel

Hallo Leute!

Seit meiner Reise nach Jerusalem (im wahrsten Sinne des Wortes) bin ich ein echter Fan des Landes und wenn dort jemals die Sicherheitslage etwas ruhiger wird, würde ich auch sehr gerne mal eine längere Rundreise dort machen... In kaum einem Land findet man einen derartigen Schmelztigel aus allen möglichen Kulturen - und das spürt man auch am Bild der Frau...

Zwischen Kamelwolle und Hightech
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Daten
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Autorin: Daniela Segenreich
Verlag: Styria premium
ISBN: 3222134634
Preis: 22,99€
Gebundenes Buch, 192 Seiten


Inhalt
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Israel ist ein Land der kulturellen Vielfalt - an kaum einem Ort liegen die drei monotheistischen Weltreligionen so eng beieinander wie in der Altstadt von Jerusalem. In diesem Spannungsfeld ist ein besonders interessantes und vielfältiges Frauenbild entstanden, das kaum extremer sein kann.

Diese Vielfalt stellt Daniela Segensreich anhand von 15 Frauenporträts dar, die eigentlich nur eins gemeinsam haben - sie sind in dem Land entstanden, das drei Weltreligionen heilig nennen. Und alle Frauenfiguren haben etwas ganz besonderes:

Da ist neben Limor, einer Frau, die in der israelischen Armee hart wird und mit dem Maschinengewehr umgehen lernt sieht man Khadra, die Beduinin die mit ihrer Familie durch die Wüste zieht oder auch Hanan, die mit dem Hijab den schwarzen Gürtel gemacht hat. Man lernt auch Rikva kennen, eine orthodoxe Jüdin oder Gil (Galina) der im engsten Sinne eigentlich keine Frau ist. Ein Portät stellt eine Frau vor, die vor den Nazis fliehen musste und in Israel mehrere Kibuz aufgebaut hat.

In sehr persönlichen Porträts lernen wir diese Vielfalt kennen. Die Autorin trifft sich mit ihnen, nimmt an ihrem Alltag kennen. Mit tollen Bildern kommt man diesen höchst unterschiedlichsten Frauenfiguren immer näher.


Fazit
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In kaum einem Land ist die Rolle der Frau auf engstem Raum so unterschiedlich - das spürt man nicht erst, wenn man mal durch die Altstadt von Jerusalem flaniert ist und erst vor einer Frau im Hijab steht neben der durchtrainierten Soldatin mit Maschinengewehr.

Und Daniela Segenreich ist es gelungen, eben genau diese Vielfalt zu erfassen und damit auch für denjenigen, der Israel nicht kennt, neue Blickwinkel auf die Gesellschaft dort zu erfassen. Denn geschickt hat die Autorin Frauen aus allen Schichten und Bevölkerungsgruppen ausgewählt - und in kaum einem Land gibt es so viele davon...

Und auch diejenige, die schon dort waren, so wie ich, sehen jetzt wohl einiges mit anderen Augen. Denn gerade weil man von den Ausschreitungen dort immer nur aus den Medien hört, kennt man die Sache nur aus einer Perspektive - in diesem Buch bekommt man gleich 15.

In diesem Sinne

Eure Anke