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Montag, 2. Mai 2016

{Religion - Japan} Die Lehre vom Nicht-Ich

Hallo Leute!

Noch 2 Monate sind es, bis der Flieger nach Japan geht. Und ich gehe ja grundsätzlich nicht in den Urlaub, ohne eine gewisse Ahnung von der Kultur des Landes zu haben, in das ich reise. Nun, bei Japan fiel mir eben als erstes der Zen Garten und der Zen Buddhismus ein - also lohnt es sich eine Beschäftigung mit dem Thema...

Zen - Die unlehrbare Lehre
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Daten
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Autor: Stephan Schuhmacher
Verlag: Kösel
ISBN: 3466346169
Preis: 19,99€
gebundenes Buch, 208 Seiten


Inhalt
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Zen ist eine buddhistische Lehre, die vor mehr als 1500 Jahren ihren Anfang in Indien nahm - eine stark durch den Daoismus beeinflusste Lehre. Von dort verbreitete diese Lehre sich zuerst nach China und dann nach Japan. Benannt wurde diese Strömung, die hauptsächlich in Japan verbreitet ist, ursprünglich nach dem chinesischen Chan, was so viel bedeutet wie "Zustand meditativer Versenkung".

Stephan Schuhmacher versucht dabei, soweit es geht, die Quellen des Zen zu beschreiben. Kaum ein Europäer hat mehr Erfahrung mit Zen wie er. Mehr als 40 Jahre beschäftigt er sich wissenschaftlich ebenso wie praktisch mit der Zenlehre.

Schuhmacher stellt das Ganze zurück auf die grundlegende Rückkehr zum ursprünglichen Dharma des "Nicht-Ich", da sich die heutige Lehre weit von den Ursprüngen entfernt hat.

Ergänzt wird das Ganze durch ein paar interessante Illustrationen und Einblicke in die Welt des Zen.


Fazit
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Nun, mit Zen konnte ich bisher nur wenig anfangen. Natürlich hat man den Begriff schonmal gehört, vor allem habe ich es in meinen Japan-Reiseführern gelesen - Zen Gärten, Zen Klöster, Zen Buddhismus. Aber was genau dahintersteckt, war mir bisher eher fremd.

Und selbst was Zenmaster auf die Frage, was Zen denn sei antworten, ist kaum verständlich - daher nennt der Autor sein Buch auch "Die unlehrbare Lehre". Dennoch gelingt es Stephan Schuhmacher das, was seiner eigenen Meinung nach nicht funktioniert. Er schafft es, die Grundzüge des Unlehrbaren zu lehren.

Also ich muss zugeben, wirklich verstanden habe ich Zen auch nach diesem Buch nicht - allerdings hat Schuhmacher ja auch 40 Jahre gebraucht... Aber vielleicht komme ich dem Verständnis in Kyoto ein noch ein bisschen näher. Ich bin schon gespannt, schließlich ist Kyoto das religiöse Zentrum Japans mit mehr als 2000 Tempeln.


Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 2. April 2016

{Kultur - Reisen - Japan} Verlorene Zeit

Hallo Leute!

Da ich selbst als Wahlwienerin im Exil lebe, kenne ich sie alle, die Piefke, die meinen, dass sie die österreichische Kultur besonders gut und besonders witzig erklären können. Manchmal weiß ich dann doch, warum viele Wiener Vorbehalte gegen uns haben.

Nun beschäftige ich mich derzeit ja sehr mit Japan, die große Reise ist noch gut 3 Monate entfernt. Daher fiel mir - leider muss ich sagen, dieses Buch in die Hände...


Darum spinnen Japaner
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Daten
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Autor: Christoph Neumann
Verlag: piper
ISBN: 3492302637
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 240 Seiten


Inhalt
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Japaner gehen gerne auf Spesenrechnung in den Puff, sind ohne ihre Ehefrau (die sie selten lieben) nicht lebensfähig und gehen nicht gerne aufs Klo - so oder so ähnlich könnte man den Einstieg beschreiben, den Christoph Neumann für sein bereits zweites Buch über den Alltag in Japan gewählt hat.

Nach und nach wird die gesamte Japanische Gesellschaft durch den Kakao gezogen. Die Jobs, die die Japaner sehr ernst nehmen und die gewisse Niedlichkeit (Hallo Kitty) genauso wie der Glauben (Geisterglauben gehört zum Shintu Glauben eben dazu), Luxus genauso wie ihr Umgang mit Ausländern.



Fazit
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Nun, mir persönlich ist schon beim Einstieg die Lust aufs Lesen gehörig vergangen. Nachdem ich das doch recht feinsinnige aber auch humorvolle Buch "Gebrauchsanweisung für Japan" (gleicher Verlag, anderer Autor) gelesen hatte, war mir das irgendwie schnell zu doof.

Irgendwie habe ich mich ein bisschen wie in einer Mario Barth Show gefühlt. Doch ist Mario Barth der Meister des "Meine Freundin, haste gesehn alta"-Witzes ist, ist Christoph Neumann der "Ich lebe in Japan und finde alle Japaner sind klischeebehaftete Assis"-Witzes.

Von Kapitel zu Kapitel driftet die Kritik mehr ins boden- und haltlose ab, irgendwann gehen ihm dann auch in seiner pauschalisierenden Schreibweise die Argumente aus. Wie gesagt, sowas kenne ich durchaus von den Büchern alla "Ich als Piefke unter Ösis". Oberflächlich vielleicht ein bisschen amüsant (zumindest wenn man selbst in der Gesellschaft lebt), hintergründig fragt man sich dann aber doch immer wieder "Warum ziehst du Depp nicht weg, wenn da doch alles so extrem doof ist?".

Als besonders schade empfand ich das Kapitel zum Umgang der Japaner mit Ausländern. So schreibt er etwa, dass er sich wie auf einem fremden Planeten fühlt, weil er als Ausländer in Japan eine "Alien Registration Card" mit sich rumtragen muss - NA und? Was für ein Schwachsinn, genauso dass er sich davon bedroht fühlt, wenn er Komplimente vom Nachbartisch bekommt, wenn er gut mit Stäbchen umgehen kann - hä? Vielleicht wollen die auch nur nett sein oder haben eben eine Spezialfloskel im Umgang damit, beleidigen wollen sie den überschlauen Christoph sicherlich nicht.

Für mich war dieses Buch reine Zeitverschwendung - nur auf die Toiletten bin ich gespannt, aber das war ich vorher schon. Macht "Gebrauchsanweisung für Japan" noch Lust auf die Reise (ohne die Eigenheiten der Japaner zu verschweigen), habe ich dieses Buch nach den ersten Kapiteln nur Auszugsweise gelesen, weil der Rest kaum zu Ertragen gewesen wäre.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Reise - Japan - Gebrauchsanweisung} Auf die nächste große Reise

Hallo Leute!

Wir haben ja ein gewisses Händchen für leicht durchgeknallte Reiseideen - unsere letzten 3 Reisen führten uns schließlich in die derzeit nicht allzu beliebten Reiseländer Israel, Ägypten und Russland. Und auch unsere nächste Reise wird etwas verrückt, wenn aber auch nicht aus politischen Gründen...

In Vorbereitung dazu habe ich einiges gelesen - gerade weil es mal wieder in eine besonders fremde Kultur geht... Es geht nämlich in die Stadt des weltbekannten Klimaprotokolls - nach Kyoto.

Gebrauchsanweisung für Japan
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Daten
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Autor: Andreas Neuenkirchen
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-27632-0
Preis: 14,99€
Broschiert, 237 Seiten



Inhalt
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Den Bremer Andreas Neuenkirchen prägt seit jeher ein enges Verhältnis zu Japan. Der Journalist schreibt seit 1993 regelmäßig für diverse online und offline Medien über die japanische Gegenwartskultur und ist auch Autor diverser Sachbücher und Romane - alle mit Bezug zu Japan.

Entsprechend häufig ist er auch schon durchs Land gereist und lässt uns in seiner Gebrauchsanweisung für Japan an seinen ganz persönlichen Erfahrungen teilhaben - sei es mit dem Verhältnis der Japaner zu Ausländern oder sein es seine ganz persönlichen Reiseerfahrungen.

Denn er hat in Japan schon alles probiert - er war in diversen Vergnügungsparks und Einkaufszentren, er war bei einer Teezeremonie oder im Onsen, bekommt gezeigt, wie man im Schrein betet oder war in Tokio auf dem Fischmarkt usw.

Und mit seinen Erlebnissen bekommt man gleichzeitig einen kleinen Reiseführer und eine Einführung in die Japanische Kultur. Denn vielleicht wirkt es auf einen befremdlich, als Ausländer bei einem japanischen Lokal abgewiesen zu werden, obwohl es völlig leer ist - der Japaner aber macht sich Sorgen, weil er sich mit seinem Gast nicht gescheit unterhalten kann. Man könnte das befremdlich finden, in Japan ist das aber normaler Alltag,


Fazit
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Die Reihe der "Gebrauchsanweisungen" von Piper wird immer größer und bisher fand ich alle Bücher absolut toll, interessant oder spannend. Dieses hier hat jedoch die Superlative nochmal um eine Stufe nach oben gesetzt, weil es noch dazu sehr witzig und humorvoll vom Leben in Japan erzählt und dabei zeigt, wie Japaner häufig ticken. Dabei holt er zu einem gelungenen Rundumschlag aus. Er erzählt, was spannend anzuschauen ist und was nicht, er erzählt, wie man sich in einem Shintu-Schrein zu verhalten hat oder in einem Onsen, er berichtet aber auch über die Eigenheiten der Japanischen Politik in seinem leichten und humorvollen Stil - ein beeindruckend leicht zu lesendes Buch.

Und diese humorvolle Art vom Leben in Japan zu erzählen, macht einem nicht nur den Autor, sondern auch das Land irgendwie auf Anhieb sympathisch, denn er lässt einen bereits vor der Reise die mir bisher völlig fremde Kultur besser verstehen und vor allem sind dadurch Irritationen und mögliche Fettnäpfchen schonmal offengelegt.

Ich bin mir aber trotzdem sicher, dass noch das eine oder andere Fettnäpfchen in Japan auf mich warten wird - aber das ist ja der ganze Spaß am Reisen.

In diesem Sinne

Eure Anke