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Montag, 17. Oktober 2016

{Sachbuch - Naturwissenschaften} Leben und andere Katastrophen

Hallo Leute!

Evolution ist ein umstrittener, aber auch wissenschaftlich momentan weitestgehend unumgänglicher Begriff. Aber dass die nicht immer so gleichförmig ablief, zeigen Joe Kirschvink und Peter Ward in ihrem neuen Buch.

Eine neue Geschichte des Lebens


Daten

Autoren: Peter Ward, Joe Kirschvink
Verlag: DVA
ISBN: 3421046611
Preis: 29,99€
Gebundene Ausgabe, 544 Seiten


Evolution ist eine komplizierte Geschichte - denn neueste Erkenntnisse aus den unterschiedlichsten Naturwissenschaftlichen Fächern zeigen, dass nicht nur geologische Effekte oder die Konkurrenz um Nahrung als Motoren der Entwicklung des Lebens gelten.

Neue Erkenntnisse aus Paläobiologie, Physik, Chemie oder Genetik zeigen nämlich, dass Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Meteoriteneinschläge entscheidende Faktoren in der Evolution waren. Aber auch kleinere Naturkatastrophen, Hurrikane oder Erdbeben, haben die Evolution entscheidend beeinflusst.

Anhand von konkreten Beispielen aus allen Wissenschaftsbereichen untermauern Ward und Kirschvink in ihrem populärwissenschaftlichen Buch allgemeinverständlich, warum wir heute das sind, was wir sind.



Ökologie ist mehr als nur "Save the Whales" oder ähnliches. Peter Ward und Joe Kirschvink bieten einen spannenden  Einblick in das Fachgebiet bieten. Denn sie zeigen, wie sensibel Ökosysteme sind, wie leicht sie aus den Fugen geraten und wie Lebewesen dadurch in ihrem Leben und ihrer Entwicklung nachhaltig beeinflusst werden. Massensterben schaffen Platz für Neues - Lebewesen müssen sich an neue Begebenheiten anpassen, in der Evolution einen Schritt weitergehen.

Spannend und informativ geben die beiden Autoren Einblicke in die aktuellen Erkenntnisse der Evolutionsforschung.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke 

{Sachbuch - Naturwissenschaft - Zeitgeschichte} Was Wissen schafft

Hallo Leute!

Erkenntnisse der Wissenschaft liegen meist schon Jahrhunderte zurück, doch bestimmen sie noch heute vieles. Ernst Peter Fischer ist einer der bekanntesten Wissenschaftsjournalisten in Deutschland. In seinem neuen Buch stellt er uns 50 davon vor...

"Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie"


Daten

Autor: Ernst Peter Fischer
Verlag: Penguin
ISBN: 3328111115
Preis: 9€
Taschenbuch, 320 Seiten

Die großen Namen, die hinter den Entdeckungen der Naturwissenschaft stehen, kennt wohl jeder aus der Schule. Egal ob Marie Curie oder Isaac Newton - Einstein oder Galileo Galilei.

Ernst Peter Fischer stellt uns als Leser die 50 wichtigsten Erkenntnisse der Naturwissenschaften vor - egal ob Biologie, Astronomie, Physik oder Chemie. Dabei nutzt er die Portraits der Wissenschaftler und deren Zitate, um seinem Leser die Erkenntnisse näher zu bringen.

Unterteilt in die Unterkategorien Astronomie und Physik, Mathematik und Informatik, Naturforschung und Biologie, Chemie und Medizin, Molekularbiologie und Genetik. 


Fazit

Das Buch macht richtig Lust, sich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. Natürlich kann man bei 50 Biografien auf 320 Seiten keine finale Erklärung der Relativitätstheorie erwarten. Es liefert viel mehr einen feinfühligen Einstieg.

Besonders der Einstieg in die einzelnen Kurzbiografien mit dem Zitat gefällt mir. Denn die Zitate liefern oft einen kleinen Einblick darin, wie die Menschen so ticken, die die wichtigsten Erkenntnisse der Menschheit hervorgebracht haben.

Auch spannend ist, die Biografien - vor allem von Wissenschaftlerinnen - im Verlauf der Jahrhunderte zu vergleichen. Da geraten die eigentlichen Erkenntnisse schon fast ein bisschen in den Hintergrund. Ich empfand vor allem den Vergleich der Menschen untereinander spannend  - so unterschiedlich und besonders sie sind, sie zeigen doch vor allem, dass auch Newton oder Einstein auch nur Menschen waren.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 3. März 2016

{Sachbuch - Hirnforschung - Populärwissenschaft} Was mein Hirn so denkt...

Hallo Leute!

Kaum ein Organ ist so geheimnisvoll und wenig erforscht wie das Gehirn. Ein ganzer Wissenschaftszweig, die Neurowissenschaft, beschäftigt sich mit dessen Erforschung. Und witzigerweise ist es immer so, dass etwas mit besonders vielen Geheimnissen belegt ist, genauso viele Mythen und Irrtümer hervorbringt.

Henning Beck will mit seinem im Goldmann Verlag erschienenen Taschenbuch genau darüber aufklären...

Hirnrissig
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Daten
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Autor: Henning Beck
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442158680
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 320 Seiten


Inhalt
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Umso weniger man es versteht, umso geheimnisvoller erscheint es - das Organ, mit dem wir Denken und Wahrnehmen, das unser Handeln steuert.

Mit Henning Beck bringt nach Giulia Enders und Johannes Borstel mal wieder ein Science Slam Profi sein Fachgebiet dem Leser auf unterhaltsame und informative Art näher.

20 1/2 Mythen über das Gehirn - der Neurowissenschaftler klärt darüber auf, dass Brainfood einen nicht schlauer macht und man die Weißheit nicht mit Löffeln essen kann. Er schreibt darüber, warum Multitasking nicht möglich ist und dass Hirnforscher keine Gedanken lesen können.

Allerdings handelt es sich bei den Mythen selten um reine Ja/Nein-Momente, sondern die Antworten sind meist komplex aber dennoch verständlich.


Fazit
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Unterhaltsame Wissenschaft ist was tolles und ich bin ein echter Fan des Science Slam und begeisterter und regelmäßiger Zuseher bei den Events in Wien. Und auch Henning Beck ist ein extrem unterhaltsames und überraschendes Buch präsentiert.

Auf einfache, verständliche und dennoch wissenschaftlich fundierte Art klärt er über Mythen auf, an die selbst ich als Biologin bis zur Lektüre geglaubt hatte. So hat man auch als "Halbprofi" seine absoluten "Aha"-Momente. Dabei nimmt er jeden Mythos Schritt für Schritt auseinander um ihn auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen. Das macht dieses populärwissenschaftliche Buch relativ klar und die Antworten wirklich gut nachvollziehbar und zeigt dabei auf, wie das Gehirn wirklich denkt.

Beck hat eine ganz besonders interessante Sprache mit zahlreichen interessanten Vergleichen aus dem Alltag, die einen direkt näher an das äußerst komplexe Thema heranführen, selbst wenn man sich über das Hirn bisher noch so gar keine Gedanken gemacht hat.

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke