Hallo Leute!
Essen ist heutzutage die reinste Chemie... Das sagen viele! Doch wie viel auch die klassische Küche mit Chemie zu tun hat, zeigt dieses Buch... Was passiert beim Kochen? Was beim Garen mit Säure?
Experimente rund ums Kochen
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Daten
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Autor: Georg Schwedt
Verlag: Wiley-VCH
ISBN: 3527339671
Preis: 29,95€
Inhalt
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Die molekulare Küche wird heutzutage immer moderner - teure Restaurants, kleine Portionen bauen einzig und alleine darauf auf.
Schon in den ersten Kapiteln wird gezeigt, dass die Küche schon im Mittelalter oder auch im Schloss Sanssouci einem Chemischen Laboratorium gleicht. Und damit wird auch gezeigt, mit welchen chemischen Parametern man in der Küche experimentieren kann, dazu gehören etwa pH, Proteine oder Stärke.
In diesem Buch leitet er zu kleinen Experimenten an, die verdeutlichen, wie sich etwa die Struktur von einzelnen Nahrungsbestandteilen während bestimmter Garungsmethoden verändert. So kann man etwa auch in Salz oder in Säure garen, es erklärt die Unterschiede zwischen Toasten und Rösten (als trockene Garungsmethoden) oder zwischen Dünsten und Dämpfen (Garen in Wasser).
Das Ganze wird ergänzt durch insgesamt mehr als 120 Protokolle für Experimente, die diese Prinzipien verdeutlichen. Diese gliedern sich in "Materialien", "Durchführung", "Ergebnisse" und "Erläuterungen". Sie sind dabei sprachlich relativ einfach gehalten, die Materialien sind allerdings nicht in jeder Küche vorhanden - oder wer hat schon einen 50 ml Meßzylinder oder einen Erlenmeyerkolben im Haus?
Fazit
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Jeder schimpft über die Chemie in unserer Nahrung, ohne sich dabei bewusst zu sein, dass jedes Garverfahren auf chemischen Prozessen beruht. Inzwischen hat sich ja sogar ein eigenes Studienfach (Lebensmittelchemie) entwickelt.
Was ich allerdings ein bisschen schade finde, die Materialien, die man für die Versuche braucht, sind teils Laborbedarf, was das Nachmachen ohne Zugang zu einem Labor (etwa in der Schule) nicht ganz einfach macht. Für Lehrer bietet es allerdings eventuell Stoff für ein paar nette Schulversuche. Die Experimente ähneln sich allerdings stark.
Insgesamt ist das Buch sehr interessant geschrieben, allerdings wohl eher etwas für Chemiestudenten oder angehende Chemielehrer. Zu einzelnen Ergebnissen sind Details angegeben, die man als Laie (ich bin ja als diplomierte Molekularbiologin nicht wirklich einer) nur eher schwierig versteht. So enthält es die Abbildung einiger Strukturformeln um Ergebnisse zu verdeutlichen. Daher sollte man in der Chemie - vor allem in der organischen Chemie - schon sehr sattelfest sein.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Dienstag, 27. Oktober 2015
[Rezension] Klatschzeitung
Hallo Leute!
Wenn man nach Ägypten kommt, ist man erstmal komplett erschlagen vom komplexen Miteinander aus Pharaonen, von Prinzen und Königinnen. Dieses Buch liefert ein bisschen Abhilfe, da es die 100 Charaktäre des alten Ägyptens ausführlich vorstellt.
Who is who im alten Ägypten
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Daten
^^^^^^^
Autor: Toby Wilkinson
Verlag: WBG
ISBN: 3534216466
Preis: 19,99€
Inhalt
^^^^^^^
Alleine die Zusammensetzung der Gesellschaft in Ägypten ist hochgradig komplex. Und Toby Wilkinson liefert mit seinen insgesamt 100 Einzelporträts liefert er einen Querschnitt durch die gesamte altägyptische Gesellschaft - von den bekanntesten Pharaonen bis hin zum einfachen Handwerker.
Er erzählt Lebensgeschichten aus allen Dynastien der pharaonischen Zeit vom alten Reich bis zur Spätzeit - wie ist die berühmte Herrscherin Kleopatra gestorben oder wie lebte es sich so als kleiner Dorfbürgermeister oder als königlicher Beamter.
In kurzen Biografien kommen so alle Schichten der Gesellschaft Ägyptens zu Wort und eben nicht nur Könige und Götter. Jede Geschichte wird zudem mit einem Bild oder einem Bildnis des jeweils Betroffenen ergänzt.
Fazit
^^^^^^^
Ein sehr unterhaltsamer Zugang zur altägyptischen Kultur, das sich ein bisschen liest wie eine Klatschzeitung auf Hieroglyphisch. Dabei ist ein Kompendium, das nicht nur aus den prominenten Pharaonen besteht, sondern man lernt auch das Leben der einfachen Beamten kennen.
Zwar stehen die großen Namen wie Ramses II. oder Tutanchamun, Echnaton, Cheops oder auch Cleopatra VII. ein wenig im Vordergrund, vermutlich aus dem einfachen Grund, dass man über deren Leben weit mehr weiß. Genauso wie der Architekt Imhotep, der später als eine Art Gott verehrt wurde, aber - und das ist wohl das interessante - eben auch das Leben eines einfachen Priesters oder Handwerkers oder von Echnatons Polizeichef. Und eben genau das hebt das Buch von anderen über das alte Ägypten ab.
Dadurch entsteht ein sehr vielschichtiges Bild der gesamten altägyptischen Gesellschaft, das noch dazu nicht zu tiefgehend ist,, so dass man es auch als Nicht-Ägyptoploge versteht und es gut und unterhaltsam lesbar ist.
"Geschichte und Kultur des alten Ägypten über das Leben seiner Bewohner zu erkunden, ihnen eine eigene Stimme zu geben." so sagt der Autor in seiner Einleitung und ich muss ganz ehrlich sagen, das ist ihm zu 100% und auf sehr eindrucksvolle Art und Weise gelungen.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Wenn man nach Ägypten kommt, ist man erstmal komplett erschlagen vom komplexen Miteinander aus Pharaonen, von Prinzen und Königinnen. Dieses Buch liefert ein bisschen Abhilfe, da es die 100 Charaktäre des alten Ägyptens ausführlich vorstellt.
Who is who im alten Ägypten
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Daten
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Autor: Toby Wilkinson
Verlag: WBG
ISBN: 3534216466
Preis: 19,99€
Inhalt
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Alleine die Zusammensetzung der Gesellschaft in Ägypten ist hochgradig komplex. Und Toby Wilkinson liefert mit seinen insgesamt 100 Einzelporträts liefert er einen Querschnitt durch die gesamte altägyptische Gesellschaft - von den bekanntesten Pharaonen bis hin zum einfachen Handwerker.
Er erzählt Lebensgeschichten aus allen Dynastien der pharaonischen Zeit vom alten Reich bis zur Spätzeit - wie ist die berühmte Herrscherin Kleopatra gestorben oder wie lebte es sich so als kleiner Dorfbürgermeister oder als königlicher Beamter.
In kurzen Biografien kommen so alle Schichten der Gesellschaft Ägyptens zu Wort und eben nicht nur Könige und Götter. Jede Geschichte wird zudem mit einem Bild oder einem Bildnis des jeweils Betroffenen ergänzt.
Fazit
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Ein sehr unterhaltsamer Zugang zur altägyptischen Kultur, das sich ein bisschen liest wie eine Klatschzeitung auf Hieroglyphisch. Dabei ist ein Kompendium, das nicht nur aus den prominenten Pharaonen besteht, sondern man lernt auch das Leben der einfachen Beamten kennen.
Zwar stehen die großen Namen wie Ramses II. oder Tutanchamun, Echnaton, Cheops oder auch Cleopatra VII. ein wenig im Vordergrund, vermutlich aus dem einfachen Grund, dass man über deren Leben weit mehr weiß. Genauso wie der Architekt Imhotep, der später als eine Art Gott verehrt wurde, aber - und das ist wohl das interessante - eben auch das Leben eines einfachen Priesters oder Handwerkers oder von Echnatons Polizeichef. Und eben genau das hebt das Buch von anderen über das alte Ägypten ab.
Dadurch entsteht ein sehr vielschichtiges Bild der gesamten altägyptischen Gesellschaft, das noch dazu nicht zu tiefgehend ist,, so dass man es auch als Nicht-Ägyptoploge versteht und es gut und unterhaltsam lesbar ist.
"Geschichte und Kultur des alten Ägypten über das Leben seiner Bewohner zu erkunden, ihnen eine eigene Stimme zu geben." so sagt der Autor in seiner Einleitung und ich muss ganz ehrlich sagen, das ist ihm zu 100% und auf sehr eindrucksvolle Art und Weise gelungen.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 26. Oktober 2015
[Rezension] Gegenwartsrussland
Hallo Leute!
Nun ist Russland ja momentan mehr in aller Munde als je zuvor. Der böse Putin bombardiert die bösen Syrer. Und da muss man ja mal informiert sein...
Nichts ist wahr und alles ist möglich
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Daten
^^^^^
Autor: Peter Pomerantsev
Verlag: DVA
ISBN: 3421046999
Preis: 21,99€
Inhalt
^^^^^^
9 Jahre lebte und arbeitete der britische Fernsehproduzent Peter Pomerantsev in Moskau. In diesem Buch schildert er seine Erlebnisse und Erfahrungen in einer Mischung aus Reportage und Biografie. Daraus wird eine Art Drama in 3 Akten:
Akt 1 schildert Russland als eine Art Realityshow, die ganz nach der Regie des Kreml gehorcht und in der die Medien teils wahnwitzige Staatspropaganda verbreiten und sich selbst die Justiz den Herrschern aus dem Kreml beugt.
Akt 2 schildert, dass es in diesem System durchaus schon Risse gibt, Gefangene und Ermordete, die plötzlich weltweit bekannt sind und ähnliches.
Akt 3 schildert die Formen des Wahnsinns, Geschichten aus der Diktatur, etwa Sekten im postsowjetischen Russland.
Fazit
^^^^^^^
Ein wirklich grandioses Buch, das ein scharfes Bild vom heutigen, postsowjetischen Russland zeigt - ein Bild, das zum Teil skurrile Auswüchse zeigt. Wie genau das übereinstimmt, weiß ich allerdings nicht, ich konnte mir ja bisher kein eigenes Bild machen.
Allerdings ist es in etwa so, wie man es sich anhand unserer Medien vorstellt. So erzählt der russisch stämmige Pomerantsev etwa die Geschichte einer erfolgreichen Unternehmerin, die plötzlich völlig grundlos verhaftet wird, ohne jemals gegen irgendein Gesetz verstoßen zu haben.
So nimmt er immer wieder Themen auf, die wir aus den Medien kennen, etwa die Erstürmung des Nationaltheaters und erzählt dann mit einer erstaunlichen Kenntnis, warum es wirklich weit mehr Tote gab, als es hätte geben müssen.
Er berichtet von jungen Frauen, die ihr ganzes Leben nur darauf ausrichten, einen Millionär zu angeln um ein gutes Leben zu führen
Anhand solcher Beispiele demonstriert Pomerantsev auf eindrucksvolle Weise, wie der Kreml in das Leben der Russen eingreift und wieweit die Russen das auch zulassen. Dabei bleibt Pomerantsev in seinem Stil allerdings erstaunlich leicht und verständlich, so dass man das Buch beinahe verschlingen kann.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Nun ist Russland ja momentan mehr in aller Munde als je zuvor. Der böse Putin bombardiert die bösen Syrer. Und da muss man ja mal informiert sein...
Nichts ist wahr und alles ist möglich
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Daten
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Autor: Peter Pomerantsev
Verlag: DVA
ISBN: 3421046999
Preis: 21,99€
Inhalt
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9 Jahre lebte und arbeitete der britische Fernsehproduzent Peter Pomerantsev in Moskau. In diesem Buch schildert er seine Erlebnisse und Erfahrungen in einer Mischung aus Reportage und Biografie. Daraus wird eine Art Drama in 3 Akten:
Akt 1 schildert Russland als eine Art Realityshow, die ganz nach der Regie des Kreml gehorcht und in der die Medien teils wahnwitzige Staatspropaganda verbreiten und sich selbst die Justiz den Herrschern aus dem Kreml beugt.
Akt 2 schildert, dass es in diesem System durchaus schon Risse gibt, Gefangene und Ermordete, die plötzlich weltweit bekannt sind und ähnliches.
Akt 3 schildert die Formen des Wahnsinns, Geschichten aus der Diktatur, etwa Sekten im postsowjetischen Russland.
Fazit
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Ein wirklich grandioses Buch, das ein scharfes Bild vom heutigen, postsowjetischen Russland zeigt - ein Bild, das zum Teil skurrile Auswüchse zeigt. Wie genau das übereinstimmt, weiß ich allerdings nicht, ich konnte mir ja bisher kein eigenes Bild machen.
Allerdings ist es in etwa so, wie man es sich anhand unserer Medien vorstellt. So erzählt der russisch stämmige Pomerantsev etwa die Geschichte einer erfolgreichen Unternehmerin, die plötzlich völlig grundlos verhaftet wird, ohne jemals gegen irgendein Gesetz verstoßen zu haben.
So nimmt er immer wieder Themen auf, die wir aus den Medien kennen, etwa die Erstürmung des Nationaltheaters und erzählt dann mit einer erstaunlichen Kenntnis, warum es wirklich weit mehr Tote gab, als es hätte geben müssen.
Er berichtet von jungen Frauen, die ihr ganzes Leben nur darauf ausrichten, einen Millionär zu angeln um ein gutes Leben zu führen
Anhand solcher Beispiele demonstriert Pomerantsev auf eindrucksvolle Weise, wie der Kreml in das Leben der Russen eingreift und wieweit die Russen das auch zulassen. Dabei bleibt Pomerantsev in seinem Stil allerdings erstaunlich leicht und verständlich, so dass man das Buch beinahe verschlingen kann.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Sonntag, 25. Oktober 2015
[Rezension] Einfach nur dämlich
Hallo Leute!
Kennt ihr das? Ihr kommt in die Reiseabteilung einer Buchhandlung und liest den Umschlagtext eines Buches und ihr müsst es einfach haben? So ging es mir mit diesem Buch...
Carsick - Meine unglaubliche Reise per Anhalter durch Amerika
^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^
Autor: John Waters
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-86493-033-1
Preis: 14.99€
Inhalt
^^^^^^
John Waters ist in den USA anscheinend ein echter Held - Kultfilmregisseur und gerade 66 Jahre alt, als er einen Vertrag für ein Buch unterschreibt. Er will in Baltimore in seinem Haus starten und einmal quer durch die USA per Anhalter reisen bis zu seiner Wohnung in San Francisco. Und dabei will er seine Erlebnisse aufschreiben.
Kaum aus dem Haus, schon hat er Glück - Harris nimmt ihn mit. Und der entpuppt sich sogar als großes Los. Denn John sucht eine Finanzierung für seinen Film - und Harris hat Geld. Denn er versorgt die halbe Ostküste mit Marihuana. Einfach so gibt er ihm 5 Millionen, die er in seinem Garten ausgräbt. Und weil er die 60 kg 100 Dollarscheine nicht einfach so mitnehmen kann, verpackt Harris sie in FedEx Kartons und schickt sie John nach Hause.
Mitfahrgelegenheit 2 ist dann eine Fahrschülerin, die ihren Fahrlehrer im Kofferraum eingesperrt hat, Gelegenheit 3 ist dann ein Mann, der zum Demolition Derby unterwegs ist und ihn mitnimmt. Und beim Rennen holt er Lucas einen runter und die beiden verbringen eine Nacht zusammen.
Fazit
^^^^^^
Zugegeben, als ich das Buch fand, kannte ich John Waters nicht. Vielleicht hätte ich mir die Erfahrung dann auch erspart. Ich habe mir eine komische, etwas lustige Reise durch die USA erwartet, vielleicht ein bisschen USA-Kritik allá Michael Moore.
Aber ganz ehrlich, ich habe das Buch nach dem 5. Fahrer weggegeben, weil ich das Ganze nicht nur fürchterlich bescheuert finde, sondern noch dazu geschmacklos - wen interessiert es, wem Waters den Sch... streichelt und woher er das Geld für seine Drogen bekommt. Für den Autor gibt es eben nur ein einziges Thema - John Waters. Es trieft geradezu vor Selbstlob, seine Fahrer werden eingeteilt in die Kategorien "Kennt mich" oder "Kennt mich nicht" und schon alleine das ist wahnsinnig nervig für mich. Denn wer interessiert sich schon für einen Regisseur, der seine letzten Erfolge irgendwann in den 90ern hatte, danach war er nur noch in Nebenrollen als Schauspieler tätig.
Ganz ehrlich, das Buch ist nicht witzig, es ist langweilig, egomanisch und unappetitlich - also 1 Stern ist dafür noch bei weitem zu viel.
In diesem Sinne
Eure Anke
Kennt ihr das? Ihr kommt in die Reiseabteilung einer Buchhandlung und liest den Umschlagtext eines Buches und ihr müsst es einfach haben? So ging es mir mit diesem Buch...
Carsick - Meine unglaubliche Reise per Anhalter durch Amerika
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Daten
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Autor: John Waters
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-86493-033-1
Preis: 14.99€
Inhalt
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John Waters ist in den USA anscheinend ein echter Held - Kultfilmregisseur und gerade 66 Jahre alt, als er einen Vertrag für ein Buch unterschreibt. Er will in Baltimore in seinem Haus starten und einmal quer durch die USA per Anhalter reisen bis zu seiner Wohnung in San Francisco. Und dabei will er seine Erlebnisse aufschreiben.
Kaum aus dem Haus, schon hat er Glück - Harris nimmt ihn mit. Und der entpuppt sich sogar als großes Los. Denn John sucht eine Finanzierung für seinen Film - und Harris hat Geld. Denn er versorgt die halbe Ostküste mit Marihuana. Einfach so gibt er ihm 5 Millionen, die er in seinem Garten ausgräbt. Und weil er die 60 kg 100 Dollarscheine nicht einfach so mitnehmen kann, verpackt Harris sie in FedEx Kartons und schickt sie John nach Hause.
Mitfahrgelegenheit 2 ist dann eine Fahrschülerin, die ihren Fahrlehrer im Kofferraum eingesperrt hat, Gelegenheit 3 ist dann ein Mann, der zum Demolition Derby unterwegs ist und ihn mitnimmt. Und beim Rennen holt er Lucas einen runter und die beiden verbringen eine Nacht zusammen.
Fazit
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Zugegeben, als ich das Buch fand, kannte ich John Waters nicht. Vielleicht hätte ich mir die Erfahrung dann auch erspart. Ich habe mir eine komische, etwas lustige Reise durch die USA erwartet, vielleicht ein bisschen USA-Kritik allá Michael Moore.
Aber ganz ehrlich, ich habe das Buch nach dem 5. Fahrer weggegeben, weil ich das Ganze nicht nur fürchterlich bescheuert finde, sondern noch dazu geschmacklos - wen interessiert es, wem Waters den Sch... streichelt und woher er das Geld für seine Drogen bekommt. Für den Autor gibt es eben nur ein einziges Thema - John Waters. Es trieft geradezu vor Selbstlob, seine Fahrer werden eingeteilt in die Kategorien "Kennt mich" oder "Kennt mich nicht" und schon alleine das ist wahnsinnig nervig für mich. Denn wer interessiert sich schon für einen Regisseur, der seine letzten Erfolge irgendwann in den 90ern hatte, danach war er nur noch in Nebenrollen als Schauspieler tätig.
Ganz ehrlich, das Buch ist nicht witzig, es ist langweilig, egomanisch und unappetitlich - also 1 Stern ist dafür noch bei weitem zu viel.
In diesem Sinne
Eure Anke
Samstag, 24. Oktober 2015
[Rezension] Drei Deutsche und ein zahmer Waschbär auf der Suche
Hallo Leute!
Manchmal klingt schon der Titel eines Buches nach ganz viel Spaß, nach einem lockeren und leichten Roman zum Lachen, leichte Kost für zwischendurch.
Eins dieser Bücher stelle ich euch heute vor...
Sonntags im maskierten Waschbär
^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^
Autor: Stefan Nink
Verlag: Limes
ISBN: 3809026565
Preis: 14,99€
Inhalt
^^^^^^
Siebeneisen auf der Suche nach der Mumie - so könnte man wohl diesen Roman überschreiben. Siebeneisen und seine Freunde haben eine Agentur gegründet zum Auffinden von Dingen, also so eine Art Privatdetektei, die sich auf Sachen spezialisiert. Die vier haben auch schon einige Fälle erfolgreich gelöst, als sie in New Orleans im Waschsalon "Zum Maskierten Waschbär" auf Unterlagen finden, die sie zum berühmten letzten Herrscher der Inka führen soll - oder viel mehr zu dessen verschollener Mumie.
Und so beginnt eine abenteuerlich-skurrile Reise von den USA einmal quer durch Südamerika - geleitet von scheinbar zufälligen Ereignissen werden sie so einmal quer über den Kontinent, durch den Nebelwald Perus, bis auf die Galapagos-Inseln und noch weiter.
Fazit
^^^^^^^
Ein bisschen was hat die Geschichte von den Jonas Jonasson Romanen. Locker leicht erzählt, aber derartig skurril, dass man immer denkt "Das kann doch gar nicht sein". Doch das merkt man erst, wenn man 5 Seiten weiter ist. Man schüttelt dann belustigt den Kopf und liest immer weiter. Das ganze wirkt manchmal etwas überdreht, aber das macht für mich irgendwie den Charme genauso aus wie die äußerst interessante Zusammensetzung an Charaktären, sowohl der Detektive als auch der Menschen, denen sie auf ihrem Trip begegnen.
Viel trägt Nink hier dazu bei. Als Reisejournalist hat er alle Regionen, die die Jungs mit ihrem Waschbären passieren, selbst bereist, was das ganze außergewöhnlich real macht. Auch das macht die ganze Erzählweise besonders leicht
Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Manchmal klingt schon der Titel eines Buches nach ganz viel Spaß, nach einem lockeren und leichten Roman zum Lachen, leichte Kost für zwischendurch.
Eins dieser Bücher stelle ich euch heute vor...
Sonntags im maskierten Waschbär
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Daten
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Autor: Stefan Nink
Verlag: Limes
ISBN: 3809026565
Preis: 14,99€
Inhalt
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Siebeneisen auf der Suche nach der Mumie - so könnte man wohl diesen Roman überschreiben. Siebeneisen und seine Freunde haben eine Agentur gegründet zum Auffinden von Dingen, also so eine Art Privatdetektei, die sich auf Sachen spezialisiert. Die vier haben auch schon einige Fälle erfolgreich gelöst, als sie in New Orleans im Waschsalon "Zum Maskierten Waschbär" auf Unterlagen finden, die sie zum berühmten letzten Herrscher der Inka führen soll - oder viel mehr zu dessen verschollener Mumie.
Und so beginnt eine abenteuerlich-skurrile Reise von den USA einmal quer durch Südamerika - geleitet von scheinbar zufälligen Ereignissen werden sie so einmal quer über den Kontinent, durch den Nebelwald Perus, bis auf die Galapagos-Inseln und noch weiter.
Fazit
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Ein bisschen was hat die Geschichte von den Jonas Jonasson Romanen. Locker leicht erzählt, aber derartig skurril, dass man immer denkt "Das kann doch gar nicht sein". Doch das merkt man erst, wenn man 5 Seiten weiter ist. Man schüttelt dann belustigt den Kopf und liest immer weiter. Das ganze wirkt manchmal etwas überdreht, aber das macht für mich irgendwie den Charme genauso aus wie die äußerst interessante Zusammensetzung an Charaktären, sowohl der Detektive als auch der Menschen, denen sie auf ihrem Trip begegnen.
Viel trägt Nink hier dazu bei. Als Reisejournalist hat er alle Regionen, die die Jungs mit ihrem Waschbären passieren, selbst bereist, was das ganze außergewöhnlich real macht. Auch das macht die ganze Erzählweise besonders leicht
Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 23. Oktober 2015
[Rezension] Soweit ich weiß - ab sofort
Hallo Leute!
Heute darf ich euch mal wieder ein tolles Buch vorstellen. Nur diesmal geht es mal nicht in die Thriller-Schiene, sondern mehr in die Schiene Humor - ein satirischer Roman, der fragt "Was wäre, wenn das alles anders gelaufen wäre vor 25 Jahren?"
Schwarzes Gold aus Warnemünde
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^
Autoren: Harald Martenstein, Tom Peukert
Verlag: Aufbau
ISBN: 3351036078
Preis: 19,99€
Inhalt
^^^^^^^^^
Die beiden Autoren entwerfen eine Geschichte darum, dass Günter Schabowski damals im November 1989 nicht auf seiner Pressekonferenz verkündet, dass nun die Grenzen geöffnet sind, sondern dass man bei geologischen Bohrungen ein riesiges Ölvorkommen gefunden hat. Damit sind alle Proteste niedergeschlagen, die einen freien Reiseverkehr fordern. Man will sich vom Westen abschotten, schließlich will man ja das ganze Geld für sich behalten.
Das hat natürlich gravierende Folgen: Der Osten wird reich, hat mehr Geld als Saudi-Arabien und plötzlich wollen aus dem Westen alle zum Arbeiten in den Osten, auch zum Putzen. Der Westen verarmt völlig. Aber auch Karl Theodor zu Guttenberg hat eine ganz andere Rolle, er ist nämlich soeben zum Wirtschaftsminister der DDR ernannt worden. Kati Witt moderiert das Dschungelcamp aus Kuba. Jelena Fischer kehrt in den Osten zurück, weil hier ordentlich was los ist.
Und natürlich hat auch die prominenteste Ostdeutsche eine Rolle. Doch Angela Merkel ist nicht die politische Führerin, sondern sie sitzt als Aufwieglerin im Knast.
Fazit
^^^^^^^^^
Ein satirischer Roman ist ja manchmal ein bisschen drüber. Aber das gehört ja auch ein bisschen dazu - ich hab Tränen gelacht. Gleichzeitig regt es aber auch zum Nachdenken an. Mit dem Auffinden des Erdöls wird eine Kette in Gang gesetzt, die eben alles verändert. Dadurch, dass es ein bisschen drüber ist, ist das eine oder andere natürlich vorhersehbar, aber auch das hatte bei mir den Effekt, dass ich drüber gelacht habe, dass es am Ende wirklich so kommt.
"Alternative Reality" nennt man das wohl - und alle haben ihren Auftritt, Frau Merkel, Sahra Wagenknecht, Kati Witt, Gregor Gysi, Herr zu Guttenberg. Ein Netzwerk aus realen, das klar und sauber durchdacht gesponnen wurde, was sicherlich nicht einfach ist.
Nur der Zufall rettet die DDR vor dem Untergang - und dieser Zufall macht die DDR reich und der Westen verarmt, weil er eben keinen Zugriff auf diesen Reichtum bekommt.
Witzig, grandios und gerade rechtzeitig zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung.
Von mir gibt es glatte 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Heute darf ich euch mal wieder ein tolles Buch vorstellen. Nur diesmal geht es mal nicht in die Thriller-Schiene, sondern mehr in die Schiene Humor - ein satirischer Roman, der fragt "Was wäre, wenn das alles anders gelaufen wäre vor 25 Jahren?"
Schwarzes Gold aus Warnemünde
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Daten
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Autoren: Harald Martenstein, Tom Peukert
Verlag: Aufbau
ISBN: 3351036078
Preis: 19,99€
Inhalt
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Die beiden Autoren entwerfen eine Geschichte darum, dass Günter Schabowski damals im November 1989 nicht auf seiner Pressekonferenz verkündet, dass nun die Grenzen geöffnet sind, sondern dass man bei geologischen Bohrungen ein riesiges Ölvorkommen gefunden hat. Damit sind alle Proteste niedergeschlagen, die einen freien Reiseverkehr fordern. Man will sich vom Westen abschotten, schließlich will man ja das ganze Geld für sich behalten.
Das hat natürlich gravierende Folgen: Der Osten wird reich, hat mehr Geld als Saudi-Arabien und plötzlich wollen aus dem Westen alle zum Arbeiten in den Osten, auch zum Putzen. Der Westen verarmt völlig. Aber auch Karl Theodor zu Guttenberg hat eine ganz andere Rolle, er ist nämlich soeben zum Wirtschaftsminister der DDR ernannt worden. Kati Witt moderiert das Dschungelcamp aus Kuba. Jelena Fischer kehrt in den Osten zurück, weil hier ordentlich was los ist.
Und natürlich hat auch die prominenteste Ostdeutsche eine Rolle. Doch Angela Merkel ist nicht die politische Führerin, sondern sie sitzt als Aufwieglerin im Knast.
Fazit
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Ein satirischer Roman ist ja manchmal ein bisschen drüber. Aber das gehört ja auch ein bisschen dazu - ich hab Tränen gelacht. Gleichzeitig regt es aber auch zum Nachdenken an. Mit dem Auffinden des Erdöls wird eine Kette in Gang gesetzt, die eben alles verändert. Dadurch, dass es ein bisschen drüber ist, ist das eine oder andere natürlich vorhersehbar, aber auch das hatte bei mir den Effekt, dass ich drüber gelacht habe, dass es am Ende wirklich so kommt.
"Alternative Reality" nennt man das wohl - und alle haben ihren Auftritt, Frau Merkel, Sahra Wagenknecht, Kati Witt, Gregor Gysi, Herr zu Guttenberg. Ein Netzwerk aus realen, das klar und sauber durchdacht gesponnen wurde, was sicherlich nicht einfach ist.
Nur der Zufall rettet die DDR vor dem Untergang - und dieser Zufall macht die DDR reich und der Westen verarmt, weil er eben keinen Zugriff auf diesen Reichtum bekommt.
Witzig, grandios und gerade rechtzeitig zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung.
Von mir gibt es glatte 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 21. Oktober 2015
[Rezension] Und noch eine Fortsetzung
Hallo Leute!
Krimireihen fortzusetzen ist derzeit voll im Trend.Und so hat auch Maxim Leo seine Kommissar Voss Reihe in diesem Herbst fortgesetzt...
Auentod
^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autor: Maxim Leo
Verlag: Kiwi
ISBN: 3462048295
Preis: 14,99€
Inhalt
^^^^^
Kommissar Voss ist glücklich - endlich. Erst hatte er große Zweifel, als er von Stuttgart in seine Heimat Brandenburg zurückkehrt - ins Niemandsland an der Grenze zu Polen. Doch seine Mutter ist krank - doch jetzt ist er verliebt in die wesentlich jüngere Krankenschwester Maja. Die Polin kümmert sich rund um die Uhr als Pflegerin um seine Mutter, während Voss die Mordkommission im benachbarten Bad Freienwalde leitet.
Und jetzt wollen sie ihre Liebe endlich mehr oder weniger öffentlich machen. Er begleitet Maja zur Hochzeit ihrer besten Freundin aus Kindertagen. Doch am Tag nach der Hochzeit der Schock - Maja wird von Unbekannten auf dem Hof in ein Auto gezogen und verschleppt. Gemeinsam mit seiner polnischen Kollegin beginnt er Ermittlungen, die jedoch relativ schnell abflachen, weil man keine Spur von Maja findet.
Gleichzeitig findet man in Bad Freienwalde die Leiche eines Informatikers, der anscheinend Programme geschrieben hat, um Wegfahrsperren teurer Luxusautos zu umgehen. Die hat er an eine Bande von Autodieben aus der Ukraine verkauft, was ihn scheinbar das Leben kostete.
Doch natürlich bleibt Voss in Gedanken bei Maja. Und je tiefer er in ihr Leben eintaucht, umso mehr erfährt er, wie wenig er von der Frau weiß, die er zu lieben glaubte.
Fazit
^^^^^
Ziemlich genau ein Jahr nach Erscheinen von Waidmannstod geht Kommissar Daniel Voss in die zweite Runde. Im Niemandsland an der Oder ermittelt er nicht nur in seinem eigenen Fall, sondern auch im Fall der verschwundenen Maja. Doch das ganz ohne Befugnisse in Zusammenarbeit mit einem Autodetektiv, der auch nicht ganz legal arbeitet - ob er sich da mal nicht die Finger verbrennt.
Gleichzeitig ist da noch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Maja, die umso mehr Dämpfer bekommt, umso näher er der Lösung des Rätsels kommt. Schließlich kommen ihm sogar Zweifel daran, ob Maja nicht doch freiwillig mitgegangen ist.
Der Krimi hat eine spannend-dustere und wirklich gelungene Stimmung und gleichzeitig immer mehr wachsende Skrupel in den Ermittlungen machen die Geschichte wirklich spannend - je weiter er vordringt, umso weniger will er eigentlich wissen, wer die Frau wirklich ist, die er seit einem Jahr kennt und liebt.
Allerdings hat die Geschichte auch ihre Schwächen, vor allem in Form von irritierender Wendungen, die irgendwie der Logik nicht ganz entsprechen. Vielleicht kennt ihr es - das Gefühl, dass man beim Lesen die Stirn runzelt und denkt "Hä?". Das hatte ich dann doch auffällig oft.
In diesem Sinne
Eure Anke
Krimireihen fortzusetzen ist derzeit voll im Trend.Und so hat auch Maxim Leo seine Kommissar Voss Reihe in diesem Herbst fortgesetzt...
Auentod
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Daten
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Autor: Maxim Leo
Verlag: Kiwi
ISBN: 3462048295
Preis: 14,99€
Inhalt
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Kommissar Voss ist glücklich - endlich. Erst hatte er große Zweifel, als er von Stuttgart in seine Heimat Brandenburg zurückkehrt - ins Niemandsland an der Grenze zu Polen. Doch seine Mutter ist krank - doch jetzt ist er verliebt in die wesentlich jüngere Krankenschwester Maja. Die Polin kümmert sich rund um die Uhr als Pflegerin um seine Mutter, während Voss die Mordkommission im benachbarten Bad Freienwalde leitet.
Und jetzt wollen sie ihre Liebe endlich mehr oder weniger öffentlich machen. Er begleitet Maja zur Hochzeit ihrer besten Freundin aus Kindertagen. Doch am Tag nach der Hochzeit der Schock - Maja wird von Unbekannten auf dem Hof in ein Auto gezogen und verschleppt. Gemeinsam mit seiner polnischen Kollegin beginnt er Ermittlungen, die jedoch relativ schnell abflachen, weil man keine Spur von Maja findet.
Gleichzeitig findet man in Bad Freienwalde die Leiche eines Informatikers, der anscheinend Programme geschrieben hat, um Wegfahrsperren teurer Luxusautos zu umgehen. Die hat er an eine Bande von Autodieben aus der Ukraine verkauft, was ihn scheinbar das Leben kostete.
Doch natürlich bleibt Voss in Gedanken bei Maja. Und je tiefer er in ihr Leben eintaucht, umso mehr erfährt er, wie wenig er von der Frau weiß, die er zu lieben glaubte.
Fazit
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Ziemlich genau ein Jahr nach Erscheinen von Waidmannstod geht Kommissar Daniel Voss in die zweite Runde. Im Niemandsland an der Oder ermittelt er nicht nur in seinem eigenen Fall, sondern auch im Fall der verschwundenen Maja. Doch das ganz ohne Befugnisse in Zusammenarbeit mit einem Autodetektiv, der auch nicht ganz legal arbeitet - ob er sich da mal nicht die Finger verbrennt.
Gleichzeitig ist da noch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Maja, die umso mehr Dämpfer bekommt, umso näher er der Lösung des Rätsels kommt. Schließlich kommen ihm sogar Zweifel daran, ob Maja nicht doch freiwillig mitgegangen ist.
Der Krimi hat eine spannend-dustere und wirklich gelungene Stimmung und gleichzeitig immer mehr wachsende Skrupel in den Ermittlungen machen die Geschichte wirklich spannend - je weiter er vordringt, umso weniger will er eigentlich wissen, wer die Frau wirklich ist, die er seit einem Jahr kennt und liebt.
Allerdings hat die Geschichte auch ihre Schwächen, vor allem in Form von irritierender Wendungen, die irgendwie der Logik nicht ganz entsprechen. Vielleicht kennt ihr es - das Gefühl, dass man beim Lesen die Stirn runzelt und denkt "Hä?". Das hatte ich dann doch auffällig oft.
In diesem Sinne
Eure Anke
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