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Mittwoch, 18. Januar 2017

{Psychologie - Kommunikation} Reden hilft


Hallo Leute!


Kommunikation wird in unserer globalen Welt immer wichtiger. Schließlich kommuniziert man heute nicht mehr nur mit dem Mann und der Familie, sondern auch weltweit im Beruf und in der digitalen Welt.

Mit ihrem Spiegelbuch verraten uns Angela Gatterburg und Dietmar Pieper das Geheimnis, wie man sich dabei gut schlägt.

Das Geheimnis guter Kommunikation


Daten

Herausgeber: Angela Gatterburg, Dietmar Pieper
Verlag: DVA
ISBN: 341047359
Preis: 14,99€
Broschiert, 192 Seiten




Inhalt

Die Spiegelautoren geben Hilfestellung, wie man in allen Lebenslagen seine Kommunikation verbessern kann - wie man in der Familie besser zuhören und besser über Probleme reden kann. Sie thematisieren, wie man mit Sprache besser umgehen kann.

In unterschiedlichen Artikeln geht es um Kommunikation in jeder Lebenslage. Ein Artikel handelt vom Modezwang oder ein weiterer gibt Hilfestellungen zum Thema "Innerer Monolog". Es werden Jugendliche zum Thema Smartphone interviewt, ein weiterer Artikel handelt vom Einsatz von Bildern im politischen Wahlkampf oder dem Zwang, im Social Media präsent zu sein, um überhaupt zu exisitieren.

Fazit

Wenn sich viele Autoren zusammentun und kleine Artikel und Assays herausgeben, ist das ja immer so eine Sache. Wirklich intensiv ins Thema geht es dann natürlich nicht. Manchmal würde man sich dann eben doch noch das kleine bisschen mehr wünschen. Trainingskonzepte, denen sonst ganze Bücher gewidmet werden, sind hier nur einige Seiten gewidmet.

Dafür kann man sich mit den Themen nach Wunsch aussuchen und von den Literaturangaben ausgehend tiefer ins Thema einsteigen. Spannend sind für mich natürlich die Social Media Themen - mich hat das Glücksgefühl beim Posten auf Instagram ganz besonders fasziniert.

Wer sich intensiv mit einem bestimmten Thema beschäftigen will, liegt mit dem Buch sicher nicht richtig - aber es werden viele spannende Themen angerissen und die gegenwärtige Kommunikationsforschung in ihrer vollen Breite vorgestellt.

Von mir gibt es 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 31. Dezember 2016

{Glaube, Religion) Bildreporter wird fromm


Hallo Leute!


Zugegeben, in meinem Leben spielt das Thema "Gott" nur eine sehr untergeordnete Rolle. Zu Feiertagen und wenn die Schwiegereltern zu Besuch sind, geht man halt mal hin, weil es mir eben auch nichts ausmacht, das war es aber schon.

Dennoch hat mich dieses Buch irgendwie von Beginn an fasziniert - denn eigentlich steckt im Titel schon ganz viel Wahrheit...


Ein bisschen Glauben gibt es nicht


Daten

Autor: Daniel Böcking
Verlag: Gütersloher
ISBN: 3579086405
Preis: 17,99€
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten


Inhalt

Von Berufs wegen ist Daniel Böcking sicher nicht für sein gutes Gewissen bekannt - denn er arbeitet als Bildreporter. Er lebt zwischen zwei Partys sein Leben vor sich hin. Doch dann beschließt er eines Tages, sein Leben von Grund auf zu ändern. Offen bekennt er sich zu Gott und lässt Jesus und die Veränderungen, die er in seinem Herzen mit sich bringt einfach zu. Von dem Tag an lebt er sein Leben als frommer Christ und ist dem auf ewig dankbar und betrachtet diese Umkehr als seinen Hauptgewinn.

Von dieser Bekehrung und seinen Erfahrungen damit handelt dieses Buch. Es soll nach seinen eigenen Worten dazu anregen, Böcking auf diesem Pfad zu folgen.





Fazit


Na ja, irgendwie ist eine vernünfige Bewertung hier schon schwierig. Für mich ist das so, als würde Tom Cruise ein Buch über Scientology schreiben - interessant, aber bei mir hat sich da wenig getan. Ich denke, an solche Bücher muss man immer mit einer gewissen Erwartungshaltung herangehen allá "Ja so ging es mir auch". Selten liest jemand, der nicht auch nur in Ansätzen Christlich denkt, so ein Buch. Und das macht es schwierig, die potentielle Zielgruppe zu erreichen.

Das Buch an sich liest sich sehr interessant und der Autor macht auf mich einen durchaus sympathischen Eindruck. Ich selbst bin in einer typischen Feiertagschristenfamilie aufgewachsen - zu Weihnachten ging Muddi mal mit, als ich Messdiener werden wollte, wurde ich vor dem Gottesdienst hingebracht und danach wieder abgeholt und das wars. Das hat für mich einen gewissen Skepsis gegenüber solchen Erleuchtungen ausgestattet. 

Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne - ich denke aber, es kommt absolut auf die Lebenssituation an, in der man steckt, ob man von Herrn Böcking tatsächlich zu einem vollen Glaubenseinsatz bekehrt werden kann. Bei mir hats nicht geklappt, ich hab jetzt wieder Kirchenfrei bis Ostern - ein bisschen Glauben geht wohl doch!

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 29. Dezember 2016

{Krimi - Roman} Mit der Stoffkatze auf Zeitreise


Hallo Leute!


Heute darf ich euch wieder einen ganz netten Krimi aus der Berndorf-Reihe vorstellen...

Nadjas Katze


Daten

Autor: Ulrich Ritzel
Verlag: btb
ISBN: 3442756766
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 448 Seiten


Die pensionierte Lehrerin Nadja Schwertfeger hat ein Hobby. Sie sucht für ihr Leben gerne in Antiquariaten nach vergessenen Autoren. Ein Besuch aber soll ihr Leben ändern. Sie stößt auf eine Erzählung aus dem Zweiten Weltkrieg. 

Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf, nur wenige Stunden, bevor die US-Army kommt. Das Dorf ist voll mit Kriegsflüchtlingen, Einheimischen und versprengten Soldaten, die alle gemeinsam die Radioübertragung zu Hitlers Geburtstag hören. Doch dann passiert etwas Schreckliches - das Ganze gerät völlig außer Kontrolle.

Zunächst glaubt Nadja an eine fiktionale Geschichte. Doch dann stößt sie auf ein seltsames Detail - es wird von einer schwarzen Stoffkatze berichten, mit Rosa Tatzen - das letzte, was Nadja von ihrer Mutter blieb, die sie am Ende des Krieges einer anderen Frau überließ.

Bei ihren Recherchen stößt Nadja tatsächlich auf ein derartiges Dorf. Doch die Bewohner hüllen sich in Schweigen. Nur einer ist bereit, ihr zu helfen. Der ehemalige Kriminalkommissar Hans Berndorf, der sich mit ihr auf die Spur der Erzählung begibt-


Nadjas Katze ist nun schon der zehnte Roman aus der Berndorf Serie und doch ist alles etwas Anders. Zwar erwartet man einen Krimi, Spannung bekommt man auch, aber eben keinen klassischen Kriminalroman, sondern viel mehr eine Geschichte angefüllt mit Emotionen, die das Leben damals am Ende des Krieges bestimmten. Und es beschäftigt sichEmotionen, die eine pensionierte Lehrerin beschäftigen, die nie ihre Mutter kennenlernen konnte. 

Grundthema des Ganzen ist das Vergessen und Verschweigen der schlimmen Kriegserlebnisse. Leider fehlt dem Ganzen ein bisschen die Spannung, die man sich von einem Berndorf Roman eben erwartet. Dennoch geht er sehr einfühlsam mit den Kriegserlebnissen um. Ein nicht allzu tiefgängiger und entspannter Roman. Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 28. November 2016

{Kurzweil} Peinlichkeiten 2


Hallo Leute!


Nach dem "Nackten im Treppenhaus" möchte ich euch gleich auch noch das Zweite Buch zu den Peinlichkeiten des Alltags vorstellen, das kürzlich erschienen ist. Diesmal handelt es sich um das Zweite Buch aus der beliebten Sekundenschaf-Reihe.

Hat deine Mutter Kinder?


Daten

Autor: Malte Welding
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-63197-9
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 256 Seiten


Inhalt und Fazit

Jeder war schonmal ein Sekundenschaf, also ein kleines bisschen dusselig aus denen dann die Witze und Anekdoten entstehen, die die Freunde gerne über einen erzählen.  Manchmal sind es auch nur die kleinen Gedanken "Noreply, den Kerl kenn ich doch gar nicht..." . Ich muss sagen, ich kenne die Gedanken. Und weil ich sie selten für mich behalten kann, gelte ich auch in meinem Freundeskreis als Megaschussel.

Malte Welding sammelt diese Geschichten auf Sekundenschaf.de und veröffentlicht sie nun schon zum zweiten Mal in einem Buch - die kurzen Momente des Beknacktseins, die Momente, in denen man auch mal über sich selbst lachen muss. 

Das Buch vermittelt extrem kurzweilig vor allem eins: Bleib ruhig, du bist nicht alleine beknackt, das kann auch anderen passieren.

Man kann sich beim Durchblättern königlich amüsieren, ich persönlich empfand viele der Geschichten auch einfach nur als Albern und Doof. 

Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne - es ist manches ganz amüsant, häufig dachte ich aber auch nur mitfühlend: Och jo, das hätte mir jetzt auch passieren können.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 26. November 2016

{Krimi - Bayern} Wo Realität und Fiktion verschmelzen


Hallo Leute!

Der Tatort am Sonntag Abend gehört ja für mich seit frühester Jugend zum Sonntäglichen Pflichtprogramm. Und schon seit sehr langer Zeit arbeitet in München eines meiner Lieblingsermittlerduos - Batic und Leitmayr. 

Als ich hörte, dass Batic alias Miroslav Nemec einen Krimi geschrieben hat, wanderte der sehr schnell auf meinem SuB, und zwar ganz weit oben.

Die Toten von der Falkneralm


Daten

Autor: Miroslav Nemec
Verlag: Knaus
ISBN: 3813507025
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 256 Seiten

Inhalt

Miroslav Nemec hat eigentlich keine Lust. Er soll an dem Wochenende in einem Luxushotel in den bayrischen Alpen an einem Seminar zum Thema Truth & Fiction in Crime teilnehmen und bei einer Diskussionsrunde Rede und Antwort stehen. Schon bei der Anfahrt sieht er, dass sich ein grausamer Sturm auftut. Gerade noch schafft er es, die Seilbahn zum Hotel zu besteigen.

Dort angekommen trifft er gleich auf andere Gäste, die ihm ein wenig auf die Nerven gehen. Eine Dame ist fürchterlich verliebt, deren Mann ist eifersüchtig - Miroslav will eigentlich nur nach Hause. Inzwischen wird der Sturm immer schlimmer, man hört draußen die Bäume krachen.

Dann ein Schrei - im Pool liegt ein Toter. Anfangs glaubt man noch an einen Unfall - doch bis zum Ende der Nacht werden zwei weitere Menschen sterben. Und am nächsten Morgen ist das Hotel von außen nicht erreichbar. Und so macht sich der Berufs-(Tatort)-Kommissar auf die Jagd nach dem Mörder.


Nun, ich will ehrlich sein. Die Aufmachung ist schon sehr schick - dicker Bio-Einband. 

Das Thema allerdings hat einen Bart, länger als der Weihnachtsmann - Sturm, Gruppe abgeschlossen von der Zivilisation, einer muss der Mörder sein. Ich kann schon nicht mehr zählen, in wie vielen Tatorten, Soko-Folgen oder Büchern das schon vorkam. 

Zugegeben, sprachlich ganz gut umgesetzt ist es. Mit viel Witz lässt der Kommissar in sein Innerstes blicken und damit perfektioniert er den Eindruck, dass Wahrheit (die Person existiert ja wirklich) und Fiktion (ist ja nur eine Geschichte) verschmelzen.

Allerdings zieht sich das Thema "Ich will gar nicht hier sein, aber das ist mein Job" etwas zu lange hin. 3 Tote soll es laut Klappentext geben - da MUSS doch so langsam mal was passieren, da mit der Herr Schauspieler keine schlechte Laune mehr hat.

Ich war nicht ganz so begeistert, wie ich es erwartet hätte, mehr wie 3 Sterne kann ich leider nicht geben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 26. Oktober 2016

{Krimi - Deutschland} Leider etwas ermüdend


Hallo Leute!


Für einen deutschen Thriller bin ich ja immer zu haben, besonders wenn er in einer etwas unwirtlichen Gegend spielt, die bisher noch nicht in meinen Reiseradius gelangt ist. Und schon der Titel klang für mich so skurril, dass ich das Buch dazu einfach lesen musste... 

Hell Go Land

Daten

Autor: Tim Erzberg
Verlag: HarperCollins
ISBN: 395967046X
Preis: 16€
Taschenbuch, 400 Seiten 

Inhalt

Anna will sich endlich ihrer Vergangenheit stellen, als sie nach 7 Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Eine Stelle als Polizistin wurde auf der sturmumtosten Insel Helgoland frei, die Gelegenheit wollte sie ergreifen, obwohl ihr größtes Trauma hier passiert ist. 

Doch schon der Empfang gestaltet sich als schwierig. Auf ihrem neuen Schreibtisch erwartet sie ein Paket. Es ist ein menschlicher Daumen. Und zu allem Überfluss wird die Insel in diesen Tagen von einem Sturm heimgesucht und ist von der Zivilisation abgeschnitten, Hilfe vom Festland ist entsprechend nicht zu erwarten.

Und so beginnen Anna und ihre Kollegen Paul und Marten ihre Ermittlungen, die sich als schwierig gestalten - schließlich scheint auf der Insel niemandem ein Daumen zu fehlen. Und es wird nicht das letzte Geschenk bleiben, das Anna erhält.

Schnell wird klar, dass Alles irgendwie mit Annas ominöser Vergangenheit und dem Tod eines gewissen Leo zusammenhängt, der von Jugendlichen als Außenseiter von den Klippen gestürzt wurde und dabei unter anderem einen Daumen verlor.

Fazit

Irgendwie fiel mir das Lesen schwer - ständig will man Anna verprügeln, weil es irgendein ominöses Geheimnis aus der Vergangenheit gibt und nicht der kleinste Hinweis darauf existiert, was denn jetzt genau passiert sei - außer dass Anna eben in Leo verliebt war und nach dem Ereignis von der Insel geflohen ist. Und genau das zieht sich wie Kaugummi. Irgendwie geht kein Erzählstrang so richtig weiter, das Tempo fehlt fast vollständig.

Dazu kommen ominöse Verweise etwa auf den Landarzt mit dem Folterkeller und natürlich ist währenddessen ein Sturm, der kaum das Elektroauto der Polizisten auf der Insel hält. 

Für mich ein eher durchschnittlicher Roman mit einigen Längen, aber auch mit einigen spannenden Momenten. Von mir gibt es 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Ank

Freitag, 21. Oktober 2016

{Krimi - Österreich} Der blaue Fisch

Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder einen Krimi vorstellen, der in meiner Wahrheimat Wien spielt. 


Gefallener Mond

Daten

Autorin: Ruth Schneeberger
Verlag: edition a
ISBN: 3990011790
Preis: 16,90€
Taschenbuch, 368 Seiten 

Inhalt

Anna Walter ist eine junge Anwältin in Wien. Sie hat sich auf ein ganz spezielles Thema spezialisiert.  Sie setzt sich für Frauen und Kinder ein, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Eines Tages kommt die Mutter der kleinen Lena zu ihr. Das kleine Mädchen wurde aus der verschlossenen Wohnung der Mutter entführt. 20 Stunden später kam sie zurück, sie ist völlig verstört, ihre Haare sind abgeschnitten und sie zeichnet nur noch blaue Fische.

Die Mutter äußert schnell einen Verdacht. Ihr Liebhaber, ein Russischer Geschäftsmann, war der einzige, der Zugang zu der Wohnung gehabt hätte. Anna begibt sich auf die Spuren und findet schnell erste Hinweise - die Frau des Russen wendet sich an sie und will ihr Beweise aushändigen und im Gegenzug einen einen falschen Ausweis für sich und ihre Tochter zu bekommen. Einen Tag später ist die Russin tot.

Von einer jungen Polizistin erfährt Anna, dass Lena nicht der einzige Fall in Wien ist - und die junge Anwältin spürt, dass dieser Fall noch viel tiefer liegt und tief in ihrer eigenen Vergangenheit seine Wurzeln hat.

Fazit

Nun, der Fall der Anna Walter geht unter die Haut - temporeich und spannend erzählt, dramatisch und mit vielen Gänsehautmomenten. Dennoch fehlt mir an vielen Stellen die Logik im Plot. Das ist zwar manchmal wirklich nett, wenn etwas unvorhersehbares passiert. Aber wenn das gegen jeden Sinn geht?

Allerdings merkt man auch, dass es ein Erstlingsroman ist. Die Spannungslinie ist nicht sehr kontinuierlich und häufig gibt es unerklärliche Sprünge, über die man als Leser ständig stolpert und denen jede Logik fehlt. Das passiert sicherlich drei- oder viermal in dem Buch, dass einem Fragezeichen im Kopf erscheinen.

Daher kann ich insgesamt für eine eigentlich gute Geschichte leider nur durchschnittliche 3 Sterne geben. Trotzdem würde ich mich über einen weiteren Fall von Anna Walter durchaus freuen.

In diesem Sinne

Eure Anke



Dienstag, 27. September 2016

{Krimi - Italien} Wer stahl die sizilianische Statue?

Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder einen spannenden Krimi vorstellen, mit dem man sich auf eine Reise in den Süden begeben kann. Diesmal führt diese Reise aber nicht in die Provence, sondern nach Sizilien...

Sizilianische Rache


Daten

Autorin: Ann Baiano
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442205131
Preis: 14,99€
Broschiert, 288 Seiten

Inhalt

Diego ist verliebt in eine junge Archäologin, die ihn nachts mit auf eine kleine Insel nimmt - auf der unbewohnten Insel Mozia arbeitet sie gerade. Doch dort wird Diego Zeuge eines Mordes. Giacomo Leoni, ein Komilitone von Giulia aus Rom liegt dort mit gebrochenem Genick. Gleichzeitig wird die berühmte Statue des Jünglings von Morzia gestohlen.

Diego gerät schnell unter Verdacht - selbst Giulia denkt, dass Diego aus Eifersucht gehandelt hat. Und so klingelt Diego morgens seinen Vater, den Journalisten Luca Santangelo aus dem Bett.

Der will seinem Jungen helfen und beginnt, in der Geschichte zu Recherchieren und dringt dabei immer tiefer in die Sizilianische Geschichte und stößt auf einen Konflikt, der schon seit Jahrhunderten schwehlt. Der junge Commissario scheint völlig überfordert mit dem Mordfall und nur Luca scheint, das Rätsel der verlorenen Statue und des toten Studenten lösen zu können.

Fazit

Hmmm, also ich muss sagen, mir fiel der Einstieg in die Geschichte sehr schwer. Irgendwie konfus wirkt es, dass dann erst der Sohn, dann der Vater, dann irgendwer Anfang des 20. Jahrhunderts, dann wieder der Vater eine Rolle spielt und irgendwie soll alles zusammenhängen. Der Einstieg war für mich schon sehr zäh und ich war kurz davor, das Buch wieder wegzulegen. Etwas zu ausschweifend waren für mich die Exkurse in den Thunfischfang irgendwann in den 40ern. 

Doch das Durchhalten hat sich für mich absolut gelohnt. Denn man dringt immer tiefer in die Atmosphäre Siziliens - so wie man sich das (fast schon klischeehaft) vorstellt - von der hysterischen "Mamma" (Lucas Exfrau Francesca) bis hin zu den Verstrickungen der unterschiedlichen Familien ist irgendwie alles dabei.

Das Buch hält das, was es an Lesespaß verspricht, aber es gibt eben Besseres - gerade der Einstieg hat mir leider nicht gefallen, die Spannung steigt erst ab der Hälfte langsam an, das ist für mich ein bisschen spät.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 6. September 2016

{Humor} Gott, ist das flach

Hallo Leute!

Kennt ihr Adam Sandler Filme? Wenn dieses Buch mal verfilmt wird, weiß ich schon, wer auf jeden Fall eine der Hauptrollen spielen muss... 

Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten

Daten

Autor: Rochus Hahn
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442484499
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 448 Seiten



Inhalt

Tim und Bullwinkel wollen endlich Sex. Dafür sind sie bereit, alles zu tun. Und dabei sind sie schon lange aus der Schule raus. Als sie sich dann zufällig wieder treffen, schließen sie einen Pakt - sie sollen nicht eher ruhen, ehe beide zum Schuss gekommen sind.

Und als sie dann auf einer Party endlich zwei Stewardessen kennenlernen, sind sie schon ganz nah dran. Doch die beiden sind wohl dann doch nicht ganz ihre Kragenweite. Beide sind nun aber auch bereit, um endlich rangelassen zu werden. Die beiden erzählen ihnen von der besten Droge um Frauen endlich in die Kiste zu bekommen. Urin von Elchen das Beste ist - vor allem frisch und wenn sie psychogene Pilze gefressen haben.

Die beiden Jungs entwickeln eine Geschäftsidee - bei der geht es vor allem darum, wo sie die meisten Elche finden und wie sie am besten die Pilze in ihr Futter zu bekommen. Es gibt nur einen Weg - es geht nach Finnland.



Fazit

Für mich ist dieses Buch eine klassische Teenie-Komödie. Nun bin ich aber aus dem Alter des extrem flachen American Pie Witzes raus, weshalb das Buch nicht wirklich meinem Geschmack entsprechen konnte. Gut, mancher Witz kommt dann schon an - aber den gleichen Effekt hatte ich auch, als ich neulich das erste Mal seit 15 Jahren wieder American Pie gesehen habe. Es war dann doch weniger lustig als früher. 

Die Parallelen sind derartig offensichtlich - gleich zu Anfang träumt Tim zum Beispiel vom Sex mit der Mutter seines Mitschülers - Niveaulimbo lässt grüßen. 

Das Buch ist sehr seichte und kurzweilige Unterhaltung - groß Nachdenken muss man schonmal definitiv nicht. Auch zugegeben, ich hätte mal den Klappentext lesen sollen. Denn der Titel klang für mich wirklich Interessant.

Insgesamt ist das Buch sicher Geschmacksache - wer auf den derben und flachen Humor alla Adam Sandler oder American Pie steht, wird daran aber sicher sein Vergnügen finden.

Von mir gibt es 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 31. August 2016

{Thriller} Eine andere Tess

Hallo Leute!

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein riesiger Fan der Amerikanischen Thrillerautorin Tess Gerritsen bin - schockierende Medizinthriller der Extraklasse. So etwas habe ich auch erwartet, als ich dieses Werk von ihr in die Hände bekam. Doch diesmal erwartete mich eine ganz andere Tess Gerritsen.

Verrat in Paris

Daten 

Autorin: Tess Gerritsen
Verlag: HarperCollins
ISBN: 3959670257
Preis: 10,99€
Taschenbuch, 304 Seiten

Inhalt

Die Hauptrolle in dieser Geschichte hat die junge Engländerin Beryl Tavistock und ihr Bruder Jordan. Die hatten ihr Leben lang an eine Lüge geglaubt. Ihre Eltern, beide Agenten des MI6, seien im Einsatz ums Leben gekommen, als sie noch kleine Kinder waren.

Doch dann treten Hinweise auf, dass das gar nicht stimmt. Ihr Vater sei als Doppelagent entlarvt worden sein. Um der Strafe zu entgehen, brachte erst seine Frau um und beging dann Suizid. 

Gemeinsam mit dem zwielichtigen Amerikaner Richard Wolf, in den sie sich auch promt verliebt, begibt in Paris sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und begegnet dabei einem kompliziertem Netz aus längst überholten Feindbildern und Intrigen, die ihren Eltern schließlich das Leben kosteten.

Fazit

Nun, manchmal hat man das ja, das Autoren ihr gewohntes Feld verlassen und mal ganz was anderes schreiben. Bestes Beispiel dafür ist ja Nele Neuhaus, die als Nele Löwenberg fast schon ein bisschen schnulzig schreibt.

Ein ähnliches Gefühl hatte ich auch in diesem Fall bei Tess Gerritsen. Hat sie doch bei ihren Medizinthriller immer sehr temporeiche Geschichten, bei denen der Leser auch mal das Buch vor Schock aus der Hand verliert und eigentlich die ganze Nacht durchlesen will, gleitet sie hier doch häufig ins englisch-schnulzige ab, als hätte sie zu viele Rosamunde Pilcher Romane gelesen.

Der Thriller hat seine Spannungsmomente, keine Frage - trotzdem reicht er bei weitem nicht an den gewohnten Gerritsen Style heran. Ich war ein bisschen enttäuscht und kann deshalb auch nicht mehr als 3 Sterne geben. Für echte Gerritsen Fans sicher eine Enttäuschung, aber für diejenigen, die sich sonntags abends gerne mal an den Landschaftsbildern aus den Pilcherfilmen ergötzen und Thriller nicht allzu blutig mögen, ist das genau das Richtige!

In diesem Sinne

Eure Anke


Donnerstag, 4. August 2016

{Thriller - München} Anwältin der Toten

Hallo Leute!

Ich bin ein echter Thriller-Fan. Und da war mir der Name Kornbichler schon länger auf der Liste. Und da bekam ich kürzlich Band 2 der Kristina Mahlo-Reihe in die Hände.

Die Stimme des Vergessens
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Daten
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Autorin: Sabine Kornbichler
Verlag: piper
ISBN: 3492302041
Preis: 12,99€
Taschenbuch, 416 Seiten


Inhalt
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Die Anwältin Kristina Mahlo ist mit der Abwicklung des Nachlasses von Albert Schettler beschäftigt. Der 67jährige ist an einem Schlaganfall gestorben, doch sein Leben war wirklich nicht angenehm. Als sie mit ihrer Assistentin Funda die Wohnung sichten, wird klar, dass der Mann an Verfolgungswahn litt - hunderte Kladden hat er mit Notizen über die Nachbarn vollgeschrieben und Konserven gehortet - das Handy seines Untermieters hat er sogar im Klo heruntergespült.

Kristina findet Instruktionen über ein Bankschließfach - das leert sie auch, überfliegt kurz die Unterlagen, in denen davon die Rede ist, dass Kristina den Umschlag mit ihrem Leben schützen soll und dass er wohl ermordet wurde, wenn sie die Worte liest. Unachtsam steckt sie die drei Umschläge in die Tasche und legt sie in ihren Fahrradkorb, um sie zur Polizei zu bringen.

Die Tasche wird selbstverständlich vor der Bank gestohlen. Kristina kommen erste Zweifel am Verfolgungswahn - mehr noch, als sie einen Tag später die Tasche wiederbekommt, sind die Umschläge zwar da, aber sie wurden vollständig ausgetauscht.

Nun ist sich Kristina absolut sicher, dass Schettler ermordet wurde - aufgrund eines 27 Jahre alten unaufgeklärten Verbrechens. Sie begibt sich auf die Spuren des alten Mordfalls, die sie unter anderem nach Korsika führen. Doch nicht nur ein alter Mordfall steht hier zur Debatte, sondern auch zahlreiche aktuelle, unaufgeklärte Todesfälle.


Fazit
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Nun, irgendwie ist es schwierig - auf der einen Seite ist es schon ein grundsolider Thriller mit ordentlich Tempo. Auf der anderen Seite hatte ich persönlich ordentlich Schwierigkeiten, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Mahlo erzählt. Gerade zu Anfang wechseln die Ereignisse irgendwie völlig abrupt, so dass man ganz schnell den Überblick verliert - immer neue Charaktäre kommen hinzu, die kaum vorgestellt werden, so dass man sich gerade zu Beginn ordentlich durchkämpfen und gefühlt jede Seite 2-3x lesen muss. Das kann man allerdings vielleicht damit erklären, dass zahllose Freunde von Kristina schon im ersten Band vorkommen - den habe ich einfach verpasst.

Wenn man das erste Drittel oder etwas mehr geschafft hat, wird man mit Spannung belohnt. Leider kommt es zwischendurch auch immer mal wieder zu Längen, die ein bisschen ermüdend sind.

Meine Lieblingsautorin wird Sabine Kornbichler nicht werden. Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 22. Juli 2016

{Thriller - Schweden} Der Stein des Anstoßes

Hallo Leute!

Tolle Thriller kommen oft aus Schweden. Und wenn auf dem Umschlag einen Vergleich zu "Da Vinci Code" von Dan Brown sehe, wandert sowas doch schnell in meinem Warenkorb. Daher darf ich euch heute "Der Jungfrauenstein" von Michael Mortimer vorstellen.


Der Jungfrauenstein
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Daten
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Autor: Michael Mortimer
Verlag: btb
ISBN: 9783865745170
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 640 Seiten


Inhalt
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Ida ist eigentlich eine glückliche Studentin der Biophysik in Stockholm. Doch eines morgens, es ist der Tag des Nobeldinners, ruft sie ihre Oma Alma an. Sie soll irgendein Kästchen bekommen und 2 Tage darauf aufpassen. Sehr merkwürdig, doch von ihrer Oma, bei der sie aufgewachsen ist, ist sie einiges gewohnt - sie lebt als Forscherin in Moskau.

Dann ist Ida in der Kantine am Karolinska-Institut, als der neue Nobelpreisträger für Physik durch den Raum läuft. Sie weiß kaum, wer er ist, als er sie anspricht und sie für das Nobeldinner am Abend einlädt. Ida ist perplex, doch sie muss wieder an die Worte ihrer Oma denken.

Am Abend erscheint sie auf dem Dinner. Ihr gegenüber sitzt eine Russin, mit der sie schnell ins Gespräch kommt. Doch dann trennt Lobow sie von den Massen. Er überreicht ihr ein Kästchen. Als Ida den Inhalt sehen will, willigt Lobow ein. Doch in dem Moment, als er es öffnet, gibt es einen Knall, er bricht tot zusammen.

Ida gelingt es, das kleine Kästchen zu schnappen und von der Gala zu fliehen. Und die Jagd beginnt, denn für den "Jungfrauenstein", der in der Kiste liegt, sind einige Menschen zu töten bereit. Außerdem erfährt sie, dass der Stein ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hat, retten kann.

Nebenbei erfährt man die Geschichte des Steins im Kästchen, der im 18. Jahrhundert von Solander in Neuseeland bei Eingeborenen entwendet und anschließend durch berühmte Hände wie Greta Garbo und Frank Sinatra gegangen ist. Er soll enorme Kräfte haben.

Ida bleibt nur eins - sie flieht mit dem Stein in ihre Heimat Östersund um sich dort nach Almas Anweisung im Jagdhaus ihrer Kindheit zu verstecken.


Fazit
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Wer mit dem Klappentext "Dan Browns Da Vinci Code trifft auf Umberto Eccos Der Name der Rose" so auf die Kacke haut, erweckt natürlich große Erwartungen.

Mit Dan Brown kann sich Michael Mortimer kaum messen. Über einige Strecken war ich dann doch etwas gelangweilt - bei der Tankstelle zum Beispiel hätte was passieren müssen oder die Erkundung des Jagdhauses ist irgendwie auch eher irritierend und langatmig.


Atemlose Spannung entsteht höchstens über einige Passagen - das wird dann aber wieder durch die historischen Passagen und Erklärungen gebrochen, die das Buch für mich nur künstlich aufplustern.

Insgesamt ist die Geschichte schon ganz interessant, aber mehr eben auch nicht. Es gibt zu viele gute Thrillerautoren, die besser sind als durchschnittlich.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Krimi - Deutschland} Mord auf Rügen

Hallo Leute!

Diesmal führte mich meine Krimireise in den hohen Norden - live war ich noch nie da, auf der schönen aber mörderischen Insel Rügen.

Leuchtturmmord
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Daten
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Autorin: Katharina Peterså
Verlag: Aufbau
ISBN: 3746632064
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 323 Seiten


Inhalt
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Romy Beccare ermittelt diesmal in einem besonders schwierigen Fall. Schon gut 3 Wochen ist es her, dass Jugendliche eine Leiche beim Leuchtturm gefunden haben. Die junge Frau ist die 28jährige Mutter Merle. Schnell ist der rachsüchtige Ehemann in Verdacht, denn Merle hatte eine Affäre. Auch unter Verdacht sind Christoph und Jakob, der Tischler/Türsteher und der Callboy - beide hatte Romy während ihrer Zeit beim Bund der Vergewaltigung und des Waffendiebstahls bezichtigt.

Doch Romy findet schnell raus, dass es sich um etwas größeres handelt, denn 5 der 6 Leute aus Merles Jugendclique sind in den letzten Jahren unter den unterschiedlichsten Begebenheiten gestorben. Der letzte Überlebende gerät unter Verdacht.

Parallel arbeitet ihr Lebensgefährte Jan Riechter in Stralsund an mehreren Todesfällen. Junge Männer werden halb nackt und totgeprügelt aufgefunden. Und die Spuren führen ihn eindeutig in die Ultimate Fighting Szene.



Fazit
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Eigentlich ist die Story gar nicht mal schlecht - allerdings hatte ich meine Schwierigkeiten, die Orientierung zu behalten... Der ermittelt jetzt den Tod von Merle oder der von den Jungs aus der Ultimate Fighting Szene - irgendwie fehlte mir manchmal die klare Abgrenzung zwischen beiden Fällen und damit auch der klare Rote Faden. Beide Fälle stehen von Anfang an gleichberechtigt und abwechselnd im Vordergrund, so dass man schon gelegentlich scharf nachdenken muss, ob man sich jetzt auf Rügen oder in Stralsund befindet und zu welchem Thema der Zeuge jetzt gerad befragt wird.

Ich denke, es wäre besser gewesen, wenn sich die Autorin auf einen Haupthandlungsstrang gestürzt hätte, dann wäre es am Ende auch nicht allzu schwierig gewesen, zu einer befriedigenden Auflösung zu kommen.

Ich habe mich kurzweilig unterhalten gefühlt - in die Bestenliste meiner Lieblingskrimiautorinnen hat es Frau Peters allerdings bei weitem nicht geschafft. Das echte Gänsehautfeeling und das absolute Abtauchen in die Geschichte haben mir leider völlig gefehlt, daher gibt es von mir auch nicht mehr als durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 19. Juli 2016

{Roman - Mütter - London} Eine Mama in London mit Heimweh

Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder ein spannendes Buch vorstellen - Lucie Marshall blogt über ihr Leben als Mama - und das hat nach "Auf Highheels in den Kreisaal" nun schon zum zweiten Roman geführt...

Mama, I need to kotz!
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Daten
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Autorin: Lucie Marshall
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442175488
Preis: 8,99€
Taschenbuch, 256 Seiten


Inhalt
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Als Zugezogener hat man es nicht leicht - davon kann ich ja auch ein Liedchen singen. Lucie ist eine junge Mama. Doch sie ist viel allein, weil ihr Mann beruflich häufig in London zu tun hat. Doch eines Tages kommt er auf sie zu und fragt, ob sie nicht für 10 Monate mit nach London gehen möchte. Und natürlich muss ihr 4 Jähriger Sohn mitkommen.

Da ist Chaos vorprogrammiert - wie findet man die richtige Vorschule und wie anders ist das Leben dort auf der verrückten Insel. Der Sohn ist schon schulpflichtig und irgendwie scheint keiner so recht mit seinem Wachstum und seiner Entwicklung zufrieden.

Über die Vorschule und den Playground lernt Lucie natürlich auch die eine oder andere Mutter und deren ganz speziellen Erziehungsstil kennen und findet ihn sehr irritierend. Ein unangenehmer Konkurrenzkampf zwischen den Müttern bricht aus - und Lucie will nur noch eins - ganz schnell nach Hause.

Fazit
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Isch weiß ja nisch... Also, ich hatte mir unter "Mama, I need to kotz" eigentlich was eher humorvolles vorgestellt. Das war es am Ende aber leider nur an sehr wenigen Stellen. Irgendwie hat das Ganze eher vor lauter Heimweh getrieft. Nun, ich kenne das ja selbst, wenn man in ein anderes Land zieht - zwar nicht als Mama, aber trotzdem irgendwie vergleichbar - und ich kenne auch viele Deutsche, die quasi in Selbstmitleid ertrunken sind. Am Anfang waren wir immer bei einem Piefkestammtisch und ich fand das da unerträglich, weil nur darüber diskutiert wurde, wer wo was wie und warum in Österreich fehlt und warum das Land am Fehlen des McRib auf der McDonalds Speisekarte noch nicht zu Grunde gegangen ist.

Daher kann ich das eine oder andere Problem durchaus nachvollziehen, etwa dass meine (noch nicht existenten) Kinder mal einen Wiener Akzent bekommen (bei dem Gedanken muas I speiben), aber Himmel, damit muss ich mit Humor umgehen - und das habe ich auch von Lucie Marshall erwartet, aber das ging eben leider etwas nach hinten los. Zwar ist vieles wohl witzig gemeint - doch der Witz geht ein wenig unter.

Dennoch ist das Buch für mich ein interessanter Einblick in das Leben in London - von mir gibt es trotzdem nur durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 9. Juli 2016

{Roman - Humor - Kaff} Provinz bleibt Provinz

Hallo Leute!

Ich war nicht immer ein Stadtmensch - auch ich komme nämlich eigentlich aus einem Kaff - na vielleicht ein etwas größeres Kaff, aber auf jeden Fall ist es ein Kaff irgendwo zwischen Frankfurt und Köln.

Und da hat mich schon der Titel angesprochen...


Im Kaff der guten Hoffnung
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Daten
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Autor: Norbert Molitor
Verlag: Piper
ISBN: 3492307922
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 208 Seiten



Inhalt
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Billig leben lässt es sich in der Provinz - denn es gibt ja nichts, wo man das Geld ausgeben kann.

Neviges ist ein kleiner Ort bei Velbert - eigentlich auch gar nicht so weit von Düsseldorf entfernt. Doch Neviges ist Provinz.

Was genau Neviges zu bieten hat, darüber klärt uns Norbert Molitor auf. Warum hat man es so schwer, wenn man von auswärts in einen Provinzort wie Neviges zieht und mit wem muss man es sich gutstellen, um es weniger schwer zu haben (Hunde und Krankheiten helfen).

Und was macht ein Kaff aus? Ganz klar - die Menschen sind eine eingeschworene Gemeinschaft und passen dabei auch aufeinander auf. Und dann ist da die Eisdiele, deren Besitzer im Winter immer gen Süden fahren - beim Arzt und auf der Straße diskutiert man die neuesten Krankheiten und den besten Klatsch erfährt man beim Friseur.


Fazit
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Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst aus der Provinz komme, aber so richtig warm bin ich mit dem Buch nicht geworden. Die Idee finde ich generell gut - und auch ich verspüre gelegentliches Heimweh in die Provinz, in der meine Eltern noch leben. Und ich muss ehrlicherweise sagen - daraus hätte man weitaus mehr machen können.

Vieles habe ich wieder entdeckt - die Eisdiele, die in den 90er Jahren stehengeblieben ist, mit Lacktischdecken und einer merkwürdigen Sitzbank oder auch die Buchhandlung, in der der Buchhändler genau weiß, was die Nachbarin liest, die Geburtstag hat und auch, was der Nachbar auf der anderen Seite für sie gekauft hat. Oder der Metzger, der ein bisschen beleidigt ist, wenn man in der letzten Woche im Nachbarkaff eingekauft hat.

Aber irgendwie bin ich vermutlich mit zu großen Erwartungen an das Buch herangegangen. Denn die weckt das tolle Cover mit dem Kosmetiksalon auf jeden Fall. Auch das erste Kapitel war dann wirklich vielversprechend - doch dann nahm es rapide ab und artete ein wenig zu einem Reiseführer aus: Der Gemüsehändler hier, die Eisdiele dort - nur das Lustige daran hat mir dann irgendwann eben ein wenig gefehlt. Irgendwie artet das zu einer trockenen Aufzählung aus, was es in Neviges alles gibt (für ein Kaff ganz schön viel).

Für mich ist Neviges auch kein echtes Kaff - erstens ist es viel zu dicht an Düsseldorf und zweitens gibt es doch einige Geschäfte, seinen täglichen Bedarf kann man vor Ort decken. Da kenne ich andere Kaliber in denen man nirgends (außer am Schwimmbadkiosk und am Zigarettenautomaten) Geld ausgeben kann.

Insgesamt kann ich daher nicht mehr als durchschnittliche 3 Sterne vergeben. Und davon sind 2 für die gute Idee und 1 für die sehr verlockende Aufmachung.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 17. Juni 2016

{Thriller - Frankreich} Durchwachsen

Hallo Leute!

In Europa gibt es nur sehr wenige gute Thrillerautoren - aber es lohnt dann doch immer mal wieder, was Neues zu probieren. Neulich stieß mir das Cover eines französischen Thrillers ins Auge - das musste doch mal probiert werden. Einen Versuch stelle ich euch heute vor...

Ungesühnt
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Daten
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Autor: Dominique Sylvain
Verlag: piper
ISBN: 978-3-492-30786-4
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 336 Seiten


Inhalt
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Kriminalkommissarin Franka Kehlmann kennt sich mit psychisch kranken Killern aus. Schließlich ist sie mit einem aufgewachsen. Ihr Vater tapezierte in ihrer Jugend die Wohnung mit Bildern von brutalen Mordschauplätzen. Und auch ihr Bruder leidet an einer schweren psychischen Erkrankung. Der jungen Kommissarin fällt es schwer, sich von ihrer Vergangenheit zu lösen.

Doch das muss sie, als in einem Keller in Paris die Leiche einer zu Tode gefolterten Frau gefunden wird und ausgerechnet ihr Bruder den entscheidenden Hinweis gibt. Doch Franka weiß genau, wenn sie sich nicht beeilt, wird es eine weitere Leiche geben.

Auf der einen Seite ist das für die Neue - also Franka - der ideale Fall um sich zu beweisen. Aber auf der anderen Seite wird sie immer wieder in ihre grausame Vergangenheit zurückgezogen.


Fazit
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Es lohnt sich immer mal wieder, neue Thriller zu probieren - doch diesmal blieb es eher beim Versuch. Schon das Cover hatte mich magisch angezogen, schließlich erinnert es mich doch stark an amerikanische Thriller. Nur der Blick auf den Eiffelturm hinter der zerbrochenen Scheibe lässt erahnen, dass sich der Schauplatz in Paris befindet. Doch leider sollte es beim Versuch bleiben.

Leider liest sich der Thriller gerade zu Anfang sehr zäh - obwohl die Story, die gleich mit dem brutalen Mord beginnt, eigentlich sehr viel Potential hätte. Doch dann verliert sich der Plot in langwierigen Erzählungen aus dem Leben der Protagonisten, bevor er wieder an Fahrt aufnimmt. Dabei entstehen zahlreiche Wechsel der Schauplätze und Protagonisten, so dass der Leser relativ schnell den Überblick verliert - ich kann kaum zählen, wie oft ich nochmal zurückblättern musste.

Das letzte Drittel ist dann aber auch wieder ganz gut, fesselnd und mit Geschwindigkeit erzählt.

Die Charaktäre kommen bei mir ein bisschen flach rüber, wirklich tief eindringen kann man in die Story nicht - ein Effekt, den ich bei guten Thrillern doch sehr schätze.

Insgesamt kann ich daher nur durchschnittliche 3 Sterne geben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 7. Juni 2016

{Sachbuch - Geschichte - Nazizeit} Aufarbeitung ist gut

Hallo Leute!

Aufarbeitung der Nazizeit ist gut - gerade in unserer heutigen Zeit, wo rechte Kräfte wieder an Stärke gewinnen. Ich werde wohl zur letzten Generation gehören, die sich als Jugendliche bzw. Erwachsene persönlich mit Tätern und Opfern auseinandersetzen kann. Auf Beides wurde sowohl in der Schule als auch in meinem persönlichen Leben sehr viel Wert gelegt.

Meine Großeltern sind alle 4 aus ihrer Heimat (Sudetenland, Mähren und Breßlau) vertrieben worden und sind alle völlig unterschiedlich mit den Kriegsgeschehnissen umgegangen - eine Oma hat geschwiegen, die andere Oma war damals noch sehr jung und hat mir kürzlich erst erzählt, dass von einem Russen auf sie geschossen wurde, sie konnte sich aber noch in ein hohes Feld retten.

Alexandra Senffts Großvater war noch tiefer verstrickt. Er war damals für die SA in Bratislava stationiert und unterschrieb dort die Deportationsbefehle, weshalb er kurz nach dem Krieg hingerichtet wurde. Sie analysiert daher die Auswirkungen auf die heutige Generation.


Der lange Schatten der Täter
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Daten
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Autorin: Alexandra Senfft
Verlag: piper
ISBN: 349205739X
Preis: 22€
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten


Inhalt
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Alexandra Senfft ist die Enkeltochter von Hanns Ludin, der 1947 als Kriegsverbrecher in Bratislava hingerichtet wurde. Er war SA-Obergruppenführer und an den Deportationen in der Slowakei beteiligt. Ihre persönliche Geschichte nimmt Alexandra Senfft (ehemalige Nahostreferentin bei den Grünen) zum Anlass für die Aufarbeitung der persönlichen Schicksale.

Aufhänger ist der Prozess um den Prozess um Oskar Gröning in Lüneburg. Der SS-Unterscharführer war 1942-44 in Auschwitz tätig und angeklagt, am Mord von 300000 Juden beteiligt gewesen zu sein. 2015 stand daher der 94jährige vor Gericht und Alexandra Senfft beobachtete das Verfahren.

In ihrem Buch beschäftigt sich Senfft mit den unbequemen Seiten der Aufarbeitung, die in den ersten Jahren nach dem Krieg quasi nicht existent war - sie war geprägt von Schweigen und vom "Schuldigfühlen" der Täter, das dadurch teils auf die Familien übertragen wurde. Das ging so weit, dass die Täter zu Opfern verklärt wurden und der Erwin ja nur dazu gezwungen war, zum Massenmörder zu werden, weil er sonst selbst ins Gas geschickt wurde.

Sie spricht mit Opfern wie mit Tätern und reist damit durch die Erinnerung, die sie als einen Auftrag für alle Generationen sieht.


Fazit
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Nun, die Aufarbeitung der persönlichen Geschichte ist selbstverständlich sehr wichtig. Mein Opa hat mir zum Beispiel immer nur die Geschichten aus seiner Heimat erzählt, nie aber was er genau im Krieg gemacht hat. Immer wenn ich mir Ausstellungen zu irgendwelchen KZ-Verbrechen oder anderen Massakern (z.B. in Kalavrita in Griechenland) anschaue, befürchte ich ein bisschen, ihn auf den Bildern wiederzufinden - das ist bisher aber glücklicherweise nicht passiert.

Der andere Opa (er war 1945 17 Jahre alt) war erst in den letzten Kriegstagen im Einsatz und erlebte die Bombennächte in Hamburg - er starb allerdings, als ich 13 war, damals konnte und wollte ich mich noch nicht so damit beschäftigen.

Sicherlich ist die Aufarbeitung wahnsinnig wichtig, vor allem weil es in der Verantwortung der aktuellen Generation steht, dass nie wieder eine Diktatur so viel Macht auf die Menschen hat, sie dazu zu bringen, ohne Bedenken Menschen in den Tod zu schicken. Auch die Prozesse wie die gegen Demjanjuk und Gröning in den letzten Tagen waren ein wichtiges Signal, dass ein solcher Mord nicht verjährt. Dabei ging es sicherlich nicht darum, die senilen Senioren für den Rest ihres Lebens einzusperren, sondern ein Signal an die kommenden Generationen zu senden, dass auch 70 Jahre nach Kriegsende die Verbrechen von damals geahndet und die Opfer gehört werden.

Eine Hypothese stört mich an dem Buch allerdings wahnsinnig. So schreibt Senfft von einer angeblichen epigenetischen Vererbung des Schreckens, das die KZ Überlebenden erlebt haben an die folgenden Generationen - die angebliche Studie dazu wird nicht zitiert. Nun bin ich aber studierte Molekularbiologin, mein Mann lehrt Molekularbiologie an der Wiener Uni und wir haben ausführlich diskutiert, dass eine solche Vererbung reiner Schwachsinn ist. Sicherlich wird das durch Erzählungen im Bewusstsein der folgenden Generationen in den Köpfen verankert, aber sicherlich nicht Vererbungsbiologisch, sondern viel mehr Neurologisch durch das Erzählen oder eben durch das Nichterzählen.

Eine Vererbung weckt wieder Assoziationen mit dem Begriff "Erbschuld", mit dem man ja so oft im Ausland konfrontiert wird. Für mich ist eine Erbschuld aber kompletter Humbug. Ich kann nichts dafür, was rund 40 Jahre vor meiner Geburt passiert ist. Allerdings liegt es in meiner Verantwortung, dass es definitiv nicht wieder passiert. Den Menschen etwas von ererbter Schuld einzureden, ist da wenig hilfreich, eine gelungene Aufarbeitung dagegen ist auch für die nächsten Generationen wahnsinnig wichtig, um den Frieden in Europa und der Welt zu bewahren.

Von mir gibt es 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


Sonntag, 5. Juni 2016

{Hörbuch - Humor} Haben da etwa die Klitschkos das Hörbuch gesprochen?

Hallo Leute!

Kennt ihr das? Ihr seht ein Interview mit den Klitschkos und denkt "Häääää?". So ging es mir beim neuesten Hörbuch von Wladimir Kaminer...

Das Leben ist keine Kunst
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Daten
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Autor - und gelesen von: Wladimir Kaminer
Verlag: Randomhouse Audio
ISBN: 3837131564
Preis: 14,99€
2 CDs
Laufzeit: 2h 26


Inhalt
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Das Grundthema des Buches sind Geschichten über Lebenskünstler. In einzelnen Episoden berichtet Kaminer von Siegen, aber auch vom Scheitern - und man findet diese Lebenskünstler einfach überall:

Die Klofrau in der ostdeutschen Provinz, die einen Superstar beim Verrichten seiner Bedürfnisse trifft oder den Mann, der sich darauf spezialisiert hat, besonders einfühlsame Absageschreiben auf Bewerbungen für Firmen zu verfassen. Eine Episode erzählt von einer Theatergruppe aus Berlin, die in Russland auftritt und für den Hit des Abends sorgt, weil sie die russiche Übersetzung ihres Stückes vom Band auswendig gelernt hat, aber auch den Sprachfehler des Sprechers übernommen hat.

In seinen Geschichten vermittelt Wladimir Kaminer, dass Talent nicht immer das Wichtigste ist - meist entscheidet das Glück über den Triumph oder das grandiose scheitern.


Lesung
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Ich hab nix gegen Ausländer, aber... OMG, ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde. Aber bei einem Hörbuch, das sich - mit schwerstem russischen Akzent gelesen - anhört, als hätten es die Klitschko-Brüder gelesen und man sich nicht nur extrem darauf konzentrieren muss, den Sinn zu verstehen, sondern darauf, überhaupt die Worte zu erfassen, wird es schon recht anstrengend.

Ich habe das Hörbuch im Endeffekt 3x gehört, beim ersten mal bin ich noch beim Vorwort eingeschlafen und die nächsten 2x musste ich wirklich vollkommen konzentriert sein. Es mag zwar ganz witzig sein, aber für ein Hörbuch ist es für mich dann doch wieder zu viel des Guten.


Fazit
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Sehr humorvolle Geschichten mitten aus dem Leben stellt Wladimir Kaminer in seinem Neuestem Werk zusammen - Geschichten von interessanten Menschen, die ihr Leben meistern und die man wohl als Lebenskünstler im weitesten Sinne beschreiben könnte, die das vermutlich selbst aber gar nicht so sehen würden. Aber eins haben die Geschichten alle gemeinsam in ihrer Aussage - nicht immer ist das Leben planbar.

Der Teil an sich wäre mir sicherlich 4-5 Sterne wert.

Mutig ist es aber allemal, mit einem schweren, russischen Akzent ein Hörbuch für den deutschen Markt zu sprechen. Ich weiß nicht mal, ob sich Kaminer auch so extrem anhört, wenn er normal redet. Aber ich fand das einfach zu viel - man hat kaum verstanden, um was es geht, konnte einzelnen Stories fast gar nicht folgen, die musste ich dann zwei- oder dreimal anhören. Natürlich mag das witzig sein, für ein Hörbuch fand ich es aber wirklich anstrengend. Und daran hat sicherlich auch meine Meinung über das Buch gelitten

Ich mag Kaminer-Bücher wirklich gerne - aber das nächste mal wird es wohl wieder auf Papier sein - Hörbuch ist mir doch etwas zu anstrengend.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 28. Mai 2016

{Krimi - Schweiz} Kommissar und Wickler

Hallo Leute!

Meine Reise in Form von Krimis führte mich diesesmal in die Schweiz - zu Gabriela Kasperski.

Sicht unsichtbar
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Daten
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Autorin: Gabriela Kasperski
Verlag: Monsenstein und Vannerdat
ISBN: 3956457676
Preis: 20,90€
Broschiert, 408 Seiten


Inhalt
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Mord am idyllischen Greifensee, irgendwo im italienischen Teil der Schweiz. Der Besitzer der Pension Seeblick - Johan Havemann wurde erschlagen. Der Hintergrund scheint schnell gefunden, unterstützt Havemann doch das Projekt VillageGreen, das den Bau von Luxusimmobilen am See vorantreiben und seine Pension an das Konsortion verkaufen will.

Ein potentieller Verdächtiger ist zwar schnell gefunden, der Naturranger vom See, doch je tiefer die beiden Kommissare graben, umso tiefere Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Schnell wird klar, es geht eigentlich nur um eins - um Macht.


Fazit
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Sicht unsichtbar ist nun schon der dritte Fall für Schnyder und Kommissar Meier. Die Reihe war bisher an mir vorübergegangen, was allerdings auch nicht weiter schlimm ist, denn die Fälle scheinen in sich abgeschlossen.

So beginnt die Geschichte doch recht vielversprechend - aus der Perspektive der Fliege, die den Kadaver von Pensionsbesitzer Havemann für sich als Kinderstube für ihren Nachwuchs entdeckt. Doch dann lässt es relativ schnell relativ stark nach.

Schon nach den ersten paar Seiten wollte ich das Buch ehrlicherweise weglegen, weil es mir einfach zu viel wurde - Luxusöko hier, pinkelnde Babys dort, alles sehr dicht erzählt, viele Personen wurden vorgestellt, so dass mir erst relativ spät beispielsweise klar wurde, dass die Kommissare sich auch privat sehr nahe sind.

Ich finde es ja immer ganz nett, wenn die Figuren in einem Krimi/Thriller ein Privatleben haben - eine Sexszene ist ja heute (vor allem in den Amerikanischen Büchern) keine Seltenheit mehr. Aber in diesem Buch gerät der eigentliche Mord schon fast in den Hintergrund - und die Probleme sind banal - etwa dass Söhnchen Finn ausgerechnet am Tag der Taufe morgens sein Taufkleid vollpinkelt und dass Meier bei den Ermittlungen nicht nur einen Hexenschuss, sondern auch ein Baby im Gepäck hat. Aber so ist das eben in der Schweizer Provinz, aus der Zita Schnyder unbedingt so schnell wie möglich fliehen will.

Ein kleines bisschen erinnert mich das Ganze an die Fälle in Fjällbacka von Camilla Läckberg, wo auch sich die Lebensgefährtin/Krimiautorin immer in die Fälle des Polizistengatten einmischt - nur hat Frau Läckberg da die sicherlich etwas bessere Mischung aus Fall und Privatleben gefunden - zwar ist da auch Kommissar Patrick mal auf einem Kindergeburtstag, aber da bleibt es eben auch ein Krimi und driftet nicht in ein Familiendrama ab.

Die Idee an sich ist gut, Teile sind auch sehr spannend und sehr atmosphärisch geschrieben, für meine Begriffe ist da aber noch sehr viel Luft nach oben.

Von mir gibt es leider nur eine Durchschnittswertung mit 3 Sternen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 25. Mai 2016

{Roman - England - Schicksal} Über die Zeit hinweg vereint

Hallo Leute!

Manchmal wird man auch ganz einfach durch ein cooles Cover auf ein Buch aufmerksam, das so gar nicht in die üblichen Genre reinzupassen scheint. So ging es mit mit dem Buch einer jungen Engländerin...

Black Rabbit Hall
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Daten
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Autorin: Eve Chase
Verlag: blanvalet
ISBN: 3764505605
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 416 Seiten


Inhalt
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Lorna ist so glücklich. Denn auch wenn nicht alles zu 100% passt, weiß sie auf jeden Fall, dass sie ihre Hochzeit auf dem englischen Landsitz Black Rabbit Hall feiern will. Das Haus in Cornwall ist zwar leicht verfallen, aber Lorna ist sofort verliebt und will alles über die Geschichte des Anwesens wissen und sogar auf Black Rabbit Hall bleiben.

Bei ihren Recherchen stößt sie auf die Familie Alton, denen das Haus bis ins Jahr 1968 gehörte. Glückliche Sommer verbrachte Amber mit ihrer Familie auf dem Landsitz. Doch ein schwerer Schicksalsschlag verändert das Leben von Amber völlig. Von nun an sind Amber und ihre 3 Geschwister mehr denn je aufeinander angewiesen.

Dabei entstehen zwei Zeitebenen, die parallel erzählt werden - in einer Ebene (1968) ist Amber die Hauptperson, in der Gegenwart ist es Lorna.

Fazit
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Lorna und ihr Verlobter Jon dringen immer tiefer in die Geschichte des Hauses und deren ehemaligen Besitzer ein - die Grundidee ist schonmal ganz spannend - aber der Stil war irgendwie dann doch nicht so ganz meins.

Natürlich findet man schnell Sympathien zu dem jungen Paar, das auf die dramatischen Ereignisse trifft. Doch irgendwie habe ich dann doch immer die klischeehaften Bilder aus einem Rosamunde Pilcher Film vor mir, die meine Mutter früher immer so geliebt hat (meist waren wir beide nach dem Vorspann eingeschlafen und mein Papa schaltete auf Fussball).

Der Stil ist für mich ein bisschen überladen und dadurch ist man nur wenig gepackt - Längen entstehen, die das Buch einfach in seiner Spannung schmälern. Leider wird es erst etwa ab der Hälfte ein bisschen spannend, natürlich erfährt das auch eine Steigerung, aber erstmal muss man sich eben quälen. Da ist wirklich Geduld gefragt - am Ende geht es dann wirklich Schlag auf Schlag.

Das Buch ist definitiv nicht meins, sicherlich ein Fall von Geschmackssache - man sollte sich eben nicht vom Einband zu sehr fesseln lassen.

In diesem Sinne

Eure Anke