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Freitag, 16. Dezember 2016

{Bahn - Gebrauchsanweisung} Endlich verrät einer, wie es geht...


Hallo Leute!


Die Deutsche Bahn - darüber hat wohl fast jeder seine Geschichten zu erzählen. Die einen lieben es, die anderen fahren nur noch Auto, weil sie einmal von Frankfurt nach Hamburg mit dem Regionalzug mit einer Schulklasse unterwegs waren. 

Mark Spörrle hat sie entwickelt - die ultimative Gebrauchsanweisung für die Deutsche Bahn.


Gebrauchsanweisung für die Deutsche Bahn



Daten

Autor: Mark Spörrle
Verlag: Piper
ISBN: 3492276873
Preis: 15€
Taschenbuch, 224 Seiten

Inhalt

Zug fällt aus? Für das Fahren mit der Bahn braucht man starke Nerven - oder eben Humor. Umsteigen auf den Schienenersatzverkehr? Das passiert... Eine Schulklasse steigt zu, nachdem sie vorher beim Dönerladen zum Einkaufen waren? Kommt vor...

Mark Spörrle erzählt, wie man sich das Bahnfahren angenehm machen kann. Wie bekommt man die günstigste Fahrkarte, wie bucht man online? Was ist eine Zugpreisbindung und warum gibt es sie?

Er erzählt davon, welche Typen von Reisenden zur Schicksalsgemeinschaft werden und wie man notorisch laute Dauertelefonierer loswerden kann - er wirkt aber auch als Aufklärer: WLAN im Zug? Manchmal klappts, aber eigentlich ist es eben Glückssache. Er berichtet über Fahrten mit dem Nachtreisezug und erzählt, ab wann sich die Bahncard 100 wirklich lohnt.

Fazit

Bahnfahren - entweder man liebt es oder man hasst es. Mark Spörrle liebt es. Kleinere Verspätungen oder ausgefallene Klimaanlagen nimmt er mit Humor. Das Buch ist ein humorvoller Ratgeber für alle Zugfans und Zughasser.

Ich bin selbst leidenschaftlicher Bahnfahrer. Ich kann allerdings auch aus eigener Erfahrung sagen, dass das in Österreich meistens etwas besser funktioniert als in Deutschland. Trotzdem kann ich sagen, ich bin in Deutschland sogar mal 1/2 Jahr gependelt mit der Bahn und ich habe sie gemocht, die 3/4 Stunde am Morgen, die ich immer noch weiterpennen konnte. 

Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne. Ein Buch zum Schmökern für die nächste lange Zugfahrt...

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 29. Oktober 2016

{Reisen} Chellas...


Hallo Leute!


Was haben wir zuletzt geschimpft auf die Griechen - das "Armenhaus" Europas, viel Geld musste nach Griechenland gehen, um das Land in der Eurozone zu halten. Trotzdem verbinden viele mit Griechenland auch eine intensive Liebe, erwachsen in vielen Urlauben dort. Auch ich habe 2012 einen Roadtrip über die Peloponnes gemacht und Land und Leute dabei sehr zu Lieben gelernt.

Gebrauchsanweisung für Griechenland



Daten

Autor: Martin Pristl
Verlag: piper
ISBN: 3492275931
Preis: 14,99€
Taschenbuch, 208 Seiten

Inhalt

Das Buch handelt von des Autoren großen Liebe. In seiner Gebrauchsanweisung für Griechenland geht es - wie soll es auch anders sein - um das Land der vielen Inseln, um eins der liebsten Urlaubsländer der Deutschen, um ein Land, das die Antike maßgeblich mitgestaltet hat - kurz, es geht natürlich um Griechenland.

Aber der Autor erzählt uns weit mehr als das, was wir als Tourist kennenlernen. Er erzählt uns von der Spezies des Kaffee schlürfenden Griechen, der irgendwo zwischen alten, griechischen Ruinen seine Landwirtschaft betreibt, dafür die geringsten Steuern zahlt und die höchsten EU Zuschüsse kassiert.

So lernt man den Griechen näher kennen und verstehen - "Nein" heißt da auch häufiger mal "Ja" und "Morgen" heißt "Nie". Der Grieche - und damit auch jeder, der mit ihm zusammenlebt - ist ein Meister der Improvisation. Dennoch schlägt er sich geschickt durch das Leben.


Fazit

Ich habe nun schon zahlreiche "Gebrauchsanweisungen" gelesen. Die Bücher der Reihe haben alle ganz unterschiedliche Qualitäten. Dieses zeigt vor allem zwei Dinge - Liebe zum Land und ganz viel Humor und Sarkasmus. Sympathisch und lustig geht Martin Pristl mit vielen der gängigen Vorurteile über Griechenland ins Gericht und zeigt dabei, dass am Ende dann doch vieles wahr ist.

Trotzdem gelingt es Prestl, den Griechen nicht als Faul und der EU unwürdig darstehen zu lassen. Die humorvolle Darstellung weckt Sympathie für die Lebensart der Griechen, für die Freundschaften und die Feindschaften.

Das Buch liest sich sehr flüssig und (nachdem ich auf meinem Roadtrip selbst einige Griechen kennengelernt habe) habe ich vieles in seinen Darstellungen wiederentdeckt und kam aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 16. August 2016

{Sachbuch - Reisen - Gebrauchsanweisung} 7 Jahre in Tibet (oder so)

Hallo Leute!

Für mich wäre ja Tibet mal ein Ziel - aber der Besuch ist natürlich schwierig, hat doch China die totale Zugangskontrolle. Aber immerhin kann man ja auch literarisch ein bisschen reisen. Eine meiner liebsten Reihen dazu ist ja die "Gebrauchsanweisung" aus dem Piper Verlag.


Gebrauchsanweisung für Tibet
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Daten
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Autor: Uli Franz
Verlag: Piper
ISBN: 3492275613
Preis: 12,99€
Taschenbuch: 208 Seiten


Inhalt
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Tibet, mysteriöses Land im Himalaya - Uli Franz nimmt uns mit auf eine Reise in das Land des Buddhismus und des Dalai Lama.

Doch ein Besuch ist gar nicht so leicht - so erfährt man etwa, dass China nur Visa für Gruppenreisen ausstellt und dass eine Einreise über Nepal wesentlich einfacher ist als über China. Und ganz wichtig - wenn man China besucht, sollte man bei der Visabeantragung nicht erwähnen, dass man auch Nepal besuchen möchte.

Wem das nicht kompliziert genug ist, auf den kommt in Nepal die Höhenkrankheit zu, denn die niedrigen Lagen von Nepal liegen schon weit über 4000 Metern Höhe. Und dazu kommt die komplexe Hochkultur, die wir Europäer ja nur stören (zumindest hat man den Eindruck).

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit der komplizierten und traurigen Geschichte des Landes, dem Leben der Tibetaner und der traurigen Geschichte der Chinesischen Besetzung. Denn die Chinesen bestimmen bis heute über alle Dinge des Landes, das religiöse Oberhaupt, der Dalai Lama muss im Exil leben.


Fazit
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Hmmm, irgendwie würde das Fazit von Uli Franz wohl lauten: Touristen haben in Tibet nix zu suchen. Zu wenig Sauerstoff und zu schwierig ist es, an ein Visum zu kommen. Die Höhenkrankheit bekommt eh jeder Tourist. Also Leute, bleibt weg. Das finde ich bei so einem Buch irgendwie ein bisschen schade, denn das motiviert nicht wirklich für die Reise. Natürlich darf man nicht alles schönreden, aber was Franz hier macht, ist leider eben schon ein bisschen zu viel des Guten (oder Schlechten). Natürlich fahren viele nach Tibet und stellen sich die "7Jahre in Tibet Romantik" vor, warten darauf, dass Brad Pitt um die Ecke kommt - aber auch im Film wird ja am Ende die Dramatik des Landes angedeutet.

Viele kommen nach Tibet fürs Wandern. Aber anscheinend ist sich keiner bewusst, was die Höhe bedeutet und Ich hatte zum Beispiel am Titicacasee (nur wenig niedriger) auch keine Höhenprobleme. Man muss eben wissen, dass der Körper in der Höhe weniger leistungsfähig ist, als am Boden. Doch Franz deutet an, dass grundsätzlich jeder Europäer in Tibet erstmal umkippt.

Im zweiten Teil wird eben die Geschichte von Tibet grob zusammengefasst. Die ist allerdings eher schwierig lesbar, unübersichtlich geschrieben - ohne Wikipedia hätte ich vieles nicht verstanden.

Leider macht das Buch kaum Lust auf eine Reise nach Tibet - wir stören da ja nur und machen alles falsch. Na, aber vielleicht probiere ich es trotzdem irgendwann mal...

Von mir gibt es eine eher schlechte Wertung - das Buch konnte mich kaum begeistern und ist mit Sicherheit das bisher schlechteste aus der Reihe.

In diesem Sinne

Eure Anke