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Dienstag, 19. Juli 2016

{Roman - Mütter - London} Eine Mama in London mit Heimweh

Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder ein spannendes Buch vorstellen - Lucie Marshall blogt über ihr Leben als Mama - und das hat nach "Auf Highheels in den Kreisaal" nun schon zum zweiten Roman geführt...

Mama, I need to kotz!
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Daten
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Autorin: Lucie Marshall
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442175488
Preis: 8,99€
Taschenbuch, 256 Seiten


Inhalt
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Als Zugezogener hat man es nicht leicht - davon kann ich ja auch ein Liedchen singen. Lucie ist eine junge Mama. Doch sie ist viel allein, weil ihr Mann beruflich häufig in London zu tun hat. Doch eines Tages kommt er auf sie zu und fragt, ob sie nicht für 10 Monate mit nach London gehen möchte. Und natürlich muss ihr 4 Jähriger Sohn mitkommen.

Da ist Chaos vorprogrammiert - wie findet man die richtige Vorschule und wie anders ist das Leben dort auf der verrückten Insel. Der Sohn ist schon schulpflichtig und irgendwie scheint keiner so recht mit seinem Wachstum und seiner Entwicklung zufrieden.

Über die Vorschule und den Playground lernt Lucie natürlich auch die eine oder andere Mutter und deren ganz speziellen Erziehungsstil kennen und findet ihn sehr irritierend. Ein unangenehmer Konkurrenzkampf zwischen den Müttern bricht aus - und Lucie will nur noch eins - ganz schnell nach Hause.

Fazit
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Isch weiß ja nisch... Also, ich hatte mir unter "Mama, I need to kotz" eigentlich was eher humorvolles vorgestellt. Das war es am Ende aber leider nur an sehr wenigen Stellen. Irgendwie hat das Ganze eher vor lauter Heimweh getrieft. Nun, ich kenne das ja selbst, wenn man in ein anderes Land zieht - zwar nicht als Mama, aber trotzdem irgendwie vergleichbar - und ich kenne auch viele Deutsche, die quasi in Selbstmitleid ertrunken sind. Am Anfang waren wir immer bei einem Piefkestammtisch und ich fand das da unerträglich, weil nur darüber diskutiert wurde, wer wo was wie und warum in Österreich fehlt und warum das Land am Fehlen des McRib auf der McDonalds Speisekarte noch nicht zu Grunde gegangen ist.

Daher kann ich das eine oder andere Problem durchaus nachvollziehen, etwa dass meine (noch nicht existenten) Kinder mal einen Wiener Akzent bekommen (bei dem Gedanken muas I speiben), aber Himmel, damit muss ich mit Humor umgehen - und das habe ich auch von Lucie Marshall erwartet, aber das ging eben leider etwas nach hinten los. Zwar ist vieles wohl witzig gemeint - doch der Witz geht ein wenig unter.

Dennoch ist das Buch für mich ein interessanter Einblick in das Leben in London - von mir gibt es trotzdem nur durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 13. Juli 2016

{Hörbuch, England, Humor} Exit vom Brexit

Hallo Leute!

Dank des "Brexit" Votums ist England ja mal wieder in aller Munde. Bill Bryson ist einer der bekanntesten englischsprachigen Autoren. Der Amerikaner machte die Insel vor rund 20 Jahren zu seiner Wahlheimat und stellt sie uns mit diesem Buch vor.

Ich entschied mich diesmal für das Hörbuch, schließlich standen die beiden Japanflüge und damit 22 Stunden im Flugzeug an.

It's teatime, my dear!
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Daten
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Autor: Bill Bryson
Verlag: derHörverlag
ISBN: 3844521224
Preis: 17,99€
MP3-CD, 10 Stunden 18 Minuten
gelesen von Oliver Rohrbeck


Inhalt
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Der Amerikaner Bill Bryson ist ein echter Kenner Großbritaniens. Mit 22 kam er das erste mal mit dem Rucksack - danach lebte er sogar mehr als 20 Jahre auf der Insel, bevor er 1996 zurück in seine Heimat. Bekannt wurde er zum einen mit populärwissenschaftlicher Literatur (Eine kurze Geschichte von fast allem), aber auch seine Reiseliteratur steht weit oben auf den Bestsellerlisten.

"It's teatime, my dear" ist nach "Reif für die Insel" das zweite Buch, das er über seine Wahlheimat schreibt.

Denn nicht nur als Europäer hat man so seine Vorurteile über die Menschen von der Insel (das sind ja jetzt offiziell selbst keine Europäer mehr). Auch die Amerikaner haben am Anfang so ihre Schwierigkeiten.

Mit seinem Buch nimmt Bill Bryson uns mit auf eine Reise in die englische Seele - in die englische Provinz, in den Pub - fast spürt man die Baked Beans auf der Zunge und sieht Herzogin Kate freundlich winken. Man erlebt die eigentlich doch ganz liebenswürdigen Schrullen der Engländer - außergewöhnliche Traditionen und Menschen.


Lesung
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Wow - Ben Stiller liest ein Hörbuch. Na, ja so ähnlich. Denn Oliver Rohrbeck ist die Synchronstimme des Hollywoodstars. Und ich muss sagen, dass ich die Stimme ja schon bei den Filmen richtig witzig finde. Und hier macht sie auch den ganz besonderen Witz bei dieser ganz speziellen Englandreise aus. Einfach großartig. Ich bin auf den 11 Stunden Flug von Wien nach Tokio nur einmal eingenickt...


Fazit
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Auch ich war schonmal in England. Gut, ehrlicherweise ist das nun schon 15 Jahre her (aber jetzt soll der Urlaub dort ja demnächst noch günstiger werden, also könnte man ja mal wieder). Ich habe damals für 2 Wochen beim Schüleraustausch in einer Familie gelebt und daher England zumindest ein bisschen anders kennengelernt wie der Londontourist, der eigentlich nur die Queen sehen will - und von diesem Buch war ich absolut begeistert.

Bryson spielt überzeugend mit den gängigen Vorurteilen - von der englischen Küche bis hin zum englischen Nebel ist alles vertreten. Und dabei hat er einen erfrischend komischen Schreibstil - beim Hören musste ich manchmal das Lachen unterdrücken, denn meine beiden Nachbarn im Flugzeug haben ja geschlafen.

Dabei wird er aber niemals beleidigend, wie man es von so vielen "Vorurteile" Büchern kennt. Schließlich hat er ja nicht ganz ohne Grund 20 Jahre dort gelebt - denn eigentlich sind sie schon ganz ulkig, die Inselmänner - fast will man sie behalten (keine politische Aussage - aber vielleicht sollte man ihnen doch noch ne Chance geben?).

Von mir gibt es für dieses sehr amüsante Hörbuch klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 7. Juli 2016

{Thriller - England} Thorne (11)

Hallo Leute!

Kennt ihr das? Manchmal seht ihr ein Buch, das für euch sehr spannend ausschaut, nehmt es mit und stellt fest, dass die bisher 10 vorherigen Folgen vollends an euch vorübergegangen sind? So ging es mir mit diesem Buch.

Zeit zum Sterben
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Daten
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Autor: Mark Billingham
Verlag: Heyne
ISBN: 3453419510
Preis: 12,99€
Broschiert, 560 Seiten


Inhalt
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Seine Ermittlungen führen Tom Thorne diesmal in einen sehr einsamen Teil Englands. Eigentlich waren er und Helen auf dem Weg in den Urlaub. Doch dann passiert in Helens Heimat ein schlimmes Verbrechen.

Hier sind 2 Schülerinnen verschwunden. Schnell gerät der Familienvater Stephen Bates in Verdacht und gerät in eine wahre Hetzkampagne - die Beweise scheinen erdrückend, doch die beiden Mädchen bleiben verschwunden.

Entgegen aller Befehle widersetzt sich Tom den Befehlen und beginnt damit, in der Dorfgemeinschaft zu ermitteln.

Einzig Thorne hat seine Zweifel an der Schuld. Und das scheint sich zu bewahrheiten, als eine verweste Leiche auftaucht. Doch das andere der beiden Mädchen bleibt weiterhin verschwunden.


Fazit
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Nun, es ist ja immer etwas schwierig, in eine Serie einzusteigen, die schon etwas weiter fortgeschritten ist. Und davon kann man ja beim 11. Teil einer Ermittlerserie durchaus sprechen. Dennoch ist es mir sehr gut gelungen, mich in die Charaktäre einzufinden - auch wenn sie eben nicht "neu" sind. Natürlich gibt es ein paar Rückbezüge auf die Vergangenheit, die aber kein größeres Problem darstellen.

Die Geschichte an sich lebt von vielen Punkten:

Da wäre natürlich die Hetzjagd auf Stephen Bates. Man kann sich dabei irgendwie so richtig in die Rolle des Unschuldigen hineinfühlen, der selbst schon an seiner Unschuld zu Zweifeln beginnt und von der Dorfgemeinschaft brutal gehasst wird. Auf der anderen Seite kann man irgendwie auch den Hass der Dorfgemeinschaft nachvollziehen, schließlich sind zwei Kinder aus ihrer Mitte vermisst - eins wird irgendwann gefunden, das andere bleibt vermisst - und Bates will nicht damit rausrücken, wo er sie versteckt hat.

Dann wäre da der schier unglaublich sympathische Ermittler, der sich gerne mal über diverse Regeln hinwegsetzt, um seiner Liebsten zu helfen und wieder Ruhe in ihr Heimatdorf zu bringen. Dabei ist Helen manchmal fast schon ein bisschen gemein zu ihm.

Alles in allem ist "Zeit zum Sterben" ein gelungener Thriller - ich hätte gerne die vorherigen Teile schon gelesen - aber es geht auch ohne.

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 25. Mai 2016

{Roman - England - Schicksal} Über die Zeit hinweg vereint

Hallo Leute!

Manchmal wird man auch ganz einfach durch ein cooles Cover auf ein Buch aufmerksam, das so gar nicht in die üblichen Genre reinzupassen scheint. So ging es mit mit dem Buch einer jungen Engländerin...

Black Rabbit Hall
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Daten
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Autorin: Eve Chase
Verlag: blanvalet
ISBN: 3764505605
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 416 Seiten


Inhalt
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Lorna ist so glücklich. Denn auch wenn nicht alles zu 100% passt, weiß sie auf jeden Fall, dass sie ihre Hochzeit auf dem englischen Landsitz Black Rabbit Hall feiern will. Das Haus in Cornwall ist zwar leicht verfallen, aber Lorna ist sofort verliebt und will alles über die Geschichte des Anwesens wissen und sogar auf Black Rabbit Hall bleiben.

Bei ihren Recherchen stößt sie auf die Familie Alton, denen das Haus bis ins Jahr 1968 gehörte. Glückliche Sommer verbrachte Amber mit ihrer Familie auf dem Landsitz. Doch ein schwerer Schicksalsschlag verändert das Leben von Amber völlig. Von nun an sind Amber und ihre 3 Geschwister mehr denn je aufeinander angewiesen.

Dabei entstehen zwei Zeitebenen, die parallel erzählt werden - in einer Ebene (1968) ist Amber die Hauptperson, in der Gegenwart ist es Lorna.

Fazit
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Lorna und ihr Verlobter Jon dringen immer tiefer in die Geschichte des Hauses und deren ehemaligen Besitzer ein - die Grundidee ist schonmal ganz spannend - aber der Stil war irgendwie dann doch nicht so ganz meins.

Natürlich findet man schnell Sympathien zu dem jungen Paar, das auf die dramatischen Ereignisse trifft. Doch irgendwie habe ich dann doch immer die klischeehaften Bilder aus einem Rosamunde Pilcher Film vor mir, die meine Mutter früher immer so geliebt hat (meist waren wir beide nach dem Vorspann eingeschlafen und mein Papa schaltete auf Fussball).

Der Stil ist für mich ein bisschen überladen und dadurch ist man nur wenig gepackt - Längen entstehen, die das Buch einfach in seiner Spannung schmälern. Leider wird es erst etwa ab der Hälfte ein bisschen spannend, natürlich erfährt das auch eine Steigerung, aber erstmal muss man sich eben quälen. Da ist wirklich Geduld gefragt - am Ende geht es dann wirklich Schlag auf Schlag.

Das Buch ist definitiv nicht meins, sicherlich ein Fall von Geschmackssache - man sollte sich eben nicht vom Einband zu sehr fesseln lassen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 5. Mai 2016

{Krimi - England} Das Geheimnis der Hattonfields

Hallo Leute!

Für den kommenden Sommer habe ich mich mal wieder auf die Suche nach einem richtig guten Krimi gemacht. Häufig sind diese modernen Krimis eng mit einer bestimmten Landschaft verknüpft. Und diesmal geht meine Reise nach Cornwall.

Am Ende des Schmerzes

Daten

Autorin: Iris Grädler
Verlag: Dumont
ISBN: 3832163360
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 400 Seiten

Inhalt

Der Sommer liegt heiß über der rauhen Landschaft von Cornwall. DI Collin Brown wird zu einem außergewöhnlichen Unfall gerufen. Ein Lastwagen ist in ein Nebengebäude eines Gutshauses gerast und hat dieses stark zerstört. Dabei hat man die skelettierte Leiche eines Säuglings im Haus gefunden, das schon seit Jahrzehnten unbewohnt ist. Da davon ausgegangen werden muss, dass der Säugling vor mehr als 20 Jahren eines unnatürlichen Todes gestorben ist, wird Brown als Repräsentant der Mordkommission hinzugerufen.

Ein schwerer Fall, da die Hattonfields, die ehemaligen Besitzer des Gutshauses Woodland, inzwischen schon lange nicht mehr in Cornwall leben. Denn Browns erste Spur führt ihn zum Dorfklatsch, das schon damals besagte, dass die Mutter das Kind aus einer unehelichen Affäre eigenhändig tötete.

Gleichzeitig muss Brown seine Frau erneut sitzenlassen. Sie muss mit den Kindern nicht nur alleine Geburtstag feiern, sondern auch alleine in den Urlaub fahren. Doch die Arbeit geht dem Inspektor vor, was ihn allerdings schwer belastet.

Brown begibt sich bei dem Fall immer tiefer in die Familiengeschichte der ehemaligen Gutsbesitzer, wo er den Schlüssel zum toten Baby vermutet. Und dabei gerät dabei immer mehr in Lebensgefahr.

Fazit

Die Geschichte beginnt eigentlich ganz harmlos mit einem übermüdeten LKW-Fahrer, der eigentlich "nur" einen schweren Unfall hatte. Dabei fällt ein Haus zusammen und dabei wird die längst vergessen geglaubte Leiche eines Babys mit zertrümmertem Schädel zum Vorschein. Stimmt der Dorfklatsch etwa doch, nachdem in Woodlands vor 20 Jahren grausame Dinge passierten.

Und schon beginnt eine rauhe Geschichte - der DI muss seine Familie im Stich lassen, um umso tiefer in die Familiengeschichte der Hattonfields einzudringen. Dabei riskiert er nicht nur den Frieden seiner eigenen Familie, sondern auch sein Leben, das schnell in Gefahr gerät.

Es ist ein schöner Thriller, der seine Gänsehautelemente hat und der vor allem ein ordentliches Tempo hat - ideale Spannungsliteratur für den kommenden Sommer.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 25. April 2016

{Thriller - Serienkiller - England} Er nimmt ihnen die Seele

Hallo Leute!

Ein guter Thriller ist ja was tolles - er vermag einen zu faszinieren und zu fesseln...

Broken Dolls - er tötet ihre Seelen
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Daten
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Autor: James Carol
Verlag: dtv
ISBN: 342321550X
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 384 Seiten


Inhalt
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Jefferson Winter hat beim FBI gekündigt. Dort ist er als Profiler hingegangen, weil sein eigener Vater ein Serienkiller war - festgenommen als Jefferson 11 war, Todesstrafe erst kürzlich vollstreckt. Beim FBI konnte er nicht bleiben, schließlich sucht er gerne unkonventionell. Deshalb reist er jetzt als unabhängiger Profiler um die Welt.

Gerade wurde er nach London gerufen. Dort geht ein Irrer um, der allerdings seine Opfer nicht tötet. im Durchschnitt hält er sie 3 Monate in einem dunklen Keller gefangen, bis er sie zerbricht, indem er eine Lobotomie an ihnen durchführt - die Frauen sind von nun an nicht mehr sie selbst, können nicht kommunizieren, sie starren nur ins Leere.

Und nun wurde Rachel entführt und Winter wurde von Scotland Yard hinzugezogen um ihr das Schicksal zu ersparen. Er beginnt, gemeinsam mit den beiden Ermittlern von Scotland Yard DI Hatcherson und der Polizistin Sophie Templeton.

Die drei wirbeln gehörigen Staub auf, indem sie dem unkonventionellen Winter folgen. Ihre Ermittlungen scheinen jedoch ins Stocken zu geraten. Beispielsweise folgen sie der Theorie, dass sie einen Keil zwischen die beiden Täter treiben, indem sie behaupten, ihr vorheriges Opfer Sarah Flight sei an den Folgen der Lobotomie verstorben. Das kommt heraus, Hatcherson wird vom Fall abgezogen. Doch das Trio macht weiter und kommen dem Täter immer näher - bis Templeton plötzlich verschwindet.

Erzählt wird das Ganze aus wechselnden Perspektiven - einmal erzählt Winter in der Ich-Perspektive und zum Anderen wird die Geschichte von Rachel erzählt, die natürlich erstmal sämtliche Theorien von Winter bestätigen. Die zahllosen Kapitel mit den wechselnden Perspektiven ermöglichen ein hohes Tempo.


Fazit
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Ein eigentlich ziemlich cooler Thriller, der mich wirklich gut unterhalten hat. Allerdings war Jefferson Winter für mich vielleicht ein kleines bisschen zu viel - schließlich weiß er immer alles und kann alles ganz genau voraussagen, ohne dass man als Leser genau nachvollziehen kann, wie genau er jetzt darauf kommt. Okay, die Situation, dass er mit einem Serienkiller im Haus aufgewachsen ist, ist speziell, aber trotzdem muss man der Handlung doch noch folgen können. So bekommt er etwa zwischendurch eine Email mit einem Hilfegesuch aus den USA, den Fall löst er nebenbei (der Mörder ist der Stiefvater). Er scheint die letzte Rettung zu sein in ALLEN schwierigen Fällen auf der ganzen Welt.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 24. März 2016

{Thriller - England} Hört mich denn keiner?

Hallo Leute!

Manchmal spricht einen schon das Cover eines Buches an. Und genau so ging es mir mit dem schick glänzenden Cover von Locked in. Die Autorin sagte mir erstmal gar nix, aber das muss ja nix heißen - Hauptsache ein guter Thriller. Und der war für mich wirklich mal wieder nötig...

Locked in
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Daten
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Autorin: Holly Seddon
Verlag: Heyne
ISBN: 3453419227
Preis: 12,99€
Broschiert, 432 Seiten



Inhalt
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Amy ist zwar schon gut 30 Jahre alt, doch die Hälfte ihres Lebens verbrachte sie im Krankenhausbett einer Wachkomastation. Dort findet sie Alex, eine gleichaltrige Journalistin, die einen Artikel über die Wachkomapatienten schreibt, auch darüber, wieviel sie von der Außenwelt mitbekommen und welche Therapiechancen es gibt.

Amys Schicksal nimmt Alex besonders mit, schließlich kann sie sich noch sehr gut an die Geschichte erinnern. Denn mit 15 Jahren wurde Amy entführt und brutal misshandelt in einem Waldstück liegengelassen. Nur ein Jahr später beging ihre Mutter Selbstmord.

Amy scheint also niemanden mehr zu haben, denn auch ihr Stiefvater zog aus dem Ort weg um Abstand zu gewinnen. Besucht wird sie nur von einem jungen Mann namens Jacob, der auf den ersten Blick als Freiwilliger alle Patienten der Station besucht, doch auf den zweiten Blick ist es dann doch Amy, die ihn besonders interessiert. Schließlich ist sie seine Jugendliebe.

Und so begeben sich Alex und Jacob gemeinsam auf die Suche nach Amys Peiniger, 15 Jahre nach dem Verbrechen. Beide kämpfen allerdings abgesehen davon noch mit größeren Problemen - Alex ist schwere Alkoholikerin und Jacob wird bald Vater, doch seine Frau Fiona vertraut ihm nicht und setzt ihn daher vor die Tür.

Schnell kommen Jacob und Alex dem Täter näher...


Fazit
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Ein toller Thriller, der zwar nicht gerade durch eine hohe Geschwindigkeit im Plot glänzt, sich dafür zum Höhepunkt hin immer mehr zuspitzt. Man spürt förmlich, wie sich die Spannung aufbaut und die Gänsehaut langsam und gemächlich immer ausgeprägter wird, bis sich die Spannung dann ins unermessliche steigert.

Auch der Schreibstil gefällt mir sehr. Im wesentlichen wird abwechselnd aus der Sicht von Amy (Ich-Perspektive), Jacob und Alex (jeweils Außenperspektive) erzählt. Bewegend ist dabei vor allem Amys Sicht aus dem Wachkoma, sie denkt, sie sei in einem Traum und ist im Alter von 15 hängengeblieben. Trotzdem bekommt sie fast alles mit, was um sie herum so geschieht.

Der Thriller lebt von seinen sehr komplexen Charaktären - bei Alex, die sich selbst auf Entzug setzt, will man förmlich schreien, wenn sie wieder am Wein scheitert. Und mit Jacob baut man immer stärkere Sympathien auf, gerade weil Fiona so ein Drachen ist, die sogar seine Kontoauszüge kontrolliert usw. Und dabei dachte ich gelegentlich sogar, dass die Sympathie ein bisschen zu groß ist...

Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne - mehr davon bitte.

In diesem Sinne

Eure Anke



Freitag, 11. März 2016

{Thriller - England - Robotham} Stalking deluxe

Hallo Leute!

Michael Robotham gehört zu meinen absoluten Lieblings-Thrillerautoren. Häufig hat man es ja, dass Figuren aus einer Thrillerreihe irgendwann an Kraft verlieren, doch der Psychologe Dr. Joe O'Loughlin und der pensionierte Kommissar Vincent Ruiz funktionieren noch immer, immerhin im 9. Band (inzwischen ist der 10. Band erschinen).


Erlöse mich
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Daten
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Autor: Michael Robotham
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442483514
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 480 Seiten


Inhalt
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Marnie hat es schwer. Ihre zwei Kinder Zoe und Elijah sind oft alleine, denn ihr Mann Daniel, ein Journalist, ist seit etwas mehr als einem Jahr verschwunden. In ihrer Verzweiflung beginnt sie, ihren Körper zu verkaufen und als Escort-Dame zu arbeiten.

Mit Joe verbindet sie eine Freundschaft, seit sie ihm geholfen hat, eine Wohnung zu finden. Doch sie ist auch seine Patientin. Schließlich fühlt sie sich ständig beobachtet. Und sie tut ihm leid, schließlich muss sie sich alleine durchschlagen. Und dann wird sie auch noch Mordverdächtig, als erst ihr Sicherheitsmensch (der sie als Escortdame übel verprügelt hat) und dann ihr Zuhälter ermordet wird.

Und sie findet im Nachlass ihres Mannes ein Buch, dass er ihr zum Geburtstag schenken wollte. Er hat Menschen aus Marnies Vergangenheit interviewt. Und dabei kommen Dinge zu Tage, die man der schüchternen Marnie gar nicht zugetraut hat. Ein Ex macht sie etwa dafür verantwortlich, dass er wegen Drogenschmuggels in den Knast musste. Und je tiefer Joe und Vincent bohren, umso mehr Geschichten kommen ans Tageslicht, die Marnie sich nicht erklären kann. Die schüchterne junge Mutter scheint ein zweites Gesicht zu haben.

Und dann ist sie plötzlich verschwunden - entführt von einem Mann, der sie einfach nur beschützen will, seit die über 30jährige mit 12 vom Pferd gefallen ist.


Fazit
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Besessenheit ist hier wirklich auf die Spitze getrieben, ein Stalker, der sich mehr als 15 Jahre im Verborgenen halten kann. Und dabei zweifelt man bis zur Enttarnung des Stalkers eigentlich an Marnies Verstand, schließlich kommt heraus, dass sie als Kind an einer gespaltenen Persönlichkeit gelitten hat.

Ich muss ja sagen, dass ich gerade bei solchen "Besessenheits-" und "Stalker-" Geschichten immer eine ganz dicke Gänsehaut bekomme - wenn sowas im Krimi vorkommt, Männer, die bei Frauen in Wohnungen eindringen, da kann ich irgendwie nicht mehr hingucken - mit Blut und abgerissenen Körperteilen dagegen hatte ich noch nie ein Problem. Und diese Geschichte hat wohl etwas mit Stalking zu tun in einem Ausmaße, wie es es noch nie zuvor in einem Thriller gegeben hat.

Für mich hat die Geschichte alles, was ein Thriller wirklich braucht - Gänsehaut wird hier wirklich ins extremste gesteigert und man zweifelt doch ausgiebig an den einzelnen Charaktären - wer ist hier wirklich der Psychopath? Man weiß es bis am Ende nicht.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke