Hallo Leute!
Momentan haben die Krimis ja wieder Hochsaison, die einen ein bisschen in Urlaubsstimmung bringen sollen - kein Wunder, seit letzte Woche stehen ja schon die Lebkuchen in den Regalen. Nun wurde ich bei meiner Recherche auf einen Krimi aufmerksam, bei dem mir sofort der Handlungsort ins Auge sprang - Banyuls sur mer. In dem kleinen, beschaulichen Ort habe ich nämlich während des Studiums mal ein längeres Praktikum gemacht, am dortigen Ozeangrafischen Institut.
Der Krimi musste gelesen werden.
Tödlicher Tramontane
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Daten
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Autor: Yann Sola
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3462048686
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 352 Seiten
Inhalt
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Banyuls ist ein kleines Dörfchen, das sich an der Mittelmeerküste versteckt zwischen dem Meer und den Ausläufern der Pyrenäen. Die Einwohner dort fühlen sich nicht wirklich als Franzosen, sie sind Katalanen, eigensinnig und außergewöhnlich. All das trifft auch auf den Gastronomen Perez zu, der ein leidenschaftlicher Banyulenc ist, aber gerne auch mal das Gesetz anders auslegt, bestimmte Spezialitäten liefert der Feinkosthändler auch mal unter der Hand und vieles führt er auch über die grüne Grenze aus Spanien ein.
Aber Perez ist auch ein kleiner Hobbydetektiv. Denn der Polizei traut er nicht. Genauso wenig traut seine außergewöhnliche, deutsche Freundin Marianne der Polizei. Sie handelt lieber selbst, als sie erfährt, dass der Hafen in der wunderschönen Bucht von Banyuls erweitert und die Ruhe im Ort zerstört werden soll. Und in der Bucht ist ein riesiges Naturreservat.
Am nächsten Tag bricht eine Katastrophe über das kleine Dorf. Mitten in der Bucht, unweit vom Strand, explodiert eine Yacht. Die war gechartert von zwei Schweden. Sofort kommt Perez auf den Plan. Die außergewöhnliche Marianne hatte recht - und am Tag der Explosion verschwindet sie völlig von der Bildfläche. Nicht einmal ihre Teenie-Tochter Stephanie weiß, wo sie ist. Perez muss alles über den Verbleib seiner Freundin wissen. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner und mit Stephanie macht er sich auf die Suche. Und immer klarer wird, was die Investoren mit der Cote Vermeille vorhaben - sie wollen nicht nur den Hafen von Banyuls ausbauen, sondern sie wollen das gesamte Gebiet zu einem gigantischen Ferienresort, der Cote d'Azur 2.0 machen. Doch da haben sie nicht mit den renitenten Banyulenc gerechnet.
Fazit
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3 Monate war ich damals in Banyuls und muss sagen, ich habe vieles wiedererkannt - besonders natürlich den kleinen Hafen, in dem wirklich nur ein paar Boote liegen, aus dem ich häufiger ausgelaufen bin, um die Tiere im Naturreservat zu untersuchen. Aber auch die renitenten Banyulenc habe ich durchaus wiedererkannt, die sicherlich alles dafür tun würden, damit ihr abgelegenes Dorf am Meer auch abgelegen bleibt. Da hätte Perez, der Feinkosthändler mit Hang zur Gerechtigkeit und zur Steuerhinterziehung perfekt hineingepasst. Schließlich ist Banyuls einst als eine Art Schmugglernest direkt an der Grenze zu Spanien verrufen gewesen.
Die Atmosphäre des kleinen, verschlafenen Dorfs, das im Winter von den Fallwinden aus den Pyrenäen (das ist die Tramontane aus dem Titel) geplagt werden, die ganz schön heftig werden können.
Mit dem "Tödlichen Tramontane" ist Yann Sola ein perfektes Erstlingswerk gelungen, der Roman macht einfach ganz viel Lust auf mehr.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
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Dienstag, 30. August 2016
Montag, 15. August 2016
{Roman - Humor} Flieg, Baby, Flieg
Hallo Leute!
Manchmal bekommt man ein Buch in die Hände und weiß von Beginn an nicht so richtig, wie man es einordnen soll. So ging es mir mit dem neuesten Werk von Stefanie Kremser.
Der Tag an dem ich fliegen lernte
Daten
Autorin: Stefani Kremser
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3462049097
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 304 Seiten
Inhalt
Luisa ist die Tochter der Brasilianerin Aza und Paul - und am Tag, an dem sie fliegen lernte, hat sie ihr Leben dem Engländer Fergus zu verdanken. Denn als Luisa nur wenige Tage alt ist, fliegt das kleine Mädchen aus dem Fenster - Fergus fängt sie auf.
Und weil Fergus das Leben seiner Tochter gerettet hat, zieht Fergus gleich in eine Art WG mit Paul und Luisa. Denn Aza hat Vater und Kind verlassen.
Als die kleine Luisa langsam erwachsen wird, will sie verstehen, warum ihre Mutter sie damals aus dem Fenster geworfen hat. Und auch ihr Vater, der noch immer nicht mit Aza abschließen konnte, will diesen Abschluss endlich finden. Und so begeben sich die beiden auf die Suche nach Luisas Mutter.
Und so beginnt die Abenteuerreise, die die beiden erst in die hinterletzte Ecke Bayerns - nach Hinterdingen - und dann schließlich nach Brasilien führt um der Wahrheit hinter Azas überstürztem Aufbruch auf die Spur zu kommen.
Fazit
Manchmal kann man ein Buch nicht richtig einordnen. Die Geschichte um Luisa, Paul und Fergus gehört für mich dazu. Ein Kind fliegt aus dem Fenster - ganz klar: Drama. Es wird aufgefangen und lebt von nun an in einer skurrilen WG mit Vater und Lebensretter: Comedy. Vater und Kind suchen Mutter: Schicksal. Die Reise an sich: Comedy.
Also hat wohl der Humor in diesem Buch die Oberhand gewonnen. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte über ein außergewöhnliches Vater-Tochter-Gespann, das das Leben und die Suche nach der Mutter zusammenschweißt. Es ist eine Geschichte, voller witzig-skurriler Wendungen, ein bisschen scheint es, dass die beiden am Ende vom Schicksal nach Brasilien getrieben werden.
Insgesamt ein gelungener, warmherziger und humorvoller, unterhaltsamer und herzerwärmender Roman, der von mir ganz deutliche 4 Sterne bekommt.
In diesem Sinne
Eure Anke
Sonntag, 10. Juli 2016
{Krimi - Frankreich - Dupin} Ab in die Rente
Hallo Leute!
Häufig ist es ja leider so, dass Krimiserien mit der Zeit etwas nachlassen - ich hatte mich trotzdem auf den neuesten Krimi rund um den Pariser Kommissar Dupin gefreut, den es nicht ganz freiwillig in die Bretagne verschlagen hat...
Nun kam ja immerhin schon Band 5...
Bretonische Flut
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Daten
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Autor: Jean-Luc Bannalec
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3462049372
Preis: 14,99€
Broschiert, 448 Seiten
Inhalt
^^^
Kommissar Dupin wurde vor langem von Paris in die Bretagne versetzt. Doch jetzt ist auch endlich Schluss mit der Fernbeziehung zu seiner Freundin Claire jetzt als Kardiologin im nahegelegenen Quimper arbeitet. Und so langsam gewöhnt er sich auch an das eigenwillige Völkchen im Westen Frankreichs. Wenn auch nur mit ganz viel Kaffee.
Seine Ermittlungen führen ihn diesmal in das Fischermilieu. Denn die Leiche der jungen Fischerin Celine Kerkrom wird gefunden - in einem Eimer mit Fischabfällen mit durchgeschnittener Kehle. Und, als wäre das nicht genug, taucht kurze Zeit später auf der Ile de Sein eine weitere Leiche auf. Auf einem keltischen Friedhof wurde einer Delphinforscherin ebenfalls die Kehle durchtrennt.
Schon auf den ersten Blick scheinen die beiden Fälle zusammenzuhängen, schließlich stammt Celine ebenfalls von der Ile de Sein... und so muss es Dupin diesmal nicht nur mit den eigenwilligen Kelten aus der Bretagne aufnehmen, sondern auch noch mit den noch eigenwilligeren Einwohnern von der Insel, die 9 km vor der Küste liegt.
Fazit
^^^
Ich habe diesmal wirklich lange mit mir gekämpft, weil ich die Reihe um die eigenwillige Polizeitruppe aus der Bretagne wirklich mochte. Aber diesmal ist mir die ganze Geschichte von Beginn an etwas zu dürr geraten. Die Handlung schleppt sich nur so dahin. Und irgendwann merkt man, dass 150 Seiten vergangen sind und dabei kaum ein halber Tag um ist. Ein bisschen mehr Geschwindigkeit hätte dem ganzen sicherlich sehr gut getan.
Dabei sind nichtmal die ausführlichen Erzählungen von Nolwenn oder Riwal Schuld - ganz im Gegenteil, ich mag es sogar ganz gerne, wenn die beiden Sagen und Geschichten aus der Heimat erzählen. Das Problem war für mich diesmal ganz klar Dupin selbst, der ein bisschen so wie ein Zuschauer wirkt - seltsam unbeteiligt und gar nicht richtig drin im Geschehen. Und da er die Hauptfigur ist, konnte man ihm gar nicht so recht ins Geschehen folgen.
Leider ist wohl Zeit für die Rente Monsieur le Commisaire. Mehr wie 2 Sterne kann ich kaum geben. Es ist ein sehr seichter Krimi, der bis zur Hälfte wirklich nur vor sich hin plätschert - und als ich dann zum zweiten mal innerhalb eines Kapitels einschlief, musste ich leider aufgeben...
In diesem Sinne
Eure Anke
Häufig ist es ja leider so, dass Krimiserien mit der Zeit etwas nachlassen - ich hatte mich trotzdem auf den neuesten Krimi rund um den Pariser Kommissar Dupin gefreut, den es nicht ganz freiwillig in die Bretagne verschlagen hat...
Nun kam ja immerhin schon Band 5...
Bretonische Flut
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Daten
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Autor: Jean-Luc Bannalec
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3462049372
Preis: 14,99€
Broschiert, 448 Seiten
Inhalt
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Kommissar Dupin wurde vor langem von Paris in die Bretagne versetzt. Doch jetzt ist auch endlich Schluss mit der Fernbeziehung zu seiner Freundin Claire jetzt als Kardiologin im nahegelegenen Quimper arbeitet. Und so langsam gewöhnt er sich auch an das eigenwillige Völkchen im Westen Frankreichs. Wenn auch nur mit ganz viel Kaffee.
Seine Ermittlungen führen ihn diesmal in das Fischermilieu. Denn die Leiche der jungen Fischerin Celine Kerkrom wird gefunden - in einem Eimer mit Fischabfällen mit durchgeschnittener Kehle. Und, als wäre das nicht genug, taucht kurze Zeit später auf der Ile de Sein eine weitere Leiche auf. Auf einem keltischen Friedhof wurde einer Delphinforscherin ebenfalls die Kehle durchtrennt.
Schon auf den ersten Blick scheinen die beiden Fälle zusammenzuhängen, schließlich stammt Celine ebenfalls von der Ile de Sein... und so muss es Dupin diesmal nicht nur mit den eigenwilligen Kelten aus der Bretagne aufnehmen, sondern auch noch mit den noch eigenwilligeren Einwohnern von der Insel, die 9 km vor der Küste liegt.
Fazit
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Ich habe diesmal wirklich lange mit mir gekämpft, weil ich die Reihe um die eigenwillige Polizeitruppe aus der Bretagne wirklich mochte. Aber diesmal ist mir die ganze Geschichte von Beginn an etwas zu dürr geraten. Die Handlung schleppt sich nur so dahin. Und irgendwann merkt man, dass 150 Seiten vergangen sind und dabei kaum ein halber Tag um ist. Ein bisschen mehr Geschwindigkeit hätte dem ganzen sicherlich sehr gut getan.
Dabei sind nichtmal die ausführlichen Erzählungen von Nolwenn oder Riwal Schuld - ganz im Gegenteil, ich mag es sogar ganz gerne, wenn die beiden Sagen und Geschichten aus der Heimat erzählen. Das Problem war für mich diesmal ganz klar Dupin selbst, der ein bisschen so wie ein Zuschauer wirkt - seltsam unbeteiligt und gar nicht richtig drin im Geschehen. Und da er die Hauptfigur ist, konnte man ihm gar nicht so recht ins Geschehen folgen.
Leider ist wohl Zeit für die Rente Monsieur le Commisaire. Mehr wie 2 Sterne kann ich kaum geben. Es ist ein sehr seichter Krimi, der bis zur Hälfte wirklich nur vor sich hin plätschert - und als ich dann zum zweiten mal innerhalb eines Kapitels einschlief, musste ich leider aufgeben...
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 13. Mai 2016
{Thriller} Vernichtung
Hallo Leute!
Außergewöhnlich liegt bei mir gerade ganz hoch im Kurs. Und nach dem Steinzeitkrimi, den ich euch gestern vorgestellt habe, soll es heute um einen SciFi Krimi gehen...
S.I.N.O.N
^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autor: Dan T. Sehlberg
Verlag: Kiepenheuer und Witsch
ISBN: 3462047787
Preis: 14,99€
Broschiert, 400 Seiten
Inhalt
^^^^^
Die Menschheit steht kurz vor der Vernichtung. Nur Hanna, die Frau des IT-Professors Eric Söderqvist, gibt noch Hoffnung. Denn sie hat das neuartige Virus NCoLV überlebt, aus ihrem Blut will die Biotechfirma Cryonordic in Uppsala einen Impfstoff machen, der die Menschheit retten könnte. Doch angeblich ist das Unternehmen in terroristische Aktivitäten verwickelt.
Sinon alias Akim Katz wird als Spion der Hisbollah in Israel festgehalten. Doch Cryonordic will ihn befreien und schickt ihn auf eine Geheimmission, die eng mit dem NCoLV Virus verknüpft ist.
Erik Söderqvist dagegen ist voll der Sorge um seine Frau, die die begehrten Antikörper in sich trägt. Mithilfe der Mossad-Agentin Rachel Papo, die plötzlich im Haus der Söderqvists auftaucht, will er sie beschützen. Doch er weiß nicht mehr, wem er trauen kann.
Fazit
^^^^^
Thriller gibt es ja inzwischen richtig viele - Serienkiller, Steinzeit oder eben SciFi Thriller. Nun bin ich zugegebenermaßen nicht der allergrößte Fan von Science Fiction, bei SciFi Filmen schlafe ich im Kino grundsätzlich ein.
Dieser Roman hat mich ein wenig an NOAH von Sebastian Fitzek erinnert. Auch da gab es einen Virus, der die Menschheit zu vernichten drohte und da gab es die Irrungen und Wirrungen des Terrorismus. Glücklicherweise dominiert auch bei S.I.N.O.N der Thriller über die Geschichte an sich. Es tauchen keine Aliens auf, die die Menschheit retten sollen usw. Weil auch da muss ich zugeben, dass ich in dem Fall das Buch sofort weggelegt hätte.
Durch das Szenario und gerade durch den Terror-Backround wirkt die Geschichte sehr bedrückend und noch dazu sehr glaubwürdig erzählt. Allerdings ist er auch sehr verwirrend und durch die vielen Handlungsstränge verliert man manchmal etwas den roten Faden. Vielleicht fehlte mir da ein bisschen das Vorwissen aus dem ersten Band der Reihe - der übrigens M.O.N.A. hieß.
Insgesamt bekommt die interessant erzählte Geschichte der Bedrohung der Menschheit durch einen neuen Biotech Virus sehr gute 4 Sterne. Ich wurde unterhalten und gepackt, es gibt aber auch ein paar kleinere Kritikpunkte.
In diesem Sinne
Eure Anke
Außergewöhnlich liegt bei mir gerade ganz hoch im Kurs. Und nach dem Steinzeitkrimi, den ich euch gestern vorgestellt habe, soll es heute um einen SciFi Krimi gehen...
S.I.N.O.N
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Daten
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Autor: Dan T. Sehlberg
Verlag: Kiepenheuer und Witsch
ISBN: 3462047787
Preis: 14,99€
Broschiert, 400 Seiten
Inhalt
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Die Menschheit steht kurz vor der Vernichtung. Nur Hanna, die Frau des IT-Professors Eric Söderqvist, gibt noch Hoffnung. Denn sie hat das neuartige Virus NCoLV überlebt, aus ihrem Blut will die Biotechfirma Cryonordic in Uppsala einen Impfstoff machen, der die Menschheit retten könnte. Doch angeblich ist das Unternehmen in terroristische Aktivitäten verwickelt.
Sinon alias Akim Katz wird als Spion der Hisbollah in Israel festgehalten. Doch Cryonordic will ihn befreien und schickt ihn auf eine Geheimmission, die eng mit dem NCoLV Virus verknüpft ist.
Erik Söderqvist dagegen ist voll der Sorge um seine Frau, die die begehrten Antikörper in sich trägt. Mithilfe der Mossad-Agentin Rachel Papo, die plötzlich im Haus der Söderqvists auftaucht, will er sie beschützen. Doch er weiß nicht mehr, wem er trauen kann.
Fazit
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Thriller gibt es ja inzwischen richtig viele - Serienkiller, Steinzeit oder eben SciFi Thriller. Nun bin ich zugegebenermaßen nicht der allergrößte Fan von Science Fiction, bei SciFi Filmen schlafe ich im Kino grundsätzlich ein.
Dieser Roman hat mich ein wenig an NOAH von Sebastian Fitzek erinnert. Auch da gab es einen Virus, der die Menschheit zu vernichten drohte und da gab es die Irrungen und Wirrungen des Terrorismus. Glücklicherweise dominiert auch bei S.I.N.O.N der Thriller über die Geschichte an sich. Es tauchen keine Aliens auf, die die Menschheit retten sollen usw. Weil auch da muss ich zugeben, dass ich in dem Fall das Buch sofort weggelegt hätte.
Durch das Szenario und gerade durch den Terror-Backround wirkt die Geschichte sehr bedrückend und noch dazu sehr glaubwürdig erzählt. Allerdings ist er auch sehr verwirrend und durch die vielen Handlungsstränge verliert man manchmal etwas den roten Faden. Vielleicht fehlte mir da ein bisschen das Vorwissen aus dem ersten Band der Reihe - der übrigens M.O.N.A. hieß.
Insgesamt bekommt die interessant erzählte Geschichte der Bedrohung der Menschheit durch einen neuen Biotech Virus sehr gute 4 Sterne. Ich wurde unterhalten und gepackt, es gibt aber auch ein paar kleinere Kritikpunkte.
In diesem Sinne
Eure Anke
Dienstag, 3. Mai 2016
{Krimi - Italien} Mamma Mia
Hallo Leute!
Regionalkrimis sind ja für mich eine besonders coole Kombination zwischen Reisebuch und Spannungsroman. Und manche können einen an Orte seiner Kindheit entführen - wie an den Lago Maggiore, dem Lieblingsurlaubsort meiner Eltern (heute noch übrigens).
Die Tote am Lago Maggiore
^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^
Autor: Bruno Varese
Verlag: KiWi
ISBN: 3462048198
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 304 Seiten
Inhalt
^^^^
Matteo Basso will endlich ein ruhiges Leben, fernab von Mailand und fernab von seinem alten Job als Polizeipsychologe. Daher muss er nicht lange nachdenken und übernimmt die Macelleria (Fleischerei) seiner Eltern am Lago Maggiore. Mit besonderem Talent für Salcchia ist er zwar nicht gesegnet, aber für solche Dinge hat er die zuverlässige Gisella.
Morgens geht er gerne entspannt zum See um zu Angeln - fangen klappt zwar meistens nicht, aber er genießt die Ruhe. Wenn er dann in den Laden kommt, ist Gisella meistens schon bei der Arbeit. Nicht aber heute. Er wundert sich, wo seine zuverlässige Mitarbeiterin bleibt und stellt verwundert fest, dass sie in der Nacht auf seinem Handy angerufen hatte - er nutzt es nie, es liegt eigentlich immer in einer Schublade im Laden.
Am Abend wird dann eine Leiche gefunden - es ist Gisella. Die eigentlich doch so gute Schwimmerin war ertrunken. Doch Matteo will von Anfang an nicht so recht an einen Unfall glauben - ganz im Gegensatz zur Polizei, die sich schließlich auf die große Autoralley vorbereiten muss.
Natürlich begibt sich Matteo auf die Spuren des Mörders und gerät dabei immer tiefer in das Leben der Frau, die er eigentlich zu kennen glaubte.
Fazit
^^^^
Absolut super kann Varese das Lebensgefühl am Lago Maggiore transportieren. Der absolute Knüller dabei sind die drei Opis von der Autoreparaturwerkstatt, die sich ständig gegenseitig anbrüllen und ganz nebenbei die Macelleria auf den Kopf stellen. Über die drei habe ich wirklich schallend gelacht. Gleichzeitig gelingt es aber auch, den Gegensatz zu transportieren zwischen den Leuten unten am See und den zurückgezogenen und skeptischen Menschen weiter oben in den Bergdörfern.
Der Krimigeschichte fehlt es für meine Begriffe ein bisschen an Tempo. Klar gibt es die eine oder andere wirklich gute Szene, allerdings kommt mir vieles etwas vorhersehbar vor - außer der Schluss und darauf kommt es ja an.
Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne, vor allem, weil ich mich beim Lesen wieder gefühlt habe wie mit 13, als ich dort mit meinen Eltern wandern musste...
In diesem Sinne
Eure Anke
Regionalkrimis sind ja für mich eine besonders coole Kombination zwischen Reisebuch und Spannungsroman. Und manche können einen an Orte seiner Kindheit entführen - wie an den Lago Maggiore, dem Lieblingsurlaubsort meiner Eltern (heute noch übrigens).
Die Tote am Lago Maggiore
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Daten
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Autor: Bruno Varese
Verlag: KiWi
ISBN: 3462048198
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 304 Seiten
Inhalt
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Matteo Basso will endlich ein ruhiges Leben, fernab von Mailand und fernab von seinem alten Job als Polizeipsychologe. Daher muss er nicht lange nachdenken und übernimmt die Macelleria (Fleischerei) seiner Eltern am Lago Maggiore. Mit besonderem Talent für Salcchia ist er zwar nicht gesegnet, aber für solche Dinge hat er die zuverlässige Gisella.
Morgens geht er gerne entspannt zum See um zu Angeln - fangen klappt zwar meistens nicht, aber er genießt die Ruhe. Wenn er dann in den Laden kommt, ist Gisella meistens schon bei der Arbeit. Nicht aber heute. Er wundert sich, wo seine zuverlässige Mitarbeiterin bleibt und stellt verwundert fest, dass sie in der Nacht auf seinem Handy angerufen hatte - er nutzt es nie, es liegt eigentlich immer in einer Schublade im Laden.
Am Abend wird dann eine Leiche gefunden - es ist Gisella. Die eigentlich doch so gute Schwimmerin war ertrunken. Doch Matteo will von Anfang an nicht so recht an einen Unfall glauben - ganz im Gegensatz zur Polizei, die sich schließlich auf die große Autoralley vorbereiten muss.
Natürlich begibt sich Matteo auf die Spuren des Mörders und gerät dabei immer tiefer in das Leben der Frau, die er eigentlich zu kennen glaubte.
Fazit
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Absolut super kann Varese das Lebensgefühl am Lago Maggiore transportieren. Der absolute Knüller dabei sind die drei Opis von der Autoreparaturwerkstatt, die sich ständig gegenseitig anbrüllen und ganz nebenbei die Macelleria auf den Kopf stellen. Über die drei habe ich wirklich schallend gelacht. Gleichzeitig gelingt es aber auch, den Gegensatz zu transportieren zwischen den Leuten unten am See und den zurückgezogenen und skeptischen Menschen weiter oben in den Bergdörfern.
Der Krimigeschichte fehlt es für meine Begriffe ein bisschen an Tempo. Klar gibt es die eine oder andere wirklich gute Szene, allerdings kommt mir vieles etwas vorhersehbar vor - außer der Schluss und darauf kommt es ja an.
Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne, vor allem, weil ich mich beim Lesen wieder gefühlt habe wie mit 13, als ich dort mit meinen Eltern wandern musste...
In diesem Sinne
Eure Anke
Samstag, 30. April 2016
{Krimi - Humor - Skandinavien} Die drei fröhlichen Seniorinnen
Hallo Leute!
Finnland ist bei meiner Reise durch die Skandinavienkrimis bisher so gut wie überhaupt nicht aufgetaucht. Und so ist der kleine Krimi, den ich euch heute vorstellen werde, tatsächlich auch "etwas anders".
Rotwein für drei alte Damen oder Wie starb der junge Koch?
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Daten
^^^^
Autorin: Minna Lundgren
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3462047248
Preis: 14,99€
Broschiert, 288 Seiten
Inhalt
^^^^
Im Alter hat man es schwer. Man hört schlechter, kann sich schlechter bewegen und muss ins Altenheim. Doch die drei reichen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa haben das beste daraus gemacht. Die rüstigen Seniorinnen verbringen ihren Tag gemeinsam in der Seniorenresidenz Abendhain am Rande von Helsinki, spielen Karten und trinken ganz gerne mal einen Rotwein zu viel - sie haben eine gewisse Vorliebe für Straßenbahnen, machen eben das, was man mit Mitte 90 normalerweise so macht.
Doch dann wird ihr vergnüglicher Alltag jäh durchbrochen - der nette junge Koch stirbt (natürlich keines natürlichen Todes). Und die rüstigen Rentnerinnen beginnen, im Pflegeheim zu ermitteln - dabei stoßen sie auf allerhand dubiose Figuren und schnell kommen sie den wahren Hintergründen auf die Spur - allerdings will ihnen keiner glauben, kurzerhand werden sie für dement erklärt.
Fazit
^^^^
Nun, zuallererst gibt es mal von mir ein dickes Minus. Das Buch frisch ausgepackt war es schon quasi aus dem Leim gegangen, keine 10 Seiten gelesen schon flogen einem die ersten Seiten entgegen. Ich weiß nicht, was da los war, denn der normalen Qualität von Büchern aus dem KiWi Verlag war das jedenfalls nicht. Da macht ein Buch eben einen schlechten Eindruck, noch bevor man so richtig mit dem Lesen angefangen hat. Dabei ist das Cover an sich echt schick gestaltet mit rauher Oberfläche und leichter Prägung.
Die Geschichte an sich ist - wenn man denn die Zettel in der richtigen Reihenfolge behält - recht amüsant zu lesen. Meine Oma war leider in dem Alter nicht mehr ganz so fit wie die drei doch recht putzigen Seniorinnen, die zwar nicht mehr so gut hören und nicht so schnell laufen können wie ihre jüngere Konkurrenz, den Kommissaren und der Heimleitung in Sachen Scharfsinn natürlich dicke die Show stehlen. Schade, dass so viele Damen in dem Alter dann tatsächlich pauschal für dement erklärt werden.
So recht mag die Geschichte in kein Schema passen - ernst aber auch zum schreien komisch, spannend aber kein wirklicher Krimi, sowas mag ich ja spätestens seit "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" wahnsinnig gerne. Und eben das macht die drei Damen aus der Seniorenresidenz Abendhain eben wahnsinnig sympathisch - sie lassen sich nichts sagen und jagen ihren Mörder weiter, egal wie dement sie sein sollen oder welche Strafe ihnen droht. Manchmal ist das ein kleines bisschen drüber, zu sehr gewollt, aber trotzdem sehr unterhaltsam zu lesen.
An und für sich würde es von mir 4 Sterne geben, aber das Buch, das nach 3 Seiten aus dem Leim ging, gibt leider noch einen Stern Abzug, so dass ich nur 3 Sterne geben kann.
In diesem Sinne
Eure Anke
Finnland ist bei meiner Reise durch die Skandinavienkrimis bisher so gut wie überhaupt nicht aufgetaucht. Und so ist der kleine Krimi, den ich euch heute vorstellen werde, tatsächlich auch "etwas anders".
Rotwein für drei alte Damen oder Wie starb der junge Koch?
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Daten
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Autorin: Minna Lundgren
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3462047248
Preis: 14,99€
Broschiert, 288 Seiten
Inhalt
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Im Alter hat man es schwer. Man hört schlechter, kann sich schlechter bewegen und muss ins Altenheim. Doch die drei reichen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa haben das beste daraus gemacht. Die rüstigen Seniorinnen verbringen ihren Tag gemeinsam in der Seniorenresidenz Abendhain am Rande von Helsinki, spielen Karten und trinken ganz gerne mal einen Rotwein zu viel - sie haben eine gewisse Vorliebe für Straßenbahnen, machen eben das, was man mit Mitte 90 normalerweise so macht.
Doch dann wird ihr vergnüglicher Alltag jäh durchbrochen - der nette junge Koch stirbt (natürlich keines natürlichen Todes). Und die rüstigen Rentnerinnen beginnen, im Pflegeheim zu ermitteln - dabei stoßen sie auf allerhand dubiose Figuren und schnell kommen sie den wahren Hintergründen auf die Spur - allerdings will ihnen keiner glauben, kurzerhand werden sie für dement erklärt.
Fazit
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Nun, zuallererst gibt es mal von mir ein dickes Minus. Das Buch frisch ausgepackt war es schon quasi aus dem Leim gegangen, keine 10 Seiten gelesen schon flogen einem die ersten Seiten entgegen. Ich weiß nicht, was da los war, denn der normalen Qualität von Büchern aus dem KiWi Verlag war das jedenfalls nicht. Da macht ein Buch eben einen schlechten Eindruck, noch bevor man so richtig mit dem Lesen angefangen hat. Dabei ist das Cover an sich echt schick gestaltet mit rauher Oberfläche und leichter Prägung.
Die Geschichte an sich ist - wenn man denn die Zettel in der richtigen Reihenfolge behält - recht amüsant zu lesen. Meine Oma war leider in dem Alter nicht mehr ganz so fit wie die drei doch recht putzigen Seniorinnen, die zwar nicht mehr so gut hören und nicht so schnell laufen können wie ihre jüngere Konkurrenz, den Kommissaren und der Heimleitung in Sachen Scharfsinn natürlich dicke die Show stehlen. Schade, dass so viele Damen in dem Alter dann tatsächlich pauschal für dement erklärt werden.
So recht mag die Geschichte in kein Schema passen - ernst aber auch zum schreien komisch, spannend aber kein wirklicher Krimi, sowas mag ich ja spätestens seit "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" wahnsinnig gerne. Und eben das macht die drei Damen aus der Seniorenresidenz Abendhain eben wahnsinnig sympathisch - sie lassen sich nichts sagen und jagen ihren Mörder weiter, egal wie dement sie sein sollen oder welche Strafe ihnen droht. Manchmal ist das ein kleines bisschen drüber, zu sehr gewollt, aber trotzdem sehr unterhaltsam zu lesen.
An und für sich würde es von mir 4 Sterne geben, aber das Buch, das nach 3 Seiten aus dem Leim ging, gibt leider noch einen Stern Abzug, so dass ich nur 3 Sterne geben kann.
In diesem Sinne
Eure Anke
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