Hallo Leute!
Ich habe ja so ein gewisses Faible für Schwedenkrimis - sie sind eigentlich immer spannend und durchdacht. Aber irgendwie sind sie am Ende doch alle gleich - das stellt Zeichner und Autor Henrik Lange fest...
Wie sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben
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Daten
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Autor/Zeichner: Henrik Lange
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442158923
Preis: 12,99€
Broschiert, 160 Seiten
Inhalt
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Schwedenkrimis sind eines der erfolgreichsten Genres der Gegenwartsliteratur - Namen wie Stieg Larsson oder Henning Mankell haben ihn groß gemacht, den Spannungsroman aus dem hohen Norden. Andere wie Camilla Läckberg oder Viveca Sten sind aufgesprungen und stehen regelmäßig in den Bestsellerlisten ganz weit oben.
Der Zeichner Henrik Lange geht in diesem Buch auf Spurensuche - was macht den Schwedenkrimi so erfolgreich. Ganz ernst nimmt er ihn dabei wahrlich nicht - den immer schlechtgelaunten Kommissar, der immer Eheprobleme hat und schlecht rasiert ist. Natürlich hat der einen eher schwierigen Vorgesetzten, über den er sich immer ärgert und natürlich fährt er immer Volvo und hat selbstverständlich hat der Kommissar mindestens eine wilde Sexszene.
Schwedenkrimis finden häufig in der Provinz statt, damit - so Lange - hat sich der Autor dann gleich entweder den Tourismusförderpreis oder den Kulturpreis der Region gesichert. Und natürlich hat er dabei schon die Verfilmung im Kopf - die Einrichtung muss genau beschrieben sein und von Ikea.
Und bestimmte Motive kehren immer wieder - schließlich müssen Seiten gefüllt werden.
In seinen berühmten 4fach geteilten Zeichnungen bringt Lange noch dazu die bekanntesten Schwedenkrimis auf den Punkt.
Fazit
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Dieses Buch ist sehr amüsant. Vor allem für solche Schwedenkrimi-Fans, die gar nicht genug von ihrem Stoff bekommen können, das aber mit etwas Humor und Abstand betrachtet sehr lustig finden. Weil wenn man es mal genau betrachtet: Mit kleineren Abweichungen (z.B. ist der Kommissar bei Camilla Läckberg sehr glücklich verheiratet) ist es dann am Ende doch immer das gleiche Schema.
Ich habe zum Teil gebrüllt vor Lachen. Zugegeben, als ich das Buch bestellte, hatte ich keinen Comic erwartet, sondern ein seriöses, humorvolles Taschenbuch. Aber die Zeichnungen zum typischen Ablauf eines Schwedenkrimis sind der absolute Hammer - detailreich, poientiert - grandios.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
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Freitag, 29. Juli 2016
Freitag, 22. Juli 2016
{Thriller - Schweden} Der Stein des Anstoßes
Hallo Leute!
Tolle Thriller kommen oft aus Schweden. Und wenn auf dem Umschlag einen Vergleich zu "Da Vinci Code" von Dan Brown sehe, wandert sowas doch schnell in meinem Warenkorb. Daher darf ich euch heute "Der Jungfrauenstein" von Michael Mortimer vorstellen.
Der Jungfrauenstein
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Daten
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Autor: Michael Mortimer
Verlag: btb
ISBN: 9783865745170
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 640 Seiten
Inhalt
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Ida ist eigentlich eine glückliche Studentin der Biophysik in Stockholm. Doch eines morgens, es ist der Tag des Nobeldinners, ruft sie ihre Oma Alma an. Sie soll irgendein Kästchen bekommen und 2 Tage darauf aufpassen. Sehr merkwürdig, doch von ihrer Oma, bei der sie aufgewachsen ist, ist sie einiges gewohnt - sie lebt als Forscherin in Moskau.
Dann ist Ida in der Kantine am Karolinska-Institut, als der neue Nobelpreisträger für Physik durch den Raum läuft. Sie weiß kaum, wer er ist, als er sie anspricht und sie für das Nobeldinner am Abend einlädt. Ida ist perplex, doch sie muss wieder an die Worte ihrer Oma denken.
Am Abend erscheint sie auf dem Dinner. Ihr gegenüber sitzt eine Russin, mit der sie schnell ins Gespräch kommt. Doch dann trennt Lobow sie von den Massen. Er überreicht ihr ein Kästchen. Als Ida den Inhalt sehen will, willigt Lobow ein. Doch in dem Moment, als er es öffnet, gibt es einen Knall, er bricht tot zusammen.
Ida gelingt es, das kleine Kästchen zu schnappen und von der Gala zu fliehen. Und die Jagd beginnt, denn für den "Jungfrauenstein", der in der Kiste liegt, sind einige Menschen zu töten bereit. Außerdem erfährt sie, dass der Stein ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hat, retten kann.
Nebenbei erfährt man die Geschichte des Steins im Kästchen, der im 18. Jahrhundert von Solander in Neuseeland bei Eingeborenen entwendet und anschließend durch berühmte Hände wie Greta Garbo und Frank Sinatra gegangen ist. Er soll enorme Kräfte haben.
Ida bleibt nur eins - sie flieht mit dem Stein in ihre Heimat Östersund um sich dort nach Almas Anweisung im Jagdhaus ihrer Kindheit zu verstecken.
Fazit
^^^^
Wer mit dem Klappentext "Dan Browns Da Vinci Code trifft auf Umberto Eccos Der Name der Rose" so auf die Kacke haut, erweckt natürlich große Erwartungen.
Mit Dan Brown kann sich Michael Mortimer kaum messen. Über einige Strecken war ich dann doch etwas gelangweilt - bei der Tankstelle zum Beispiel hätte was passieren müssen oder die Erkundung des Jagdhauses ist irgendwie auch eher irritierend und langatmig.
Atemlose Spannung entsteht höchstens über einige Passagen - das wird dann aber wieder durch die historischen Passagen und Erklärungen gebrochen, die das Buch für mich nur künstlich aufplustern.
Insgesamt ist die Geschichte schon ganz interessant, aber mehr eben auch nicht. Es gibt zu viele gute Thrillerautoren, die besser sind als durchschnittlich.
In diesem Sinne
Eure Anke
Tolle Thriller kommen oft aus Schweden. Und wenn auf dem Umschlag einen Vergleich zu "Da Vinci Code" von Dan Brown sehe, wandert sowas doch schnell in meinem Warenkorb. Daher darf ich euch heute "Der Jungfrauenstein" von Michael Mortimer vorstellen.
Der Jungfrauenstein
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Daten
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Autor: Michael Mortimer
Verlag: btb
ISBN: 9783865745170
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 640 Seiten
Inhalt
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Ida ist eigentlich eine glückliche Studentin der Biophysik in Stockholm. Doch eines morgens, es ist der Tag des Nobeldinners, ruft sie ihre Oma Alma an. Sie soll irgendein Kästchen bekommen und 2 Tage darauf aufpassen. Sehr merkwürdig, doch von ihrer Oma, bei der sie aufgewachsen ist, ist sie einiges gewohnt - sie lebt als Forscherin in Moskau.
Dann ist Ida in der Kantine am Karolinska-Institut, als der neue Nobelpreisträger für Physik durch den Raum läuft. Sie weiß kaum, wer er ist, als er sie anspricht und sie für das Nobeldinner am Abend einlädt. Ida ist perplex, doch sie muss wieder an die Worte ihrer Oma denken.
Am Abend erscheint sie auf dem Dinner. Ihr gegenüber sitzt eine Russin, mit der sie schnell ins Gespräch kommt. Doch dann trennt Lobow sie von den Massen. Er überreicht ihr ein Kästchen. Als Ida den Inhalt sehen will, willigt Lobow ein. Doch in dem Moment, als er es öffnet, gibt es einen Knall, er bricht tot zusammen.
Ida gelingt es, das kleine Kästchen zu schnappen und von der Gala zu fliehen. Und die Jagd beginnt, denn für den "Jungfrauenstein", der in der Kiste liegt, sind einige Menschen zu töten bereit. Außerdem erfährt sie, dass der Stein ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hat, retten kann.
Nebenbei erfährt man die Geschichte des Steins im Kästchen, der im 18. Jahrhundert von Solander in Neuseeland bei Eingeborenen entwendet und anschließend durch berühmte Hände wie Greta Garbo und Frank Sinatra gegangen ist. Er soll enorme Kräfte haben.
Ida bleibt nur eins - sie flieht mit dem Stein in ihre Heimat Östersund um sich dort nach Almas Anweisung im Jagdhaus ihrer Kindheit zu verstecken.
Fazit
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Wer mit dem Klappentext "Dan Browns Da Vinci Code trifft auf Umberto Eccos Der Name der Rose" so auf die Kacke haut, erweckt natürlich große Erwartungen.
Mit Dan Brown kann sich Michael Mortimer kaum messen. Über einige Strecken war ich dann doch etwas gelangweilt - bei der Tankstelle zum Beispiel hätte was passieren müssen oder die Erkundung des Jagdhauses ist irgendwie auch eher irritierend und langatmig.
Atemlose Spannung entsteht höchstens über einige Passagen - das wird dann aber wieder durch die historischen Passagen und Erklärungen gebrochen, die das Buch für mich nur künstlich aufplustern.
Insgesamt ist die Geschichte schon ganz interessant, aber mehr eben auch nicht. Es gibt zu viele gute Thrillerautoren, die besser sind als durchschnittlich.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 20. Juli 2016
{Thriller - Schweden - Organhandel} Irgendwie... Häh?
Hallo Leute!
"Und morgen du" von Stefan Ahnhem hatte ich beinahe verschlungen und mit großer Begeisterung gelesen. Sehr erfreut war ich da natürlich, als sich Band 2 ankündigte.
Herzsammler
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Daten
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Autor: Stefan Arnhem
Verlag: List
ISBN: 3548613144
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 576 Seiten
Inhalt
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Die Geschichte beginnt mit der langen Reise eines Briefs, der mehrere Jahrzehnte auf dem Weg zu seinem Empfänger ist, ihn dann aber doch über einige Umwege erreicht.
Fabian Risk - der Starcop Stockholms - wird auf einen neuen, sehr wichtigen Fall angesetzt und muss daher mal wieder seine Familie vernachlässigen und verdeckt ermitteln. Denn der Justizminister Grimas wurde entführt. Doch er kann ihn nicht mehr retten, kurze Zeit später wird seine Leiche gefunden. Ihm wurde ein Organ entnommen. Hier erfährt Risk auch, dass Grimas nicht das erste Opfer ist - über ganz Schweden verteilt findet er Parallelen zu den verschiedensten anderen Mordfällen. Schnell ist ein einschlägig bekannter Täter unter Verdacht, der dann auch noch Selbstmord begeht - zu einfach, wie Risk relativ schnell feststellt.
Schnell baut sich der Widerstand der Vorgesetzten auf, doch Risk und seine hochschwangere Kollegin Malin ermitteln weiter - denn der Vorgesetzte weiß mehr als er zugeben mag.
Fazit
^^^^
Organhandel in Schweden - ein heißes und spannendes Thema für einen ordentlichen Thriller. Allerdings würde man dann wohl nicht die Gefahr eingehen und einen Minister entführen. Schließlich ist doch klar, dass man nach dessen Tod noch viel mehr Ermittler erwarten muss. Das ist irgendwie das erste, über das ich gestolpert bin.
Sehr verwirrend war für mich, dass "Band 2" offensichtlich vor "Band 1" startet. Denn in "Und morgen du" hatte Ermittler Fabian Risk ja gerade Stockholm den Rücken gekehrt und hatte sich endgültig von seiner vielleicht Affäre losgesagt, die aber jetzt wieder relativ innig mit ihm ist.
Aber auch die vielen Handlungsstränge sind derartig verwoben, dass man sehr schnell den Überblick zu verlieren droht. Dadurch verliert sich die ganze Handlung irgendwie in einem chaotischen Wust, der einem als Leser die Spannung ordentlich verdirbt.
Fabian Risk verkommt für mich dabei ein bisschen zu einem Cop allá Nick Tschiller (also Til Schweiger im Tatort) - alles egal. Gut, er bringt nicht so viele um, aber irgendwie hatte ich ein ums andere mal im Kopf, dass Til Schweiger die optimale Besetzung wäre, sollte das Buch mal verfilmt werden.
Vom Hocker gehauen hat mich dieser Thriller nun wirklich nicht, mehr wie 2 Sterne kann ich kaum geben. Der Schreibstil ist zwar nett und flüssig, aber auch da verfängt sich der Autor in viel zu vielen Handlungssträngen, was dem Leser einfach wenig Spaß macht.
In diesem Sinne
Eure Anke
"Und morgen du" von Stefan Ahnhem hatte ich beinahe verschlungen und mit großer Begeisterung gelesen. Sehr erfreut war ich da natürlich, als sich Band 2 ankündigte.
Herzsammler
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Daten
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Autor: Stefan Arnhem
Verlag: List
ISBN: 3548613144
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 576 Seiten
Inhalt
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Die Geschichte beginnt mit der langen Reise eines Briefs, der mehrere Jahrzehnte auf dem Weg zu seinem Empfänger ist, ihn dann aber doch über einige Umwege erreicht.
Fabian Risk - der Starcop Stockholms - wird auf einen neuen, sehr wichtigen Fall angesetzt und muss daher mal wieder seine Familie vernachlässigen und verdeckt ermitteln. Denn der Justizminister Grimas wurde entführt. Doch er kann ihn nicht mehr retten, kurze Zeit später wird seine Leiche gefunden. Ihm wurde ein Organ entnommen. Hier erfährt Risk auch, dass Grimas nicht das erste Opfer ist - über ganz Schweden verteilt findet er Parallelen zu den verschiedensten anderen Mordfällen. Schnell ist ein einschlägig bekannter Täter unter Verdacht, der dann auch noch Selbstmord begeht - zu einfach, wie Risk relativ schnell feststellt.
Schnell baut sich der Widerstand der Vorgesetzten auf, doch Risk und seine hochschwangere Kollegin Malin ermitteln weiter - denn der Vorgesetzte weiß mehr als er zugeben mag.
Fazit
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Organhandel in Schweden - ein heißes und spannendes Thema für einen ordentlichen Thriller. Allerdings würde man dann wohl nicht die Gefahr eingehen und einen Minister entführen. Schließlich ist doch klar, dass man nach dessen Tod noch viel mehr Ermittler erwarten muss. Das ist irgendwie das erste, über das ich gestolpert bin.
Sehr verwirrend war für mich, dass "Band 2" offensichtlich vor "Band 1" startet. Denn in "Und morgen du" hatte Ermittler Fabian Risk ja gerade Stockholm den Rücken gekehrt und hatte sich endgültig von seiner vielleicht Affäre losgesagt, die aber jetzt wieder relativ innig mit ihm ist.
Aber auch die vielen Handlungsstränge sind derartig verwoben, dass man sehr schnell den Überblick zu verlieren droht. Dadurch verliert sich die ganze Handlung irgendwie in einem chaotischen Wust, der einem als Leser die Spannung ordentlich verdirbt.
Fabian Risk verkommt für mich dabei ein bisschen zu einem Cop allá Nick Tschiller (also Til Schweiger im Tatort) - alles egal. Gut, er bringt nicht so viele um, aber irgendwie hatte ich ein ums andere mal im Kopf, dass Til Schweiger die optimale Besetzung wäre, sollte das Buch mal verfilmt werden.
Vom Hocker gehauen hat mich dieser Thriller nun wirklich nicht, mehr wie 2 Sterne kann ich kaum geben. Der Schreibstil ist zwar nett und flüssig, aber auch da verfängt sich der Autor in viel zu vielen Handlungssträngen, was dem Leser einfach wenig Spaß macht.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 15. Juni 2016
{Thriller - Schweden} Schwedenkrimi @ its best
Hallo Leute!
Endlich mal wieder ein richtig guter Skandinavien-Krimi, danach war ich auf der Suche. Und nachdem ich mich damit zuletzt etwas schwer getan hatte, habe ich endlich mal wieder ein Ziel erreicht...
Die Strömung
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Daten
^^^
Autoren: Rolf und Cilla Börjlind
Verlag: btb
ISBN: 3442753953
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 528 Seiten
Inhalt
^^^
Rolf und Cilla Börjlind haben nun schon den dritten Band der Reihe um die junge Kommissarin Olivia Rönning und den alten Hasen und Ex-Kommissar Tom Stilton veröffentlicht. Die beiden haben ihren Ermittlungsfokus in Schonen in Südschweden.
Diesmal geht es um einen brutalen Kindermord. Die kleine Emilie spielt friedlich im Sandkasten, als sie ermordet wird. Ihr wird das Genick gebrochen. Nur wenige Tage später erneut ein Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Der Verdacht kommt auf, dass die beiden Morde einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte, denn beide Kinder haben einen Migrationshintergrund.
Olivia und Tom beginnen mit ihren Ermittlungen und stoßen bald darauf, dass viel mehr dahinter stecken könnte. Während Olivia immer tiefer in die Nationalistische Szene in Schweden eindringt, droht die Vergangenheit Stilton einzuholen.
Immer mehr Hinweise auf einen weiteren, ungeklärten Mord tauchen auf. In Stockholm wurde eine hochschwangere Edelprostituierte ermordet - doch welche Verbindung besteht zwischen den beiden kleinen Kindern und der ebenfalls farbigen Prostituierten, die in einer Kommune der 60er Jahre in Stockholm lebte?
Fazit
^^^
Endlich mal wieder ein Thriller, der einen von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Extrem geschickt gelingt es, eine sehr düstere Atmosphäre zu kreieren und dabei mit dem Einflechten eines sehr brisanten Themas den Leser zu fesseln. Doch hinter dem vordergründigen Fremdenhass steckt am Ende dann doch viel mehr.
Gerade zu Anfang fühlt man sich als Leser sehr verwirrt, fasst erst langsam in der Geschichte Fuß, was ich persöönlich aber gar nicht weiter schlimm finde, ein bisschen Kämpfen am Anfang gehört für mich zu einem guten Schweden-Thriller einfach dazu. Dazu kommen wirklich unvorhersehbare Wendungen, mit denen es gelingt, den Leser zu erstaunen.
Die Charaktäre sind ja nun schon im dritten Band erprobt und gut aufeinander abgestimmt - die ehrgeizige Olivia und Tom, der immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Passend dazu die dusteren Wälder von Schonen, in denen sich am Ende die beiden Stränge (bestimmt von Olivia bzw. Tom) am Ende zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfinden - für mich ein Schwedenkrimi von der allerbesten Sorte. Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Endlich mal wieder ein richtig guter Skandinavien-Krimi, danach war ich auf der Suche. Und nachdem ich mich damit zuletzt etwas schwer getan hatte, habe ich endlich mal wieder ein Ziel erreicht...
Die Strömung
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Daten
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Autoren: Rolf und Cilla Börjlind
Verlag: btb
ISBN: 3442753953
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 528 Seiten
Inhalt
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Rolf und Cilla Börjlind haben nun schon den dritten Band der Reihe um die junge Kommissarin Olivia Rönning und den alten Hasen und Ex-Kommissar Tom Stilton veröffentlicht. Die beiden haben ihren Ermittlungsfokus in Schonen in Südschweden.
Diesmal geht es um einen brutalen Kindermord. Die kleine Emilie spielt friedlich im Sandkasten, als sie ermordet wird. Ihr wird das Genick gebrochen. Nur wenige Tage später erneut ein Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Der Verdacht kommt auf, dass die beiden Morde einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte, denn beide Kinder haben einen Migrationshintergrund.
Olivia und Tom beginnen mit ihren Ermittlungen und stoßen bald darauf, dass viel mehr dahinter stecken könnte. Während Olivia immer tiefer in die Nationalistische Szene in Schweden eindringt, droht die Vergangenheit Stilton einzuholen.
Immer mehr Hinweise auf einen weiteren, ungeklärten Mord tauchen auf. In Stockholm wurde eine hochschwangere Edelprostituierte ermordet - doch welche Verbindung besteht zwischen den beiden kleinen Kindern und der ebenfalls farbigen Prostituierten, die in einer Kommune der 60er Jahre in Stockholm lebte?
Fazit
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Endlich mal wieder ein Thriller, der einen von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Extrem geschickt gelingt es, eine sehr düstere Atmosphäre zu kreieren und dabei mit dem Einflechten eines sehr brisanten Themas den Leser zu fesseln. Doch hinter dem vordergründigen Fremdenhass steckt am Ende dann doch viel mehr.
Gerade zu Anfang fühlt man sich als Leser sehr verwirrt, fasst erst langsam in der Geschichte Fuß, was ich persöönlich aber gar nicht weiter schlimm finde, ein bisschen Kämpfen am Anfang gehört für mich zu einem guten Schweden-Thriller einfach dazu. Dazu kommen wirklich unvorhersehbare Wendungen, mit denen es gelingt, den Leser zu erstaunen.
Die Charaktäre sind ja nun schon im dritten Band erprobt und gut aufeinander abgestimmt - die ehrgeizige Olivia und Tom, der immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Passend dazu die dusteren Wälder von Schonen, in denen sich am Ende die beiden Stränge (bestimmt von Olivia bzw. Tom) am Ende zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfinden - für mich ein Schwedenkrimi von der allerbesten Sorte. Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 29. April 2016
{Thriller - Schweden - Risk} Wer wird der nächste sein
Hallo Leute!
Bei Thrillern haben die Schweden ja ein ganz besonderes Talent - eigentlich jeder ist duster und jeder ist richtig gut... Und immer neue Autoren drängen auf meinen SuB...
Und morgen du
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Daten
^^^^
Autor: Stefan Anhem
Verlag: List
ISBN: 3548612903
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 560 Seiten
Inhalt
^^^^
Fabian Risk hatte sich eigentlich einen ruhigeren Start gewünscht, als er mit seiner Familie aus Stockholm zurück in seine Heimat Helsingborg in Schonen zieht. Doch die Umzugskartons sind noch voll, als er in seine alte Schule gerufen wird. Der Werklehrer liegt tot im Werkraum, seine Hände fehlen - Risk findet sie im Duschraum. Doch das spezielle daran - neben der Leiche wird ein Klassenfoto gefunden - darauf Risks alte Klasse. Der Tote war der Klassenschläger - der Tod schien symbolisch, da er besonders gerne in der Jungsdusche zuschlug.
Risk beendet seinen Urlaub früher und beginnt, zu ermitteln. Der Tote war vor seinem Tod in Dänemark - dort findet Risk seine Spuren. Doch er darf dort nicht ermitteln, zu komplex ist der Umgang zwischen den Polizeistationen der beiden Länder. Das Auto, das er dort findet, muss er stehenlassen. Er montiert aber ein Rad ab und deponiert es in der Tankstelle. Das Mädchen an der Kasse soll ihn kontaktieren, wenn der Wagen abgeholt wird.
Ein tragischer Fehler, denn einige Tage später ruft sie tatsächlich an - kurze Zeit später sind sie und ein dänischer Polizist tot. Risk fühlt sich schuldig und im Kompetenzgerangel mit den Nachbarn wird er als Bauernopfer vom Fall abgezogen. Währenddessen wird der zweite Klassenschläger, der immer zugetreten hatte, tot aufgefunden - seine Füße abgehakt. Claes, das Klassenopfer gerät unter Verdacht. Und jeder in der Klasse kann sein nächstes Opfer sein.
Doch dann nimmt Risk Kontakt mit Dunja auf, der Kommissarin aus Kopenhagen. Sie erlaubt ihm heimlich, sich das Auto anzusehen. Im Navigationssystem findet er eine Adresse. Dort ist das nächste Opfer - 17 Tage auf eine Platte gefesselt, mit Sonnenlicht versenkt doch erst seit 3 Tagen tot. Das Opfer ist Claes.
Fazit
^^^^
Schwedenthriller gibt es viele, und die meisten davon sind richtig gut. Und so konnte mich auch dieser Thriller mit seinen völlig unerwarteten Wendungen wirklich fesseln - darin zu versinken war gar kein Problem.
Natürlich hat man wieder den klassischen Einzelgänger-Kommissar, der sich einen Kehricht darum schert, was seine Vorgesetzten sagen und ob es irgendwelche Grenzrangeleien gibt - und vor allem ob er nun suspendiert ist oder nicht. Gleichzeitig sind natürlich die privaten Probleme obligatorisch - diesmal ist es aber endlich mal kein Alki, sondern nur ein nicht allzu erfolgreicher Vater, dessen Verhältnis zu den Kindern stark unter dem Job leidet - aber das gehört ja irgendwie zu einem ordentlichen Schwedenthriller dazu.
Besonders interessant macht die Geschichte dabei, dass die Wendungen wirklich kaum vorhersehbar sind. Sie legt ein enormes Tempo vor, dass man sich kaum losreißen kann. Am Ende allerdings überholt er sich ein bisschen selbst, wodurch ich beim Folgen ein bisschen Schwierigkeiten hatte - die Ereignisse überschlagen sich derartig, dass ich fast den Faden verloren hätte.
Von mir gibt es dennoch klare 4 Sterne, ich freue mich schon auf den Nachfolger.
In diesem Sinne
Eure Anke
Bei Thrillern haben die Schweden ja ein ganz besonderes Talent - eigentlich jeder ist duster und jeder ist richtig gut... Und immer neue Autoren drängen auf meinen SuB...
Und morgen du
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Daten
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Autor: Stefan Anhem
Verlag: List
ISBN: 3548612903
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 560 Seiten
Inhalt
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Fabian Risk hatte sich eigentlich einen ruhigeren Start gewünscht, als er mit seiner Familie aus Stockholm zurück in seine Heimat Helsingborg in Schonen zieht. Doch die Umzugskartons sind noch voll, als er in seine alte Schule gerufen wird. Der Werklehrer liegt tot im Werkraum, seine Hände fehlen - Risk findet sie im Duschraum. Doch das spezielle daran - neben der Leiche wird ein Klassenfoto gefunden - darauf Risks alte Klasse. Der Tote war der Klassenschläger - der Tod schien symbolisch, da er besonders gerne in der Jungsdusche zuschlug.
Risk beendet seinen Urlaub früher und beginnt, zu ermitteln. Der Tote war vor seinem Tod in Dänemark - dort findet Risk seine Spuren. Doch er darf dort nicht ermitteln, zu komplex ist der Umgang zwischen den Polizeistationen der beiden Länder. Das Auto, das er dort findet, muss er stehenlassen. Er montiert aber ein Rad ab und deponiert es in der Tankstelle. Das Mädchen an der Kasse soll ihn kontaktieren, wenn der Wagen abgeholt wird.
Ein tragischer Fehler, denn einige Tage später ruft sie tatsächlich an - kurze Zeit später sind sie und ein dänischer Polizist tot. Risk fühlt sich schuldig und im Kompetenzgerangel mit den Nachbarn wird er als Bauernopfer vom Fall abgezogen. Währenddessen wird der zweite Klassenschläger, der immer zugetreten hatte, tot aufgefunden - seine Füße abgehakt. Claes, das Klassenopfer gerät unter Verdacht. Und jeder in der Klasse kann sein nächstes Opfer sein.
Doch dann nimmt Risk Kontakt mit Dunja auf, der Kommissarin aus Kopenhagen. Sie erlaubt ihm heimlich, sich das Auto anzusehen. Im Navigationssystem findet er eine Adresse. Dort ist das nächste Opfer - 17 Tage auf eine Platte gefesselt, mit Sonnenlicht versenkt doch erst seit 3 Tagen tot. Das Opfer ist Claes.
Fazit
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Schwedenthriller gibt es viele, und die meisten davon sind richtig gut. Und so konnte mich auch dieser Thriller mit seinen völlig unerwarteten Wendungen wirklich fesseln - darin zu versinken war gar kein Problem.
Natürlich hat man wieder den klassischen Einzelgänger-Kommissar, der sich einen Kehricht darum schert, was seine Vorgesetzten sagen und ob es irgendwelche Grenzrangeleien gibt - und vor allem ob er nun suspendiert ist oder nicht. Gleichzeitig sind natürlich die privaten Probleme obligatorisch - diesmal ist es aber endlich mal kein Alki, sondern nur ein nicht allzu erfolgreicher Vater, dessen Verhältnis zu den Kindern stark unter dem Job leidet - aber das gehört ja irgendwie zu einem ordentlichen Schwedenthriller dazu.
Besonders interessant macht die Geschichte dabei, dass die Wendungen wirklich kaum vorhersehbar sind. Sie legt ein enormes Tempo vor, dass man sich kaum losreißen kann. Am Ende allerdings überholt er sich ein bisschen selbst, wodurch ich beim Folgen ein bisschen Schwierigkeiten hatte - die Ereignisse überschlagen sich derartig, dass ich fast den Faden verloren hätte.
Von mir gibt es dennoch klare 4 Sterne, ich freue mich schon auf den Nachfolger.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 20. April 2016
{Humor - Schweden} Mörder Anders verfällt dem Glauben
Hallo Leute!
Jonas Jonasson ist sicherlich vielen Literaturfans ein Begriff - "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist ja sogar verfilmt worden - jahrelang war er in den Bestseller Listen - mit dem Mörder Anders wagt er jetzt einen neuen Sturm.
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
^^^^^^^^^^^^^
Daten
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Autor: Jonas Jonasson
Verlag: Carl's books
ISBN: 357058562X
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten
Inhalt
^^^^
Eigentlich könnten Rezeptionist Per Persson und Ex-Pastorin Johanna Kjellander ganz zufrieden sein.
Der eine ist Rezeptionist in einem abgelegenem, aber sehr diskreten Hotel - doch er macht seinen Großvater für sein Elend verantwortlich - der war Pferdeverkäufer, ziemlich erfolgreich sogar. Doch er hat seine Millionen verspielt, so dass Per in einem Zimmer hinter der Rezeption leben muss.
Er trifft auf Johanna. Die skurile Ex-Pastorin wurde von ihrem Vater zum Theologiestudium gezwungen und praktiziert schon seit dem Studium aktiven Unglauben.
Im Hotel treffen beide auf Mörder Anders, eigentlich Johan Anders. Mehr als die Hälfte seines erwachsenen Lebens hatte er im Knast verbracht. Der sollte für einen seiner Klienten einem Mann eigentlich beide Arme brechen. Doch da der ein Baby auf dem Arm hielt, brach Anders ihm nur einen Arm - das sollte Abzug bei der Prämie sein. Doch Per und Johanna regeln das.
Schnell entsteht eine Geschäftsidee - 20% der Prämien erhalten Johanna und Per, dafür übernehmen die beiden das Management. Länger als ein jahr geht das gut. Anders häuft zwar kein Vermögen an, weil er gelegentlich in Kneipen den Abend finanziert und dabei auch gelegentlich eine Jukebox aus dem Fenster fliegt.
Doch dann fragt Anders Johanna eines Abends um Rat - sie soll ihm von der Bibel erzählen - und damit endet die Geschäftsbeziehung abrupt - Anders wird gläubig und will von nun an keinem Menschen mehr wehtun.
Schnell müssen sich der Rezeptionist und die Pastorin etwas anderes einfallen lassen, damit ihr Knochenbrecher-Geschäft nicht einbricht. Sie beschließen, dass sie ganz einfach eine neue Religion gründen - und Mörder Anders wird der erste Pastor.
Fazit
^^^^
Haha, was eine skurile und unheimlich unterhaltsame Geschichte, optimal für einen faulen Tag in der Hängematte. Kurzweilig erzählt muss man aber dennoch immer dranbleiben, denn beinahe in jedem Kapitel folgt eine interessante, amüsante und völlig unerwartete Wendung.
Wieder ist Jonas Jonasson ein Roman voll mit skurilen Wendungen gelungen, der allerdings an sein Erstlingswerk - "Den Hundertjährigen" nicht ganz heranreicht. Vielleicht fehlen mir da die historischen Anspielungen. Daher hat es auch nicht ganz für die 5 Sterne gereicht - es gibt grundsolide und gut amüsierte 4 Sterne.
Es ist eben kein Buch, dass man ggf. mehrfach liest (so ging es mir beim Hundertjährigen) es bietet aber wirklich gute Unterhaltung - die Fans von Jonas Jonasson werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Jonas Jonasson ist sicherlich vielen Literaturfans ein Begriff - "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist ja sogar verfilmt worden - jahrelang war er in den Bestseller Listen - mit dem Mörder Anders wagt er jetzt einen neuen Sturm.
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
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Daten
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Autor: Jonas Jonasson
Verlag: Carl's books
ISBN: 357058562X
Preis: 19,99€
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten
Inhalt
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Eigentlich könnten Rezeptionist Per Persson und Ex-Pastorin Johanna Kjellander ganz zufrieden sein.
Der eine ist Rezeptionist in einem abgelegenem, aber sehr diskreten Hotel - doch er macht seinen Großvater für sein Elend verantwortlich - der war Pferdeverkäufer, ziemlich erfolgreich sogar. Doch er hat seine Millionen verspielt, so dass Per in einem Zimmer hinter der Rezeption leben muss.
Er trifft auf Johanna. Die skurile Ex-Pastorin wurde von ihrem Vater zum Theologiestudium gezwungen und praktiziert schon seit dem Studium aktiven Unglauben.
Im Hotel treffen beide auf Mörder Anders, eigentlich Johan Anders. Mehr als die Hälfte seines erwachsenen Lebens hatte er im Knast verbracht. Der sollte für einen seiner Klienten einem Mann eigentlich beide Arme brechen. Doch da der ein Baby auf dem Arm hielt, brach Anders ihm nur einen Arm - das sollte Abzug bei der Prämie sein. Doch Per und Johanna regeln das.
Schnell entsteht eine Geschäftsidee - 20% der Prämien erhalten Johanna und Per, dafür übernehmen die beiden das Management. Länger als ein jahr geht das gut. Anders häuft zwar kein Vermögen an, weil er gelegentlich in Kneipen den Abend finanziert und dabei auch gelegentlich eine Jukebox aus dem Fenster fliegt.
Doch dann fragt Anders Johanna eines Abends um Rat - sie soll ihm von der Bibel erzählen - und damit endet die Geschäftsbeziehung abrupt - Anders wird gläubig und will von nun an keinem Menschen mehr wehtun.
Schnell müssen sich der Rezeptionist und die Pastorin etwas anderes einfallen lassen, damit ihr Knochenbrecher-Geschäft nicht einbricht. Sie beschließen, dass sie ganz einfach eine neue Religion gründen - und Mörder Anders wird der erste Pastor.
Fazit
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Haha, was eine skurile und unheimlich unterhaltsame Geschichte, optimal für einen faulen Tag in der Hängematte. Kurzweilig erzählt muss man aber dennoch immer dranbleiben, denn beinahe in jedem Kapitel folgt eine interessante, amüsante und völlig unerwartete Wendung.
Wieder ist Jonas Jonasson ein Roman voll mit skurilen Wendungen gelungen, der allerdings an sein Erstlingswerk - "Den Hundertjährigen" nicht ganz heranreicht. Vielleicht fehlen mir da die historischen Anspielungen. Daher hat es auch nicht ganz für die 5 Sterne gereicht - es gibt grundsolide und gut amüsierte 4 Sterne.
Es ist eben kein Buch, dass man ggf. mehrfach liest (so ging es mir beim Hundertjährigen) es bietet aber wirklich gute Unterhaltung - die Fans von Jonas Jonasson werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 14. April 2016
{Roman - Schweden - Indien} Die indischen Abenteuer des Göran B.
Hallo Leute!
Wieder einmal hat mich der Titel zu einem Buch geleitet. Ich habe ja den "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg" GELIEBT - und irgendwie erinnerte mich der Titel an dieses tolle Leseerlebnis...
Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte
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Daten
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Autor: Mikael Bergstrand
Verlag: btb
ISBN: 9783442713578
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 416 Seiten
Inhalt
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Göran Borg ist wohl das, was man ein Gewohnheitstier nennt. Knapp über 50, schon seit 25 Jahren bei der gleichen Firma beschäftigt, verheiratet, 2 erwachsene Kinder.
Doch dann geht alles ganz schnell. Erst haut ihm seine Frau Mia ab und dann verliert er seinen Job, weil er einen großen Teil seiner Arbeitszeit in einem Fussballforum verbringt. Und dank seiner reichen Abfindung kommt er nun erst Recht nicht mehr vom Sofa herunter.
Doch dann kann sein Freund, der Reiseleiter Erik, ihn davon überzeugen, ihn auf seine nächste Reise für "Unglaubliches Indien!" zu begleiten. Widerwillig fliegt er mit doch schon bei der Landung geht alles schief. Der pure Gestank schlägt ihm entgegen und auch das Hotel ist wenig einladend.
Und schon im zweiten Hotel der Rundreise geht alles schief - er holt sich eine schlimme Magen-Darm-Infektion und kann erstmal nicht weiter. Doch Erik muss bei seiner Gruppe bleiben und muss Göran alleinelassen. Er beauftragt seinen Freund Yogi, Göran ein paar Tage später wieder zur Gruppe zu bringen.
Doch Göran beschließt, mit Yogi lieber wieder nach Delhi zu fahren um dort auf seinen Rückflug zu warten. Er lebt dort gemeinsam mit Yogi bei seiner Mutter, geht mit ihm einkaufen und ins Fitness-Studio im Luxushotel Hyatt. Dort verliebt er sich in Preeti, die verheiratete Inhaberin des Beauty-Salons.
Als die ihn zum Holifest einlädt, beschließt Göran, noch ein kleines bisschen in Delhi zu bleiben - denn ein kleines bisschen hat er sich schon verliebt in dieses offene Land und seine Menschen.
Fazit
^^^^
Nicht nur der Titel hat ein bisschen vom "Hundertjährigen". Auch die Story an sich ist skuril und einfach zum Verlieben. Da landet ein Mann in der Midlifecrisis in Delhi und hasst erstmal alles hasst. Eigentlich will er nur nach Hause doch durch eine Verkettung von Umständen bleibt er am Ende ein ganzes Jahr - weil er auf den ersten Blick skurile Menschen kennenlernt, mit denen er in Indien wohl kaum jemals ein Wort gesprochen hätte - allen voran Bollywood Superstar Sharuk Khan.
Dann verliebt er sich ausgerechnet in eine Frau, die mit einem wahren Magnaten verheiratet ist, einem Mann, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch aus allem, was er anfasst, Gold macht.
Auch in die Kultur taucht Göran tief hinein - er trinkt Haschischgetränke beim Holifestival (das ja bei uns auch inzwischen extrem beliebt ist) und lebt in direkter Nachbarschaft eines Slums. Er wird von "Hexen" heimgesucht, als er seine Wohnung einweiht und taucht auch im Ganges ein.
Man hat sofort eine gewisse Sympathie eigentlich mit allen Hauptcharaktären, allen voran natürlich mit Göran, dem Couchpotato, der mit einer gewissen Leichtigkeit Indien erkunden...
Von mir gibt es 4 Sterne, da das Buch auch mit kleineren Längen aufwarten kann - ich habe mich 100% unterhalten gefühlt.
In diesem Sinne
Eure Anke
Wieder einmal hat mich der Titel zu einem Buch geleitet. Ich habe ja den "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg" GELIEBT - und irgendwie erinnerte mich der Titel an dieses tolle Leseerlebnis...
Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte
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Daten
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Autor: Mikael Bergstrand
Verlag: btb
ISBN: 9783442713578
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 416 Seiten
Inhalt
^^^^
Göran Borg ist wohl das, was man ein Gewohnheitstier nennt. Knapp über 50, schon seit 25 Jahren bei der gleichen Firma beschäftigt, verheiratet, 2 erwachsene Kinder.
Doch dann geht alles ganz schnell. Erst haut ihm seine Frau Mia ab und dann verliert er seinen Job, weil er einen großen Teil seiner Arbeitszeit in einem Fussballforum verbringt. Und dank seiner reichen Abfindung kommt er nun erst Recht nicht mehr vom Sofa herunter.
Doch dann kann sein Freund, der Reiseleiter Erik, ihn davon überzeugen, ihn auf seine nächste Reise für "Unglaubliches Indien!" zu begleiten. Widerwillig fliegt er mit doch schon bei der Landung geht alles schief. Der pure Gestank schlägt ihm entgegen und auch das Hotel ist wenig einladend.
Und schon im zweiten Hotel der Rundreise geht alles schief - er holt sich eine schlimme Magen-Darm-Infektion und kann erstmal nicht weiter. Doch Erik muss bei seiner Gruppe bleiben und muss Göran alleinelassen. Er beauftragt seinen Freund Yogi, Göran ein paar Tage später wieder zur Gruppe zu bringen.
Doch Göran beschließt, mit Yogi lieber wieder nach Delhi zu fahren um dort auf seinen Rückflug zu warten. Er lebt dort gemeinsam mit Yogi bei seiner Mutter, geht mit ihm einkaufen und ins Fitness-Studio im Luxushotel Hyatt. Dort verliebt er sich in Preeti, die verheiratete Inhaberin des Beauty-Salons.
Als die ihn zum Holifest einlädt, beschließt Göran, noch ein kleines bisschen in Delhi zu bleiben - denn ein kleines bisschen hat er sich schon verliebt in dieses offene Land und seine Menschen.
Fazit
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Nicht nur der Titel hat ein bisschen vom "Hundertjährigen". Auch die Story an sich ist skuril und einfach zum Verlieben. Da landet ein Mann in der Midlifecrisis in Delhi und hasst erstmal alles hasst. Eigentlich will er nur nach Hause doch durch eine Verkettung von Umständen bleibt er am Ende ein ganzes Jahr - weil er auf den ersten Blick skurile Menschen kennenlernt, mit denen er in Indien wohl kaum jemals ein Wort gesprochen hätte - allen voran Bollywood Superstar Sharuk Khan.
Dann verliebt er sich ausgerechnet in eine Frau, die mit einem wahren Magnaten verheiratet ist, einem Mann, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch aus allem, was er anfasst, Gold macht.
Auch in die Kultur taucht Göran tief hinein - er trinkt Haschischgetränke beim Holifestival (das ja bei uns auch inzwischen extrem beliebt ist) und lebt in direkter Nachbarschaft eines Slums. Er wird von "Hexen" heimgesucht, als er seine Wohnung einweiht und taucht auch im Ganges ein.
Man hat sofort eine gewisse Sympathie eigentlich mit allen Hauptcharaktären, allen voran natürlich mit Göran, dem Couchpotato, der mit einer gewissen Leichtigkeit Indien erkunden...
Von mir gibt es 4 Sterne, da das Buch auch mit kleineren Längen aufwarten kann - ich habe mich 100% unterhalten gefühlt.
In diesem Sinne
Eure Anke
Dienstag, 5. April 2016
{Kultur - Schweden - Staat} Warum der Schwede gerne Steuern zahlt?
Hallo Leute!
Zugegeben, nach Schweden haben mich meine vielen Reisen bisher noch nicht gebracht. Da aber eine Freundin aus dem Studium dort lebt und arbeitet, habe ich schon häufiger drüber nachgedacht. Denn faszinierend ist das Land ja schon, schließlich hatten dort viele meiner Lieblingsthriller ihren Schauplatz.
Da lohnt es sich doch mal, sich mal mit dem Wikingervolk aus dem hohen Norden näher auseinanderzusetzen...
Ist der Schwede ein Mensch?
^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autoren; Henrik Berggren, Lars Trägärdh
Verlag: btb
ISBN: 3442754704
Preis: 24,95€
gebundene Ausgabe, 560 Seiten
Inhalt
^^^^^
Henrik Berggren und Lars Trägärdh sind zwei der renommiertesten Historiker ihres Landes und werfen in diesem Buch einen grundlegenden Blick auf die schwedische Seele.
Dabei stellen die beiden die Frage, was den Schweden zum Schweden macht und was das Land zu einem der bestfunktionierenden Nationen Europas macht - wie funktioniert die schwedische Ideologie? Wie funktioniert eine schwedische Beziehung? Was prägt die Gesellschaft und was macht sie so speziell?
So macht sich der Schwede etwa unabhängig von anderen. Im Vergleich zum Rest Europas gilt hier das Individuum als kleinste mögliche Einheit und nicht die Familie. Das hat gravierende Folgen für die Individualwirtschaft.
Denn was wir als sehr kühle Mentalität verstehen, versteht der Schwede als Wunsch nach Einsamkeit. Und damit verbunden werfen sie auch einen Blick auf den Wohlfahrtsstaat Schweden, der als eine Art Pakt zwischen Individuum und Staat verstanden wird. Damit verbunden ist eine gewisse Mentalität, die weit von dem gängigen Klischee abweicht. Dabei ziehen die beiden Autoren einen direkten Vergleich zu Deutschland. Denn ist hierzulande die kleinste Einheit die Familie, ist sie in Schweden das Individuum.
Fazit
^^^^^
Der zunächst sehr amüsante Titel ist mir gleich ins Auge gesprungen. Und dann kommt es aber alles andere als erwartet. Denn es ist kein amüsanter Blick auf die Schrullen der Schweden, sondern viel mehr eine sozialpsychologische Auseinandersetzung mit dem Wohlfahrtsstaat, der in Schweden so ganz anders um nicht zu sagen besser funktioniert als in Deutschland oder in Österreich.
Und je tiefer man dann in dieses hoch interessante Werk vordringt, umso mehr versteht man dieses höchstinteressante Volk - und man versteht, dass die vordergründigen Gegensätze doch miteinander übereinzubringen sind - der gastfreundliche Schwede muss einem eben nicht gleich um den Hals fallen, um seine Gastfreundschaft zu demonstrieren und er kann den Staat und seine Freiheit zugleich ausleben.
Ich denke, wir können viel von der schwedischen Mentalität lernen.
Von mir gibt es spannende 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Zugegeben, nach Schweden haben mich meine vielen Reisen bisher noch nicht gebracht. Da aber eine Freundin aus dem Studium dort lebt und arbeitet, habe ich schon häufiger drüber nachgedacht. Denn faszinierend ist das Land ja schon, schließlich hatten dort viele meiner Lieblingsthriller ihren Schauplatz.
Da lohnt es sich doch mal, sich mal mit dem Wikingervolk aus dem hohen Norden näher auseinanderzusetzen...
Ist der Schwede ein Mensch?
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Daten
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Autoren; Henrik Berggren, Lars Trägärdh
Verlag: btb
ISBN: 3442754704
Preis: 24,95€
gebundene Ausgabe, 560 Seiten
Inhalt
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Henrik Berggren und Lars Trägärdh sind zwei der renommiertesten Historiker ihres Landes und werfen in diesem Buch einen grundlegenden Blick auf die schwedische Seele.
Dabei stellen die beiden die Frage, was den Schweden zum Schweden macht und was das Land zu einem der bestfunktionierenden Nationen Europas macht - wie funktioniert die schwedische Ideologie? Wie funktioniert eine schwedische Beziehung? Was prägt die Gesellschaft und was macht sie so speziell?
So macht sich der Schwede etwa unabhängig von anderen. Im Vergleich zum Rest Europas gilt hier das Individuum als kleinste mögliche Einheit und nicht die Familie. Das hat gravierende Folgen für die Individualwirtschaft.
Denn was wir als sehr kühle Mentalität verstehen, versteht der Schwede als Wunsch nach Einsamkeit. Und damit verbunden werfen sie auch einen Blick auf den Wohlfahrtsstaat Schweden, der als eine Art Pakt zwischen Individuum und Staat verstanden wird. Damit verbunden ist eine gewisse Mentalität, die weit von dem gängigen Klischee abweicht. Dabei ziehen die beiden Autoren einen direkten Vergleich zu Deutschland. Denn ist hierzulande die kleinste Einheit die Familie, ist sie in Schweden das Individuum.
Fazit
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Der zunächst sehr amüsante Titel ist mir gleich ins Auge gesprungen. Und dann kommt es aber alles andere als erwartet. Denn es ist kein amüsanter Blick auf die Schrullen der Schweden, sondern viel mehr eine sozialpsychologische Auseinandersetzung mit dem Wohlfahrtsstaat, der in Schweden so ganz anders um nicht zu sagen besser funktioniert als in Deutschland oder in Österreich.
Und je tiefer man dann in dieses hoch interessante Werk vordringt, umso mehr versteht man dieses höchstinteressante Volk - und man versteht, dass die vordergründigen Gegensätze doch miteinander übereinzubringen sind - der gastfreundliche Schwede muss einem eben nicht gleich um den Hals fallen, um seine Gastfreundschaft zu demonstrieren und er kann den Staat und seine Freiheit zugleich ausleben.
Ich denke, wir können viel von der schwedischen Mentalität lernen.
Von mir gibt es spannende 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 29. Februar 2016
{Krimi - Reihe - Skandinavien} Kommissar auf Drogen
Hallo Leute!
Viel Schnee gab es ja in diesem Winter in Wien leider nicht. Umso verlockender klang der neueste Titel aus der Leo Junker Reihe...
Schmutziger Schnee
^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autor: Christoffer Carlsson
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 3570102335
Preis: 14,99€
Broschiert, 416 Seiten
Inhalt
^^^^^
Leo Junker ist gerade frisch in den Polizeidienst zurückgekehrt, als sie schon zu ihrem ersten Tatort gerufen wird. In einem Hinterhof liegt die Leiche eines bekannten Soziologen, einziger Zeuge ein kleiner Junge, der am Fenster stand.
Schnell wird klar, dass der Fall wesentlich brisanter ist, als zunächst gedacht. Spätestens als der Tote offiziell identifiziert ist, ist der Fall wirklich heiß. Der Soziologe hatte mit einigen gewaltbereiten Randgruppen in Stockholm engen Kontakt steht. Und dann kommt Junker auf eine heiße Spur. Doch dann wird ihm der Fall entzogen - der Schwedische Geheimdienst hat seine Finger im Spiel.
Fazit
^^^^^
Ich weiß nicht so recht, aber irgendwie bin ich mit dem Krimi nicht so richtig warmgeworden. Ständig fragt man sich, warum dem Kommissar Leo Junker am Tatort ständig entweder kotzen oder Tabletten schlucken will. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe - anscheinend kehrt Leo gerade in den Polizeidienst zurück und ist völlig verstört - aber mich verstört im ersten 1/4 mehr der Zustand der Kommissarin als der Mord an dem Soziologen. Immer wieder versucht er sich einzureden, dass alles okay ist, aber trotzdem wird die nächste Tablette eingeworfen. Es gibt ja viele Krimis mit verstörten und verhaltensauffälligen Kommissaren, aber der toppt wirklich alles. Da sind natürlich ordentliche Wissenslücken - Band 2 kann man nicht ohne Band 1 lesen, was für mich bei eigentlich 2 unabhängigen Fällen für mich ein erheblicber Mängel ist.
Unabhängig von meinen mangelnden Vorkenntnissen kommt der Fall nur sehr zäh in Gang - vermutlich weil der Kommissar zu viele Tabletten schlucken muss, was gefühlt in jedem zweiten Satz vorkommt. Das strengt einfach an, weil meine Aufmerksamkeit relativ schnell flöten geht und langsam aufgehende Spannung gleich wieder abfällt - eine Spannungskurve habe ich so gut wie gar nicht gefunden.
Dieser Skandinavienkrimi war ausnahmsweise mal nicht so meins - zu geschädigt der Kommissar, zu wenig Spannung...
Von mir gibt es 2 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Viel Schnee gab es ja in diesem Winter in Wien leider nicht. Umso verlockender klang der neueste Titel aus der Leo Junker Reihe...
Schmutziger Schnee
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Daten
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Autor: Christoffer Carlsson
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 3570102335
Preis: 14,99€
Broschiert, 416 Seiten
Inhalt
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Leo Junker ist gerade frisch in den Polizeidienst zurückgekehrt, als sie schon zu ihrem ersten Tatort gerufen wird. In einem Hinterhof liegt die Leiche eines bekannten Soziologen, einziger Zeuge ein kleiner Junge, der am Fenster stand.
Schnell wird klar, dass der Fall wesentlich brisanter ist, als zunächst gedacht. Spätestens als der Tote offiziell identifiziert ist, ist der Fall wirklich heiß. Der Soziologe hatte mit einigen gewaltbereiten Randgruppen in Stockholm engen Kontakt steht. Und dann kommt Junker auf eine heiße Spur. Doch dann wird ihm der Fall entzogen - der Schwedische Geheimdienst hat seine Finger im Spiel.
Fazit
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Ich weiß nicht so recht, aber irgendwie bin ich mit dem Krimi nicht so richtig warmgeworden. Ständig fragt man sich, warum dem Kommissar Leo Junker am Tatort ständig entweder kotzen oder Tabletten schlucken will. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe - anscheinend kehrt Leo gerade in den Polizeidienst zurück und ist völlig verstört - aber mich verstört im ersten 1/4 mehr der Zustand der Kommissarin als der Mord an dem Soziologen. Immer wieder versucht er sich einzureden, dass alles okay ist, aber trotzdem wird die nächste Tablette eingeworfen. Es gibt ja viele Krimis mit verstörten und verhaltensauffälligen Kommissaren, aber der toppt wirklich alles. Da sind natürlich ordentliche Wissenslücken - Band 2 kann man nicht ohne Band 1 lesen, was für mich bei eigentlich 2 unabhängigen Fällen für mich ein erheblicber Mängel ist.
Unabhängig von meinen mangelnden Vorkenntnissen kommt der Fall nur sehr zäh in Gang - vermutlich weil der Kommissar zu viele Tabletten schlucken muss, was gefühlt in jedem zweiten Satz vorkommt. Das strengt einfach an, weil meine Aufmerksamkeit relativ schnell flöten geht und langsam aufgehende Spannung gleich wieder abfällt - eine Spannungskurve habe ich so gut wie gar nicht gefunden.
Dieser Skandinavienkrimi war ausnahmsweise mal nicht so meins - zu geschädigt der Kommissar, zu wenig Spannung...
Von mir gibt es 2 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Sonntag, 28. Februar 2016
{Thriller - Skandinavien - Fjällbacka} Nazis in Fjällbacka
Hallo Leute!
Ich bin ja bekennender Fan von Skandinavienkrimis. Und eine der meistgelesenen Autorinnen ist sicherlich Camilla Läckberg. 2 Romane waren bei mir schon auf dem Prüfstand und ich sah das ganze bisher etwas zwiespältig.
Engel aus Eis
^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autorin: Camilla Läckberg
Verlag: Ullstein Taschenbuch
ISBN: 3548610633
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 512 Seiten
Inhalt
^^^^^
Das Buch ist ein weiteres aus der Reihe um das Ehepaar Hedström/Falck. Er, Patrick, ist Polizist in der Gemeinde Tanum, zu der auch der 900 Seelen Ort Fjällbacka gehört - Sie, Erica, schreibt Sachbücher über historische Kriminalfälle aus der Gegend und findet bei ihren Recherchen immer wieder Parallelen zu Patricks Fällen.
Nun wird die kleine Maja, die Tochter von Patrick und Erica, schon 1 Jahr alt. Patrick hatte sich schon seit längerem entschieden, auf Erziehungsurlaub zu gehen um Erica den Rücken freizuhalten und sich um die Kleine zu kümmern.
Doch schon am Ersten Tag begegnet er seinen Kollegen beim Spaziergang. Sie sind auf dem Weg zu einem Einsatz. Der alte Erik Frankel wurde ermordet. Der pensionierte Geschichtslehrer wird von 2 Jungs gefunden, die in sein Haus einbrechen, um seine Sammlung von Reliquien aus der NS Zeit zu begutachten. Doch als sie in die Wohnung eindringen, ist der gesamte Boden von Fliegen bedeckt - Frankel ist seit mehreren Monaten tot. Er war bekannt dafür, der NS Zeit eher negativ gegenüberzustehen und trotzdem alles aus der Zeit zu sammeln, weshalb Erica ihm auch 3 Monate zuvor einen Orden brachte, den sie bei den Sachen ihrer Mutter fand.
Erica beginnt unterdessen, die Kriegstagebücher ihrer Mutter zu lesen, die sie nach deren Tod auf dem Dachboden gefunden hat. Dabei dringt sie immer tiefer in die Welt ihrer Mutter ein, zu der sie zu Lebzeiten immer ein eher distanziertes Verhältnis hatte. Doch Elsy (die Mutter) beschreibt das Leben während des Krieges, gemeinsam mit ihren Freunden Erik, Axel und Britta.Und dabei erfährt sie, dass Erik gerade in Fjallbäcka ermordet wurde.
Je tiefer Erica in die Vergangenheit ihrer Mutter eindringt, umso mehr trifft sie auf ihre dunkelsten Geheimnisse.
Fazit
^^^^^^
Das Buch hat gleich mehrere spannende Aspekte.
Das erste, was ein bisschen auch Läckbergs Sti ausmacht, ist die wechselnde Erzählung einmal aus der Gegenwart und zum anderen wird paralell die Geschichte von Elsy und ihren Freunden aus den Jahren 1943 bis 1945 erzählt - die Kriegswirren, der Widerstand, das KZ (in das Axel kommt) spielen hierbei eine wichtige Rolle - und viele der Protagonisten von damals entdeckt man auch in der Gegenwart wieder (außer Elsy und Erik, die sind ja gestorben).
Mir gefällt der Charakter der Erica Falck ganz gut. Sie ist auf der einen Seite die dynamische Karrierefrau - immerhin führen Erica und Patrick eine gleichberechtigte Ehe, auf der anderen Seite geht sie bei ihren Recherchen sehr stark aus dem Bauch heraus vor. Das wirkt zwar manchmal sehr naiv und bringt den Polizisten Patrick aus dem Konzept - doch immer kann sie zu Patricks Ermittlungen beitragen.
Was ich ein bisschen als Minuspunkt sehe, die Serie könnte langsam ihr Ende erreicht haben - ich meine, so bald Erica eine Geschichte anpackt, passiert in Fjallbäcka ein Mord, der mit Ericas Recherche in Zusammenhang steht stirbt auf unnatürliche Weise... Hallo? Die Frau würde ich doch der Stadt verweisen. Das wirkt ein bisschen konstruiert.
Ich bin diesmal wieder etwas zufriedener als beim letzten Roman - aber ich habe ja noch 6 Bücher vor mir...
In diesem Sinne
Eure Anke
Ich bin ja bekennender Fan von Skandinavienkrimis. Und eine der meistgelesenen Autorinnen ist sicherlich Camilla Läckberg. 2 Romane waren bei mir schon auf dem Prüfstand und ich sah das ganze bisher etwas zwiespältig.
Engel aus Eis
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Daten
^^^^^
Autorin: Camilla Läckberg
Verlag: Ullstein Taschenbuch
ISBN: 3548610633
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 512 Seiten
Inhalt
^^^^^
Das Buch ist ein weiteres aus der Reihe um das Ehepaar Hedström/Falck. Er, Patrick, ist Polizist in der Gemeinde Tanum, zu der auch der 900 Seelen Ort Fjällbacka gehört - Sie, Erica, schreibt Sachbücher über historische Kriminalfälle aus der Gegend und findet bei ihren Recherchen immer wieder Parallelen zu Patricks Fällen.
Nun wird die kleine Maja, die Tochter von Patrick und Erica, schon 1 Jahr alt. Patrick hatte sich schon seit längerem entschieden, auf Erziehungsurlaub zu gehen um Erica den Rücken freizuhalten und sich um die Kleine zu kümmern.
Doch schon am Ersten Tag begegnet er seinen Kollegen beim Spaziergang. Sie sind auf dem Weg zu einem Einsatz. Der alte Erik Frankel wurde ermordet. Der pensionierte Geschichtslehrer wird von 2 Jungs gefunden, die in sein Haus einbrechen, um seine Sammlung von Reliquien aus der NS Zeit zu begutachten. Doch als sie in die Wohnung eindringen, ist der gesamte Boden von Fliegen bedeckt - Frankel ist seit mehreren Monaten tot. Er war bekannt dafür, der NS Zeit eher negativ gegenüberzustehen und trotzdem alles aus der Zeit zu sammeln, weshalb Erica ihm auch 3 Monate zuvor einen Orden brachte, den sie bei den Sachen ihrer Mutter fand.
Erica beginnt unterdessen, die Kriegstagebücher ihrer Mutter zu lesen, die sie nach deren Tod auf dem Dachboden gefunden hat. Dabei dringt sie immer tiefer in die Welt ihrer Mutter ein, zu der sie zu Lebzeiten immer ein eher distanziertes Verhältnis hatte. Doch Elsy (die Mutter) beschreibt das Leben während des Krieges, gemeinsam mit ihren Freunden Erik, Axel und Britta.Und dabei erfährt sie, dass Erik gerade in Fjallbäcka ermordet wurde.
Je tiefer Erica in die Vergangenheit ihrer Mutter eindringt, umso mehr trifft sie auf ihre dunkelsten Geheimnisse.
Fazit
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Das Buch hat gleich mehrere spannende Aspekte.
Das erste, was ein bisschen auch Läckbergs Sti ausmacht, ist die wechselnde Erzählung einmal aus der Gegenwart und zum anderen wird paralell die Geschichte von Elsy und ihren Freunden aus den Jahren 1943 bis 1945 erzählt - die Kriegswirren, der Widerstand, das KZ (in das Axel kommt) spielen hierbei eine wichtige Rolle - und viele der Protagonisten von damals entdeckt man auch in der Gegenwart wieder (außer Elsy und Erik, die sind ja gestorben).
Mir gefällt der Charakter der Erica Falck ganz gut. Sie ist auf der einen Seite die dynamische Karrierefrau - immerhin führen Erica und Patrick eine gleichberechtigte Ehe, auf der anderen Seite geht sie bei ihren Recherchen sehr stark aus dem Bauch heraus vor. Das wirkt zwar manchmal sehr naiv und bringt den Polizisten Patrick aus dem Konzept - doch immer kann sie zu Patricks Ermittlungen beitragen.
Was ich ein bisschen als Minuspunkt sehe, die Serie könnte langsam ihr Ende erreicht haben - ich meine, so bald Erica eine Geschichte anpackt, passiert in Fjallbäcka ein Mord, der mit Ericas Recherche in Zusammenhang steht stirbt auf unnatürliche Weise... Hallo? Die Frau würde ich doch der Stadt verweisen. Das wirkt ein bisschen konstruiert.
Ich bin diesmal wieder etwas zufriedener als beim letzten Roman - aber ich habe ja noch 6 Bücher vor mir...
In diesem Sinne
Eure Anke
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