Donnerstag, 5. September 2013

UNESCO Welterbe - Der große Plan

Hallo Leute!

Mein Freund und ich reisen sehr gerne. Daher haben wir vor 2 Jahren einen Plan gefasst. Als wir dieses Buch in der Weltbild-Buchhandlung sahen, haben wir ausgemacht, dass wir alle diese mehr als 900 UNESCO Welterbestätten besuchen werden. Wir haben jetzt 11, bleiben also noch 889 übrig... Und immer wieder schauen wir bei der Reiseplanung in dieses Buch.


UNESCO WELTERBE
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Daten
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Titel: Das UNESCO Welterbe
Verlag: Weltbild
ISBN: 978-3-8290-3643-0
Preis: 14,99€


Inhalt
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Das Buch führt einen - nach Ländern geordnet - zu allen 2011 aktuellen Plätzen, die von der UNESCO das Zertifikat Welterbe (Weltkultur- und Weltnaturerbe) erhalten haben.

Das ganze beginnt zunächst mit den 2010/11 neu dazugekommenen Welterbestätten, wie das Grachtensystem in Amsterdam oder der historische Basar in Täbris.

Dann kommt ein großes Kapitel über Europa, das mehr als 200 Seiten einnimmt. Als nächstes kommt Asien, dann Australien/Ozeanien, schließlich Afrika und Amerika. Die einzelnen Länder sind dabei nicht alphabetisch geordnet, sondern zumindest in Europa in etwa von West nach Ost.

Vorgestellt werden pro DIN A4-Seite meistens 4 Welterbestätten, je nach größe auch mal 3 oder noch weniger. In den Texten wird geschildert, warum gerade diese Stätte besonders schützenswert ist. Bei den Kulturerbestätten sind dies meistens kurze historische Darstellungen, bei Weltnaturerbestätten sind es meist Beschreibungen der Natur. Zudem gibt es zu jeder einzelnen Stätte mindestens ein typisches Bild. Die Texte sind kurz und knackig aber dennoch unterhaltsam und prägnant.

Am Schluss gibt es dann noch einen Atlas, in den alle Welterbestätten eingezeichnet sind, zur groben Orientierung. Hier sieht man Hauptstädte in rot, Weltkulturerbe in gelb, Weltnaturerbe in grün gezeigt.


Illustration
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Die Illustration ist wirklich beeindruckend. Zu jedem der 900 Welterbestätten ist mindestens ein Bild abgedruckt, zu den besonders großen bzw. den besonders gefährdeten teils sogar zwei bis drei.


Fazit
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Das Welterbe muss geschützt werden. Auf unserer Tour durch Griechenland haben mein Schatz und ich ja mal wieder ein paar Welterbestätten besucht und ich muss sagen, es gab noch keine, wo ich nicht absolut beeindruckt und begeistert war. Dieses Buch ist eine Art Bildband, der einen an alle Orte entführt, die die UNESCO für schützenswert hält und ich muss ehrlich sagen, jedesmal wenn ich es in die Hand nehme, habe ich mal wieder Lust zu reisen, grandiose Orte zu erleben und einfach zu staunen.

Übrigens hat es leider durchaus einen Grund, warum Europa mehr als die Hälfte des Buches einnimmt. Man muss sich nämlich als Land bei der UNESCO um die Errichtung einer Welterbestätte bewerben. Und das kostet eben Geld. Und für Kultur kann man in Europa (glücklicherweise) eben noch Geld ausgeben.

Das Buch macht Lust aufs Reisen und bekommt daher von mir klare 5 Sterne. Wir haben noch ein bisschen zu tun, mal schauen, wann wir die nächste UNESCO Stätte abhaken können. Ich freu mich schon drauf.

In diesem Sinne

Eure Anke

Wien erlesen: Auch in Wien wirds manchmal spannend...

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch ein Buch vor. Neulich war ich mal wieder in der Remittenden-Buchhandlung meines Vertrauens. Da ich gerne Bücher lese, die in Regionen spielen, in denen ich schonmal war, bin ich auf das folgende Buch gestoßen...

Zu Grabe
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Daten
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Autorin: Daniela Larcher
ISBN: 3596182867
Verlag: Fischer
Preis: 8,99€, ich habe als Remittende 4,95€ gezahlt


Geschichte
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An der Wiener Uni wird der Kopf eines ermordeten Professors in der Ehrenhalle aufgefunden. Der Archäologe Vitus Novak wurde enthauptet, von seinem Körper fehlt jede Spur. Schnell fällt der Verdacht auf den jungen Kollegen Lorentz, der nachts gesehen wurde, als er etwas aus der Universität schleppte. Doch seine Freundin, die Gerichtsmedizinerin Capelli und deren Bekannter, der Regionalpolizist Morell, kommen schnell auf die Spur, das da etwas nicht stimmen kann. So begeben sie sich illegal auf die Jagd nach dem wahren Mörder und finden heraus, dass Prof. Novak sich mehre Leute zum Feind gemacht hat, nicht nur seinen Nachbarn, den Pfarrer, den er anzeigte wegen Ruhestörung, sondern auch der eine oder andere Kollege in der Universität ist nicht gut auf ihn zu sprechen.


Autorin
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Daniela Larcher ist 1977 geboren. Sie war viel in der Werbebranche tätig, studierte aber nebenher auch noch Archäologie in Wien, was erklärt, warum dieses Buch besonders glaubhaft wirkt, denn natürlich kennt sie daher den einen oder anderen Archäologen ganz gut.


Fazit
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Ich mag Bücher ganz gerne, in denen nicht allzu detailliert beschrieben wird, wie und wo das Blut überall hinspritzt. Daniela Larcher hat einen besonders schönen und flüssigen Schreibstil, der es dem Leser wirklich leicht macht. Man wird mitgenommen auf eine Reise durch meine schöne Neuheimat. Dabei ist der Text von vorne bis hinten angefüllt mit Spannung. Besonders gelungen finde ich die Passagen, in denen der (unbekannte) Täter im Tagebuch von Novak liest und man nach und nach drauf kommt, was der so beliebte Professor getan hat, damit er einen so grausamen Tod verdient und warum er sich ein Haus in der teuersten Wiener Gegend (am Kahlenberg) leisten kann wohingegen die meisten seiner Kollegen einen unrenovierten 2-Zimmer-Altbau bewohnen müssen.

Auch gefällt mir der Witz in der Story sehr gut. Vom Polizisten Morell, der vor dem Gewaltverbrechen von Wien in das kleine Landau geflüchtet ist und gramgebeutelt weil ihn seine Freundin verlassen hat, nur wegen seiner Bekannten Capelli nach Wien kommt und zunächst gar nicht weiß, was er dort verloren hat bis er sich dann wandelt bis hin zur alten Nachbarin von Capelli, die Morell zwingt, in einem Bestattungsunternehmen anzuheuern, um den Tod ihres Sohnes aufzuklären, ist das Buch fein gestrickt und wirkich unterhaltsam. Man empfindet keine Längen.

Das Buch ist wirklich spannend ohne dabei zu blutig zu wirken und ohne dass die Protagonisten ständig von irgendeiner tötlichen Bedrohung verfolgt werden und das hat in der heutigen Krimilandschaft was zu bedeuten.

Ich kannte das Erstlingswerk von Daniela Larcher vorher nicht, aber das Buch hat auf alle Fälle Lust gemacht, sich das noch zu besorgen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 4. September 2013

Wien erlesen: Wien für Neuwiener...

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch mal wieder ein Buch über meine Wahlheimat Wien vorstellen...

Wien - Im Beisl Ihrer Majestät - Ein Heimatbuch
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Autoren
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Die beiden Autoren stammen aus Graz, sind aber als sogenannte Restösterreicher nach Wien "eingewandert". Sie schreiben die einzelnen, unabhängigen Kapitel jeweils einzeln.


Inhalt
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Das Buch betrachtet Wien in allen Facetten. Die Autoren informieren im Prinzip über alles, was man vor allem als Neuwiener wissen muss - beginnend mit dem Autofahren in Wien über die Wiener und das Zusammenleben mit den Wienern (der Wiener grüßt z.B. generell nicht) über den Besuch beim Würstelstand und im Kaffeehaus.

Man lernt vor allem als Neuwiener die wichtigsten Begriffe kennen und man lernt auch ein bisschen das Verhalten der Wiener einzuschätzen, bei denen man manchmal denkt, man hätte was falschgemacht.

Immer zeigen sich die beiden Neuwiener als Begeistert.


Fazit
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Geschrieben wurde viel über Wien. Besonders scheint sich jeder Comedian dazu berufen zu fühlen, etwas über Wien zu schreiben. Das tun diese beiden Autoren, obwohl sie Kabarettisten sind, nicht. Insgesamt ist das Buch beispielsweise keineswegs fiktiv. Alles ist so, wie es in Wien eben ist. Es wird kein Piefke hinzugedichtet, sondern beispielsweise der erste Besuch im Prater ist genau so, wie man es erlebt. Man bekommt den Hinweis, auf der Hauptallee gut joggen zu können und fragt sich erstmal, wie man im Vergnügungspark joggen soll. Dann erst merkt man, dass der Prater mehr als doppelt so groß ist wie der Central Park und das Riesenrad nur ein kleiner Bruchteil des ganzen ist.

Ich finde alleine schon den Aufbau der Kapitel absolut genial. Der Autor schreibt zunächst eine kleine Episode, etwa wie der Mythos Sisi für ihn zerstört wurde. Dann aber kommt eine Art kleines Heimatlexikon ("Lainzer Tiergarten" oder "Hermesvilla"). Und dann kommen wichtige Daten, die man zum Museumsbesuch braucht, Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Oder es gibt Telefonnummern von Taxizentralen und Adressen von den besten Würstelständen.

Das Buch liefert alles, was man als Neuwiener so wissen sollte. Die Autoren begehen Fehler, die man als Zugezogener vermeiden kann. Es gibt Adressen. Und all das auf keineswegs blöde und klischeehafte Art und Weise, sondern eigentlich nur amüsant. Ich lebe seit mehr als 1 Jahr in Wien und fühlte mich in zahlreichen Szenen an mich in den ersten Monaten erinnert.

Das Buch ist informativ und witzig, vor allem, wenn man mit dem Gedanken spielt, nach Wien zu ziehen oder wenn man eine ganz besondere Beziehung zu dieser schönen Stadt hat.

In diesem Sinne

Eure Anke


Dienstag, 3. September 2013

Unterwegs zwischen Buda und Pest

Hallo Leute!

Über Pfingsten waren wir auf Erkundungstrip in Budapest. Bei uns darf da ein guter Reiseführer nicht fehlen. Da ich allerdings für 3 Tage keine 25€ ausgeben wollte, sollte es noch dazu ein halbwegs günstiger Reiseführer sein. Daher gabs den vom ADAC.

ADAC Reiseführer Plus Budapest
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Daten
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Autor: Markus Hella
Verlag: ADAC
ISBN: 3862070387
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 144


Inhalt
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Zunächst gibt es einige Impressionen, wunderschöne Bilder, die Lust auf die Reise machen sollen. Dann gibt es einen kurzen, geschichtlichen Abriss der Donaumetropole.

Das Kapitel "unterwegs" zeigt alle Sehenswürdigkeiten in Budapest geordnet nach Stadtteilen. Beginnend mit dem Burgberg geht es zunächst zum Viertel nördlich der Burg, den römischen Thermen und den Rosenhügel. Von dort geht es weiter nach Obuda. Dann geht es über die Donau nach Pest und zwar zunächst entlang der Donaubrücken zum Herz der Stadt mit dem ungarischen Parlament und dem Stephansdom und dann zu dem Gebiet um den Heldenplatz und das Stadtwäldchen, das im Sommer sehr belebt ist.

Zu jedem Viertel gibt es zunächst einen kleinen Abriss über Sehenswertes und Geschichte. Dazu gibt es auch einen kleinen Plan. Wobei ich es schade finde, dass die Karte nicht ein bisschen größer ist und die jeweiligen Sehenswürdigkeiten dort eingetragen sind. Das wäre an sich schon praktisch, da man dann auf den ersten Blick sehen kann, in welcher Reihenfolge man die Sehenswürdigkeiten ablaufen soll. Dazu muss man mehr oder weniger immer auf den Stadtplan vorne umblättern. Diese kleine Karte mit Eintragungen gibt es in manchen Kapiteln, aber grade da, wo sich die Sehenswürdigkeiten ballen, fehlt sie ein bisschen.

Schön ist, dass das Buch durchgängig mit Farbfotos ausgestattet ist. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind bebildert. Manche Sehenswürdigkeiten sind zudem mit einem QR-Code ausgestattet, mit dem man einen Reisefilm aufrufen kann. Außerdem wird gleich die Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angegeben.

Unter Budapest A bis Z findet man dann alle möglichen wissenswerten Adressen, wie Restaurants, Nachtleben oder Termine von Festivals.

Schließlich ist das ganze Buch mit einer Plastikhülle umgeben. Auf der Rückseite steckt dann noch eine Faltkarte, auf der alle Sehenswürdigkeiten und Straßen (zumindest im Zentrum) eingetragen sind (1:10000).


Fazit
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Die Infos zu den Sehenswürdigkeiten sind wirklich toll, vor allem, weil es zu fast jeder Sehenswürdigkeit tolle Fotos gibt. Außerdem wird alles wichtige geliefert, was man eben so braucht. Allerdings wird alles relativ neutral geschildert und kommt mir an manchen Stellen ein bisschen unübersichtlich vor.

Informationen zu Kultur und Geschichte kommen mir persönlich sehr zu kurz.

Was ich ein bisschen schade finde, die Tipps zu Restaurants oder Hotels kommen ein kleines bisschen kurz. Zwar wird kurz geschrieben, was es in Restaurants gibt. Aber beispielsweise fehlt mir eine Angabe, wie viel das Essen dort kostet. Beispielsweise wäre es schön, wenn man die Restaurants nicht alle in einem geschlossenen Text unterbringt, sondern vielleicht nach Vierteln geordnet, so dass man besser hinfindet, auch ohne sich dort auszukennen.

Das Format finde ich irgendwie auch nicht so toll. Dadurch, dass die Faltkarte hinten in der Hülle steckt, verknickt das ganze im Rucksack sehr leicht und rutscht auch sehr leicht raus. Ich habe den Reiseführer gleich aus der Hülle rausgenommen und hatte sie extra im Rucksack.

Insgesamt bekommt man alle wichtigen Infos. Allerdings ist er ein wenig unübersichtlich. Manchmal muss man etwas länger suchen. Für einen Citytrip ist dieser Reiseführer jedoch ziemlich ausreichend.

In diesem Sinne

Eure Anke
 

Wien erlesen... Ali will die Welt retten

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal ein etwas ungewöhnlicheres Buch vor, welches in meiner Heimatstadt Wien spielt...


Mohr im Hemd
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Daten
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Titel: Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu Retten
Autor: Martin Horvath
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
ISBN: 342104547X
Preis: 19,99€


Inhalt
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Ali ist 15 Jahre alt. Er lebt in einem Asylbewerberheim am Stadtrand von Wien. Er stammt aus Afrika, hat seine gesamte Familie verloren. Aber er versteht sich selbst nicht als Asylbewerber, sondern viel mehr als eine Art Anwalt der Menschen. Nach eigenen Angaben beherrscht er 40 Sprachen fließend und kann auch sonst alles, was das Leben so bietet.

Ali liebt es, Geschichten über die Menschen zu erfahren. So erzählt er uns in diesem Buch die Geschichten aller Leute, denen er im Asylbewerberheim begegnet. Besonders liegen ihm die UMFs am Herzen, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, zu denen er ja selbst gehört. Wöchentlich kommen neue dazu, andere werden abgeschoben. Eine menschliche Tragödie, die Ali nicht mehr hinnehmen will. Er wird somit zu einer Art Anwalt, der gegen diese Ungerechtigkeiten vorgehen will, wenn nötig mit Gewalt.


Leserschaft
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Das Buch ist lesenswert für Jugendliche (ich würde schätzen ab 14 Jahren) und Erwachsene.


Fazit
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Das Buch ist ziemlich außergewöhnlich. Nicht nur durch die Geschichte an sich. Man erfährt sehr viel über die tragischen Geschichten, die sich tagtäglich in Asylbewerberheimen abspielen, nicht nur in Wien sondern überall. Man erlebt einen 15 jährigen, der nicht nur seine Geschichte erzählt, sondern die Geschichte aller Menschen um ihn herum. Dabei ist er durchaus ein typischer 15jähriger. Er kann alles (wie gesagt, er beherrscht 40 Sprachen fließend), er verliebt sich NATÜRLICH in die wesentlich ältere Betreuerin, die natürlich auch extrem auf ihn steht, er beherrscht alles und er glaubt, die Welt retten zu können.

Das Buch lässt sich sehr angenehm lesen. Der Stil ist sehr flüssig und stolpert kaum. Man fühlt sich sehr schnell in die Person des Ali versetzt, der tagtäglich tragische, aber auch lustige Geschichten im Asylbewerberheim erlebt.

Ali erzählt uns die Geschichten seiner Mitasylbewerber aus einer gewissen Distanz, die ihn ein bisschen unwirklich wirken lassen. Gleichzeitig redet er mit einem gewissen Humor und Sprachwitz, was eben diesen dramatischen und teilweise wirklich grässlichen Geschichten ein bisschen den schrecken nimmt. Das stimmt sehr nachdenklich, ohne dass der Leser dabei die Distanz verliert. Dennoch wird man nachdenklich. Ich musste beim Lesen immer wieder absetzen, weil das ganze wirklich sehr bewegend ist...

Ich finde das Buch insgesamt sehr lesenswert. Mir gefällt die Mischung aus amüsantem - gerade in der ersten Hälfte des Buches muss man häufiger schmunzeln - und tragischen Geschichten, Abschiebungen und anderen dramatischen Geschichten, die sich täglich in einem Asylbewerberheim stattfinden. Das stimmt nachdenklich über Themen wie Asyl und Ausländer und über Geschichten, die einen Menschen dazu bewegen, dass man seine Heimat verlässt, weil man fliehen muss, vor Krieg oder Hunger. Ich mag solche Geschichten von schwerwiegenden Schicksalserzählungen Krieg und Hunger eigentlich gar nicht, weil ich abends am liebsten im Bett lese, diese Geschichte aber ist leichtfüßig und stimmt trotzdem sehr nachdenklich.



Mit Wien hat das ganze auf den ersten Blick wenig zu tun. Aber aufgrund des NR-Wahlkampf und der Kampagne der FPÖ ist das Thema hier wohl brisanter denn je...

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Mohr im Hemd ist übrigens eine österreichische Desertspeise, die Ali sehr gerne mag. Es hat nix mit seiner Hautfarbe zu tun, es ist eigentlich ein sehr leckerer dunkler Schokoladenkuchen mit warmer Schokoladensoße

Montag, 2. September 2013

Für Mahler-Fans

Hallo Leute!

Ich habe mal wieder ein Buch im Wiener Buchclub gewonnen. Dieses Buch stelle ich euch heute vor...

Mahler X100
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Daten
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Autor: Otto Brusatti
Verlag: Echomedia
ISBN:  978-3902672247
Preis: 14,95€


Inhalt
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Bei diesem Buch handelt es sich um eine Art Lexikon. Nach einem kurzen, tabellarischen Lebenslauf Mahlers folgt ein großer Lexionteil. In 100 Artikeln, geordnet von A bis Z zeigt der Autor wichtige Stichworte aus dem Leben des Wiener Komponisten auf, beginnend mit A wie Alma (seine Frau, die er 1901 in der Wiener Karlskirche heiratet) und endend mit Z wie Zemlinsky, dem Geliebten von Alma werden wir durch das Leben Mahlers begleitet. Darunter sind Artikel über seine Krankheit, seine Beziehung zu Klimt oder seine Zeit an der Hofoper, über seine Eltern oder seine Erstveröffentlichungen werden alle denkbaren Bereiche des Lebens des Komponisten ausgefüllt.  


Autor
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Otto Brussatti ist ORF Moderator und Regisseur. Er hat bereits mehrere Bücher über Wiener Komponisten geschrieben, darunter über Haydn.


Aufmachung
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Nett ist das kleine, handliche Format des gebundenen Buchs. Es liegt optimal in der Hand und lässt sich gut blättern.

Das Buch liest sich allerdings nicht wirklich wie eine Biografie, die mit dem Tag der Geburt anfängt und mit dem Einfluss auf die Nachwelt ändert. Außergewöhnlich sind die 100 Artikel, die keinen großen Zusammenhang zeigen. Das macht das ganze etwas schwierig zu lesen und das Buch wohl am ehesten für echte Mahler-Kenner und Fans interessant, einen Einstieg in das Thema zu finden ist mit diesem Buch eher schwierig.

Das Buch ist mit schwarz-weißen Zeichnungen "aufgepeppt". Darunter sind häufig Portraits des Künstlers.


Fazit
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Das Buch an sich ist wirklich nett, gilt aber mehr als Lexikon als als Biografie oder sowas ähnliches. Man hat mehr 100 unabhängige Artikel, die untereinander zwar verlinkt sind, aber dennoch nur wenig in einem vernünftigen Zusammenhang stehen. Als Mahler-Anfänger muss man leider vieles erstmal ordnen um ein Einblick in das Leben des Komponisten zu bringen. Wie einen Roman kann man es nicht lesen.

Dennoch findet man viele Informationen, die wirklich spannend sind, wenn man sich eben für Mahler interessiert. Wenn man das nicht tut, wird das Buch wohl eher im Regal verstauben. Wirklich unterhaltsam ist das Buch nicht, wenn man sich aber mit dem Thema beschäftigen will, bekommt man alle nötigen Infos, auch welche, die man nicht auf wikipedia findet, sondern auch ungewöhnliche Facts.

Von mir gibt es für ein nettes, brauchbares Buch über Gustav Mahler 4 Sterne und für alle Mahler-Fans eine klare Empfehlung!

In diesem Sinne

Eure Anke

Lexikon der antiken Mythologie

Hallo Leute!

Nachdem wir im vergangenen Jahr in Griechenland waren und uns dort so einige Mythologische Figuren "über den Weg gelaufen" sind, habe ich mir ein Buch zugelegt, welches das wirre Geflecht ein wenig entknotet.

Who's who in der antiken Mythologie
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 Daten
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Autor: Gerhard Fink
Verlag: dtv
ISBN:  3423325348
Preis: 8,90€


Inhalt
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Im Inhalt werden gut 500 Figuren der antiken griechischen und römischen Mythologie alphabetisch aufgeführt. Dabei wird nicht nur das Leben der Götter und Helden unabhängig voneinander vorgestellt, sondern das ganze auch noch untereinander vernetzt. Schön ist dabei vor allem, dass nicht nur die bekannten Figuren (etwa Herakles oder Zeus) ausführlich vorgestellt werden, sondern auch  weniger bekannte Helden wie etwa Nestor oder Hersilia.

Außerdem wird die Erwähnung des Helden mit dem zugehörigen Epos incl. Verszahl zitiert, so dass man, wenn man will, gleich nachschlagen kann. Es gibt sogar eine Erwähnung von bekannten Kunstwerken in großen wie in kleinen Museen, auf denen die mythologischen Figuren dargestellt werden oder die ihrem Besitz zugeschrieben werden.


Darstellung
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Es gibt keine Zeichnungen oder Grafiken. Ganz interessant, am Ende gibt es noch ein paar Stammbäume, die zeigen, wer mit wem verwandt ist. Ansonsten hat man einen reinen, alphabetisch nach den Namen geordneten Text, der allerdings untereinander verlinkt ist. So werden Personen, die für das Verständnis einer Figur wichtig sind, mit einem Stern gekennzeichnet, welche, die weniger wichtig für das Werk des jeweiligen ist, mit 2 Sternen.


Fazit
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Hätte ich dieses Buch mal schon in Griechenland gehabt, hätte ich an einigen Stellen sicher mehr verstanden, etwa am Palast des Nestor oder in diversen Museen. Noch besser wäre es natürlich zu den Zeiten gewesen, als ich Latein in der Schule hatte. Das Buch bringt einiges Licht in das Wirrwarr der Figuren der Antike - was etwa hat Herakles gemacht, warum wurde Odysseus erst nicht erkannt, als er heimkehrte und was hat es mit der Archilles-Ferse auf sich. Das alles sind Dinge, die in diesem wirklich netten Buch anschaulich erklärt werden.

Nur als Lesebuch ist das ganze etwas ätzend. Es ist wohl eher ein reines Nachschlagewerk, weil die Verlinkungen ein hin- und herschlagen erzwingen, was den Lesefluss doch deutlich stört.

Das Buch sollte sich jeder anschaffen, der auf Historien-Tour durch Griechenland ist, um sich einen schönen Überblick in die Götter- und Heldenweld zu verschaffen. Das ganze ist für so ein kleines Büchlein auch überraschend detailreich und dennoch übersichtlich. Ein perfekter Einstieg in die Mythologie.

In diesem Sinne

Eure Anke