Donnerstag, 20. August 2015

[Hörbuch] Unsere Geschichte

Hallo Leute!

7,12 Milliarden gibt es schon von uns. Und es werden immer mehr - und die Erfolgsgeschichte begann schon vor 100 000 Jahren - Yuval Noah zeichnet sie nach...

Eine kurze Geschichte der Menschheit
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Daten
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Autor: Yuval Noah Harari
Verlag: der Hörverlag
ISBN: 3844512446
Preis: 19,99€
Gelesen von: Jürgen Holdorf
Dauer: 17 Stunden 2 Minuten


Inhalt
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Yuval Noah Harari zeichnet die Geschichte des Menschen nach, beginnend mit einer Zeit, zu der er ein noch recht unbedeutendes Tier im letzten Winkel Afrikas war. Und dabei stellt er sich vor allem die Frage, was vor 70000 Jahren dazu führte, dass der Mensch zum vorherrschenden Tier auf dem Erdball wurde und vor allem zum absoluten Schrecken des Ökosystems.

Äußerst amüsant berichtet Harari aber nicht nur, wie wir den Sprung aus Afrika schafften, sondern es geht auch darum, wie wir - zu unserem Unglück - sesshaft wurden, wie Sprache oder Religionen entstanden und wie wir eben zu dem wurden, was wir heute sind.


Fazit
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Bei einer Dauer von 17 Stunden und 2 Minuten von einer "kurzen Geschichte" zu sprechen, ist schon außergewöhnlich, wenn man allerdings bedenkt, dass 100000 Jahre zusammengefasst werden, bekommt man nun auch wieder ein Verständnis dafür.

Und das besondere an diesem Hörbuch ist, dass es absolut NIE langweilig wird. In einer äußerst lockeren und angenehmen Sprache bekommt man die eigentlich sehr trockene Materie äußerst amüsant präsentiert, in einem Fluss, das einem Thriller irgendwie nicht unähnlich ist. Und noch dazu gibt es keine festgelegte Perspektive - es gibt nicht den erhobenen Zeigefinger (auch wenn der gelegentlich nötig wäre), schwebt man quasi neutral über den Dingen und kann sich selbst eine Meinung bilden und eben aus der Geschichte der Menschheit etwas lernen, wenn man denn bereit dazu ist.

In diesem Buch werden Tabus gebrochen, es wird über Dinge gesprochen, die normalerweise eher gescheut werden. Das Zuhören lohnt sich, es gibt kaum Längen und ich habe mich 17 Stunden unterhalten gefühlt.

In diesem Sinne

Eure Anke


[Rezension] Eine protestantische Familiengeschichte

Hallo Leute!

Das Evangelische Pfarrhaus prägte über Jahrhunderte das Dorfleben, die Pfarrersfamilie diente als Vorbild für alle. Ich selbst bin zwar katholisch (und da sollte es mit Familien im Pfarrhaus ja nicht so weit her sein), aber dennoch liest man viel von berühmten Menschen, die protestantischen Pfarrhäusern entstammen - von Nietzsche bis Merkel...

Das evangelische Pfarrhaus
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Daten
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Autor: Cord Aschenbrenner
Verlag: Siedler
ISBN: 3827500133
Preis: 24,99€


Inhalt
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Auf Grundlage eines Quellenfundes stellt Cord Aschenbrenner seinem Leser die Familiengeschichte der Pfarrersfamilie von Hoerschelmanns vor - 300 Jahre sind sie Pastoren, zunächst in Thüringen, dann in Tallin und nach dem zweiten Weltkrieg dann in Norddeutschland. Die Tradition wird immer weiter fortgesetzt. In Tallin bekamen die Hoerschelmanns als Hofprediger sogar einigen Einfluss, Katharina II. verlieh dem Lehrer Hoerschelmann sogar schließlich einen Adelstitel.

Auf Grundlagen der Familienchronik, die Constantin von Hoerschelmann -  genannt "Consti" zusammengetragen hat, zeichnet Aschenbrenner die Geschichte eines evangelischen Pfarrhauses als Hort der Bürgerlichkeit nach, wo sehr viel Wert auf Bildung und gemeinsames musizieren gelegt wird und das gleichzeitig immer offen steht für Besuch von nah und fern - immer bedacht darauf, das zu leben und vorzuleben, was die Bibel einem vorgibt.


Fazit
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Wie ein evangelisches Pfarrhaus funktioniert, habe ich nie aus erster Hand erfahren, ich war in meiner Jugend nur immer wieder mal Gast im katholischen Pfarrhaus.

Das Buch hat für mich zwei sehr spannende Aspekte. Natürlich gibt es zum einen die Geschichte des Pfarrhauses an sich, das sich natürlich über die Jahrhunderte enorm in seiner geistigen Funktion verändert hat und heute wohl nur noch in wenigen Dörfern eine solch zentrale Rolle spielt wie vielleicht noch vor 100 Jahren. Damals war es noch eine Ehre, die Pfarrerstochter heiraten zu dürfen.

Der zweite spannende Aspekt ist für mich sicherlich die Geschichte der Baltikumdeutschen, die mir so gar nicht bewusst war. Dort hatte der Adel über lange Zeit noch Privilegien, als diese hier schon lange abgeschafft waren, eine Geschichte, die ich so gar nicht kannte. Ich wusste gar nicht, dass das so ein ausgiebiges Phänomen in der Region war.

Es ist auch für mich (als Katholikin) durchaus lohnenswert, sich einmal mit diesem Phänomen Pfarrhaus auseinanderzusetzen, das eins als Zentrum eines jeden protestantischen Dorfs galt. Spannend aufgearbeitet liest sich die Familiengeschichte der von Hoerschelmanns beinahe wie ein Roman.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

[Hörbuch] Düsteres Schweden

Hallo Leute!

Ich bin ja ein großer Fan von düsteren Thrillern. Und auf der Suche danach bin ich auf die Trilogie von Erik Axl Sund gestoßen. Und da ich mal wieder längere Zeit mit dem Fernbus unterwegs war, entschied ich mich diesmal wieder für die Hörbuchversion...


Krähenmädchen - Victoria Bergmann Band 1
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Daten
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Autor: Erik Axl Sund
gelesen von Thomas M. Meinhardt
Verlag: der Hörverlag
ISBN: 3844515313
Preis: 10,99€
2 MP3 CDs Laufzeit: 12 h 57 min


Inhalt
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Kommissarin Jeanette Kihlberg steht vor einem Rätsel. In Stockholm tauchen mehrere grausam zugerichtete Jungenleichen auf - einer davon ist ein ehemaliger Kindersoldat aus Sierra Leone, doch keines der Opfer scheint so richtig vermisst zu werden.

Durch den Jungen aus Afrika nimmt Kihlberg Kontakt auf mit der Kinderpsychologin Sofia Zetterlund. Und die Spur führt zu einer weiteren Patientin, die allerdings seit 20 Jahren vermisst wird - Victoria Bergmann.


Fazit
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Ich weiß noch nicht so ganz genau, wie ich die Geschichte finden soll. Die Geschichte entführt einen ganz deutlich in die Abgründe der menschlichen Seele. Es gibt eine unglaubliche Brutalität und immer mehr stellt man sich die eine Frage - wie viel kann ein Mensch ertragen, ohne selbst zum psychotischen Killer zu werden.

Allerdings beginnt die Geschichte relativ seicht und unübersichtlich. Viele Erzählstränge verlaufen parallel (und etwas langatmig) so dass ich anfangs auch große Last hatte, mich aufmerksam und wach zu halten - es wird dabei irgendwie nicht wirklich klar, wer denn nun die Hauptfigur in der Trilogie werden soll - und wenn auf dem Einband nicht "Victoria Bergmann Trilogie" stehen würde, wüsste ich es noch immer nicht.

Die ruhige Erzählweise des Sprechers lullt einen ein bisschen ein, was mich auch anfangs ein bisschen dösig gemacht hat. Es passt allerdings ganz gut zur schieren Brutalität, mit der die Jungs getötet werden.

Aber das waren Gott sei Dank nur die ersten 2/3 des Buchs, das Durchhalten lohnt. Irgendwie ist ab einem gewissen Punkt nichts mehr wie es scheint und erst dann merkt man, wie sich das Gefüge langsam aber sicher verschoben hat und der Autor einen genau da hat, wo er einen haben wollte... Im Geiste schon im nächsten Band - man findet nämlich am Ende keinen echten Abschluss der Handlung - der zweite Band "Narbenkind" wartet schon auf mich, spätestens auf der Rückfahrt nach Wien. Der erste Band bietet sicherlich noch etwas Luft nach oben - daher gibt es von mir 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke








Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] Eine Herrschaftsanalyse

Hallo Leute!

Zweifelsohne hat kaum eine Figur die neuere deutsche Geschichte nachhaltiger geprägt als die eines gescheiterten österreichischen Künstlers, der sich anschickte, die Weltherrschaft zu erobern - um dadurch einen ganzen Kontinent ins Unglück zu stürzen.

Wolfram Pyta liefert mit diesem Werk die Analyse - wie kam es dazu? Und was steckt hinter der Persönlichkeitsstruktur?


Hitler - Der Künstler als Politiker und Feldherr
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Daten
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Autor: Wolfram Pyta
Verlag: Siedler
ISBN: 3827500583
Preis: 39,99€



Inhalt
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Wolfram Pyta wirft einen völlig neuen Blick auf das Machtgefüge und vor allem die Faszination, die Hitler auf das Volk ausgeübt hat. Und die beruht dabei interessanterweise auf dem, an dem er im vorigen Leben gescheitert ist - auf der Kunst, auf der Macht der Inszenierung, mit der er sein Volk in Bann und schließlich auch mit in den Abgrund ziehen konnte.

Auch sein Dasein als Feldherr versteht sich aus Hitlers Rolle als gescheiterter Künstler, der sich bis in den Wahn in die Ästhetik hineingesteigert hat, immer in dem Glauben, ein absolutes Genie zu sein, sichtlich zum Scheitern verurteilt.


Fazit
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Der verhinderte Künstler an der Macht, das ist für mich eigentlich ein recht spannender und eingängiger Aspekt Hitlers Herrschaft - bewusst wahrgenommen hatte ich ihn jedenfalls noch nicht. Natürlich sind die martialischen Inszenierungen der Reichsparteitage jedem (etwa aus dem Geschichtsunterricht) bekannt, aber das mit seinem Scheitern an der Wiener Akademie zu verknüpfen und mit seinem großen Hobby, der Architektur und daraus seine enorme Massenwirkung herzuleiten, empfinde ich durchaus als spannende Geschichte. Wolfram Pyta, als Neuzeithistoriker, wirft hier einen nicht selbstverständlichen Blick über den Tellerrand (in die Kunst und die Architektur) hinaus.

Als ebenfalls vielleicht nicht ganz Neuen, aber durchaus spannenden Aspekt empfinde ich die offensichtliche Psychose, unter der Hitler leidet, das einzige Genie auf der Welt zu sein und daher auch der einzige, der fähig ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das führt der Autor ebenfalls auf sein Scheitern als Künstler zurück, an dem natürlich nicht fehlendes Talent, sondern fehlende Kenntnis der Mitglieder der Kommission der Akademie.

Bücher über Hitler sind ohne Ende geschrieben, aus den unterschiedlichsten Perspektiven - die Perspektive des gescheiterten, wahnsinnigen Künstlers ist vielleicht nicht 100% neu, in diesem Buch aber sehr spannend aufgearbeitet. Einige Thesen haben ihre Längen, das ist aber durchaus okay, für mich ein sehr lesenswertes Buch. Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 16. August 2015

[Rezension] Der Diplomat hats schon schwer

Hallo Leute!

Ich lebe in einem Land, das stolz darauf ist, den jüngsten Außenminister der Welt zu haben. Süße 28 ist er und damit ganze 3 Jahre jünger als ich. Diplomatie ist für mich schon eine merkwürdige Welt, die uns Ernst Freiherr von Münchhausen hier öffnet...

Der Diplomat isst auch die Schnecken im Salat
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Daten
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Autor: Ernst Freiherr von Münchhausen
Verlag: Goldmann
ISBN: 344215779X
Preis: 9,99€



Inhalt
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Ernst Freiherr von Münchhausen ist tatsächlich ein Nachfahre des berühmten Lügenbarons. Selbst im diplomatischen Dienst gescheitert, trainiert er heute Kandidaten für die Aufnahmeprüfungen. Und so berichtet er allerhand Skurriles aus seinen Erfahrungen im auswärtigen Dienst.

Dabei definiert er gleich einmal Diplomatie mit einem Sprichwort:

Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber Zielorientiert über die Notwendigkeit eines saftigen Sonntagsbratens zu verhandeln.

Und so berichtet von Münchhausen allerhand Merkwürdigkeiten von Staatsbanketten und Diplomatengattinnen, die auf Stöckelschuhen von Empfang zu Empfang stolzieren. Und dabei gilt eben nur eins - Contenance behalten, auch wenn eine Weinbergschnecke aus dem Salat kriecht.


Fazit
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Nun, das erste was ich mich frage: Wie kann man Leute für eine Prüfung trainieren, bei der man selbst durchgefallen ist? Und wie kann man von Diplomatischen Erfahrungen berichten, die man selbst (als Nicht-Diplomat) gar nicht gemacht haben kann? Und da fiel mir ein, dass mir der Name doch bekannt vorkommt... Angeblich sind alle Geschichten genau so passiert... Wohlgemerkt... Angeblich.

Sprachlich ist das Buch ebenfalls meiner Meinung nach recht Dünn und mit unheimlich viel Effekthascherei ausgestattet, so dass ein glaubwürdiger Lektor das ganze gefühlt auf 20 Seiten Inhalt zusammenkürzen würde. Zwar ist die eine oder andere amüsante Geschichte dabei, aber eben auch sehr viel gähnende Langeweile.

Es gibt das eine oder andere zu lernen, ein paar amüsante Sachen, aber das ganze ist eben sprachlich zu aufgebläht, als dass wirklich Spaß am Lesen aufkommen könnte. Daher kann ich leider nicht mehr wie 2 Sterne geben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 13. August 2015

{Natur - Wandern - Sachbuch} Anke die Baumumarmerin

Hallo Leute!

Ich bin ja durchaus mal ganz gerne unterwegs in der Natur - und gerade bei den Temperaturen ist man beim Wandern ja ganz gerne mal im Wald. Aber meist bin ich da nicht ganz ohne wissenschaftliches Interesse unterwegs, schließlich habe ich ja auch irgendwann einmal Biologie studiert.

Als ich mit meinem Opa früher unterwegs war, habe ich immer nur auf einen Baum zeigen müssen, er konnte mir gleich sagen, was es ist. Das will ich auch können - aber ich brauchte da ein bisschen mehr Hilfe.


Der Kosmos Baumführer
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Daten
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Autoren: Mark Bachhofer, Joachim Mayer
Verlag: Kosmos
ISBN: 344014660X
Preis: 16,99€
Taschenbuch, 288 Seiten


Inhalt
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Im bewährten Taschenformat werden 370 Bäume und Sträucher aus Mitteleuropa vorgestellt.

Zu Anfang gibt es eine kleine Einleitung zum Thema Bäume, deren ökologische Bedeutung und dazu mit einem kleinen Bestimmungsschlüssel, dem man folgen kann, um die meisten der Bäume und Sträucher zu bestimmen.

Gruppiert werden die Gewächse in 2 Hauptgruppen - Bäume und Sträucher. Die Bäume werden dann noch in ihre Untergruppen eingeteilt:

Magnolienverwandte
Buchenverwandte
Weidenverwandte
Rosenverwandte
Eschenverwandte
Gingko und Nadelbäume

Die einzelnen Bäume sind ausführlich dargestellt, die Hauptkriterien zur Bestimmung - z.B. die Blüte, die Blätter und/oder die Früchte werden in einer Zeichnung dargestellt. Dazu werden "Vorkommen" und Wissenswertes werden ausführlich beschrieben, ergänzt mit schönen Bildern der einzelnen Bäume.


Fazit
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Mit ein bisschen Kenntnis oder einer ausführlichen Lektüre fällt es einem auch beim Wandern ganz leicht, mal den einen oder anderen Baum wiederzuerkennen, auch wenn man das Buch nicht dabei hat.

Zum Üben bin ich (mit Buch) in Wien durch den botanischen Garten spaziert und habe jeden Baum gefunden, auch ganz ohne auf die Schilder zu schauen. Und wenn man die ersten Erfolge hat, macht das auch richtig viel Spaß, einiges über die Bäume an sich zu lesen, wo sie herstammen und wie sie vielleicht in voller Blüte ausschauen.

Von mir gibt es für diesen tollen Naturführer klare 5 Sterne, es ist einer von denen, die immer wieder ihren Weg in meinen Wanderrucksack finden... Und immer wieder finde ich spannende Bäume und die Kenntnisse über die Natur haben sich sicherlich mit diesem Buch erweitert.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Sachbuch - Natur - Wandern} Das große Krabbeln

Hallo Leute!

Wenn man, so wie wir, häufiger derzeit in der Natur unterwegs ist, passiert es häufiger, dass man Gesellschaft von kleinen Krabbeltieren bekommt. Ich habe im Studium zwar irgendwann mal gelernt, die zu bestimmen, aber das ist lange her - um das wieder ein bisschen in Erinnerung zu rufen, gibt es dieses Buch...

Welches Insekt ist das?
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Daten
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Autor: Heiko Bellmann
Verlag: Kosmos
ISBN: 3440137724
Preis: 12,99€


Inhalt
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Insekten zu bestimmen ist eigentlich verhältnismäßig einfach, zumindest wenn man sich grob auskennt. Dieses Buch hilft dabei.

Zunächst gibt es eine allgemeine Einführung in Körperbau und Entwicklung der Insekten. Das ist im Späteren wichtig, da man es ggf. ja mit larvalen Stadien zu tun hat und den groben Körperbau einzuordnen ist ja auch kein Fehler.

Als nächstes werden gängige Unterscheidungsmerkmale der wichtigsten Gattungen (vor allem der häufigsten im Deutschsprachigen Raum) vorgestellt - damit erlernt man beispielsweise eine Libelle von einer Fliege, einen Käfer von einer Hummel zu unterscheiden. Dazu kommen ein Foto und eine Zeichnung des Grundbauplans der Gattung und ein Verweis auf den Hauptteil.

Im Hauptteil des Buches werden die häufigsten Insektenarten vorgestellt. Dazu gehören mehrere Bilder und Schemazeichnungen, eine Beschreibung des Vorkommens, der wissenschaftliche und der triviale Name und eine entsprechende Beschreibung des Tierchens.


Fazit
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Das Buch ist ganz nett, wenn aber auch weit entfernt von den wissenschaftlichen Büchern, die wir damals im Studium benutzt haben. Die häufigsten Insektenarten findet man schon - aber Hummel und Wespe können die meisten schon erkennen. Zumal man allerdings jede Art sehr ausführlich beschreibt (eine ganze Seite), würde ein Buch, das alle hierzulande vorkommenden Insektenarten (für die, die es nicht wissen, Spinnen gehören NICHT dazu) würde wohl den Rahmen und vor allem das tragbare Format übersteigen. Und für die kleinen Feldforschungen beim Wandern reicht es auch auf alle Fälle.

Die Beschreibungen mit den zahlreichen Zeichnungen finde ich absolut super, da man so auch als Laie treffsicher die Insekten bestimmen kann (insofern sie eben in dem Buch enthalten sind) und schließlich will man ja manchmal auch wissen, wer einen da verfolgt und ins Bein stechen will.

Mir gefällt besonders die Einführung mit den Grundbauplänen der einzelnen Insektengattungen, da dieser zeigt, wie ähnlich die Krabbeltierchen doch so aufgebaut sind, aber auch wie sich etwa ein Schmetterling von einer Libelle unterscheidet usw.

Von mir gibt es 4 Sterne, eben weil man nicht JEDES Insekt darin findet, als gelungener Naturführer, der die häufigsten Insektenarten zeigt, findet er dennoch immer Platz in meinem Wanderrucksack.

In diesem Sinne

Eure Anke