Mittwoch, 27. November 2013

Noch mehr Tragische Figuren aus dem Hause Habsburg

Hallo Leute!

Heute darf ich euch ein weiteres Buch aus dem Hause Habsburg vorstellen...


Tragödien im Hause Habsburg
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Daten
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Autorin: Sigrid-Maria Größling
Verlag: Ueberreuter
ISBN: 3800038706


Inhalt
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In kaum einem Herrscherhaus gibt es so viele tragische Figuren wie im Hause Habsburg. Sigrid-Maria Größling stellt uns 4 davon vor:

Maria Antonia, die berühmte Marie Antoinette, die als Gattin von Ludwig XVI. auf dem Schafott der französischen Revolution starb.

Leopoldine, die als unglückliche Gattin eines Portugiesischen Prinzen zur Kaiserin und Landesmutter Brasiliens wurde aber an der Seite ihres untreuen Gatten ein unglückliches Leben fristete.

Maximilian, der Bruder des berühmtesten österreichischen Kaisers Franz Joseph, der zum Kaiser von Mexiko wurde und dort aber schnell erkennen musste, dass er den aufrührerischen Verhältnissen dort nicht Herr werden konnte und so in Mexiko erschossen wurde.

Karl I., der letzte österreichische Kaiser, der mitten im Ersten Weltkrieg zum Kaiser wurde und eigentlich keine Chance mehr hatte, die Monarchie zu retten. Er starb mittellos in Funchal auf Madeira an einer Lungenentzündung.


Fazit
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Eigentlich ist das Buch ganz interessant, vor allem, wenn man sich eher oberflächlich mit den verschiedenen Habsburgern beschäftigt. Es behandelt die mit Sicherheit bekanntesten Tragödien im Hause Habsburg, eigentlich fehlen nur noch Kronprinz Rudolf und Kaiserin Elisabeth, um den Kreis zu vervollständigen. Wirklich Neues erzählt das Buch dabei allerdings nicht.

Die einzige Geschichte, die mir weniger bekannt war, war die unglückliche Leopoldine, die am Ende starb, weil sie von ihrem cholerischen Gatten hochschwanger misshandelt wurde, so dass sie erst eine Fehlgeburt erlitt und 10 Tage später selbst starb. Die Geschichten von Marie Antoinette lernt man wohl überall im Geschichtsunterricht und auch die Geschichte von Maximilian und Karl I. sind bekannt. Auch werden von der Autorin dabei keine wirklich neuen Aspekte ins Spiel gebracht. Als Habsburg-Anfänger ist das Buch sicher optimal, weil es einen tollen ersten Einblick in diese 4 Habsburger-Figuren gibt, als Habsburg-Profi allerdings hört man nix neues.

Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 25. November 2013

Das dunkle Geheimnis in mir

Hallo Leute!

Heute gibt es mal wieder einen neuen Romanbericht von mir.


Ich bin kein Serienkiller
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Daten
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Titel: Ich bin kein Serienkiller
Autor: Dan Wells
Verlag: Piper
ISBN: 3492267718
Preis: 9,99€


Inhalt
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Dass ICH kein Serienkiller bin, habt ihr hoffentlich schon vermutet... Aber der 15jährige John Wayne Cleaver ist davon nicht so überzeugt, dass er keiner werden könnte. Schon sehr früh ist der Sohn der örtlichen Bestatterin von Serienkillern fasziniert, sammelt alles über Jack the Ripper und Konsorten. Erstmal ein harmloses Hobby. Doch John ist überzeugt, dass er in der Lage wäre, zu töten. Dabei könnte er eigentlich ein normaler Teenager sein - verliebt in das Nachbarsmädchen und um Geld zu verdienen, räumt der den Schnee der Nachbarn.

Doch dann kommt ein Serienkiller in die Stadt, der auf besonders grausame Weise tötet. Er zerfleischt die Opfer und raubt ihnen Organe.Doch John kommt ihm auf die Spur. Mr Crowley, der harmlose ältere Herr aus der Nachbarschaft, scheint schier unbesiegbar. Er raubt Organe um seinen eigenen Verfall zu stoppen.

John ist derartig fasziniert, dass er sich von Crowley nicht mehr loseisen kann. Er will ihn töten. Doch wie tötet man ein Wesen, was verletzte Organe einfach auszutauschen vermag, ohne dabei am Ende selbst zum Serienkiller zu werden.


Fazit
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Die Geschichte wirkt nicht nur merkwürdig, sie ist es auch. Ein scheinbar unbesiegbares Wesen geht als Serienkiller um - ein kleiner Junge, der selbst gerne Serienkiller wäre, will ihn besiegen. Dabei muss sich der Junge Regeln für den menschlichen Kontakt auferlegen, damit er bei der ganzen Geschichte nicht am Ende selbst zum Serienkiller wird.

Ich muss sagen, ich hatte am Anfang einige Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen. Es wird zwar viel getötet und das ganze auch intensiv beschrieben (die Gedärme liegen aufgetürmt neben der Leiche), aber die zentrale Figur ist weder Killer noch Opfer, sondern eine Art "Serienkiller in Ausbildung".

Die Geschichte hat zwar ihre Schwächen, ist aber dank des psychologisch sehr interessant gestrickten Geflechts aus Charaktären dennoch wirklich spannend. Der kleine Junge ist hin- und hergerissen zwischen den Taten des Serienkillers - anfangs schickt er 2 Polizisten zum nächsten Mordschauplatz, die dann beide zu Opfern werden - und dem Verlangen, selbst zu töten. Als Leser wartet man immer darauf, wann John selbst beginnt zu töten.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne eben weil die Geschichte an sich mit dem übermenschlichen Dämonenwesen - was in Thrillern nicht so meins ist, weil es im wesentlichen zu unrealistisch ist. Die Geschichte an sich ist superspannend und absolut lesenswert.

In diesem Sinne

Eure Anke

Kochbuchtest - Thema verfehlt

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch ein Kochbuch vor, das ich mir zugelegt habe...


Jamies 15-Minuten-Küche
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Daten
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Untertitel: Blitzschnell, gesund und superlecker
Autor: Jamie Oliver
Verlag: Dorling Kindersley Verlag
ISBN: 3831022631
Preis: 24,95€

Inhalt
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Das Buch beginnt mit einem ausführlichen Vorwort, in dem Jamie Oliver darüber philosophiert, dass man auch schnell gut kochen kann. Dann folgt ein weiteres schwadronieren über Kochen und Servieren alla "Das Auge isst mit" und darüber, was man als Vorrat in der Küche haben sollte.

Dann geht es endlich - nach 22 Seiten - los mit den Rezepten.

Diese sind in 8 Kategorien eingeteilt:

- Huhn
- Rind
- Schwein
- Lamm
- Fisch
- Pasta
- Suppen und Sandwiches
- Gemüse

Schließlich gibt es noch ein Kapitel mit Frühstück und ein weiteres Kapitel mit Ernährungstipps.

Die Rezepte sind insgesamt sehr Fleischlastig, das einzige fleischfreie Kapitel ist das mit dem Gemüse. Das finde ich insgesamt ein bisschen schade, da ich am Wochenende ganz gerne etwas länger und ausgiebiger Koche und wenn ich 15-Minuten-Küche mache, dann unter der Woche und dann ganz gerne ohne Fleisch.

Die Rezepte an sich sind sehr ausführlich dargestellt. Jedem einzelnen wird eine Doppelseite gewidmet, wobei die rechte Seite von einem schicken Foto eingenommen wird, die auch gleichzeitig einen Serviervorschlag darstellt. Rechts gibt es dann eine Auflistung der Zutaten und daneben eine sehr ausführliche Zubereitungsbeschreibung, die zu lesen schon etwa 10 der 15 Minuten einnehmen.


Für den Normalverbrauch geeignet?
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Also ich halte 15-Minuten-Küche für vollends übertrieben. Ich habe bisher 6 Gerichte ausprobiert und davon habe ich leider keines unter 30 Minuten geschafft. Außerdem geht Jamie Oliver auch von einer Profi-Küche aus. Ich habe zum Beispiel keine Mikrowelle und für die Hälfte der Gerichte braucht man eine. Da ich glücklicherweise in Wien wohne, wo es den Naschmarkt gibt und unzählige, riesige China-Supermärkte, bekommt man auch alle Zutaten, im Supermarkt um die Ecke fehlen meistens dann doch einige Zutaten, die man auch nicht so ohne weiteres bekommt.

Die Gerichte, die ich bisher ausprobiert habe, sind allerdings alle ziemlich lecker gewesen.


Fazit
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Ich habe mir das Buch eigentlich für den alltäglichen Gebrauch gekauft, damit man abends schnell was nettes und kreatives kochen kann, und dabei nicht 20 Stunden am Tag in der Küche steht. Dafür ist dieses Buch eigentlich völlig ungeeignet, da ich einmal wirklich nur ein Hobbykoch bin und daher weniger geübt als Jamie Oliver (ich weiß nicht, ob er das in 15 Minuten schafft). Außerdem habe ich nur eine kleine Küche und daher gar nicht alle Küchengeräte, die Jamie fordert. Und selbst wenn ich alle benutze, habe ich zwar (hypothetisch) in 15 Minuten gekocht, brauche aber nach dem Essen dafür stundenlang zum Aufräumen.

Das Kochbuch an sich ist wirklich schön aufgemacht, wie man es von Jamie Oliver Kochbüchern gewöhnt, und seinen Preis im Prinzip absolut wert. Und die Rezepte sind auch wirklich schmackhaft. Man braucht aber Zutaten, für die man teils die Hälfte von Wien absuchen muss. Sie sind definitiv nicht einfach und meistens auch nicht blitzschnell gekocht. Wer ein Jamie Oliver Kochbuch haben will, ist hier richtig, wer aber ein Kochbuch für schnelle und einfache Küche haben will, der ist leider falsch.

In diesem Sinne

Eure Anke

Kaffeehaus-Literatur

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder ein ganz besonderes Buch über einen ganz wichtigen Teil der Wiener Kultur vor...


Das Wiener Cafe - Die Geschichte einer ewigen Leidenschaft
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Daten
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Autorin: Katja Sindemann
Verlag:  Metro-Verlag Wien
ISBN: 3902517743
Preis: 16,99€


Inhalt
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Katja Sindemann beschäftigt sich mit einem wichtigen Teil der Wiener Kultur - dem Kaffeehaus.

Beginnend mit einer kleinen Zusammenfassung, wie der Kaffee aus Arabien in die Welt und schließlich nach Wien kam, schreibt sie alles, was ein Wiener Kaffeehaus ausmacht. Schließlich gehört das Kaffeehaus zu Wien, wie der Pub zu London oder das Bistro zu Paris. Schließlich schrieb der Wiener Autor Alfred Polgar einst: Ins Wiener Kaffeehaus geht man, wenn man allein sein will, dazu aber Gesellschaft braucht. Und wenn man sich außerhalb der touristischen "Klassiker" bewegt, ist das auch heute noch so.

Sie berichtet über Traditionen, etwa das Glas Wasser, das es zu jedem Kaffeegetränk gibt, oder über das Zeitunglesen im Kaffeehaus.

Sehr schön finde ich das Kapitel, in dem die Autorin Künstler über ihr Verhältnis zum Kaffeehaus befragt. So befragt sie aktuelle Künstler wie Adi Hirschal, Vera Russwurm oder Josef Hader, die sehr persönliche Erlebnisse aus ihrem Lieblingscafe erzählen.


Aufmachung
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Das Buch liest sich sehr unterhaltsam und angenehm. Es gibt sehr schöne Illustrationen angefüllt mit zahlreichen Anekdoten, die eben das ausmachen, was das Kaffeehaus heute so ist.


Fazit
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Das Kaffeehaus spielt eine wichtige Rolle in der Wiener Kultur. Und schaut man sich nicht gerade die großen "Klassiker" Hawelka, Landtmann, Schwarzenberg und Central an, in denen sich die Touristen heute teilweise stapeln, ist das auch noch heute so. Ich gehe allerdings wirklich gerne auch in die klassischen Kaffeehäuser, weil man sich da immer gleich wie in eine andere Zeit versetzt fühlt.

Das Buch zur Wiener Tradition finde ich persönlich sehr informativ und unterhaltsam. Mit einer besonderen Begeisterung habe ich die Interviews mit den Künstlern und deren Verhältnis zum Kaffeehaus gelesen. Man sitzt heute im Kaffeehaus immerhin teils noch auf Möbeln, auf denen früher Literaten gedichtet und geschrieben haben. Man erfährt vieles über die Kultur des Kaffeetrinkens allgemein, aber auch über die spezielle Künstlerkultur, die sich in den Wiener Kaffeehäusern entwickelt hat. Es werden nicht nur die großen Institutionen vorgestellt, sondern auch berichtet, wie der Kaffee überhaupt nach Wien kam.

Es ist ein wirklich informatives Buch für alle, die schoneinmal in einem Kaffeehaus saßen, die uralte Möblierung bewunderten, den steifen Kaffeehaus-Obern beim Servieren zugesehen haben und sich gefragt haben, warum es solch eine Kaffeehauskultur eigentlich nur in Wien gibt oder warum sowas außerhalb von Wien eigentlich immer "Wiener Kaffeehaus" genannt wird.

Von mir bekommt dieses interessante Buch 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 24. November 2013

Entscheidungen - Gerd regierte einst die Welt

Hallo Leute!

Auch ich, als Politisch interessierte, konnte um dieses Buch nicht herum.... Es ist ja heiß in der Diskussion, und ich, als bekennende Anhängerin einer der SPD nicht gerade befreundete Partei (ratet mal...), muss schließlich wissen, was der Feind denkt...

Gerhard Schröder - Entscheidungen
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Daten
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Titel: Gerhard Schröder - Entscheidungen - Mein Leben in der Politik
Autor: Gerhard Schröder
Verlag: Hoffmann und Campe
ISBN: 3-455-50014-1
Preis: 25€

Der Autor
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Gerhard Schröder wurde 1944 geboren. Nach schwerer Kindheit machte er zunächst sein Abitur nach. Nach dem Jurastudium in Göttingen arbeitete er 1978 bis 1990 als selbständiger Rechtsanwalt. 1990 bis 1998 war er Ministerpräsident von Niedersachsen und 1998 bis 2005 war er unser Bundeskanzler. Den Rest spar ich mir... Wann der SPD-Mitglied geworden ist, das interessiert doch keinen, oder...?

Und die ganzen Society-Geschichten kennt doch auch jeder. Gerhard, von Freunden nur Gerd oder Acker genannt, ist das vierte mal verheiratet und hat kürzlich ein russisches Waisenmädchen adoptiert.

Eigentlich befindet er sich seit September 2005 im Ruhestand. Doch ihm schien langweilig zu sein. Und deshalb schrieb Gerd dieses Buch...

Inhalt
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Hier geht Schröder hauptsächlich auf sein politisches Leben ein. Nach einem einleitenden Kapitel über seine, scheinbar sehr schwere, Kindheit in einem Bretterverschlag in Bexten, direkt neben dem Sportplatz und seine beinahe Karriere als Mittelstürmer Acker geht es nach Göttingen zum Studium und dann nach Hannover und in die Politik. Hier geht er auch auf den Kontakt zu seinen Geschwistern (Hartz IV Empfänger Lothar Vosseler war ja zu genüge im TV) ein und auf seine Mutter, zu der er doch ein sehr liebevolles Verhältnis hat.

In Hannover und in der wahren Politik angekommen, beginnt er seine außergewöhnliche Karriere.

Der Schwerpunkt seiner Erzählungen liegt auf den Regierungsjahren 1998 bis 2005, beginnend mit seinem Wahlkampf gegen Helmut Kohl und endend mit einer Bilanz seiner Regierungszeit.

Zunächst geht es nach Bonn, im Banne der Geschichte geht es dann nach Berlin, nach einem halben Jahr. Begeistert schildert Schröder seine Ankunft dort, wo die Hauptstadt wirklich hingehört...

Doch die eigentlichen Schilderungen beginnen mit dem 11. September 2001. Mit seinem Kampf gegen den Irakkrieg und gegen Amerika.

Er beschreibt die "neuen Verhältnisse" in Europa und in der Welt, die er natürlich maßgeblich geschaffen hat. Und wie er mit einem simplen "nein" zum Irakkrieg die Welt gerettet hat.

Und Deutschland hat er mit seinen "längst überfälligen Reformen" natürlich auch gerettet...

Auch auf die Hintergründe der "Entscheidungen" geht Schröder ein. Beispielsweise beschreibt er ausführlich eine Statue von Willy Brandt, die in seinem Büro im Kanzleramt steht und mit der er immer wieder Zwiesprache hielt.

Als kleine Kostprobe: Der Klappentext
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"Er führte die Bundesrepublik aus jahrelanger Erstarrung. Durch seine Außenpolitik stärkte er Deutschlands mitgestaltende Rolle in der Welt. Um die Unabhängigkeit unseres Landes in der Außen- und Sicherheitspolitik zu erhalten, setzte er im Inneren grundlegende Reformen durch. In klaren Worten schildert Gerhard Schröder seinen Weg aus einfachen Verhältnissen bis in das höchste deutsche Regierungsamt."

Meine Meinung
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Wer hat ihn nicht gesehen, am Abend der Wahl, gut 1 Jahr ist es her. Herr Schröder hat gemeinsam mit Herrn Fischer, Frau Merkel und Herrn Westerwelle bei der sogenannten Elefantenrunde. Die Niederlage war perfekt. Und doch saß er Schröder dort wie der sichere Sieger. Völlig aufgeplustert und dabei völlig der Realität entschwunden.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass Schröder lügt. Er erzählt einfach nur seine Sicht der Dinge. Und das, was man ihm zu Gute halten muss, mit einer gnadenlosen Ehrlichkeit, aber völlig frei von Selbstkritik.

Und genau so ist dieses Buch. Mir fehlt irgendwie nur noch, dass Herr Schröder, damals 1jährig, in Berlin Herrn Hitler erschossen hat und somit das Ende des 2. Weltkrieges hervorgerufen hat. Auf jeder Seite trifft er mindestens einen prominenten Politiker, und Fotos davon dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Und Fehler, das macht der Herr Schröder doch nicht... Nur er kann alles und macht auch alles.

Was mir allerdings ganz gut gefällt, ist, dass man immer mal wieder, zumindest ansatzweise, hinter die Entscheidungen blicken kann. Was beispielsweise steckt hinter Hartz IV oder hinter dem NEIN zu Amerika. Man erfährt, wie die Entscheidungen, die vielleicht nicht immer für alle die richtigen Entscheidungen sind, zu Stande kommen. Und die Gelegenheit hat man ja auch nicht immer.

Mich würde da doch mal parallel die Biografie von Frau Merkel und Herrn Stoiber interessieren. Die sind wohl ähnlich selbstüberschätzerisch. Was vielleicht auch mal genial wäre: Die Biografie von George W. Bush über die gleiche Zeit... Das würde ich auch lesen!

Meine Meinung hat sich zu 100% bestätigt. Ich bleibe meiner Partei treu. Die verstehen wenigstens etwas von Politik und hat einen Chef, der Ahnung hat und der weiß, was er sagt.

Das Buch ist aber für meine Begriffe absolut lesenswert, da man sich selbst eine Meinung bilden sollte... Über Gerhard und über die Jahre 1998 bis 2005. Ich würde allerdings die Taschenbuchausgabe abwarten... Wenn ich das Buch nicht bei meinen Eltern im Regal gefunden hätte, wären mir die 25€ wohl auch zu teuer gewesen!

Ob's Geldmacherei ist, wage ich nicht zu beurteilen... Ich finde es aber durchaus amüsant...!

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Hab mir extra Mühe um eine neutrale Position gegeben, auch wenn's schwer zu glauben ist....

Freitag, 22. November 2013

Vorsicht, Serienkiller entlaufen

Hallo Leute!

Beim letzten Stöbern in meinem Buchladen (ja auch so was mach ich gelegentlich, auch wenn’s ja fast schon uncool ist), bin ich auf ein Buch gestoßen, über das ich heute meinen Bericht abgeben will.

Wenn Mäuse Katzen jagen
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Wie kam ich ausgerechnet auf dieses Buch? Na, ja ich hatte schon zwei Bücher vom gleichen Autor gelesen. Eins davon hat mir richtig gut gefallen und da hab ich dann gedacht, vielleicht gefällt mir das auch...

Daten
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Titel: Wenn Mäuse Katzen jagen
Autor: James Patterson
ISBN: 3-404-14342-6
Preis: 8,45€

Inhalt
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Alex Cross, alleinerziehender Vater von zwei Kindern, ist Detective der Washingtoner Polizei. Sein Spezialgebiet: Massenmörder (er hat auch einen Doktor in Psychologie). Sein aktueller Fall macht ihm besondere Probleme:

Gary Soneji war aus dem Gefängnis ausgebrochen, eben dieser psychopatische Serienkiller, den Cross vor 4 Jahren ins Gefängnis gebracht hatte, nachdem er versucht hatte, die Familie Cross zu töten.

Zur gleichen Zeit versucht FBI Agent Kyle Craig, Cross auch in die Ermittlungen in einem anderen Fall miteinzubeziehen. Sein bester Mann, Thomas Pierce (dessen Freundin das erste Opfer von Mr. Smith war), ist einem Massenmörder in Europa auf der Spur, der sich Mr. Smith nennt und die Leichen regelrecht obduziert und die Polizei immer wieder in die Irre führt, und Cross soll ihm mit seinem psychologischen Sachverstand zu Seite stehen.

Zunächst tötet Soneji in Washington am Bahnhof, dann in New York am Bahnhof. Und Cross ist immer einen Moment zu spät. Soneji tötet sogar seinen New Yorker Kollegen, und Cross scheint keine Chance zu haben.

Schließlich findet er raus, dass Soneji sich im Knast mit AIDS angesteckt hatte und eigentlich nur hinter dem Verantwortlichen her ist. Dieser wird bei einem Polizeieinsatz in NYC getötet. Cross stellt Soneji eine Falle und ihm gelingt zunächst die Flucht, er wird aber in der New Yorker U-Bahn gestellt und getötet.

Seine letzten Worte allerdings machen Cross Probleme. Er „verspricht“, dass er Cross und seine Familie auslöschen würde, auch noch nach seinem Tod.

Na, ja Cross fährt nach Hause und am gleichen Abend steigt eine große Party im zu Ehren...
In der gleichen Nacht wird die Familie überfallen und brutal verletzt.

Wie konnte das sein? Pierce und Cross Partner Sampson werden auf den Fall angesetzt. War Soneji doch nicht der Einzelgänger, wie Cross es immer geglaubt hatte? War Soneji doch nicht Tod?

Der Kreis schließt sich immer enger. Auf der Farm von Sonejis Großvater werden mehrere Skelette von Hunden, Katzen, Hirschen und auch Menschen gefunden, die frühesten Anzeichen eines kranken Hirnes...

Schließlich führt die Spur zu Sonejis besten Freund aus Kindertagen. Nachem Sampson und Pierce ihn verhört hatten, wird der aber in seinem Haus tot aufgefunden, die Leiche ganz im Stile von Mr. Smith hergerichtet.

Der Schluss wird nicht verraten, sonst is ja die ganze Spannung weg und keiner kauft mehr das Buch...


Fazit
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Die Story ist an sich sehr spannend. Allerdings verliert man sehr leicht den Überblick. Im ersten Teil ist Cross „Ich“, im 2. Teil Pierce, im 3. Teil dann wieder Cross.

Sehr langatmig fand ich auch diese ewig langen, nervigen Zwischenkapitel, wo dann die Liebesgeschichte von Cross und der Grundschuldirektorin Christine Johnston geschildert wird. Okay, da ist eine Frau in Cross Leben, aber diese Geschichte alle 3 Kapitel wieder hochkommen zu lassen, wie sie knutschen, wie sie Sex haben, meine Güte, die meisten Leser interessiert doch nur, ob Cross nun den Massenmörder schnappt, oder ob er die schweren Verletzungen überlebt. Schließlich hab ich ja einen Thriller gekauft und keinen Playboy.

An sich ist die Geschichte aber wie gesagt spannend, besagte Kapitel hab ich am Schluss einfach überschlagen.

Vor allem das wirklich überraschende Ende hat mir sehr gut gefallen. Damit hat wohl wirklich kein Leser gerechnet...

Von mir gibt's auf jeden Fall 4 Sterne, eben weil mir diese ganze Geschichte mit Christine zu sehr ausgeschmückt wird.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 21. November 2013

Dan Brown Diabolus - Codeknacker unterwegs

Hallo Leute!

Nachdem ich schon die zwei Bücher von Dan Brown gelesen habe (Berichte hab ich dazu auch geschrieben!), musste natürlich auch das Neueste Werk des Amerikanischen Thriller-Autors ins Haus...

Diabolus
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Daten
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Titel: Diabolus
Autor: Dan Brown
Verlag: Lübbe
ISBN: 3-7857-2194-3

Inhalt
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Susan arbeitet als Kryptografin für die Regierungsbehörde NSA. Sie arbeitet an einem streng geheimen Projekt namens TRANSLATR, das ist ein Gerät, das sämtliche Codes auf der Welt innerhalb von wenigen Minuten knacken kann...

Eines Tages, es ist Samstag und sie will eigentlich das Wochenende mit ihrem Lebensgefährten David im Urlaub sein, ruft sie ihr Chef, Commander Strathmore, an. Es ist ein Notfallanruf...

TRANSLATR knackt schon seit über 16 Stunden an einem Code... Für Susan und Commander Strathmore kann das nur eines bedeuten: Jemand hat einen nicht dechiffrierbaren Code gefunden... Und dieser Jemand ist Ensei Tankado, ein ehemaliger Mitarbeiter der NSA, der es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dass die NSA alle Emails lesen kann, egal von wem...

Deswegen will er den Code höchstbietend versteigern, damit er nach Möglichkeit in viele PCs eingebaut wird... Sollte die NSA eingreifen und Tankado töten, soll sein Partner North Dakota den Code veröffentlichen...

Dummerweise stirbt Tankado in Sevilla scheinbar an einem Herzinfarkt... Die Jagd beginnt. David Becker, der Verlobte von Susan, und Hulohot, der Mann mit der Nickelbrille, sind auf der Jagd nach dem Ring, den Tankado kurz vor seinem Tod an Passanten weitergegeben hatte...

Und jeder, der den Ring sieht, muss sterben...

Gleichzeitig beginnt in der Kryptographie-Abteilung der NSA die Jagd nach North Dakota, es gibt schließlich noch einen zweiten Code. Die wahre Identität von North Dakota will Susan mittels eines sogenannten Tracers herausfinden. Doch Greg Hale, ein Kollege von ihr, bricht die Suche vorzeitig ab... Aber ist Greg wirklich North Dakota....?

Dann fällt auch noch der Strom aus, weil ein Sicherheitstechniker ermordet auf dem Generator schmort. Nur TRANSLATR wird noch mit Notstrom versorgt... Aber er wird nicht genug gekühlt und droht in die Luft zu fliegen...

Und wird David den Ring rechtzeitig finden und dem Mann mit der Nickelbrille entkommen, bevor der TRANSLATR in die Luft fliegt? Wer ist wirklich North Dakota? Wer hat den Techniker ermordet? Was steckt wirklich hinter Diabolus?

Das alles wird noch nicht verraten... Sonst wird das Buch ja langweilig...

Autor
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Vor seinem großen Erfolg als Schriftsteller war Dan Brown Englischlehrer. Er wuchs als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin in einer Welt auf, in der Wissenschaft und Religion keine Gegensätze darstellten.

Seine bisherigen Erfolge: ILLUMINATI, METEOR und SAKRILEG machten Dan Brown zu einem der erfolgreichsten Thrillerautoren weltweit.

Er lebt mit seiner Frau in Neuengland.

wichtigste Charaktäre
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Susan -
Susan hat einen IQ von 170 und sieht trotzdem blendend aus. Sie ist Mitte 30 und bereits Chefkryptographin der NSA. Sie ist der Typ jedermanns Traumfrau....

David -
David ist Sprachprofessor und der Verlobte von Susan... Eigentlich nicht der Typ, den man auf eine Staatsrettende Mission schicken würde... Aber er bewährt sich durch Kampfgeist... Aber kann er sich wirklich gegen einen Profikiller durchsetzen...?

Hale -
Hale ist eigentlich nur bei der NSA, weil er einmal aufgedeckt hat, dass ein Verschlüsselungs-Programm von der NSA mit einem Hintertürchen versehen hat, und damit dann zu allen emails Zugang gehabt hätte... Er ist unsterblich in Susan verliebt... Er ist schmierig und überheblich... Aber ist er wirklich dazu in der Lage mit Tankado zusammenzuarbeiten?

Commander Strathmore -
Er ist der stellvertretende Direktor der NSA und vom Ehrgeiz besessen... Seine Ehe ist zerrüttet und er lebt für seinen Job... Auch er ist unsterblich in Susan verliebt...

Der Mann mit der Nickelbrille -
Er ist der Typ tauber Profikiller... Aber wer schickt ihn wirklich???

Midge und Chad-
Die beiden sind die einzigen, die von Außerhalb merken, dass in der Kryptoabteilung etwas nicht stimmt...

Tankado-
Er kam mißgebildet zur Welt, weil seine Mutter bei den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki verstrahlt wurde. Er hasst Amerika... Er ist aber ein genialer Programmierer, was ihn schließlich für die NSA interessant macht. Dort arbeitet er auch lange Zeit, geht dann aber schließlich... Und er schwört, dass er die Privatssphäre der Menschen wiederherstellt...

Fazit
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Das Buch ist im altbekannten Dan-Brown-Style geschrieben. Es gelingt ihm einfach, den Leser zu fesseln... Schauplatzwechel in jedem Kapitel... Und mit seinem sehr ausschmückenden Stil bringt er seine Leser einfach zum Weiterlesen... Man will einfach wissen, wie es weitergeht und liest dann das nächste Kapitel auch noch... Und gerade gegen Ende werden die Kapitel immer kürzer und die letzten 100 Seiten hab ich innerhalb einer Stunde gelesen... Das fließt einfach... Und nichts ist so, wie es scheint!

Über kleinere Fehler liest man doch dann auch mal weg... Z.B., dass Hulohot auf einmal hört, obwohl er eigentlich taub ist... Aber na, ja das kommt auch mal vor...

Ich habe das Buch mal wieder innerhalb von 2 Tagen gelesen, obwohl mir die Thematik an sich eigentlich gar nicht so zusagt... Die Sache im Vatikan (ILLUMINATI) und die Sache mit dem Heiligen Gral (SAGRILEG) haben mir vom Thema her besser gefallen (aber na, ja das ist ja eigentlich kein richtiger Kritikpunkt, weil das ja irgendwo Geschmackssache ist). Auch Abwechslung muss mal sein...

Seine Charaktäre hat Brown sehr scharf gezeichnet, allerdings fällt er auch nicht aus seinem bewährten Muster... Ein Held (David Becker), eine Heldin (Susan), einer, von dem man glaubt, dass er zu den Helden gehört, der aber eigentlich kein Held ist (wird nicht verraten, wär ja sonst langweilig)... Einen Profikiller... Wer die Brown-Bücher kennt, der weiß, dass die Charaktäre sowohl in Illuminati als auch in Sakrileg vorkommen... Dieses Muster kehrt auch in Diabolus wieder... Aber was soll's... die Spannung leidet ja nicht darunter...

Mir gefällt das Buch gut, auch wenn's eine Investition war, die nur 2 Tage gehalten hat... Das Buch war doch sehr schnell auf dem "GELESEN"-Stapel... Einfach zu gut!

In diesem Sinne

Eure Anke