Hallo Leute!
Der große Tag steht kurz bevor - im Standesamt waren wir schon und im August folgt dann das große Familienfest mit Kirche und allem drum und dran. Und um gut vorbereitet zu sein, verschlinge ich momentan die ganzen Hochzeitsdokus auf Sixx und passend zu meinem Blog muss auch das eine oder andere Hochzeitsbuch meinem kritischen Blick standhalten... So natürlich auch das von Deutschlands bekanntestem Weddingplaner - Froonk...
Hochzeitsfieber - Liebe, Tränen, Traualtar
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Daten
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Autor: Froonk
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442175143
Preis: 12,99€
Inhalt
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Froonk ist schon lange im Geschäft, das wissen wir spätestens seit seinen Hochzeitsdokus, die erst auf Prosieben und später dann auf den Ablegesendern liefen. Aktuell macht er die Show 4 Hochzeiten und eine Traumreise auf Vox, bei der sich Bräute gegenseitig nach verschiedenen Kriterien bewerten und am Ende die mit der besten Bewertung eine Traumreise gewinnt.
Keiner weiß also besser, wie so eine Traumhochzeit abläuft. Und in diesem Buch erzählt er von seinen schönsten Erlebnissen - von den größten Emotionen, von den Feiern mit der besten Stimmung - aber auch von den größten Katastrophen, die er als Weddingplaner erlebt hat.
Fazit
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Irgendwie finde ich das Buch ein bisschen schwierig zu bewerten. Auf der einen Seite ist es ganz amüsant geschrieben. Allerdings muss man sagen, dass bei den Hochzeiten, von denen er erzählt, Geld sicherlich keine Rolle spielt.
Die Geschichten sind dabei irgendwie ganz ähnlich wie die Hochzeitsdokus, die man aus dem TV kennt - kurzweilig, irgendwie spannend aber ne halbe Stunde später hat man es dann doch wieder vergessen. Froonk plaudert sehr offen aus dem Nähkästchen - wie im Märchen erzählt er vom Tag aller Tage, den er immer wieder erlebt.
Wirklich hilfreiche Tipps, die man sich von einem erfahrenen Hochzeitsplaner erwarten würde, sind leider Mangelware. Das Buch hat zwar einen hohen Unterhaltungswert, wirklich viel in die Tat umsetzen kann man aber leider nicht. Zumindest nicht, wenn man auf eine 25000€ Luxushochzeit, aus welchen Gründen auch immer, verzichten will oder muss. Allerdings bin ich da wohl nach der Lektüre von "Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen" durch meine Begeisterung auch etwas geschädigt. Ich will nämlich keine perfekte Märchenhochzeit, sondern einfach nur heiraten.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 8. Mai 2015
[Rezension] In Urgroßmutters Küche
Hallo Leute!
Flucht und Vertreibung spielt in meiner Familie keine unerhebliche Rolle. Meine Großeltern sind alle 4 nach dem zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben worden. Die beiden Omas und ein Opa stammen aus dem Sudetenland - mein Opa kam aus der Nähe von Breslau in Schlesien...
Alte Familienrezepte aus Schlesien
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Daten
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Autor: Harald Saul
Verlag: Bassermann
ISBN: 9783809431527
Preis: 7,99€
Inhalt
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Das Buch ist nicht alleine ein Kochbuch. Schon in seinem Vorwort schreibt Saul, dass es ihm auch darum geht, ein Stück Alltagsgeschichte aus dem Schlesien aus den Jahren 1900 bis 1945 festzuhalten, bevor die Zeitzeugen wegsterben.
So ist es eine Kombination - eine Sammlung aus Alltagsgeschichten und alten Rezepten. So erzählt beispielsweise Gerda Schneider aus Hoyerswerda von ihrem Sommer in Schlesien oder die Familie Kohler aus Kynau berichtet von den Schankwirtrezepten, die es in ihrer Schänke in Kynau gab.
Viele seiner Rezepte stammen von Menschen, die ihn nach seinem ersten Band ansprachen, Saul bekam handgeschriebene Aufzeichnungen und er hörte von Schicksalen von Menschen aus Schlesien, die er in diesem Buch aufzeichnen konnte.
Fazit
^^^^^^
Meine Urgroßmutter durfte ich leider nie kennenlernen, sie starb wohl während des Krieges und mein Opa hat immer wenig über die Vergangenheit geredet. Und mein Opa starb, als ich 15 Jahre alt war. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb reizte es mich sehr, mal die Schlesische Küche zu probieren - für die Sudetendeutsche habe ich dieses Handgeschriebene Kochbuch meiner Oma geerbt.
Und dieses Buch enthält nicht nur tolle uralte Rezepte, die in ihrer Geschichte weit vor der von Chefkoch.de liegen. Grandios ist beispielsweise das Birnensouffle und die schlesischen Linsenrösti. Die Rezepte sind alle sehr einfach gehalten und völlig unproblematisch nachzukochen.
Aber auch die Geschichten von Zeitzeugen kombiniert mit den vielen, tollen Familienfotos von Hochzeiten und Schulklassen, von Abschlussbällen und Gasthäusern sind wirklich toll - erinnern an eine vergessene Zeit, die Zeit meiner Vorfahren. Es wäre natürlich witzig gewesen, meine Verwandtschaft auf den Bildern zu entdecken, ich kenne sie aber leider überhaupt nicht - ich kann ja leider nichts beitragen, mein Opa konnte keine Bilder retten.
In diesem Sinne
Eure Anke
Flucht und Vertreibung spielt in meiner Familie keine unerhebliche Rolle. Meine Großeltern sind alle 4 nach dem zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben worden. Die beiden Omas und ein Opa stammen aus dem Sudetenland - mein Opa kam aus der Nähe von Breslau in Schlesien...
Alte Familienrezepte aus Schlesien
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Daten
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Autor: Harald Saul
Verlag: Bassermann
ISBN: 9783809431527
Preis: 7,99€
Inhalt
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Das Buch ist nicht alleine ein Kochbuch. Schon in seinem Vorwort schreibt Saul, dass es ihm auch darum geht, ein Stück Alltagsgeschichte aus dem Schlesien aus den Jahren 1900 bis 1945 festzuhalten, bevor die Zeitzeugen wegsterben.
So ist es eine Kombination - eine Sammlung aus Alltagsgeschichten und alten Rezepten. So erzählt beispielsweise Gerda Schneider aus Hoyerswerda von ihrem Sommer in Schlesien oder die Familie Kohler aus Kynau berichtet von den Schankwirtrezepten, die es in ihrer Schänke in Kynau gab.
Viele seiner Rezepte stammen von Menschen, die ihn nach seinem ersten Band ansprachen, Saul bekam handgeschriebene Aufzeichnungen und er hörte von Schicksalen von Menschen aus Schlesien, die er in diesem Buch aufzeichnen konnte.
Fazit
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Meine Urgroßmutter durfte ich leider nie kennenlernen, sie starb wohl während des Krieges und mein Opa hat immer wenig über die Vergangenheit geredet. Und mein Opa starb, als ich 15 Jahre alt war. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb reizte es mich sehr, mal die Schlesische Küche zu probieren - für die Sudetendeutsche habe ich dieses Handgeschriebene Kochbuch meiner Oma geerbt.
Und dieses Buch enthält nicht nur tolle uralte Rezepte, die in ihrer Geschichte weit vor der von Chefkoch.de liegen. Grandios ist beispielsweise das Birnensouffle und die schlesischen Linsenrösti. Die Rezepte sind alle sehr einfach gehalten und völlig unproblematisch nachzukochen.
Aber auch die Geschichten von Zeitzeugen kombiniert mit den vielen, tollen Familienfotos von Hochzeiten und Schulklassen, von Abschlussbällen und Gasthäusern sind wirklich toll - erinnern an eine vergessene Zeit, die Zeit meiner Vorfahren. Es wäre natürlich witzig gewesen, meine Verwandtschaft auf den Bildern zu entdecken, ich kenne sie aber leider überhaupt nicht - ich kann ja leider nichts beitragen, mein Opa konnte keine Bilder retten.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 4. Mai 2015
[Rezension] Nicht der Brüller
Hallo Leute!
Als Wahl-Ösi, wie ich mich inzwischen selbst bezeichne, beschäftigt man sich auch mit der einheimischen Kabarettszene - zumal ich echter Fan von Live-Comedy bin. Und man kann fast sagen, der Altmeister dieser Szene ist Michael Niavarani.
Der frühe Wurm hat einen Vogel
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Daten
^^^^^^^^^^
Autor: Michael Niavarani
Verlag: Piper
ISBN: 349230236X
Preis: 9,99€
Inhalt
^^^^^^^^^^
In diesem Buch veröffentlicht Michael Niavarani diverse komödiantisch anmutende Schriften. Ganz zu Anfang lässt er sich dann aber erstmal ausführlich darüber aus, dass er ja leider gar nix zu Papier bringen kann und dass man ihn in Form des Buches erstmal mit ins Kaffeehaus nehmen soll - vielleicht findet er ja dort Inspiration.
Die weiteren Geschichten sprechen alle Themen an - Schöpfung und Paralleluniversen, alles führt er dann wieder auf die Physik zurück - es fühlt sich zumindest so an.
Fazit
^^^^^^^^^^
Das Buch ist nicht wirklich ein Knüller. Vor allem die erste Hälfte ist extrem langatmig. Wenn der Autor mit einem Knüller anfängt, wälzt er die Pointe über mehrere Seiten aus. In der ersten Geschichte etwa tritt er ganz nett mit dem Leser (bevorzugt der Leserin) ganz nett in Kontakt, aber dass er eigentlich nicht schreiben will und dass Frau ihn ja mit ins Bett nimmt, na, ja irgendwann es ist dann halt auch nicht mehr so komisch. Auch die Ausflüge in die Physik wirken - wenn man es nur liest - eher langatmig und wie gewollt und nicht gekonnt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Geschichte auf der Bühne wirkt oder als Hörbuch, als geschriebener Text wirkt es aber eher ermüdend langweilig. Einige der Geschichten wirken eher wie Füllmaterial - wenn man alles lustige zusammenfasst, hätte man nämlich kein Buch, sondern ein Heftchen.
Ich kann definitiv nicht mehr wie 2 Sterne geben - das Buch hat mich manchmal zum Schmunzeln gebracht, mehr aber eben auch nicht! Auf der Bühne ist Niavarani sicher besser...
In diesem Sinne
Eure Anke
Als Wahl-Ösi, wie ich mich inzwischen selbst bezeichne, beschäftigt man sich auch mit der einheimischen Kabarettszene - zumal ich echter Fan von Live-Comedy bin. Und man kann fast sagen, der Altmeister dieser Szene ist Michael Niavarani.
Der frühe Wurm hat einen Vogel
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Daten
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Autor: Michael Niavarani
Verlag: Piper
ISBN: 349230236X
Preis: 9,99€
Inhalt
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In diesem Buch veröffentlicht Michael Niavarani diverse komödiantisch anmutende Schriften. Ganz zu Anfang lässt er sich dann aber erstmal ausführlich darüber aus, dass er ja leider gar nix zu Papier bringen kann und dass man ihn in Form des Buches erstmal mit ins Kaffeehaus nehmen soll - vielleicht findet er ja dort Inspiration.
Die weiteren Geschichten sprechen alle Themen an - Schöpfung und Paralleluniversen, alles führt er dann wieder auf die Physik zurück - es fühlt sich zumindest so an.
Fazit
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Das Buch ist nicht wirklich ein Knüller. Vor allem die erste Hälfte ist extrem langatmig. Wenn der Autor mit einem Knüller anfängt, wälzt er die Pointe über mehrere Seiten aus. In der ersten Geschichte etwa tritt er ganz nett mit dem Leser (bevorzugt der Leserin) ganz nett in Kontakt, aber dass er eigentlich nicht schreiben will und dass Frau ihn ja mit ins Bett nimmt, na, ja irgendwann es ist dann halt auch nicht mehr so komisch. Auch die Ausflüge in die Physik wirken - wenn man es nur liest - eher langatmig und wie gewollt und nicht gekonnt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Geschichte auf der Bühne wirkt oder als Hörbuch, als geschriebener Text wirkt es aber eher ermüdend langweilig. Einige der Geschichten wirken eher wie Füllmaterial - wenn man alles lustige zusammenfasst, hätte man nämlich kein Buch, sondern ein Heftchen.
Ich kann definitiv nicht mehr wie 2 Sterne geben - das Buch hat mich manchmal zum Schmunzeln gebracht, mehr aber eben auch nicht! Auf der Bühne ist Niavarani sicher besser...
In diesem Sinne
Eure Anke
[Rezension] Mandela und seine Assistentin
Hallo Leute!
Kaum eine Persönlichkeit hat die Geschichte eines einzelnen Landes so geprägt wie Madiba - Nelson Mandela. Ganze 27 Jahre seines Lebens saß er aufgrund seiner Überzeugungen auf Robben Island in politischer Gefangenschaft. Seine wichtigste Mitarbeiterin, die ihn die letzten 20 Jahre als persönliche Assistentin begleitete, ist das genaue Gegenteil... Mit diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte...
Good Mornung, Mr. Mandela
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Daten
^^^^^^^^^^
Autorin: Zelda la Grange
Verlag: btb
ISBN: 3442756073
Preis: 22,99€
Inhalt
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Zelda la Grange wurde als weiße Afrikanerin 1970 geboren. Mitten auf dem Höhepunkt der Apatheit. Zu diesem Zeitpunkt sitzt Mandela bereits seit 6 Jahren im Gefängsnis. Sie wird im Glauben erzogen, dass man Schwarze Menschen weder berühren, noch mit ihnen reden darf, ohne persönlichen Schaden zu nehmen.
Später jedoch wird Zelda la Grange zur wichtigsten Mitarbeiterin des Mannes, der ihr als Kind als großes Feindbild vermittelt wurde. Gemeinsam mit ihm reist sie um die Welt und lernt die Mächtigsten kennen - Bill Clinton, Yassir Arafat oder auch den Papst. Sie begleitete ihn bis zu seinem Tod im Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren starb.
So sammeln sich in diesem Buch kleine Anekdoten und Erlebnisse, Geschichten und Begebenheiten rund um den Politiker, dessen Tod die ganze Welt betrauert hat und den sie nur liebevoll Großvater nennt.
Fazit
^^^^^^^^^^
Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, zumal es kein Enthüllungsbuch ist, wie es Butler und Assistenten sonst so schreiben, sondern es ist viel mehr eine Hommage an den Mann, dessen Charisma sogar am Fernseher beeindruckend war.
Für die Bewertung dieser Biografie muss man sich im Klaren sein, was man erwartet. Wenn man sich von einer Biografie, die ein enger Mitarbeiter geschrieben hat, das eine oder andere Skandälchen erwartet, dann wird man sich mit diesem Buch langweilen. Zelda la Grange unterstreicht viel mehr die Seiten an Mandela, die inspirierend sind. Die Seiten, die ihn die Zeit auf Robben Island haben durchstehen und den Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika haben aufnehmen und gewinnen lassen. Unterstützt durch Erlebnisse und Begegnungen aus mehr als 20 Jahren, in denen Zelda Mandela begleitet hat.
Mit ihren Anekdoten macht sie sein Charisma begreifbar, die Liebe zu seinem Volk und den Kampf, den sein Leben geprägt hat.
In diesem Sinne
Eure Anke
Kaum eine Persönlichkeit hat die Geschichte eines einzelnen Landes so geprägt wie Madiba - Nelson Mandela. Ganze 27 Jahre seines Lebens saß er aufgrund seiner Überzeugungen auf Robben Island in politischer Gefangenschaft. Seine wichtigste Mitarbeiterin, die ihn die letzten 20 Jahre als persönliche Assistentin begleitete, ist das genaue Gegenteil... Mit diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte...
Good Mornung, Mr. Mandela
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Daten
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Autorin: Zelda la Grange
Verlag: btb
ISBN: 3442756073
Preis: 22,99€
Inhalt
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Zelda la Grange wurde als weiße Afrikanerin 1970 geboren. Mitten auf dem Höhepunkt der Apatheit. Zu diesem Zeitpunkt sitzt Mandela bereits seit 6 Jahren im Gefängsnis. Sie wird im Glauben erzogen, dass man Schwarze Menschen weder berühren, noch mit ihnen reden darf, ohne persönlichen Schaden zu nehmen.
Später jedoch wird Zelda la Grange zur wichtigsten Mitarbeiterin des Mannes, der ihr als Kind als großes Feindbild vermittelt wurde. Gemeinsam mit ihm reist sie um die Welt und lernt die Mächtigsten kennen - Bill Clinton, Yassir Arafat oder auch den Papst. Sie begleitete ihn bis zu seinem Tod im Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren starb.
So sammeln sich in diesem Buch kleine Anekdoten und Erlebnisse, Geschichten und Begebenheiten rund um den Politiker, dessen Tod die ganze Welt betrauert hat und den sie nur liebevoll Großvater nennt.
Fazit
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Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, zumal es kein Enthüllungsbuch ist, wie es Butler und Assistenten sonst so schreiben, sondern es ist viel mehr eine Hommage an den Mann, dessen Charisma sogar am Fernseher beeindruckend war.
Für die Bewertung dieser Biografie muss man sich im Klaren sein, was man erwartet. Wenn man sich von einer Biografie, die ein enger Mitarbeiter geschrieben hat, das eine oder andere Skandälchen erwartet, dann wird man sich mit diesem Buch langweilen. Zelda la Grange unterstreicht viel mehr die Seiten an Mandela, die inspirierend sind. Die Seiten, die ihn die Zeit auf Robben Island haben durchstehen und den Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika haben aufnehmen und gewinnen lassen. Unterstützt durch Erlebnisse und Begegnungen aus mehr als 20 Jahren, in denen Zelda Mandela begleitet hat.
Mit ihren Anekdoten macht sie sein Charisma begreifbar, die Liebe zu seinem Volk und den Kampf, den sein Leben geprägt hat.
In diesem Sinne
Eure Anke
Sonntag, 3. Mai 2015
[Rezension] Unwiderbringlich geschädigt
Hallo Leute!
Ernährungsformen gibt es in zwischen wohl mehr wie Menschen auf der Erde - und kürzlich stieß ich auf ein Kochbuch, das mich irgendwie gleich interessiert hat...
Dumm wie Brot
^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^
Autor: Dr. David Perlmutter
Verlag: Mosaik
ISBN: 3442392853
Preis: 14,99€
Inhalt
^^^^^^
Das Kochbuch ist eine Art Begleitbuch zum im gleichen Verlag erschienenen "Dumm wie Brot". Dr. David Perlmutter hat eine Ernährungsform entwickelt, die auf einer glutenfreien Ernährung basiert. Dabei wird davon ausgegangen, dass zu viel Weizen (und Gluten ist ja nichts anderes als Eiweiß, was man hauptsächlich in Weizen und Körnern findet) zu Kopfschmerzen und geschädigten Hirnzellen führt.
In diesem Buch werden 150 passende Rezepte präsentiert und das aus allen Kategorien - vom Frühstück über kleine Snacks bis zum Abendessen - sogar körnerfreie Müslis werden gezeigt. Die Rezepte sind alle sehr einfach und gut nachzukochen.
Fazit
^^^^^^^
Unter anderem habe ich ein Rezept entdeckt, das ich in Israel probieren konnte. Das habe ich gleich nachgekocht und es war einfach perfekt. Es ist für alle etwas dabei - für Vegetarier wie für Fleischfresser, Gerichte mit Fisch, sogar Glutenfreie Müslis oder verschiedene Currys, für jeden Geschmack etwas.
Ob das alles so stimmt, kann ich nicht sagen. Sicherlich gibt es immer mehr Menschen, die gegen Gluten allergisch sind, Menschen die chronische Kopfschmerzen haben werden auch nicht seltener. Ich ernähre mich nicht ganz konsequent nach dem Schema, das Perlmutter vorgibt - aber ich nehme seit ich das Buch habe, sicherlich weniger davon zu mir und probiere derzeit jeden Tag ein neues, tolles Rezept. Einem Muffin kann ich aber trotzdem immernoch nicht widerstehen. Meine gelegentlichen Kopfschmerzen, besonders am Morgen, haben seit dem nachgelassen. Ob ich mir das einbilde, weiß ich nicht, aber gut ist es trotzdem. Ich werde sicher weiter viel nach diesem Buch kochen.
Die Rezepte sind einfach und schmackhaft, schnell zu kochen und es ist auch mal was außergewöhnliches dabei - auch für absolute Anfänger sind sie problemlos zu kochen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Ernährungsformen gibt es in zwischen wohl mehr wie Menschen auf der Erde - und kürzlich stieß ich auf ein Kochbuch, das mich irgendwie gleich interessiert hat...
Dumm wie Brot
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Daten
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Autor: Dr. David Perlmutter
Verlag: Mosaik
ISBN: 3442392853
Preis: 14,99€
Inhalt
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Das Kochbuch ist eine Art Begleitbuch zum im gleichen Verlag erschienenen "Dumm wie Brot". Dr. David Perlmutter hat eine Ernährungsform entwickelt, die auf einer glutenfreien Ernährung basiert. Dabei wird davon ausgegangen, dass zu viel Weizen (und Gluten ist ja nichts anderes als Eiweiß, was man hauptsächlich in Weizen und Körnern findet) zu Kopfschmerzen und geschädigten Hirnzellen führt.
In diesem Buch werden 150 passende Rezepte präsentiert und das aus allen Kategorien - vom Frühstück über kleine Snacks bis zum Abendessen - sogar körnerfreie Müslis werden gezeigt. Die Rezepte sind alle sehr einfach und gut nachzukochen.
Fazit
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Unter anderem habe ich ein Rezept entdeckt, das ich in Israel probieren konnte. Das habe ich gleich nachgekocht und es war einfach perfekt. Es ist für alle etwas dabei - für Vegetarier wie für Fleischfresser, Gerichte mit Fisch, sogar Glutenfreie Müslis oder verschiedene Currys, für jeden Geschmack etwas.
Ob das alles so stimmt, kann ich nicht sagen. Sicherlich gibt es immer mehr Menschen, die gegen Gluten allergisch sind, Menschen die chronische Kopfschmerzen haben werden auch nicht seltener. Ich ernähre mich nicht ganz konsequent nach dem Schema, das Perlmutter vorgibt - aber ich nehme seit ich das Buch habe, sicherlich weniger davon zu mir und probiere derzeit jeden Tag ein neues, tolles Rezept. Einem Muffin kann ich aber trotzdem immernoch nicht widerstehen. Meine gelegentlichen Kopfschmerzen, besonders am Morgen, haben seit dem nachgelassen. Ob ich mir das einbilde, weiß ich nicht, aber gut ist es trotzdem. Ich werde sicher weiter viel nach diesem Buch kochen.
Die Rezepte sind einfach und schmackhaft, schnell zu kochen und es ist auch mal was außergewöhnliches dabei - auch für absolute Anfänger sind sie problemlos zu kochen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 1. Mai 2015
[Rezension] Kim, der kleine, dicke Despot
Hallo Leute!
Fragt mich nicht, warum, aber irgendwie fasziniert mich Nordkorea sehr. Nicht, weil ich es besonders toll finde, wie dort mit den Menschen umgegangen wird, eher im Gegenteil. Aber dennoch hat der Kim Clan um Kim Jong-Il und Kim Jong-un es geschafft, das Land durch seine konsequente Abschottung zu einem Mythos zu machen...
Nordkorea - Innenansichten eines totalen Staates
^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^
Autor: Rüdiger Frank
Verlag: DVA
ISBN: 3421046417
Preis: 19,99€
Inhalt
^^^^^^^^
Rüdiger Frank ist einer der wenigen westlichen Journalisten, der Nordkorea regelmäßig besucht und auf seinen Reisen durchaus hinter die Kulissen des isoliertesten Staates der Erde geschaut.
Fundiert berichtet er zunächst über den Ursprung verschiedener Traditionen in Nordkorea. Es wird ein historischer Einblick darin gegeben, wie Nordkorea zu dem totalitären System wurde, denn schon unter Staatsgründer Kim il-sung wurde jedliche Form von Pluralismus komplett unterdrückt, das hat sich eben bis heute fortgesetzt.
Menschen liegen dem Enkel von il-sung bis heute zu Füßen. So nimmt Rüdiger Frank beispielsweise bei einer Art Massenspektakel teil, das sich Arirang nennt. Dabei treten 100 000 Mitwirkende vor 150 000 Zuschauern auf und bei dem 16000 Schulkinder mit einem Buch mit 200 unterschiedlichen Farben einen gigantischen Bildschirm darstellen. Dabei soll vermittelt werden, dass das Volk im Gleichklang der Bewegungen (also in der Konformität) am besten funktioniert. Sehr befremdlich.
Aber nicht nur auf die Menschen, die ihrem Führer scheinbar kritiklos folgen, geht der Autor näher ein, sondern auch auf die Politik und vor allem auf die Wirtschaft in Nordkorea. Mit Reformen tut man sich hierbei doch erheblich schwerer als in vielen anderen Gebieten. Besonders die Sonderwirtschaftszonen werden hier als mögliche Chance auf eine Versöhnung gesehen.
Fazit
^^^^^^^^
Ein bisschen DDR, nur noch wahnsinniger, so kommt mir Nordkorea immer vor, wenn im Fernsehen darüber berichtet wird - vielleicht sogar ein bisschen wie eine große Sekte, in der alle ihrem großen Führer zu Füßen liegen (müssen). Gleichzeitig schreibt er auch, wie mit Gegnern umgegangen wird, die dem Regime nicht folgen.
Deutlich merkt man, dass Rüdiger Frank einer der wohl größten Kenner Nordkoreas in Deutschland ist. Es ist spürbar, dass alle seine Aussagen nicht nur sachlich sind, sondern auch sehr fundiert - kurz gesagt, der Mann hat Ahnung von dem, was er sagt. Er nimmt das "System" doch deutlich mehr auseinander, als das Kim-Regime es zulassen würde. Besonders eindrücklich war für mich die Schilderung dieser Massenveranstaltung - er als Leipziger, sagt er, kannte das schon, wobei die technische Dimension eben deutlich ein paar Nummern über dem des DDR Regimes liegt.
Das Buch ist ein wirklich spannender und ausführlicher Blick in Geschichte und Gegenwart eines Landes, das auf einem in den Nachrichten immer sehr befremdlich wirkt. Sicher ein Buch, das auf Deutsch seines Gleichen sucht.
Als Urlaubsland wird Nordkorea es wohl in den nächsten 20 Jahren nicht auf meine Liste schaffen, aber wer weiß, vielleicht tut sich da ja mal was...
In diesem Sinne
Eure Anke
Fragt mich nicht, warum, aber irgendwie fasziniert mich Nordkorea sehr. Nicht, weil ich es besonders toll finde, wie dort mit den Menschen umgegangen wird, eher im Gegenteil. Aber dennoch hat der Kim Clan um Kim Jong-Il und Kim Jong-un es geschafft, das Land durch seine konsequente Abschottung zu einem Mythos zu machen...
Nordkorea - Innenansichten eines totalen Staates
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Daten
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Autor: Rüdiger Frank
Verlag: DVA
ISBN: 3421046417
Preis: 19,99€
Inhalt
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Rüdiger Frank ist einer der wenigen westlichen Journalisten, der Nordkorea regelmäßig besucht und auf seinen Reisen durchaus hinter die Kulissen des isoliertesten Staates der Erde geschaut.
Fundiert berichtet er zunächst über den Ursprung verschiedener Traditionen in Nordkorea. Es wird ein historischer Einblick darin gegeben, wie Nordkorea zu dem totalitären System wurde, denn schon unter Staatsgründer Kim il-sung wurde jedliche Form von Pluralismus komplett unterdrückt, das hat sich eben bis heute fortgesetzt.
Menschen liegen dem Enkel von il-sung bis heute zu Füßen. So nimmt Rüdiger Frank beispielsweise bei einer Art Massenspektakel teil, das sich Arirang nennt. Dabei treten 100 000 Mitwirkende vor 150 000 Zuschauern auf und bei dem 16000 Schulkinder mit einem Buch mit 200 unterschiedlichen Farben einen gigantischen Bildschirm darstellen. Dabei soll vermittelt werden, dass das Volk im Gleichklang der Bewegungen (also in der Konformität) am besten funktioniert. Sehr befremdlich.
Aber nicht nur auf die Menschen, die ihrem Führer scheinbar kritiklos folgen, geht der Autor näher ein, sondern auch auf die Politik und vor allem auf die Wirtschaft in Nordkorea. Mit Reformen tut man sich hierbei doch erheblich schwerer als in vielen anderen Gebieten. Besonders die Sonderwirtschaftszonen werden hier als mögliche Chance auf eine Versöhnung gesehen.
Fazit
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Ein bisschen DDR, nur noch wahnsinniger, so kommt mir Nordkorea immer vor, wenn im Fernsehen darüber berichtet wird - vielleicht sogar ein bisschen wie eine große Sekte, in der alle ihrem großen Führer zu Füßen liegen (müssen). Gleichzeitig schreibt er auch, wie mit Gegnern umgegangen wird, die dem Regime nicht folgen.
Deutlich merkt man, dass Rüdiger Frank einer der wohl größten Kenner Nordkoreas in Deutschland ist. Es ist spürbar, dass alle seine Aussagen nicht nur sachlich sind, sondern auch sehr fundiert - kurz gesagt, der Mann hat Ahnung von dem, was er sagt. Er nimmt das "System" doch deutlich mehr auseinander, als das Kim-Regime es zulassen würde. Besonders eindrücklich war für mich die Schilderung dieser Massenveranstaltung - er als Leipziger, sagt er, kannte das schon, wobei die technische Dimension eben deutlich ein paar Nummern über dem des DDR Regimes liegt.
Das Buch ist ein wirklich spannender und ausführlicher Blick in Geschichte und Gegenwart eines Landes, das auf einem in den Nachrichten immer sehr befremdlich wirkt. Sicher ein Buch, das auf Deutsch seines Gleichen sucht.
Als Urlaubsland wird Nordkorea es wohl in den nächsten 20 Jahren nicht auf meine Liste schaffen, aber wer weiß, vielleicht tut sich da ja mal was...
In diesem Sinne
Eure Anke
[Rezension] Die Straßenkinder von Berlin
Hallo Leute!
Krimis und Thriller sind ja genau mein Genre. Heute stelle ich euch einen Krimi vor, der im Mileu der Obdachlosen am Berliner Alexanderplatz spielt...
Wer ruhig schlafen kann
^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^
Autorin: Mechthild Lanfermann
Verlag: btb
ISBN: 978-3-442-74724-5
Preis: 9,99€ [D] 10,30€ [A]
Inhalt
^^^^^^^^
Hochsommer - Berlin steht vor Hitze. Keine gute Jahreszeit für die junge Radiomoderatorin Emma Vonderwehr - kaum einer ihrer Kollegen ist überhaupt in der Stadt. Daher muss sie auch einspringen, als die Verhandlung des Mordfalls Hilke ansteht. Das junge Straßenmädchen ist tot in einem alten Parkhaus gefunden worden. Unter Verdacht steht Paule, der ihren Gaskocher bei sich trug.
Doch schon bei Gericht kommen Emma Zweifel an dieser Version, auch weil sie Maike kennenlernt, die beste Freundin von Hilke, die einfach nicht glaubt, dass Paule so etwas tut. Aber zu allem Überfluss trifft sie bei Gericht auch noch auf Kommissar Blume, ihren Exfreund. Der lässt sich von den Zweifeln anstecken und entdeckt tatsächlich Unstimmigkeiten im Verhör.
Emma will mehr wissen und recherchiert für eine Radiodokumentation über die Obdachlosen am Alexanderplatz und merkt dabei schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
Fazit
^^^^^^^^^^
Straßenkinder in Berlin, das ist doch ob der ganzen Regionalkrimis aus Bayern doch mal was anderes - keine Almidylle, sondern Großstadtrealität - und diese Atmosphäre bringt Mechthild Lanfermann in ihrem Roman absolut glaubhaft rüber - eine Mischung aus Mißtrauen und schlechten Erfahrungen bei ihren potentiellen Interviewpartnern und mit der Zeit gerät sie immer tiefer in die Situation hinein.
Allerdings hat der Thriller bei mir kleine Abzüge, vor allem, weil die Handlung ähnlich zäh in Gang kommt, wie man sich bei ca. 40°C so fühlt, gelegentlich könnte das Tempo für mich etwas angezogen werden. Aber etwa nach 60 Seiten hat das Buch dann ausreichend Fahrt aufgenommen, dass es einen packt und nicht mehr loslässt - bis zum Showdown, der dann wieder gigantisch gut ist.
Nun ist es schon Krimi Nummer 3, in dem es um Emma Vonderwehr geht - daher hat man vielleicht die eine oder andere Entwicklung verpasst - etwa was war mit Kommissar Blume - die Sachen sind allerdings zwar interessant zu wissen, aber nicht essentiell für die Story. Und weil mir die Schreibweise echt gefallen hat, warten nun noch mindestens 2 gute Bücher auf mich - Berichte folgen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Krimis und Thriller sind ja genau mein Genre. Heute stelle ich euch einen Krimi vor, der im Mileu der Obdachlosen am Berliner Alexanderplatz spielt...
Wer ruhig schlafen kann
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Daten
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Autorin: Mechthild Lanfermann
Verlag: btb
ISBN: 978-3-442-74724-5
Preis: 9,99€ [D] 10,30€ [A]
Inhalt
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Hochsommer - Berlin steht vor Hitze. Keine gute Jahreszeit für die junge Radiomoderatorin Emma Vonderwehr - kaum einer ihrer Kollegen ist überhaupt in der Stadt. Daher muss sie auch einspringen, als die Verhandlung des Mordfalls Hilke ansteht. Das junge Straßenmädchen ist tot in einem alten Parkhaus gefunden worden. Unter Verdacht steht Paule, der ihren Gaskocher bei sich trug.
Doch schon bei Gericht kommen Emma Zweifel an dieser Version, auch weil sie Maike kennenlernt, die beste Freundin von Hilke, die einfach nicht glaubt, dass Paule so etwas tut. Aber zu allem Überfluss trifft sie bei Gericht auch noch auf Kommissar Blume, ihren Exfreund. Der lässt sich von den Zweifeln anstecken und entdeckt tatsächlich Unstimmigkeiten im Verhör.
Emma will mehr wissen und recherchiert für eine Radiodokumentation über die Obdachlosen am Alexanderplatz und merkt dabei schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
Fazit
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Straßenkinder in Berlin, das ist doch ob der ganzen Regionalkrimis aus Bayern doch mal was anderes - keine Almidylle, sondern Großstadtrealität - und diese Atmosphäre bringt Mechthild Lanfermann in ihrem Roman absolut glaubhaft rüber - eine Mischung aus Mißtrauen und schlechten Erfahrungen bei ihren potentiellen Interviewpartnern und mit der Zeit gerät sie immer tiefer in die Situation hinein.
Allerdings hat der Thriller bei mir kleine Abzüge, vor allem, weil die Handlung ähnlich zäh in Gang kommt, wie man sich bei ca. 40°C so fühlt, gelegentlich könnte das Tempo für mich etwas angezogen werden. Aber etwa nach 60 Seiten hat das Buch dann ausreichend Fahrt aufgenommen, dass es einen packt und nicht mehr loslässt - bis zum Showdown, der dann wieder gigantisch gut ist.
Nun ist es schon Krimi Nummer 3, in dem es um Emma Vonderwehr geht - daher hat man vielleicht die eine oder andere Entwicklung verpasst - etwa was war mit Kommissar Blume - die Sachen sind allerdings zwar interessant zu wissen, aber nicht essentiell für die Story. Und weil mir die Schreibweise echt gefallen hat, warten nun noch mindestens 2 gute Bücher auf mich - Berichte folgen.
In diesem Sinne
Eure Anke
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