Mittwoch, 14. Oktober 2015

[Hörbuch] Popkultur im Japan der 70er

Hallo Leute!

Eigentlich bin ich ja ein eingefleischter Thrillerleser (und -hörer). Diesmal entschied ich mich für den Urlaub aber mal für ein anderes Hörbuch entschieden, einen melancholischen Roman aus dem Japan der 70er Jahre.

Pinball 1973
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Daten
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Autor: Haruki Murakami
gelesen von David Nathan
Verlag: Hörbuch Hamburg
ISBN: 3899039378
Preis: 10,99€


Inhalt
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Nach "Wenn der Wind singt", ist "Pinball 1973" der zweite Teil des Frühwerks des erfolgreichen japanischen Autors und Literaturnobelpreisträgers Haruki Murakami aus der "Trilogie der Ratte". Zu dieser Trilogie gehört außerdem der 2005 auf Deutsch erschienene Roman "Wilde Schafsjagd".

Die Geschichte setzt im Jahr 1973 an. Im Mittelpunkt steht ein junger Mann, dessen Name während der Geschichte nicht fällt.  Er lebt in Tokio, fernab seiner kleinstädtischen Heimat Sein melancholischen Freund "Ratte", der mit dem Leben mehr schlecht als recht zurande kommt, hat diesen Absprung noch nicht geschafft. Er hat Liebesprobleme und hängt immernoch in J's Bar rum, mit einem gewissen Hang zu den bunten Flipperspielen, die dort rumstehen.


Lesung
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David Nathan empfinde ich mit seiner tiefen, rauhen und sehr ruhigen Stimme sehr angenehm zum Anhören. Ich musste zwar gelegentlich aufpassen, dass ich nicht einschlafe, das gehört aber bei einem Hörbuch für mich zum Alltag, dafür nutze ich es ja auch manchmal sogar ganz gerne.


Fazit
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Die Geschichte ist sicherlich keine allzu leichte. Mit seiner atmosphärischen Dichte spiegelt er die Probleme einer ganzen Generation wieder und nimmt den Leser mit auf eine beinahe schon avangardistische Reise in die Popkultur. Sie gehören zum Frühwerk des Autors und sind auf Japanisch bereits Anfang der 80er Jahre erschienen.

Für mich ist das Konzept des atmosphärisch-melancholischen Romans zugegenermaßen noch ein sehr gewöhnungsbedürftiges - wie gesagt, ich bin chronischer Thrillerleser. Aber es gelingt Murakami auf perfekte Art und Weise, die Atmosphäre etwa in der J's Bar so perfekt aufzunehmen, dass man fast die Geräusche des Pinballautomaten hört.

Von mir gibt es 4 Sterne, ich muss mich da noch etwas an die Erzählweise gewöhnen muss. Insgesamt ist es aber sehr hörenswert, bestärkt durch die perfekte Lesung - mit der ruhigen und entspannten Stimme ist alles rund.


In diesem Sinne

Eure Anke

[Rezension] DDR ist langsam mal vorbei...

Hallo Leute!

25 Jahre ist es nun schon her, als aus der DDR Ostdeutschland wurde. Ich erinnere mich noch, dass plötzlich alle möglichen Verwandten auf Besuch kamen Aber wie stellt sich Ostdeutschland heute dar?

Gebrauchsanweisung für Ostdeutschland
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Daten
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Autor: Jochen Schmidt
Verlag: Piper
ISBN: 3492276695
Preis: 14,99€


Inhalt
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Jochen Schmidt nimmt uns Leser mit auf eine Reise durch seine Heimat, durch die 6 Bundesländer, die vor 1990 hinter dem eisernen Vorhang lagen und auf den schönen Namen DDR hörten.

Er nimmt uns mit an die Orte seiner Kindheit, auf der Suche nach echten Kindheitserinnerungen - und das tut er mit einer unglaublichen Sehnsucht. Er besucht Museen und weint den Alltagsgegenständen nach, die er von früher kennt, die man heute eben nur noch hier findet. Früher waren sie ihm nicht wichtig, heute spürt er eine ganze Welle an Nostalgie, wenn er sie sieht, wenn er auf den Straßen im Norden unterwegs ist.

Damit will der Autor der ostdeutschen Seele auf den Grund gehen, auf der Suche nach der Ostmoderne. So sind etwa die Überreste des Palast der Republik und damit des wohl berühmtesten Baus der DDR im Burj Khalifa verbaut.


Fazit
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Für mich trieft dieses Buch nur so vor Ostalgie, was es ein kleines bisschen anstrengend macht. Ich hatte eigentlich nicht erwartet, eine Zeitreise in die DDR zu machen - dann hieße das Buch ja "Gebrauchsanweisung für die DDR". Irgendwie fühlt man sich ein bisschen wie in einer Art Freilichtmuseum, in dem irgendwann 1988 die Zeit stehengeblieben ist. Und das ist für mich ein bisschen schade, weil sich Ostdeutschland meiner Erfahrung nach dann doch zumindest ein bisschen gewandelt hat. Und ich bin öfter da, wie gesagt, Verwandtschaft und so. Es ist wohl hauptsächlich etwas für hoffnungslose Ostalgiker.

Ich hatte irgendwie ein bisschen mehr Ostdeutschland und ein bisschen weniger DDR erwartet. Und selbst wenn man den Blick so weit in die Vergangenheit wirft, hätte ich mir persönlich vielleicht etwas mehr Humor erwartet, Solche extremen Ostalgiebücher gibt es eben schon zu genüge - und jedes Jahr im September/Oktober kommen neue dazu.



In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 13. Oktober 2015

[Rezension] Kinder der relativen Sicherheit

Hallo Leute!

Mein Opa erzählte mir immer wieder vom Krieg, einer Zeit, die mir so weit weg erschien, schließlich war ich beinahe 40 Jahre nach Kriegsende geboren. Er erzählte viel von seiner Heimat, schließlich gehörte er zu den Vertriebenen Sudedendeutschen.

Aus diesen Gründen fand ich den Titel sehr spannend, den ich euch heute vorstellen möchte...


Kriegsenkel
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Daten
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Autor: Sabine Bode
Verlag: Random House
ISBN: 3837131645
Preis: 12,99€
gelesen von Devid Striesow und Claudia Michelsen
Dauer: 4 Stunden 50 Minuten (gekürzte Lesung)


Inhalt
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Der Krieg ist vorbei - die Kinder, die in den 60ern geboren sind, haben ihn nicht erlebt, die wahnsinnige Zerstörung der Städte oder die Gefangenschaft des Vaters nicht miterlebt. Sie sind in einer relativen Sicherheit aufgewachsen.

In dieser Geschichte werden viele ihrer Geschichten nachgezeichnet, geprägt von fehlender Identität oder fehlender Wärme des Vaters, die Weitergabe erlittener Traumata durch die Eltern. Mit zahlreichen Fallbeispielen und sehr offenen Interviews.


Fazit
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Für mich ein äußerst interessantes Hörbuch. Ich gehöre zwar zu einer Generation später, meine Eltern sind beide 7 bzw. 9 Jahre nach Kriegsende geboren, aber gerade auf der väterlichen Seite konnte man das ein wenig wahrnehmen. Schließlich haben beide Großeltern das Trauma des Krieges und das Trauma der Verlust der Heimat erlebt und hatten beide auch zu meiner Zeit noch große Probleme damit. Besonders die Oma hat viel von der Heimat gesprochen, von den Geschehnissen um die Vertreibung eher wenig. Erst sehr spät fing sie an, mir davon zu erzählen, wie sie sich mit einem Säugling (meinem Onkel, damals gut 1 Jahr alt) im Wald verstecken musste, immer in der Angst, er würde anfangen zu schreien.

Noch kurz vor ihrem Tod hatte sie aber ein eher distanziertes Verhältnis zu meinem Vater (1952 geboren), warum kann ich natürlich weniger nachvollziehen.

Die Geschichte über die Kriegsenkel ist eine spannende psychologische Studie über die Weitergabe von Traumata und das Leben der Kinder, die nach dem Krieg geboren wurden, aber trotzdem noch darunter zu leiden hatten.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 12. Oktober 2015

[Rezension] Ornithologie im dunklen Schweden

Hallo Leute!

Ich bin ein echter Fan der skandinavischen Krimi- und Thrillerliteratur. Kürzlich habe ich mal wieder einen tollen Autor entdeckt, dessen Werk ich euch heute vorstellen werde.


Die Raben
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Daten
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Autor: Tomas Bannerhed
Verlag: btb
ISBN: 3442753929
Preis: 22,99€


Inhalt
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Klas hat es nicht leicht. Der 14jährige lebt auf einem Bauernhauf im traumhaften Smaland. Doch in den 70er Jahren ist es üblich, dass der Sohn auf dem Hof hilft, ihn irgendwann einmal übernimmt. Zudem lebt er alleine mit seinem Vater, der aufgrund seiner Krankheit noch dazu immer irrer wird. Doch das will Klas nicht. Das, was er am liebsten mag, sind Vögel. Und so zieht er durchs Moor, um sie zu beobachten und sie zu studieren. Besonders die Raben haben es ihm angetan, ihre Eleganz, ihre Schönheit.

Für ihn ist der Weg ins Moor eine Art Flucht vor dem immer irrer werdenden Vater, doch dabei stellt er fest, dass er selbst immer irrer wird. Kontakt mit Gleichaltrigen von den anderen Höfen fällt ihm von Tag zu Tag schwerer.

Doch die Begegnung mit Veronica verändert sein Leben. Er verliebt sich in das Mädchen und beginnt, ihr das Leben der Vögel in Smaland näherzubringen,


Fazit
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Ein bedrückender Schwedenroman, wie er im Buche steht. Der Junge sucht Zuflucht vor seinem brutalen Vater und vor der harten Arbeit auf dem Hof - seine besten Freunde sind die Raben, bis er auf Veronica trifft.

Schon auf den ersten Seiten entsteht eine Gänsehautstimmung, die über den gesamten Roman anhält, dunkles Moor und ausgerechnet die schwarzen Todesboten, die es ihm angetan haben und die damit verbundene Flucht aus der Realität. Mit Klas empfindet man irgendwie sofort eine gewisse Sympathie, gleichzeitig aber auch eine gewisse Irritation, bis schließlich Veronica in sein Leben tritt und er sich selbst beinahe Normal findet. Doch immer wieder muss er zu seinem irren Vater zurückkehren, in die brutale Realität.

Ein spannender, irritierender und sehr dusterer Roman, der für mich sehr lesenswert ist. Von mir gibt es klare 5 Sterne!

In diesem Sinne

Eure Anke


[Rezension] Nicht mein Fall

Hallo Leute!

Das Autorenduo hinter Erik Axl Sund hat im vergangenen Jahr die interessante Victoria Bergmann Trilogie herausgebracht. Mit Scherbenseele tritt nun ein neuer Ermittler in den Vordergrund...

Scherbenseele
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Daten
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Autor: Erik Axl Sund
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442483336
Preis: 12,99€


Inhalt
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In Schweden passiert eine ganze Serie merkwürdiger Selbstmorde. Hauptsächlich junge Leute bringen sich um, jeder hat ein anscheinend individuelle Musik auf den Ohren, die in den Selbstmord leiten. Es ist ein Mix aus Geräuschen wie Geschrei und düsterer Musik, die alle samt von einem Künstler namens "Hunger" stammen.

Da Jeanette Kihlberg (bekannt aus der Victoria Bergmann Reihe) noch immer in Therapie ist, ist nun Jens Hurtig der leitende Ermittler. Bei seinen Ermittlungen tritt er allerdings auf der Stelle, da die jungen Leute scheinbar gar nichts miteinander zu tun haben, außer dass sie alle mit Kopfhörern in den Ohren gefunden werden. Daneben passieren auch einige merkwürdige Morde an Männern, die ebenfalls nichts miteinander zu tun haben.

Jens Hurtig hat dabei mit einigen privaten Problemen zu Kämpfen, zumal sich der Mörder auch in seinem Privatleben austobt.


Fazit
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In den Victoria Bergmann Krimis habe ich ja noch gewisse Ansätze gesehen. Die Selbstmorde sind am Anfang ja noch recht spannend, die Selbstmorde klingen ja noch recht vielversprechend, geraten aber durch die privaten Probleme in den Hintergrund und dadurch wird die Geschichte relativ schnell langweilig, für einen sogenannten Thriller erstaunlich spannungslos. Dazu kommt, wie schon von den anderen Büchern vom Duo bekannt, dass sich die Handlung in viel zu viele, wahrlos aneinandergereihte Einzelstränge, man verliert recht schnell den Überblick, wer jetzt nochmal wer war und warum. In jedem (recht kurzen) Kapitel wird die Perspektive gewechselt, was für mich deutlich zu viel ist. Das ist wirklich anstrengend und bietet wenig Gelegenheit, mehr über die einzelnen Charaktäre zu erfahren.

Auch die einzelnen Szenen sind nicht wirklich miteinander verbunden, hier wird wohl ziemlich deutlich, dass es sich um ein Autorenduo handelt, die die einzelnen Perspektiven relativ unabhängig voneinander geschrieben haben...

Auch die Charaktäre sind vollkommen ermüdend, auch die Hauptperson Jens Hurtig ist mehr als blass.

In diesem Sinne

Eure Anke


Sonntag, 11. Oktober 2015

[Rezension] Was da so alles hängenbleibt

Hallo Leute!

Zugegeben, diese Bücher, die in kurzen und prägnanten Sätzen das unnütze Wissen vermitteln, sprießen nur so aus dem Boden. Der Klassiker ist allerdings die Reihe von Stern-Neon, die den Boom begründet haben und aus der nun schon der vierte Band erschienen ist...

Neon unnützes Wissen 4
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Daten
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Autor: Neon Redaktion
Verlag: Heyne
ISBN: 345360363X
Preis: 9,99€


Inhalt
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Wiedereinmal ist eine große Breite an Themen abgedeckt, in der 1374 neue, ungewöhnliche und teils lustige, teils tragische Fakten präsentiert werden.

Das reicht von der Regenwaldfläche. die stündlich in Brasilien abgeholzt wird bis hin zu dem Faktum, dass man in der Schweiz Hunde und Katzen zum Eigenverzehr schlachten darf.

Zusammengestellt sind die Fakten wie immer in verschiedenen Themengruppen - etwa Länder, Tiere etc.


Fazit
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Sicherlich ein Klassiker, der "unnützes Wissen" Literatur, wenn man das so nennen will. Es bringt einen zum Lachen aber auch zum Nachdenken und für mich ist es doch immer wieder erstaunlich, bei wie vielen Gelegenheiten ich anschließend denke "Ja, das hast du doch neulich erst irgendwo gelesen, in diesem Buch". Es ist dann doch überraschend, was da so alles im Kopf hängenbleibt.

Egal ob die letzten Worte Winston Churchills, dass der Weltmänner- und der Welttoilettentag auf den gleichen Tag im Monat fallen oder - um beim Thema zu bleiben - dass in "Psycho" das erste mal eine Toilette in einem Film zu sehen war - alles Sachen, mit denen man bei seinen Stammtischfreunden ordentlich Eindruck schinden kann, indem man sich ein Fucking Hell bestellt und gleich damit auftrumpfen kann, dass es sich dabei um eine Biersorte aus dem österreichischen Fucking handelt. Gut, wenn man es genau nimmt, fehlen häufig die Quellenangaben, das würde aber einiges von den kurzen, prägnanten Aussagen wegnehmen.

Aufgelockert wird das ganze durch ein sehr schönes und modernes Erscheinungsbild mit zahlreichen kleinen Bildchen, passend zur jeweiligen Faktengruppe. Auch das recht poppige, leuchtend pinke Außendesign fällt auf, so dass man kaum am Regal vorbeigehen kann.

Das Buch ist ein cooles Geschenk für alle Wissensdurstigen, die auch gerne mal den einen oder anderen skurrilen und außergewöhnlichen Fakt im Ärmel haben wollen - optimale Vorbereitung auch für jede Quizshow.

In diesem Sinne

Eure Anke



Donnerstag, 1. Oktober 2015

[Rezension] Charlotte ist wieder da

Hallo Leute!

Charlotte Link gehört wohl zu den fleißigsten Psycho-Thriller-Autorinnen in Deutschland. Ihr neuestes Werk habe ich mir mal wieder als Hörbuch zugelegt...

Die Betrogene
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Daten
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Autorin: Charlotte Link
Verlag: Randomhouse Audio
ISBN: 383713038X
Länge: 11 Stunden 56 Minuten (10 CDs)
Preis: 15,99€
Gelesen von: Claudia Michelsen


Inhalt
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Kate Linville hat den letzten Halt in ihrem Leben verloren. Die einsame Polizistin von Scotland Yard hatte nur noch einen Menschen auf der Welt, doch ihr Vater wird brutal ermordet. Doch die Polizistin traut den Ermittlungen des Beamten vor Ort nicht, da dieser offensichtlich alkoholkrank ist.

Zur gleichen Zeit - die Familie Crane ist unglücklich. Der Drehbuchautor und seine Frau haben kürzlich ein Kind adoptiert. Die drei brauchen eine Auszeit im Hochmoor, ohne Strom, fernab von der streßigen Welt. Doch die leibliche Mutter des Kindes drängt sich plötzlich in das Leben der kleinen Familie.

Währenddessen stellt Kate fest, dass ihr Vater ein zweites, geheimes Leben geführt haben muss. Sie ist entsetzt, da weder sie noch ihre krebskranke Mutter  etwas davon wussten.


Lesung
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Claudia Michelsen ist wie gemacht für dieses Hörbuch. Sie liest sehr ruhig und klar, sehr unaufgeregt, was perfekt den Spannungsbogen unterstützt.


Fazit
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Für mich ist diese Geschichte ein ganz typischer Link. Zwar fängt es mit einem brutalen Verbrechen, dem Polizistenmord. Doch darauf folgen geschickt miteinander verwobene Handlungsstränge, die eine ganz eigenartige Spannung aufbauen, ausnahmsweise mal ein Hörbuch, bei dem ich nicht einschlafen kann. Es sind nicht zu viele Stränge, so dass man den Überblick nicht verliert, aber auch nicht zu wenige. Und die leichte Steigerung in der Spannung sorgt für eine Art Blase, die in einer Art Explosion kulminiert. Sehr logisch durchdacht, gut nachvollziehbar und trotzdem überraschend und spannend.

Natürlich gibt es auch einen einsamen Ort, fernab jedlicher Zivilisation, wohin Jonas Crane sich mit seiner Familie zurückziehen will. Dort treffen sie auf den Tatverdächtigen, der Kates Vater ermordet haben könnte. Absolute Gefahr, absolute Spannung

Dazu kommen geschickt aufeinander abgestimmte und gleichzeitig vielfältige Charaktäre, die alle eine Wende durchmachen.