Hallo Leute!
Heute stelle ich euch mal wieder einen ganz netten Helfer bei der Jobfindung vor...
Lebenslauf, Anschreiben, Erfahrungsprofil, Arbeitszeugnisse
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Daten
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Autor: Dieter L. Schmich
Verlag: Dielus
ISBN: 978-3-9815711-1-0
Preis: 19,90€
Inhalt
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Zumindest während meines Studiums haben wir nicht beigebracht bekommen, wie wir uns auf dem Job-Findungsmarkt durchzusetzen haben. Mein Stand stammte noch aus der neunten Klasse. Daher habe ich mir dieses Buch angeschafft...
Zunächst werden die grundsätzlichen Anforderungen an Bewerbungsunterlagen geklärt. Also im Prinzip dass man nicht den Lebenslauf auf Klopapier druckt. Dann geht es generell darum, dass man für sich Eigenschaften findet, die in einen Lebenslauf angepasst auf den jeweiligen Job passen. Die Erstellung des Lebenslaufes mit allerhand Beispielen unterfüttert.
Im Erfahrungsprofil wird gezeigt, wie man seine Erfahrungen an den potentiellen neuen Arbeitgeber verkauft. Schließlich geht es um Zeugnisse, etwa was Arbeitszeugnisse wirklich sagen. Dann geht es um die Norm für Bewerbungsanschreiben.
Am Ende geht es dann noch über die verschiedenen Versandformen: sehr ausführlich weil am gefragtesten der Versand per Email, schließlich Versand über Internetportale und schließlich aks Mappe.
Am Ende folgen noch verschiedene Checklisten, mit denen man seinen Lebenslauf, die Zeugnisse und Anschreiben (initiativ/auf Anzeigen) überprüfen kann.
Aufmachung
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Die Aufmachung gefällt mir vor allem aufgrund der vielen Layout-Beispiele etwa von Lebensläufen richtig gut. Die Texte sind sehr übersichtlich, ohne viel überschüssiges TamTam.
Fazit
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Als Realschüler lernt man sicherlich vieles, das in dem Buch steht in der Schule. Die Mittelstufenzeit lag aber nach dem Abitur und dem Studium schon einige Zeit zurück. Sicherlich ist vieles von dem, was in dem Buch steht, nicht neu, aber es war schön für mich, alles noch einmal schön übersichtlich zusammengefasst vor sich zu haben. Besonders im Bereich "Lebenslauf" habe ich einiges aus dem Buch für mich übernommen. Sicherlich muss man dabei auch noch den persönlichen Geschmack des Personalers treffen, aber durch die Orientierungshilfe vermeidet man dann doch den einen oder anderen Faux pas.
Auch beim Anschreiben liefert das Buch einige elegante Formulierungen, auf die man ohne Naturtalent sicherlich nicht so unbedingt kommt.
Es liefert aber auch einige praktische Hinweise - etwa welches Dateiformat sollte man wählen und wie bekommt meine Email ein professionelles Aussehen.
Natürlich besorgt das Buch einem nicht den neuen Job, aber es ist eine vernünftige Hilfe auf dem Weg dorthin.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 4. Juni 2014
Montag, 2. Juni 2014
[Rezension] In die Zeit bin ich noch nicht gereist...
Hallo Leute!
Unterwegs bin ich ja viel. Als ich zuletzt in der Buchhandlung war, lenkte sich meine Aufmerksamkeit auf ein ganz spezielles Reisebuch zu einem Ziel, das ich noch nicht kannte - Das England des 14. Jahrhunderts...
Im Mittelalter - Handbuch für Zeitreisende
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Daten
^^^^^^^^^^^^
Autor: Ian Mortimer
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-05605-2
Preis: 22,99 € (D) 23,70 € (A)
Inhalt
^^^^^^^^^^^^^
Welcher kleine Junge hat nicht davon geträumt, in einer schweren Ritterrüstung durchs Land zu reiten, als er mal wieder mit den Eltern die hundertste Burgruine besichtigt hat mit den Bildern und den ausgestellten Rüstungen.
Dieses Buch wirft einen anderen Blick auf die Zeit zwischen 1300 und 1400. Bezogen auf England wird man in Städte und aufs Land entführt. Dabei wird man nicht mit historischen Ereignissen wie Thronwechseln bombadiert oder mit politischen Entscheidungen. Es geht viel mehr darum, wie die Menschen damals lebten, reisten, ums Überleben kämpften, schliefen, ihre Waren verkauften, was die Menschen damals für Hobbies hatten, was sie aßen und wie sie den Kot entsorgten oder sich wuschen. Es geht darum, wer was an den König zahlen musste, wer wem Lehenstreue schuldig war und wie sich das äußerte, wie sich damals Nachrichten verbreiten konnten (ganz ohne Internet).
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Ich muss zugeben, ich liebe alte Ritterburgen, wie etwa die Burgruine Mödling oder die Burgruine von Dürnstein in der Wachau. Ich mag sowas fast noch lieber als die Schlösser der Renaissance oder die gotischen Kathedralen. Dem entsprechend habe ich schon einige Bücher über jene Zeit gelesen.
Dieses Buch hebt sich jedoch diesen Büchern gegenüber deutlich heraus, weil es sich nicht mit bestimmten, historischen Ereignissen, etwa Pestepidemien oder Königswechsel, beschäftigt, sondern eben vie mehr mit den Menschen, die damals lebten, die ihre Felder bestellten, ihre Waren verkauften oder mit dem Schiff bis nach Spanien oder Skandinavien reisten. Welche Verhältnisse herrschten damals unter Bord, wie lebten die Ärmsten der Armen. Es handelt eben nicht von einzelnen Personen und Ereignissen, sondern viel mehr von den Verhältnissen, die damals herrschten, gesellschaftlich wie politisch, kulturell wie ernährungstechnisch.
Es ist geschrieben, wie der Titel schon sagt, als Handbuch. Im Prinzip sollte man sich vorstellen, man sitzt grade in der Zeitmaschine und ein bereits Weitgereister sagt einem, was einen erwartet.
Für das Lesen ist natürlich ein bisschen Phantasie nötig, da man sich eben ein wenig in diese Zeit als Zeitreisender hineinversetzen muss. Dennoch gelingt es dem Autor perfekt, die Szenen vor dem Inneren Auge des Lesers erscheinen zu lassen. Er schreibt so wunderbar ausschmückend vom Diener, der voranreist, von den Stallburschen, die einem im Gasthaus das Pferd abnehmen, ihm Wasser geben und es füttern. Immer wieder kommen auch Szenen vor wie eine Zollforderung au einer Brücke usw.
Einiges wird durch Stiche aus dem 14. Jahrhundert illustriert, jedoch nicht alles. Dennoch hat man als Leser aber beinahe schon den Fäkalgestank der Sickergrube oder den Geruch nach Bier im Gasthaus in der Nase, hört die derben Witze der betrunkenen Gäste, man reitet 8 Stunden durch das Land und versucht sich zu orientieren - ganz ohne Smartphone.
Ich finde dieses Buch grandios gut, allerdings wohlmöglich nur, weil ich ein echter Mittelalterfan bin. Es regt die Phantasie an und ich bin schon auf meinen nächsten Besuch in einer Ritterburg gespannt - das Kopfkino, das ich dabei immer verspüre, wird durch dieses Buch sicherlich noch intensiver.
Von mir gibt es für das spannende Buch für alle Mittelalterfans klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Unterwegs bin ich ja viel. Als ich zuletzt in der Buchhandlung war, lenkte sich meine Aufmerksamkeit auf ein ganz spezielles Reisebuch zu einem Ziel, das ich noch nicht kannte - Das England des 14. Jahrhunderts...
Im Mittelalter - Handbuch für Zeitreisende
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Daten
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Autor: Ian Mortimer
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-05605-2
Preis: 22,99 € (D) 23,70 € (A)
Inhalt
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Welcher kleine Junge hat nicht davon geträumt, in einer schweren Ritterrüstung durchs Land zu reiten, als er mal wieder mit den Eltern die hundertste Burgruine besichtigt hat mit den Bildern und den ausgestellten Rüstungen.
Dieses Buch wirft einen anderen Blick auf die Zeit zwischen 1300 und 1400. Bezogen auf England wird man in Städte und aufs Land entführt. Dabei wird man nicht mit historischen Ereignissen wie Thronwechseln bombadiert oder mit politischen Entscheidungen. Es geht viel mehr darum, wie die Menschen damals lebten, reisten, ums Überleben kämpften, schliefen, ihre Waren verkauften, was die Menschen damals für Hobbies hatten, was sie aßen und wie sie den Kot entsorgten oder sich wuschen. Es geht darum, wer was an den König zahlen musste, wer wem Lehenstreue schuldig war und wie sich das äußerte, wie sich damals Nachrichten verbreiten konnten (ganz ohne Internet).
Fazit
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Ich muss zugeben, ich liebe alte Ritterburgen, wie etwa die Burgruine Mödling oder die Burgruine von Dürnstein in der Wachau. Ich mag sowas fast noch lieber als die Schlösser der Renaissance oder die gotischen Kathedralen. Dem entsprechend habe ich schon einige Bücher über jene Zeit gelesen.
Dieses Buch hebt sich jedoch diesen Büchern gegenüber deutlich heraus, weil es sich nicht mit bestimmten, historischen Ereignissen, etwa Pestepidemien oder Königswechsel, beschäftigt, sondern eben vie mehr mit den Menschen, die damals lebten, die ihre Felder bestellten, ihre Waren verkauften oder mit dem Schiff bis nach Spanien oder Skandinavien reisten. Welche Verhältnisse herrschten damals unter Bord, wie lebten die Ärmsten der Armen. Es handelt eben nicht von einzelnen Personen und Ereignissen, sondern viel mehr von den Verhältnissen, die damals herrschten, gesellschaftlich wie politisch, kulturell wie ernährungstechnisch.
Es ist geschrieben, wie der Titel schon sagt, als Handbuch. Im Prinzip sollte man sich vorstellen, man sitzt grade in der Zeitmaschine und ein bereits Weitgereister sagt einem, was einen erwartet.
Für das Lesen ist natürlich ein bisschen Phantasie nötig, da man sich eben ein wenig in diese Zeit als Zeitreisender hineinversetzen muss. Dennoch gelingt es dem Autor perfekt, die Szenen vor dem Inneren Auge des Lesers erscheinen zu lassen. Er schreibt so wunderbar ausschmückend vom Diener, der voranreist, von den Stallburschen, die einem im Gasthaus das Pferd abnehmen, ihm Wasser geben und es füttern. Immer wieder kommen auch Szenen vor wie eine Zollforderung au einer Brücke usw.
Einiges wird durch Stiche aus dem 14. Jahrhundert illustriert, jedoch nicht alles. Dennoch hat man als Leser aber beinahe schon den Fäkalgestank der Sickergrube oder den Geruch nach Bier im Gasthaus in der Nase, hört die derben Witze der betrunkenen Gäste, man reitet 8 Stunden durch das Land und versucht sich zu orientieren - ganz ohne Smartphone.
Ich finde dieses Buch grandios gut, allerdings wohlmöglich nur, weil ich ein echter Mittelalterfan bin. Es regt die Phantasie an und ich bin schon auf meinen nächsten Besuch in einer Ritterburg gespannt - das Kopfkino, das ich dabei immer verspüre, wird durch dieses Buch sicherlich noch intensiver.
Von mir gibt es für das spannende Buch für alle Mittelalterfans klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
[Rezension] Uli zieht um...
Hallo Leute!
Anlässlich des heutigen Umzugs von Uli Hoeneß in die JVA Landsberg stelle ich euch heute eine der aktuellsten Biografien des Neu-Sträflings vor...
Uli Hoeneß - Alles auf Rot
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Daten
^^^^^^^^^^
Autor: Juan Moreno
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-05660-1
Preis: 19,90€ (D) 20,60€ (A)
Inhalt
^^^^^^^^^^
Uli Hoeneß und seine Bayern polarisieren das Land. In diesem Buch wird der Mensch Uli Hoeneß anhand verschiedener Stichworte charakterisiert:
Ehrgeiz
Glück
Geld
Wille
Aufstieg
Macht
Fall
Dabei wird durchaus kontrovers mit dem "gierigen" Schwaben umgegangen. So hatte er beispielsweise zu Anfang seiner Profikarriere "nur" 650 Mark Sporthilfe im Monat, da er beim FC Bayern nur einen Amateurvertrag hatte, um 1972 bei den Olympischen Spielen teilnehmen zu können um so seinen Marktwert noch zu steigern. Er lebte anfangs in einer Art WG mit Paul Breitner, fuhr aber trotz des geringen Gehalts bereits einen Porsche. Trainingseinheiten schwänzte er gerne einmal, weil er gegen Geld Autogramme schrieb, um bereits kurz nach dem Ende seiner Profikarriere im zarten Alter von 27 Manager des FC Bayern zu werden und eine Wurstfabrik in Nürnberg zu gründen.
So zeichnet er das Bild eines gierigen jungen Mannes, der bereitwillig das Training auslässt, um Geld bei einer Autogrammstunde zu schäffeln und für den Lothar Matthäus beim Schafskopf im Bayernbus die Karten mischen muss, weil Uli die Börsenkurse auf seinem Pager im Blick halten muss. Er zeichnet das Bild eines Mannes, der Fussball schon während seiner Karriere eher als Nebenjob betreibt. Gleichzeitig zeigt es auch das Bild eines recht freigiebigen Managers, kaum ein Club zahlt so hohe Leistungsprämien an seine Spieler aus, der einen Flugzeugabsturz überlebte und Deutschland so polarisiert wie kaum ein anderer.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^
Das für mich spannendste an dieser Biografie ist, dass die Persönlichkeit Uli Hoeneß tatsächlich von allen Seiten beleuchtet wird. Es wird nicht nur der positive Uli gezeigt, der Millionen spendet und vor allem nach seinem Flugzeugabsturz, den er als einziger überlebte (davon wusste ich auch nix) freigiebiger und sensibler wird als viele andere. Es zeigt eben auch den skrupellosen Geldscheffler, dem es beim Geld scheffeln nicht um Luxus geht - Geld ist nur da, damit es mehr wird. Nichts wird ausgelassen auf seinem Weg, der ihn im Alter von 62 Jahren in die JVA Landsberg bringt.
Es wird von Titeln berichtet, Hoeneß gewann in nur 7 Jahren alle Titel, die ein Fussballer gewinnen kann, aber auch von Niederlagen. Einige seiner Kritiker sagen sogar, Hoeneß hatte wenig Talent, dafür viel Willen. So beginnt das Buch mit einem unbekannten Zitat:
"Uli Hoeneß ist kein geborener Fussballer, der später einen Verein managte, Uli Hoeneß ist ein geborener Manager, der früher Fussball spielte".
Das Buch hat mir insgesamt recht gut gefallen, auch wenn es nicht eine gerade Zeitachse hat, sondern in den Jahren immer mal wieder etwas springt. Der Schreibstil ist sehr beschwingt und leicht zu lesen. Ein spannendes, sehr lesenswertes Buch, das Uli Hoeneß von allen Seiten zeigt. Alles in allem ein sehr gelungenes Porträt eines irgendwie schon auch beeindruckenden Mannes.
Über Uli Hoeneß kann man denken, wie man will. Ich jedenfalls habe einen Heidenrespekt davor, dass er seine Strafe tatsächlich heute antritt. Sicher hätte "Otto Normal" das auch so gemacht.
In diesem Sinne
Eure Anke
Anlässlich des heutigen Umzugs von Uli Hoeneß in die JVA Landsberg stelle ich euch heute eine der aktuellsten Biografien des Neu-Sträflings vor...
Uli Hoeneß - Alles auf Rot
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Daten
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Autor: Juan Moreno
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-05660-1
Preis: 19,90€ (D) 20,60€ (A)
Inhalt
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Uli Hoeneß und seine Bayern polarisieren das Land. In diesem Buch wird der Mensch Uli Hoeneß anhand verschiedener Stichworte charakterisiert:
Ehrgeiz
Glück
Geld
Wille
Aufstieg
Macht
Fall
Dabei wird durchaus kontrovers mit dem "gierigen" Schwaben umgegangen. So hatte er beispielsweise zu Anfang seiner Profikarriere "nur" 650 Mark Sporthilfe im Monat, da er beim FC Bayern nur einen Amateurvertrag hatte, um 1972 bei den Olympischen Spielen teilnehmen zu können um so seinen Marktwert noch zu steigern. Er lebte anfangs in einer Art WG mit Paul Breitner, fuhr aber trotz des geringen Gehalts bereits einen Porsche. Trainingseinheiten schwänzte er gerne einmal, weil er gegen Geld Autogramme schrieb, um bereits kurz nach dem Ende seiner Profikarriere im zarten Alter von 27 Manager des FC Bayern zu werden und eine Wurstfabrik in Nürnberg zu gründen.
So zeichnet er das Bild eines gierigen jungen Mannes, der bereitwillig das Training auslässt, um Geld bei einer Autogrammstunde zu schäffeln und für den Lothar Matthäus beim Schafskopf im Bayernbus die Karten mischen muss, weil Uli die Börsenkurse auf seinem Pager im Blick halten muss. Er zeichnet das Bild eines Mannes, der Fussball schon während seiner Karriere eher als Nebenjob betreibt. Gleichzeitig zeigt es auch das Bild eines recht freigiebigen Managers, kaum ein Club zahlt so hohe Leistungsprämien an seine Spieler aus, der einen Flugzeugabsturz überlebte und Deutschland so polarisiert wie kaum ein anderer.
Fazit
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Das für mich spannendste an dieser Biografie ist, dass die Persönlichkeit Uli Hoeneß tatsächlich von allen Seiten beleuchtet wird. Es wird nicht nur der positive Uli gezeigt, der Millionen spendet und vor allem nach seinem Flugzeugabsturz, den er als einziger überlebte (davon wusste ich auch nix) freigiebiger und sensibler wird als viele andere. Es zeigt eben auch den skrupellosen Geldscheffler, dem es beim Geld scheffeln nicht um Luxus geht - Geld ist nur da, damit es mehr wird. Nichts wird ausgelassen auf seinem Weg, der ihn im Alter von 62 Jahren in die JVA Landsberg bringt.
Es wird von Titeln berichtet, Hoeneß gewann in nur 7 Jahren alle Titel, die ein Fussballer gewinnen kann, aber auch von Niederlagen. Einige seiner Kritiker sagen sogar, Hoeneß hatte wenig Talent, dafür viel Willen. So beginnt das Buch mit einem unbekannten Zitat:
"Uli Hoeneß ist kein geborener Fussballer, der später einen Verein managte, Uli Hoeneß ist ein geborener Manager, der früher Fussball spielte".
Das Buch hat mir insgesamt recht gut gefallen, auch wenn es nicht eine gerade Zeitachse hat, sondern in den Jahren immer mal wieder etwas springt. Der Schreibstil ist sehr beschwingt und leicht zu lesen. Ein spannendes, sehr lesenswertes Buch, das Uli Hoeneß von allen Seiten zeigt. Alles in allem ein sehr gelungenes Porträt eines irgendwie schon auch beeindruckenden Mannes.
Über Uli Hoeneß kann man denken, wie man will. Ich jedenfalls habe einen Heidenrespekt davor, dass er seine Strafe tatsächlich heute antritt. Sicher hätte "Otto Normal" das auch so gemacht.
In diesem Sinne
Eure Anke
[Rezension] Die etwas geheimeren Geheimtipps
Hallo Leute!
Heute morgen darf ich euch mal wieder einen neuen Reiseführer vorstellen...
101 Bodensee - Geheimtipps und TOP-Ziele
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Daten
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Autor: Stefan Blank
Verlag: Iwanowski
ISBN: 978-3-86197-094-1
Preis: 14 €
Inhalt
^^^^^^^^^^
Der Bodensee ist nicht nur der größte See Deutschlands, sondern liegt auch noch im 3-Länder-Eck mit Österreich und der Schweiz.
Mit diesem Reiseführer bekommt man ein Konzept dargeboten, das nicht unbedingt dem traditionellen Schema (Land & Leute, Übernachten, Essen & Trinken, Sehenswürdigkeiten) gehorcht. Vielmehr bekommt man hier 101 mehr oder weniger geheime "Geheimtipps" geliefert.
Diese sind allerdings auch in einige Grundkapitel eingeteilt:
Einleitung
Länder, Menschen, Abenteuer
Bunter Bodensee
Geschichte erleben
Kunst und Kultur
Architektur
Kulinarischer Bodensee
Aktivitäten & Natur
Ausflüge
Brauchtum, Religion und Kurioses
Die Tipps sind also nicht entsprechend der Regionen gegliedert und kategorisiert, sondern nach besonderen Aspekten. Das kann manchmal etwas anstrengend sein, wenn man sich in der Region nicht so auskennt, weil man eben erst einmal eine Karte konsultieren muss, um sich regional zu orientieren.
Die einzelnen Ziele sind, wie man es von den Iwanowski Reiseführern kennt, auf einer Doppelseite mit Bildern vorgestellt. So wird etwa ausführlich beschrieben, was Ambiente, Klientel und Atmosphäre in den Pfahlbädern ausmacht. Anschließend, in einem kleinen Info-Kasten gibt es dann noch Adressen, Telefonnummern, Eintrittspreise, Öffnungszeiten und was sonst eben noch so zu beachten gilt. Die Texte sind ausführlich, größtenteils ausführlicher als in jedem anderen Reiseführer und dadurch, dass eben auf das übliche geplänkel in Reiseführern etwas verzichtet wird, wird eben den Sehenswürdigkeiten mehr Platz gelassen. Dadurch ist eben auch mehr Platz für sogenannte "Geheimtipps", die - so macht es auf mich den Eindruck - in diesem Reiseführer vielleicht doch noch etwas geheimer sind als in anderen Reiseführern - so erwischt man vielleicht doch das eine oder andere stille Örtchen, was noch nicht von Japanern besiedelt ist.
Im Anhang findet man dann noch einiges informatives über den Bodensee - also Daten und Fakten - im Steckbrief Bodensee.
Schließlich gibt es noch eine kleine Auflistung besonderer Hotels wie die Jugendherberge im Schloss.
Und am Ende gibt es dann noch einige Ausflugstipps, mit denen man mit Kindern die Zeit am Bodensee verbringen kann.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Ich finde das Konzept dieses Reiseführers durchaus interessant, zumal den Sehenswürdigkeiten doch mehr Raum gegeben wird. Für unsere "Wir fahren einfach mal los" Trips, die wir nach Rumänien und Griechenland gemacht haben, wäre der Reiseführer sicher nichts, da wir dort Hotels relativ stringent nach dem Reiseführer gesucht haben. Hier gibt es nur ganz wenige Tipps in die Richtung.
Was mir auch ein kleines bisschen fehlt ist die Ordnung. Es wäre durchaus spannend, diese 101 Tipps nach "Bregenz", "Konstanz", "Friedrichshafen" und "Lindau" zu gliedern, da man hier vor Ort schneller auf die entsprechenden Sehenswürdigkeiten trifft. So muss man sich alles im Umkreis erstmal mühevoll zusammensuchen, was auch schwierig ist, wenn man sich vielleicht nicht so 100% auskennt.
Die vorgestellten Sehenswürdigkeiten machen dank ausführlicher Beschreibung und tollen Bildern Lust darauf, sofort loszureisen, zumal es hier einiges gibt, was man wohlmöglich in der Ausführlichkeit in nur wenigen anderen Reiseführern findet. So gibt es hier sicher den einen oder anderen Ort, an dem man auch in der Hauptsaison mal Ruhe findet.
Was mir noch ein bisschen fehlt, ist eine komplette Übersichtskarte. Man hat hier die Hälfte in den vorderen, die andere Hälfte in den hinteren Umschlag gedruckt. Und wie gesagt, wenn man sich nicht so auskennt, würde ich mir das auf einer Seite oder eben als Faltplan wünschen. Aber das sind eher Kleinigkeiten.
Von mir gibt es für einen insgesamt guten Reiseführer für erfahrene Bodenseeurlauber 4 Sterne. Für nicht ganz so erfahrene Bodenseeurlauber wird sicher noch ein zweiter, etwas übersichtlicher Reiseführer besser sein. Dennoch alles in allem sehr gelungen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Heute morgen darf ich euch mal wieder einen neuen Reiseführer vorstellen...
101 Bodensee - Geheimtipps und TOP-Ziele
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Daten
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Autor: Stefan Blank
Verlag: Iwanowski
ISBN: 978-3-86197-094-1
Preis: 14 €
Inhalt
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Der Bodensee ist nicht nur der größte See Deutschlands, sondern liegt auch noch im 3-Länder-Eck mit Österreich und der Schweiz.
Mit diesem Reiseführer bekommt man ein Konzept dargeboten, das nicht unbedingt dem traditionellen Schema (Land & Leute, Übernachten, Essen & Trinken, Sehenswürdigkeiten) gehorcht. Vielmehr bekommt man hier 101 mehr oder weniger geheime "Geheimtipps" geliefert.
Diese sind allerdings auch in einige Grundkapitel eingeteilt:
Einleitung
Länder, Menschen, Abenteuer
Bunter Bodensee
Geschichte erleben
Kunst und Kultur
Architektur
Kulinarischer Bodensee
Aktivitäten & Natur
Ausflüge
Brauchtum, Religion und Kurioses
Die Tipps sind also nicht entsprechend der Regionen gegliedert und kategorisiert, sondern nach besonderen Aspekten. Das kann manchmal etwas anstrengend sein, wenn man sich in der Region nicht so auskennt, weil man eben erst einmal eine Karte konsultieren muss, um sich regional zu orientieren.
Die einzelnen Ziele sind, wie man es von den Iwanowski Reiseführern kennt, auf einer Doppelseite mit Bildern vorgestellt. So wird etwa ausführlich beschrieben, was Ambiente, Klientel und Atmosphäre in den Pfahlbädern ausmacht. Anschließend, in einem kleinen Info-Kasten gibt es dann noch Adressen, Telefonnummern, Eintrittspreise, Öffnungszeiten und was sonst eben noch so zu beachten gilt. Die Texte sind ausführlich, größtenteils ausführlicher als in jedem anderen Reiseführer und dadurch, dass eben auf das übliche geplänkel in Reiseführern etwas verzichtet wird, wird eben den Sehenswürdigkeiten mehr Platz gelassen. Dadurch ist eben auch mehr Platz für sogenannte "Geheimtipps", die - so macht es auf mich den Eindruck - in diesem Reiseführer vielleicht doch noch etwas geheimer sind als in anderen Reiseführern - so erwischt man vielleicht doch das eine oder andere stille Örtchen, was noch nicht von Japanern besiedelt ist.
Im Anhang findet man dann noch einiges informatives über den Bodensee - also Daten und Fakten - im Steckbrief Bodensee.
Schließlich gibt es noch eine kleine Auflistung besonderer Hotels wie die Jugendherberge im Schloss.
Und am Ende gibt es dann noch einige Ausflugstipps, mit denen man mit Kindern die Zeit am Bodensee verbringen kann.
Fazit
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Ich finde das Konzept dieses Reiseführers durchaus interessant, zumal den Sehenswürdigkeiten doch mehr Raum gegeben wird. Für unsere "Wir fahren einfach mal los" Trips, die wir nach Rumänien und Griechenland gemacht haben, wäre der Reiseführer sicher nichts, da wir dort Hotels relativ stringent nach dem Reiseführer gesucht haben. Hier gibt es nur ganz wenige Tipps in die Richtung.
Was mir auch ein kleines bisschen fehlt ist die Ordnung. Es wäre durchaus spannend, diese 101 Tipps nach "Bregenz", "Konstanz", "Friedrichshafen" und "Lindau" zu gliedern, da man hier vor Ort schneller auf die entsprechenden Sehenswürdigkeiten trifft. So muss man sich alles im Umkreis erstmal mühevoll zusammensuchen, was auch schwierig ist, wenn man sich vielleicht nicht so 100% auskennt.
Die vorgestellten Sehenswürdigkeiten machen dank ausführlicher Beschreibung und tollen Bildern Lust darauf, sofort loszureisen, zumal es hier einiges gibt, was man wohlmöglich in der Ausführlichkeit in nur wenigen anderen Reiseführern findet. So gibt es hier sicher den einen oder anderen Ort, an dem man auch in der Hauptsaison mal Ruhe findet.
Was mir noch ein bisschen fehlt, ist eine komplette Übersichtskarte. Man hat hier die Hälfte in den vorderen, die andere Hälfte in den hinteren Umschlag gedruckt. Und wie gesagt, wenn man sich nicht so auskennt, würde ich mir das auf einer Seite oder eben als Faltplan wünschen. Aber das sind eher Kleinigkeiten.
Von mir gibt es für einen insgesamt guten Reiseführer für erfahrene Bodenseeurlauber 4 Sterne. Für nicht ganz so erfahrene Bodenseeurlauber wird sicher noch ein zweiter, etwas übersichtlicher Reiseführer besser sein. Dennoch alles in allem sehr gelungen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 30. Mai 2014
[Rezension] Mut zur Veränderung
Hallo Leute!
Heute stelle ich euch ein ganz besonderes Buch vor. Nach dem Studium hat es bei mir besonders lange gedauert, bis ich endlich in den Job gefunden habe. Dieses Buch wäre mir damals eine geniale Hilfe gewesen...
In vier Wochen zum besseren Job
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Daten
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Autor: Dieter L. Schmich
Verlag: Dielus
ISBN: 398157110X
Preis: 19,90€
Inhalt
^^^^^^^^^^^^
Das Buch wendet sich eigentlich nur am Rande an völlig Joblose. Es wendet sich viel mehr an alle, die unzufrieden sind mit ihrer beruflichen Situation. Es soll motivieren, diese zu verbessern, weil das zusätzlich dazu beiträgt, dass Arbeitgeber umdenken müssen, damit ihm nicht die Mitarbeiter weglaufen.
Neue Bewerbungsstrategien beziehen sich dabei vor allem darauf, dass nur noch ein ganz geringer Teil offener Stellen überhaupt öffentlich zugänglich gemacht wird. Das Buch bietet eine Anleitung dazu, wie man heutzutage möglichst effektiv einen neuen Job findet. Heutzutage wird kaum einer mehr sein gesamtes Erwerbsleben in einem Unternehmen verbringen. Kontakte sind daher besonders wichtig. Auch die Effizienz, die ein Bewerbungsprozess heute haben muss, wird ausführlich beschrieben, mit einer zeitgleichen Anleitung, wie man sich heutzutage seine Bewerbung auf eine interessante Stelle möglichst effektiv abgibt.
So werden anhand von Tabellen hilfreiche Strategien gezeigt, so etwa Schemen, in denen man mögliche Adressen von Verwandten, Bekannten, Lehrern, Professoren usw. zu sammeln, die einem bei der Jobsuche behilflich sein können.
Oder es werden Beispiele effizienter Lebensläufe gezeigt, die modern sind und einen möglichst effizienten Arbeitsprozess der Personalabteilungen passen.
Es bietet eine Anleitung dazu, wie man am schnellsten Vakanzen aufstöbert, in einem Unternehmen möglichst schnell den richtigen Ansprechpartner findet, wie man eine möglichst komprimierte und effektive Bewerbung abgibt und wie man sich heutzutage auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet.
Schmich sagt, wer mit dieser Strategie nicht bei 10 Bewerbungen 1 Bewerbungsgespräch und mit 5 Bewerbungsgesprächen nicht 1 Jobzusage hat, sollte sich überlegen, ob er nicht mit seinen Jobvorstellungen zu hoch liegt. Es gilt eben heute eigentlich das Prinzip, dass man zur rechten Zeit am rechten Ort sein und sich optimal präsentieren, dann bekommt man den Wuschjob sehr schnell.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
In nur einem Monat zu einem besseren Job... Das klang für mich zunächst sehr eifrig, zumal heute wohl die wenigsten den Mut besitzen, ihren Job einfach aufzugeben und sich was anderes zu suchen. Mir fiel es nach dem Studium besonders schwer, da ich mich immer nur auf die Vakanzen online oder in der Zeitung konzentriert habe. Aber da das heute gar nicht mehr so ist, sondern dass man viel mehr zum neuen Job kommt, in dem man beim Unternehmen anruft um so zum richtigen Gesprächspartner zu kommen, war mir so gar nicht bewusst.
Das Buch ist ein sehr schöner, sehr moderner Bewerbungsleitfaden, der zwar nicht unweigerlich zum Erfolg führt, der einem jedoch wesentlich modernere Strategien an die Hand gibt als so mancher Jobvermittler vom Arbeitsamt. Schmich bringt den modernen Arbeitsmarkt auf den Punkt. Und wenn ich diesen Ratgeber damals nach dem Studium gehabt hätte, hätte ich - da bin ich mir sicher - nicht 2 Jahre nach einem Job gesucht.
Ich bin begeistert, das Buch bekommt von mir 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Heute stelle ich euch ein ganz besonderes Buch vor. Nach dem Studium hat es bei mir besonders lange gedauert, bis ich endlich in den Job gefunden habe. Dieses Buch wäre mir damals eine geniale Hilfe gewesen...
In vier Wochen zum besseren Job
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Daten
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Autor: Dieter L. Schmich
Verlag: Dielus
ISBN: 398157110X
Preis: 19,90€
Inhalt
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Das Buch wendet sich eigentlich nur am Rande an völlig Joblose. Es wendet sich viel mehr an alle, die unzufrieden sind mit ihrer beruflichen Situation. Es soll motivieren, diese zu verbessern, weil das zusätzlich dazu beiträgt, dass Arbeitgeber umdenken müssen, damit ihm nicht die Mitarbeiter weglaufen.
Neue Bewerbungsstrategien beziehen sich dabei vor allem darauf, dass nur noch ein ganz geringer Teil offener Stellen überhaupt öffentlich zugänglich gemacht wird. Das Buch bietet eine Anleitung dazu, wie man heutzutage möglichst effektiv einen neuen Job findet. Heutzutage wird kaum einer mehr sein gesamtes Erwerbsleben in einem Unternehmen verbringen. Kontakte sind daher besonders wichtig. Auch die Effizienz, die ein Bewerbungsprozess heute haben muss, wird ausführlich beschrieben, mit einer zeitgleichen Anleitung, wie man sich heutzutage seine Bewerbung auf eine interessante Stelle möglichst effektiv abgibt.
So werden anhand von Tabellen hilfreiche Strategien gezeigt, so etwa Schemen, in denen man mögliche Adressen von Verwandten, Bekannten, Lehrern, Professoren usw. zu sammeln, die einem bei der Jobsuche behilflich sein können.
Oder es werden Beispiele effizienter Lebensläufe gezeigt, die modern sind und einen möglichst effizienten Arbeitsprozess der Personalabteilungen passen.
Es bietet eine Anleitung dazu, wie man am schnellsten Vakanzen aufstöbert, in einem Unternehmen möglichst schnell den richtigen Ansprechpartner findet, wie man eine möglichst komprimierte und effektive Bewerbung abgibt und wie man sich heutzutage auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet.
Schmich sagt, wer mit dieser Strategie nicht bei 10 Bewerbungen 1 Bewerbungsgespräch und mit 5 Bewerbungsgesprächen nicht 1 Jobzusage hat, sollte sich überlegen, ob er nicht mit seinen Jobvorstellungen zu hoch liegt. Es gilt eben heute eigentlich das Prinzip, dass man zur rechten Zeit am rechten Ort sein und sich optimal präsentieren, dann bekommt man den Wuschjob sehr schnell.
Fazit
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In nur einem Monat zu einem besseren Job... Das klang für mich zunächst sehr eifrig, zumal heute wohl die wenigsten den Mut besitzen, ihren Job einfach aufzugeben und sich was anderes zu suchen. Mir fiel es nach dem Studium besonders schwer, da ich mich immer nur auf die Vakanzen online oder in der Zeitung konzentriert habe. Aber da das heute gar nicht mehr so ist, sondern dass man viel mehr zum neuen Job kommt, in dem man beim Unternehmen anruft um so zum richtigen Gesprächspartner zu kommen, war mir so gar nicht bewusst.
Das Buch ist ein sehr schöner, sehr moderner Bewerbungsleitfaden, der zwar nicht unweigerlich zum Erfolg führt, der einem jedoch wesentlich modernere Strategien an die Hand gibt als so mancher Jobvermittler vom Arbeitsamt. Schmich bringt den modernen Arbeitsmarkt auf den Punkt. Und wenn ich diesen Ratgeber damals nach dem Studium gehabt hätte, hätte ich - da bin ich mir sicher - nicht 2 Jahre nach einem Job gesucht.
Ich bin begeistert, das Buch bekommt von mir 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
[Rezension] Du bist was du isst...
Hallo Leute!
Heute möchte ich mich mal einem ganz anderen Thema widmen. Gerade gehen ja wieder die Meldungen über die Ticker, nach denen jeder zweite Deutsche zu dick ist. Dass die Lebensmittelindustrie alles tut, damit das so bleibt, ist ja bekannt. Die Verbraucherzentrale allerdings hat in diesem Büchlein alles zusammengefasst, wie man es eben schafft, genau das zu erreichen und die Kunden damit zufriedenzustellen...
Lebensmittel-Lügen - Wie die Food-Branche trickst und tarnt
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Daten
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Autoren: Birgit Klein, Janina Löbel, Andrea Schauff, Claudia Weiß
Verlag: Verbraucherzentrale NRW
ISBN: 3863360400
Preis: 12,90€
Inhalt
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Geiz ist geil, das Stichwort kennt wohl jeder. Auch dass die Lebensmittelindustrie es manchmal nicht ganz so genau nimmt mit der Etikettierung dürfte nicht erst seit dem Pferdefleischskandal von 2013 bekannt sein. Wie genau das funktioniert, wird in diesem Buch zusammengefasst.
Vor allem mit Verpackungen getrickst wird, ist nahezu dreist. Bei Kindergetränken etwa steht drauf "weniger süß*". Wenn man dann genauer schaut, steht unter dem * irgendwo ganz klein "bei nahezu gleichem Kaloriegehalt".
Ganz krasses Beispiel ist etwa auch die Angabe von Inhaltsstoffen. So werden Allergene häufig nur versteckt oder gar nicht angegeben. Ein Beispiel eines Krabbencocktails wird genannt, der Alkhol enthält, ohne dass es draufsteht.
Entsetzt war ich ja beim Kapitel über Kinder. So enthält Kinderschokolade, die vom Marketing her ja ganz klar Schulkinder als Zielgruppe hat, mehr Kalorien als normale Milchschokolade.
Spannend fand ich auch das Kapitel über Vegetarische Lebensmittellügen - so kann man als Veganer bei der Aufschrift "Vegan" niemals sicher sein, dass nicht doch Spuren tierischer Lebensmittel in den Waren befinden, da hier der Hersteller entscheidet, was er unter Vegan versteht.
Schließlich wird noch darauf verwiesen, wie man sich bei Ärger über Lebensmittel an die Verbraucherzentrale wenden kann.
Aufmachung
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Ich finde die Aufteilung der Texte und auch die Wahl der Beispiele, die häufig per Bild verdeutlicht werden, nahezu perfekt. Vor allem deutschlandweit bekannte Marken wie "Nesquik", "Maggi" oder "Knorr" werden gewählt, was dem Leser quasi keinen Ausweg lässt alla "Das hab ich eh noch nie gekauft".
Fazit
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Natürlich ist es beinahe jedem bekannt, dass die Nahrungsmittelindustrie trickst, wo sie nur können. Doch mit diesem Buch wird das ganze noch einmal etwas mehr ins Bewusstsein gerückt. Dass viele Erdbeerjogurts niemals Erdbeeren gesehen haben sondern im Prinzip reine Chemie enthalten, hat man schon oft gehört, wie genau das aber funktioniert und warum die Käufer das trotzdem kaufen, war mir irgendwie nie so klar.
Besonders schlimm allerdings ist, dass Allergene oder auch Alkohol manchmal gar nicht oder nur versteckt in den Zutatenlisten auftauchen und man schon ganz genau darauf achten muss, was man kauft. Ich jedenfalls gehe nach der Lektüre dieses Buches durchaus bewusster einkaufen und vieles, was ich vorher ganz bequem in der Tüte gekauft habe, mache ich danach lieber frisch - da weiß ich, was drin ist.
Das Buch wendet sich an all jene, die nicht ihr gesamtes Essen auf dem Markt oder direkt beim Bauern kaufen. An all jene, die sich mittags auch mal bedenkenlos eine Tütensuppe warm machen und den billigen Erdbeerjogurt essen. Es rückt einem ins Bewusstsein, was man da so alles in sich reinstopft und wie man als Kunde von der Lebensmittelindustrie hinters Licht geführt wird. Gerade weil die Beispiele bekannter Marken besonders eindringlich sind, gerade weil wohl fast jeder schonmal zu ner Tütensuppe gegriffen hat, ist dieses Buch besonders eindringlich. Ich jedenfalls denke jetzt zweimal drüber nach, ehe ich mir mittags eine Tütensuppe warm mache ob ich nicht doch lieber eine Banane esse.
Bestellinformationen
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Das Buch kann man im Buchhandel oder direkt über die Verbraucherzentrale beziehen.
Bestellanschrift: Versandservice der Verbraucherzentrale, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf
Telefon: 0211/3809-555, Telefax: 0211/3809-235
www.vz-ratgeber.de
Email: publikationen@vz-nrw.de
Bei Bestellung über die Verbraucherzentrale wird eine Versandkostenpauschale von 8,50€ fällig. Es ist außerdem möglich, das Buch als E-Book zu beziehen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Heute möchte ich mich mal einem ganz anderen Thema widmen. Gerade gehen ja wieder die Meldungen über die Ticker, nach denen jeder zweite Deutsche zu dick ist. Dass die Lebensmittelindustrie alles tut, damit das so bleibt, ist ja bekannt. Die Verbraucherzentrale allerdings hat in diesem Büchlein alles zusammengefasst, wie man es eben schafft, genau das zu erreichen und die Kunden damit zufriedenzustellen...
Lebensmittel-Lügen - Wie die Food-Branche trickst und tarnt
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Daten
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Autoren: Birgit Klein, Janina Löbel, Andrea Schauff, Claudia Weiß
Verlag: Verbraucherzentrale NRW
ISBN: 3863360400
Preis: 12,90€
Inhalt
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Geiz ist geil, das Stichwort kennt wohl jeder. Auch dass die Lebensmittelindustrie es manchmal nicht ganz so genau nimmt mit der Etikettierung dürfte nicht erst seit dem Pferdefleischskandal von 2013 bekannt sein. Wie genau das funktioniert, wird in diesem Buch zusammengefasst.
Vor allem mit Verpackungen getrickst wird, ist nahezu dreist. Bei Kindergetränken etwa steht drauf "weniger süß*". Wenn man dann genauer schaut, steht unter dem * irgendwo ganz klein "bei nahezu gleichem Kaloriegehalt".
Ganz krasses Beispiel ist etwa auch die Angabe von Inhaltsstoffen. So werden Allergene häufig nur versteckt oder gar nicht angegeben. Ein Beispiel eines Krabbencocktails wird genannt, der Alkhol enthält, ohne dass es draufsteht.
Entsetzt war ich ja beim Kapitel über Kinder. So enthält Kinderschokolade, die vom Marketing her ja ganz klar Schulkinder als Zielgruppe hat, mehr Kalorien als normale Milchschokolade.
Spannend fand ich auch das Kapitel über Vegetarische Lebensmittellügen - so kann man als Veganer bei der Aufschrift "Vegan" niemals sicher sein, dass nicht doch Spuren tierischer Lebensmittel in den Waren befinden, da hier der Hersteller entscheidet, was er unter Vegan versteht.
Schließlich wird noch darauf verwiesen, wie man sich bei Ärger über Lebensmittel an die Verbraucherzentrale wenden kann.
Aufmachung
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Ich finde die Aufteilung der Texte und auch die Wahl der Beispiele, die häufig per Bild verdeutlicht werden, nahezu perfekt. Vor allem deutschlandweit bekannte Marken wie "Nesquik", "Maggi" oder "Knorr" werden gewählt, was dem Leser quasi keinen Ausweg lässt alla "Das hab ich eh noch nie gekauft".
Fazit
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Natürlich ist es beinahe jedem bekannt, dass die Nahrungsmittelindustrie trickst, wo sie nur können. Doch mit diesem Buch wird das ganze noch einmal etwas mehr ins Bewusstsein gerückt. Dass viele Erdbeerjogurts niemals Erdbeeren gesehen haben sondern im Prinzip reine Chemie enthalten, hat man schon oft gehört, wie genau das aber funktioniert und warum die Käufer das trotzdem kaufen, war mir irgendwie nie so klar.
Besonders schlimm allerdings ist, dass Allergene oder auch Alkohol manchmal gar nicht oder nur versteckt in den Zutatenlisten auftauchen und man schon ganz genau darauf achten muss, was man kauft. Ich jedenfalls gehe nach der Lektüre dieses Buches durchaus bewusster einkaufen und vieles, was ich vorher ganz bequem in der Tüte gekauft habe, mache ich danach lieber frisch - da weiß ich, was drin ist.
Das Buch wendet sich an all jene, die nicht ihr gesamtes Essen auf dem Markt oder direkt beim Bauern kaufen. An all jene, die sich mittags auch mal bedenkenlos eine Tütensuppe warm machen und den billigen Erdbeerjogurt essen. Es rückt einem ins Bewusstsein, was man da so alles in sich reinstopft und wie man als Kunde von der Lebensmittelindustrie hinters Licht geführt wird. Gerade weil die Beispiele bekannter Marken besonders eindringlich sind, gerade weil wohl fast jeder schonmal zu ner Tütensuppe gegriffen hat, ist dieses Buch besonders eindringlich. Ich jedenfalls denke jetzt zweimal drüber nach, ehe ich mir mittags eine Tütensuppe warm mache ob ich nicht doch lieber eine Banane esse.
Bestellinformationen
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Das Buch kann man im Buchhandel oder direkt über die Verbraucherzentrale beziehen.
Bestellanschrift: Versandservice der Verbraucherzentrale, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf
Telefon: 0211/3809-555, Telefax: 0211/3809-235
www.vz-ratgeber.de
Email: publikationen@vz-nrw.de
Bei Bestellung über die Verbraucherzentrale wird eine Versandkostenpauschale von 8,50€ fällig. Es ist außerdem möglich, das Buch als E-Book zu beziehen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 29. Mai 2014
[Rezension] Alle Mann zu Aldi
Hallo Leute!
Heute habe ich mal wieder die Ehre, euch ein Buch vorstellen zu dürfen. Diesmal geht es um einen Laden, den ich - wie vermutlich viele von euch auch - schon seit Kindertagen kenne. In Österreich musste ich mich dann auch nur vom Namen her umgewöhnen. Aber Aldi kennen wohl mindestens genauso viele Leute wie das Brandenburger Tor oder die Kanzlerin...
Aldi Jahre Wieder
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Daten
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Autor: Josef Nyary
Verlag: Herder Spektrum
ISBN: 978-3-451-06672-6
Preis: 9,95€
Inhalt
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Zum 99. Firmenjubiläum zeichnet Josef Nyary die Firmengeschichte von Aldi nach - vom kleinen Konsumgüterladen Albrecht in einem Essener Arbeitervorort, der von der Mutter geführt wurde, bis zum milliardenschweren, weltweit agierenden Unternehmen. Schwerpunkt liegt dabei vor allem beim Aufstieg nach Ende des 2. Weltkrieges, vor allem in den Jahren des Wirtschaftswunders.
Fokus liegt aber auch auf den beiden Firmenchefs Karl und Theo Albrecht und deren legendärer Sparsamkeit. So ist einer der beiden noch im hohen Alter von weit über 70 immer persönlich (nie mit Chauffeur) bei Filialbesichtigungen angereist und hatte immer einen Werkzeugkasten im Kofferraum, ehe man den Handwerker zahlen muss, probierte er immer erstmal selbst. So werden mehrere Anekdoten über die Albrecht Brüder und deren Lebensmotto "Jeden Euro, den man spart, hat man verdient" erzählt. Natürlich gibt es auch den schon legendären Ausspruch "Verkäuferinnen bekommen bei uns 30% mehr gezahlt, dafür verlange ich aber 50% mehr Leistung" werden bedient. Auch die legendärsten Schnäppchenaktionen, etwa den Verkauf von auf geringe Stückzahlen limitierte Kunstwerke wird berichtet, genau wie überraschendes, so etwa das die Tüte von Aldi Nord durch einen münchner Designprofessor designt wurde. Witzig finde ich auch die Geschichte, warum Aldi in Österreich Hofer heißt - die Österreicher wollten einfach nicht bei "denna Piefke" einkaufen gehen. Nun hat man den Namen der übernommenen Kette gelassen, das Logo ist aber das von Aldi Süd schon passt der Erfolg wieder. Witzigerweise wurde einzig der Griechische Markt mit Beginn der Wirtschaftskrise dort wieder aufgegeben.
Bemerkenswert unkritisch wird mit den Skandälchen um die Behandlung der Mitarbeiter umgegangen. Alles soll wohl auf Rachefeldzügen beruhen und nicht auf Tatsachen.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Für mich, als Hofer und früher regelmäßigen Aldi Kunden ist das Buch durchaus amüsant zu lesen, vor allem die vielen kleinen Anekdoten finde ich absolut klasse. Etwa dass sich Karl Albrecht einen Golfplatz in Donaueschingen gebaut hat. Das Hotel kam gleich dazu, weil wenn er schon ein Zimmer zahlen muss, dann sich selbst. Interessant fand ich auch das Kapitel, warum es so viele Eigenmarken mit dem Hintergrund großer Marken gibt (Stichwort eigene Preispolitik) oder auch dass Aldi eine eigene Kaffeerösterei und eine eigene Spedition betreibt.
Trotzdem stehe ich dem Buch relativ zwiegespalten gegenüber, vor allem weil es kurz nach dem Skandalbuch eines ehemaligen Mitarbeiters 2012 erschienen ist und diese Skandale bemerkenswert abtut. Aldi geht super mit seinen Mitarbeitern um und hat ihnen sogar Hubwagen gebaut zum rückenschonenderen Einräumen. Irgendwie bin ich mir da etwas unschlüssig, ob da nicht doch ein bisschen Aldimarketing (was es ja betont eigentlich gar nicht gibt) dahintersteckt, zumal das Buch nur schmale 96 Seiten hat.
Ich habe mir durchaus etwas mehr erwartet, vor allem etwas mehr kritisches Hinterfragen des Aldikonzepts. Dennoch für chronische Aldikunden wie mich ein spannendes und lesenswertes Buch.
In diesem Sinne
Eure Anke
Heute habe ich mal wieder die Ehre, euch ein Buch vorstellen zu dürfen. Diesmal geht es um einen Laden, den ich - wie vermutlich viele von euch auch - schon seit Kindertagen kenne. In Österreich musste ich mich dann auch nur vom Namen her umgewöhnen. Aber Aldi kennen wohl mindestens genauso viele Leute wie das Brandenburger Tor oder die Kanzlerin...
Aldi Jahre Wieder
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Daten
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Autor: Josef Nyary
Verlag: Herder Spektrum
ISBN: 978-3-451-06672-6
Preis: 9,95€
Inhalt
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Zum 99. Firmenjubiläum zeichnet Josef Nyary die Firmengeschichte von Aldi nach - vom kleinen Konsumgüterladen Albrecht in einem Essener Arbeitervorort, der von der Mutter geführt wurde, bis zum milliardenschweren, weltweit agierenden Unternehmen. Schwerpunkt liegt dabei vor allem beim Aufstieg nach Ende des 2. Weltkrieges, vor allem in den Jahren des Wirtschaftswunders.
Fokus liegt aber auch auf den beiden Firmenchefs Karl und Theo Albrecht und deren legendärer Sparsamkeit. So ist einer der beiden noch im hohen Alter von weit über 70 immer persönlich (nie mit Chauffeur) bei Filialbesichtigungen angereist und hatte immer einen Werkzeugkasten im Kofferraum, ehe man den Handwerker zahlen muss, probierte er immer erstmal selbst. So werden mehrere Anekdoten über die Albrecht Brüder und deren Lebensmotto "Jeden Euro, den man spart, hat man verdient" erzählt. Natürlich gibt es auch den schon legendären Ausspruch "Verkäuferinnen bekommen bei uns 30% mehr gezahlt, dafür verlange ich aber 50% mehr Leistung" werden bedient. Auch die legendärsten Schnäppchenaktionen, etwa den Verkauf von auf geringe Stückzahlen limitierte Kunstwerke wird berichtet, genau wie überraschendes, so etwa das die Tüte von Aldi Nord durch einen münchner Designprofessor designt wurde. Witzig finde ich auch die Geschichte, warum Aldi in Österreich Hofer heißt - die Österreicher wollten einfach nicht bei "denna Piefke" einkaufen gehen. Nun hat man den Namen der übernommenen Kette gelassen, das Logo ist aber das von Aldi Süd schon passt der Erfolg wieder. Witzigerweise wurde einzig der Griechische Markt mit Beginn der Wirtschaftskrise dort wieder aufgegeben.
Bemerkenswert unkritisch wird mit den Skandälchen um die Behandlung der Mitarbeiter umgegangen. Alles soll wohl auf Rachefeldzügen beruhen und nicht auf Tatsachen.
Fazit
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Für mich, als Hofer und früher regelmäßigen Aldi Kunden ist das Buch durchaus amüsant zu lesen, vor allem die vielen kleinen Anekdoten finde ich absolut klasse. Etwa dass sich Karl Albrecht einen Golfplatz in Donaueschingen gebaut hat. Das Hotel kam gleich dazu, weil wenn er schon ein Zimmer zahlen muss, dann sich selbst. Interessant fand ich auch das Kapitel, warum es so viele Eigenmarken mit dem Hintergrund großer Marken gibt (Stichwort eigene Preispolitik) oder auch dass Aldi eine eigene Kaffeerösterei und eine eigene Spedition betreibt.
Trotzdem stehe ich dem Buch relativ zwiegespalten gegenüber, vor allem weil es kurz nach dem Skandalbuch eines ehemaligen Mitarbeiters 2012 erschienen ist und diese Skandale bemerkenswert abtut. Aldi geht super mit seinen Mitarbeitern um und hat ihnen sogar Hubwagen gebaut zum rückenschonenderen Einräumen. Irgendwie bin ich mir da etwas unschlüssig, ob da nicht doch ein bisschen Aldimarketing (was es ja betont eigentlich gar nicht gibt) dahintersteckt, zumal das Buch nur schmale 96 Seiten hat.
Ich habe mir durchaus etwas mehr erwartet, vor allem etwas mehr kritisches Hinterfragen des Aldikonzepts. Dennoch für chronische Aldikunden wie mich ein spannendes und lesenswertes Buch.
In diesem Sinne
Eure Anke
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